Sicht weise(n): Weißes Gold – SALZ. Im Allgemeinen, Besonderen & Speziellen

Sicht weise(n): Weißes Gold – SALZ. Im Allgemeinen, Besonderen & Speziellen

Früher war es das weiße Gold: Das Salz hat viele Möglichkeiten. 

 

» Salzwasser ist das universelle Heilmittel. Tränen, Schweiß oder das Meer. «

 

Karen Blixen

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Salz zur Heilung

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Natrium chloratum als homöopathisches Mittel wird als hilfreich bei Menschen empfohlen, die verbittert oder in ihrem Leben bis ins tiefste Mark verletzt wurden, denen großes Leid zugefügt wurde und die von dieser alten Last nicht loslassen können oder wollen.

„Das zahle ich dir heim bis ins Grab“ oder „Das vergesse oder verzeihe ich dir nie“, sind Sätze, die diese Klienten dann äußern.

Ich kenne diese Sätze selbst, von früher, war lange bitterböse sauer auf meine Eltern, doch mit Natrium chloratum hat sich Schicht für Schicht diese Wut und Trauer aufgelöst, sodass ich beide heute mit viel Verständnis und einem liebenden Herzen sehen kann.

Auch mein Unverständnis und der sich angestaute Groll auf meine Tochter über ihren Kontaktabbruch vor vielen Jahren hat sich dank Natrium chloratum gewandelt. Möge sie glücklich sein, so wie sie ihr Leben lebt.

Heute bin ich frei von jeglicher Anhaftung. Jeder geht seiner Wege. Noch vor Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich das einmal mit einem geheilten Herzen schreiben kann.

Ohne homöopathische Begleitung wäre das alles nicht möglich gewesen. Doch möchte ich hier noch einmal explizit darauf hinweisen, sich beim Wunsch nach einer homöopathischen Behandlung unbedingt die fachkundige Unterstützung eines Arztes zu holen.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Heul doch!

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In meiner langen Therapielaufbahn bin ich um eines irgendwann nicht mehr herumgekommen, ums Weinen. Irgendwann war es endlich so weit und es lief.

Aus Angst, ich könne diesen Fluss nie wieder stoppen oder er würde mich total ohne Chance auf Kontrolle überwältigen, hatte ich mir das Weinen mit aller Macht und viel Kraftaufwand seit Kindheitstagen verboten.

Immer schön Frau Sonnenschein spielen, damit ja nur niemand mitbekam, wie es eigentlich in mir aussah. Das war mein Überlebensmotto.

Dann traf ich eine Ärztin, die zu mir meinte: Weinen ist die beste Krebsvorsorge, denn wenn du weinst, bildet sich in der Tränendrüse ein Serum, das vor Krebs schützt.“

Das war der letzte Tropfen, der den ganzen aufgestauten See in mir zu fließen brachte. Seitdem weine ich, wenn mir danach ist. Auch so lange wie es braucht.

Die Angst, es würde vielleicht nie wieder aufhören, klopfte anfangs zwar immer wieder an, doch das Zulassen und mein Umgang damit bestimmen heute die Dosis.

Manchmal brauche ich zum Zulassen einen sentimentalen Film, manchmal auch nicht mehr aushaltbare Schmerzen, doch nicht mehr so oft, wie früher.

Sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln macht es mir mittlerweile nichts mehr aus, zu weinen, wenn mir danach ist. Gebe ich damit ja auch anderen die Erlaubnis, zu sich und ihren Gefühlen zu stehen.

Mein Gefühlsrad darf sich drehen, in alle Richtungen. Zu jeder Zeit und überall. Tränen reinigen die Seele.

 

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Bester Schutzraum

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Salz hat ebenso die besondere Eigenschaft, um einen Raum zu säubern oder vor unangenehmen Besuchern zu schützen. Daher benutzen die indigenen Völker schon immer Salz in ihren Zeremonien und auch im chinesischen Feng-Shui wird Salz zum Schutz und energetischem Reinigen von Räumen verwendet.

Bis heute streue ich regelmäßig Salz in einer schmalen Linie auf meine Wohnungstürschwelle, auch auf meine Fensterbänke, die ich zum Lüften öffne, als energetische Sperre gegen unliebsame Energien. Im Sommer streue ich zum Beispiel auch eine Salzlinie mit Backpulver vor meinem Balkon, damit die Ameisen bei mir im 4. Stock draußen bleiben.

Auch als Schutzmittel auf Reisen ist neben Drachenblut, dem roten Harz des Drachenblutbaumes, Salz ein wunderbares Schutzmittel, um das Gepäck vor Verlust und Diebstahl zu schützen. Je nach Reiseziel ziehe ich dann eine weiße Linie um mein Gepäck, doch oftmals reicht es schon aus, einfach ein kleines Säckchen mit Salz in einer der Außentaschen des Koffers oder Rucksacks zu verstauen und ein kurzes Schutzgebet zu sprechen. Toi Toi Toi, bisher ist mir auf Reisen noch nie etwas gestohlen worden.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Salzfrei essen

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Nur für eines nutze ich Salz überhaupt nicht: beim Kochen und Essen.

Ich versuche essensmäßig weitestgehend salzfrei zu leben, da das verkaufte Salz oft nur reines Natriumchlorid ist, mit oder ohne zusätzlich versetztem Jod.

Oft ist Salz nur ein Geschmacksverstärker, der Lebensmittel haltbarer macht. Das hat mit dem ursprünglichen Salz, dem sogenannten Gold der früheren Zeiten, nicht mehr viel zu tun.

Salzfrei essen ist nicht so leicht, denn so bleiben oft nur unverarbeitete Lebensmittel übrig.

Mein Salzersatz ist mein morgendlich frischgepresster Selleriesaft, denn der stellt mir alle Clustersalze, die der Körper braucht, in bester Form zur Verfügung. Als Alternative würde ich, wenn ich müsste, nur reines Meersalz verwenden. Und wenn ich irgendwo essen gehe, habe ich sowieso keine Wahl.

Ausführliche Informationen dazu und noch mehr Tipps zu gesunder Ernährung und weitere Life Hacks für ein leichteres Leben findest du in meinem Buch und in meinem ausführlichen Blogartikel über die 25 Life Hacks.

 

Buch 25 LifeHacks von Umani Wendler

Hier kannst du dein ganz persönliches Exemplar des Buches bestellen.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


Ode an das Salz

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Das Salz im Meer, in dem ich schwimme und das mich trägt.

Das Salz im See, auf dem ich Toter Mann spielen kann.

Das Salz im Säckchen verpackt für den nächsten Schutzraum.

Das Salz der Tränen aus Freude.

Das Salz der Tränen aus Trauer oder Enttäuschung.

Das Salz der Tränen, leise dahinrollend.

Das Salz der Tränen, tief schluchzend.

Das Salz im Schweiß, nach getaner Arbeit.

Das Salz im Schweiß, nach einem leidenschaftlichen Liebesakt.

Das Salz im Schweiß, nach einer intensiven Pilateseinheit.

Das Salz im Schweiß bei Angst, Wut und Trauer.

Das Salz als Heilkraft in ungeahnten Tiefen.

Das Salz als Essenz, mit seiner Fähigkeit Gold zu sein.

Das Salz in mir birgt so manches Geheimnis meines Seins.

 

Ode: Umani Wendler

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 

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Sicht weise(n): Ein Gefühl, das keiner mag: Wut. 5 Strategien und mehr im Umgang mit Wut

Sicht weise(n): Ein Gefühl, das keiner mag: Wut. 5 Strategien und mehr im Umgang mit Wut

Wut – jeder kennt sie. Doch wie gehen wir mit ihr um? 

Wann warst du das letzte Mal so richtig wütend? Musst du über die Antwort auf diese Frage erst länger nachdenken oder fällt dir die Situation sofort wieder ein?

Je nachdem, welche Strategie du für den Umgang mit Wut oder all deinen Gefühlen in deinem Leben erlernt hast, wirst du auf diese Frage antworten.

Wir können fühlen. Das ist etwas Wunderbares und unterscheidet uns auch von anderen Spezies.

Doch nicht jedes Gefühl löst in uns etwas Schönes aus. Da gibt es die Liebe, die Freude, die Begeisterung, doch auch die Trauer, der Frust oder eben die Wut.

 

 

Auf dem Gefühlsrad sind sie alle miteinander verbunden und nur wenn alle Gefühle ihre Daseinsberechtigung haben, läuft das Rad rund. Daher kann es guttun, sich auch mit den kollektiv nicht so attraktiven Gefühlen zu beschäftigen und diese zu erforschen.

In diesem Blogartikel wende ich mich daher der Wut zu. Wie sie entsteht, welche Macht sie hat, wohinter sie sich verbirgt und welche Strategien es gibt, um besser mit ihr umzugehen.

 

» Meine Zunge wird die Wut meines Herzens erzählen, oder mein Herz, das es verbirgt, wird brechen. «

William Shakespeare

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Das Gefühl: Wut

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Die meisten Gefühle und Emotionen entstehen meist unbewusst im limbischen System unseres Gehirns. Sekundenschnell nimmt der dafür dort zuständige Thalamus den Sinneseindruck war und übermittelt der Amygdala die Information.

Diese prüft den empfangenen Reiz und entscheidet zwischen brauchbar oder schädlich … und je nachdem, zack ist es da: ein Gefühl der Angst, des Ärgers, des Ekels und so weiter.

Das geschieht alles innerhalb von wenigen Sekunden und hat vielseitige Folgen auf den gesamten Organismus, der dann in den sogenannten Fight-or-Flight Modus wechselt.

Interessant es auch, wenn die Information vom Thalamus zur Hirnrinde weitergeleitet wird. Der dort sitzende Hippocampus prüft den Sinneseindruck mit bisherigen Gedächtnisinhalten – sprich mit unseren Lebenserfahrungen. Was für den einen dort vielleicht als positive Erfahrung abgespeichert ist, kann für einen anderen als Bedrohung wirken.

Daher ist die Reaktion auf ein Erlebnis bei jedem Menschen unterschiedlich. Die Prägungen unserer Kindheit und der uns umgebenen Gesellschaft spielen daher dabei eine ganz wichtige Rolle.

Doch wir sind unseren Gefühlen und Emotionen nicht willenlos ausgeliefert. Es gibt zum Glück viele unterschiedliche Methoden, wie abgespeicherte Erlebnisse, die mit unangenehmen Gefühlen verbunden sind, in neue Erlebnis- und Gefühlsbilder verwandelt werden können.

Viele dieser kommen aus der Traumatherapieforschung und werden in der Aufarbeitung von Traumata angewandt. Doch nicht nur. Einige davon sich leicht anwendbar, wie z.B. das EFT-Klopfen und stehen jedem jederzeit zur Verfügung.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Die Macht der Wut

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Meist fängt es ganz klein an. Da eine kleine Zusage, dort ein Ja, wo eigentlich ein Nein angesagt wäre. Die Situationen sind so vielfältig, die unseren in uns liegenden Wut-Vulkan nähren und sich im Laufe der Jahre ansammeln.

Manche kompensieren ihre Frusttoleranz z.B. mit Sport, einem Bierchen oder einem Gläschen Wein am Abend, einer kleinen Shoppingtour usw., um ihren Wut-Vulkan nicht überlaufen zu lassen.

Doch irgendwann fällt dann der sogenannte letzte kleine Tropfen hinein und der Vulkan explodiert. Oftmals ist das, was davor geschehen ist, gar nicht so schlimm, doch es war eben der letzte Tropfen. Die Krux ist nur: umso voller der Vulkan ist, umso öfter wird er sich entladen und die Frusttoleranz schwindet mit jedem Mal ein wenig mehr.

Wenn einen dann die Wut packt, steht man meistens ein wenig neben sich. Irgendjemand hat dann – meist im Außen – einen sogenannten Triggerpunkt getroffen und alles steht Kopf. Wir verlieren die Kontrolle, tun Dinge, die wir im normalen Zustand nicht tun würden.

Ein Sprichwort bringt es gut auf den Punkt: »Er ist vor Wut außer sich.« Das heißt soviel wie, derjenige hat den Kontakt zu sich verloren.

Doch dieser Alarmzustand ist letztendlich ein Notruf. Denn grundsätzlich sind wir alle friedliebende Menschen und sehnen uns alle nach dem Gefühl geliebt zu werden, uns sicher, geborgen und mit anderen verbunden zu fühlen.

Wenn sich also die Wut zeigt, ist etwas in Unbalance geraten. Nicht umsonst liegt das Gefühl der Wut auf dem Gefühlsrad direkt gegenüber der Liebe, dem glücklich sein. Wenn sich die Wut zeigt, ruft irgendetwas in dir um Hilfe, damit die Balance wieder hergestellt werden kann. 

Jedoch sind die meisten von uns aufgrund unserer Gesellschaft oder Familie so geprägt, dass dieses Gefühl am liebsten sofort wieder verdrängt wird. Sätze wie: »Reiß dich zusammen« oder »Hör endlich auf, so wütend zu schreien.« kennen bestimmt die meisten.

Orte, an denen sich die Wut mal zeigen darf, sind selten – vielleicht noch ganz legitim im Fußballstadion, beim Boxkampf oder im Krieg. 

Die Macht der Wut darf jedoch nicht unterschätzt werden. Genau wie die Macht der Liebe einem Flügel verleiht und alles leicht und easy scheint, ist die Macht der Wut kraftvoll und intensiv.

Wenn diese jedoch immer wieder oder dauerhaft unterdrückt wird, kann sich die Kraft der Wut gegen einen wenden und der Körper ist so erschöpft, dass er krank wird. Ich stelle mir immer wieder die Frage, wie viele Krankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs,  könnten vermieden werden, wenn wir einen anderen Umgang mit unserer Wut hätten. 

Doch was sich über so viele Jahrhunderte angestaunt hat, ist auch nicht über Nacht zu verändern. Doch der stete Tropfen höhlt den Stein. Wir können etwas tun, jeder für sich allein und jeder mit allen anderen zusammen.

 

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5 Strategien im Umgang mit Wut

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Gleich zu Beginn: Es gibt für den Umgang mit Wut kein Allheilmittel oder Geheimrezept. Du musst für dich selbst herausfinden, was für dich am besten funktioniert.

Die folgenden Strategien können dir jedoch helfen, dich mit deiner Wut und dem Hintergrund dafür auseinanderzusetzen.

 

No. 1   Die 90-Sekunden-Regel

 

In neurowissenschaftlichen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass ein Gefühl – egal ob positiv wie negativ ca. 90 Sekunden intensiv vorherrscht, bevor es wieder abklingt.

Das kannst du dir bei aufbrausenden oder wütenden Gefühlen zu Nutze machen.

Hier die Schritte der 90-Sekunden-Regel:

 

Halte bewusst inne

– Konzentriere dich am besten auf deinen Atem – einatmen … ausatmen

Zähle innerlich bis 90

Beobachte währenddessen deinen Körper, wo bist du z.B. gerade angespannt?

Beobachte das Gefühl, das gerade da ist – versuche es bewusst wahrzunehmen, lass es zu , ohne Wertung.

 

Wichtig ist vor allem das frühzeitige bewusste Innehalten – das kann am Anfang, wenn du noch nicht so gut darin geübt bist, sehr herausfordernd sein.

Doch mit jedem Mal wirst du besser und irgendwann wird es dir immer leichter fallen, in Situationen mit wütenden Gefühlen die Oberhand zu behalten.

 

 

No. 2   Die Birkenbiel-Methode

 

Vera Birkenbiel hat einmal sehr gut erklärt, wie wir unangenehme Gefühle oder Erlebnisse weiter am Leben erhalten: Indem wir sie mit anderen teilen und sie immer wieder erzählen. Erst dem Freund oder der Freundin, dann der Nachbarin oder Arbeitskollegin usw.

Genauso wie es das Sprichwort gibt: »Geteiltes Glück ist doppeltes Glück« funktioniert es beim Leid und sich über etwas oder jemanden ärgern nämlich genauso, nur mit dem Unterschied, dass damit die unangenehme Situation oder das unangenehme Gefühl weiter am Leben erhalten wird.

Dadurch entsteht manchmal eine riesige Jammerkette, das Erlebnis wird immer größer und mancher erinnert sich zum Schluss gar nicht mehr, was der wirkliche Auslöser für seine Wut war.

Den ausführlichen Beitrag von Vera Birkenbiel dazu kann dir sehr empfehlen. Hier ist der Link.

Einen interessanten Gedanken, den sie in diesem Zusammenhang immer wieder erzählte, ist ein Zitat von Frau Kübler-Ross:

» Wenn man sich länger als 15 Sekunden ärgert, dann sind es die eigenen unerledigten Geschäfte. «

Vera Birkenbiel sagte, dass jemand in dir Ärger und Wut auslösen kann, dass ist eine erste Reaktion. Doch wie lange du dich dann weiter ärgerst, liegt in erster Linie an dir. Du selbst entscheidest, wie lange du jemand anderem die Macht über dich gibst.

Daher hatte sie immer einen kleinen Wecker bei sich, um nach 15 Sekunden innezuhalten und sich zu fragen, was kann ich daraus lernen. Das ist auch eine gute Strategie, die du zusätzlich während der 90 Sekunden-Regel anwenden kann.

 

 

No. 3   Schreibe ein Wut-Journal

 

Eine weitere hilfreiche Strategie, um deinen inneren Wut-Vulkan immer wieder zu reinigen, ist das Führen eines Wut-Journals.

Denn gleichfalls wie es hilfreich ist, ein Dankbarkeits- oder Wunsch-Journal zu führen, ist dieses Wut-Journal ein gutes Mittel, um die Jammerkette im Außen – des sich Aufregens und Beschweren in seinem Freundeskreis, unter Arbeitskollegen oder in der Familie – zu unterbrechen.

Durch das Aufschreiben dessen, was dich ärgert oder wütend macht, gibst du diesem Ärger oder deiner Wut Raum, der sich dann jedoch nicht in deinem Umfeld als toxisches Gift weiterentwickelt.

Das Besondere bei dieser Art des Aufschreiben ist vor allem, dass dir dadurch unter Umständen viel schneller klar wird, was die Situation mit dir zu tun hat und wo du noch an dir arbeiten kannst – quasi was deine noch „unerledigten Geschäfte“ sind.

 

 

No. 4   Den Wut-Finger halten  

 

Im Jin Shin Jyutsu – der japanischen Heilströmkunst – sind alle Finger einem Gefühl zugeordnet, weil an diesen bestimme Meridianpunkte liegen.

Nicht ganz so verwunderlich ist es daher, dass, wie in vielen Kulturen der Welt, der Finger für die Wut der Mittelfinger ist.

Wenn du also das nächste Mal wütend bist, versuche doch einmal, nicht den Mittelfinger deinem Gegenüber zuzustrecken, sondern halte ihn einfach mit deiner anderen Hand fest umfasst.

Schau was dann mit dir passiert. Weitere ausführliche Informationen dazu findest du auch in diesem Blogartikel dazu. Diese Methode hilft auch präventiv, so dass dein Wut-Vulkan erst gar nicht ansteigt.

 

 

No. 5   EFT-Klopfen 

 

Das Auflösen von unangenehmen Gefühlen oder Glaubenssätzen durch die EFT-Klopf-Akupressur-Technik ist eine Methode zur Selbsthilfe, bei der acht Meridianpunkte nacheinander geklopft werden und sich so die emotionale Balance im Körper wieder einstellte.

Eine ausführliche Anleitung zu dieser Methode findest du auch in meinem neusten Buch:

Buch 25 LifeHacks von Umani Wendler

Hol dir jetzt mein neuestes Buch – direkt bei mir oder im Verlag

 

Welche Themen dich in diesem Buch noch erwarten, erfährst du in diesem Blogartikel.

 

Die Redaktion von LITERATURMARKT.info hat zu meinem Buch eine wundervolle Rezension geschrieben. 

 

 

Weitere Möglichkeiten, die Wut besser in den Griff zu bekommen

Mehr Achtsamkeit im Leben

Sobald du beginnst, mit mehr Achtsamkeit vorab all deine Worte und Taten vollziehst, wird dein Leben leichter.

Das funktioniert nicht per Kippschalter, doch es lohnt sich, immer wieder Innezuhalten und die Achtsamkeit in sein Leben einzuladen.

Mit jedem kleinen Schritt, jeder kleinen achtsamen Geste wird so nach und nach etwas Größeres.

 

 

Finde deine Werte heraus

 

Sich seiner Werte bewusst zu sein, ist ein hilfreicher Hebel, um in Situationen oder bei Entscheidungen klar zu wissen, wo die eigenen Grenzen – Button Lines – liegen.

 

Auch dazu findest du in meinem Buch ein ausführliches Kapitel.

 

Wenn du Lust hast, kannst du dich auch jederzeit noch an meiner Blogparade zum Thema Werte beteiligen. Alle Infos dazu findest du in diesem Blogartikel.

 

 

Setze gesunde Grenzen

 

Um gut für dich zu sorgen, ist es hilfreich, in seiner Umgebung gesunde Grenzen zu setzen.

Nicht jeder hat das in seiner Kindheit gelernt. Umso wichtiger ist es, sich seiner Bedürfnisse und Wünsche bewusst zu werden.

Denn nicht selten entsteht die Wut, wenn jemand über die eigene persönliche Grenze getreten ist. 

 

 

Achte auf deine Gedanken

 

Unsere Gedanken sind ein machtvolles Instrument. Jeden Tag schwirren zig-Tausende durch unsere Köpfe, die meisten davon jedoch unbewusst. Eine gute Möglichkeit, um diese zu kanalysieren ist das Meditieren.

Damit meine ich nicht das stundenlange Sitzen vor einer weißen Wand. Sondern das immer wieder kurze Innehalten, sich auf den Atem konzentrieren und die Gedanken wie Wolken an einem vorbeiziehen zu lassen.

Umso mehr du lernst, deine Gedanken auf Lichtvolles zu fokussieren, umso mehr werden deine Worte und Taten sich in diese Richtung ausrichten. 

 

 

Hol dir professionelle Hilfe

 

Wenn du feststellst, dass dich deine Wut fest im Griff hält und dein Wut-Vulkan zu oft überläuft, hole dir professionelle Hilfe.

Manches Mal hilft es gut, wenn man zeitweise einen neutralen Zuhörer mit therapeutischem Hintergrund zu Rate zieht, um wieder in seine emotionale Balance zu finden.

Und denke daran: Das ist keine Schwäche oder ein Makel. Es zeugt eher von mutiger Selbstverantwortung und Selbstwertschätzung für dich und dein Leben.

 

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

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Sicht weise(n): Gedanken über die Seele

Sicht weise(n): Gedanken über die Seele

Gedanken über die Seele – im Allgemeinen, Besonderen und Speziellem

 

» Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe deiner Gedanken an. «

Mark Aurel

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Die Seele

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Was für ein Thema! Eine komplexe Herausforderung, das unfassbare, im wahrsten Sinne des Wortes, in Worten zu fassen und dieses Phänomen zu beschreiben.

Für mich ist die Seele eng mit dem morphogenetischen Feld verbunden. Sie ist etwas Energetisches, was für die meisten mit physischen Augen zwar unsichtbar und doch wahrnehmbar und vor allem immer vorhanden ist und bleibt.

Die Seelenebene ist für mich ein Forschungsfeld, das es ebenso wie die Naturgesetze oder andere naturwissenschaftliche Grundlagen der Physik, Chemie oder Mathematik zu erforschen gilt.

Jeder Mensch und jedes Stein-, Tier- oder Naturwesen ist für mich beseelt. Denn nur weil es nicht an- oder erfassbar ist, ist es doch nicht einfach so nicht da.

Das Erforschen der Seele nur auf die Psyche zu begrenzen, ist meiner Meinung nach viel zu klein.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Mein Seelenweltbild

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Im All aller energiebeschleunigten Teilchen kreisen auch Milliarden von Seelenstaubteilchen umher, die Erfahrungen sammeln wollen.

Wenn es an der Zeit ist, beschließt eine Seele zum Beispiel sich auf dem Planeten Erde in körperlicher Form zu inkarnieren.

Manche wollen diese Erfahrung vielleicht nur ganz kurz wagen, also beschließt diese Seele, sich in einem Kriegs- oder Hungergebiet oder mit einer genetischen Krankheit oder Behinderung zu inkarnieren, denn dort ist die Wahrscheinlichkeit am größten, sich schnell wieder über den Tod exkarnieren zu können.

Seelen, die schon öfter eine Inkarnation auf dem Planeten Erde erlebt haben und in dieser Form von Seelenerfahrung geübter sind, bleiben oft länger.

Manche inkarnierten sich in einem Leben dann als Mann im Mittelalter, oder als Frau in Afrika, oder als Politiker in den USA, oder als Transsexuelle.

Denn was jede Seele sucht, sind die vielfältigsten Formen des Erlebens aller Möglichkeiten. Von glücklich verheiratet, wütend, traurig einsam bis hin zur Erleuchtung.

Letztendlich sind all die unterschiedlichen Zustände aller Menschen auf dieser Erde nur ein Erfahrungsraum, den eine Seele erleben will. Egal, wie es sich anfühlt, ob gut oder schlecht, richtig oder falsch. Alles, was einem geschieht oder wir einem anderen antun, wie wir ihm begegnen oder nicht begegnen.

All dieser vielfältige riesige Erfahrungsschatz aller aktiven und passiven Erlebnisse wird im großen Weltenraum gesammelt, alles ist wertfrei und nichts geht verloren. Denn alles ist nur eins: eine Erfahrung.

Letztendlich stellen wir uns alle allen zur Verfügung, damit die Seelen ihren Erfahrungsschatz erweitern.

Diese Denkweise hat mir ein riesiges Tor an Toleranz eröffnet.

Dadurch begann ich bei mir und anderen tiefer und genauer hinzuschauen, mich dem Paradox Leben = Nebel* anzuvertrauen.

Nichts mehr persönlich zu nehmen und doch alles persönlich zu nehmen, so wie es der alte toltekische Meister Don Miguel Ruiz in seinen »Vier Versprechen« schon beschrieb.

In diesem Sinne ist für mich auch das Zitat von Marc Aurel stimmig: Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe deiner Gedanken an. Denn genau so habe ich es immer wieder selbst erlebt.

Daher achte ich immer mehr auf mein Gedankenfeld, denn aus Gedanken werden Worte und letztendlich auch Taten. 

 

* Leben rückwärts gelesen

 

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Mein(e) Seeleheil(ung)

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Als Kind habe ich das Wort Seele in meiner Familie nie gehört. Sie waren alle viel zu atheistisch, bis auf meinen Onkel mit seiner katholischen Frau.

Doch dort wurde Gott eher als heiliges Mittel der Strafe gepredigt. Wenn du nicht so oder so bist, dann wird Gott dich strafen … Davon habe ich mich immer versucht, fernzuhalten.

Viel zu sehr bin ich still und unsichtbar, wie ich als Kind war, im Gleichschritt der Pioniere mitgelaufen.

Das erste Mal ist mir der Begriff Seele in meinem ersten Klinikaufenthalt nach meinem Zusammenbruch mit Ende Zwanzig begegnet. Also in dem Moment, als mein Körper und mein Geist meine selbstauferlegte Verleugnung meiner tiefsten Bedürfnisse nicht mehr händeln konnten und versagten.

Da betrat meine Seele die Bühne und stellte mich vor die allesverändernde Entscheidung: Entweder du machst so weiter, wie bisher, nur dann wirst du bald sterben. Oder du beginnst, mir zuzuhören und mir zu folgen. Dann zeige ich dir Wege in eine neue Zukunft. Du hast die Wahl. Du kannst weiter in dem bleiben, wo du gerade bist oder deine Heldenreise beginnen und mutig ins Unbekannte schreiten.

In den ersten vier Wochen in der Klinik wollte ich noch im alten Bleiben, doch nach einer letzten großen Panikattacke entschied ich mich fürs Unbekannte.

Bis zu meinem heutigen Seelenheil heute durchlief ich tiefe Täler, traf viele wut- und feuerspeiende Drachen, saß lange traurig und ohnmächtig im schlammigen Morast alter Geschichten fest, fing an zu beten.

Doch immer wieder in der dunkelsten Stunde, kurz bevor ich aufgeben wollte, kam sie wieder hervor, diese leise Stimme meiner Seele und schickte mir ein Licht und rief mir zu: geh weiter …

Ich begann mein kleines Kind in mir anzunehmen, sie in den Arm zu nehmen, mich von ihr führen zu lassen, ihr zuzuhören. Sie hatte einen guten Draht zu meiner Seele. Sie war es, die mich irgendwann ins Licht führte.

Doch vorher gab es viele Trümmer und Schuttberge abzutragen, Demütigungen, Vernachlässigungen und Verletzungen zu heilen.

Nicht der leichte Weg, doch das in Aussicht gestellte Seelenheil des Friedens mit allem in mir war immer wieder meine Motivationsmöhre.

So wie der Prinz im Märchen auf seiner Heldenreise von der Heirat mit seiner Prinzessin träumt, träumte ich vom Frieden in mir und mit meiner Herkunft. Mit jeder gewonnenen Schlacht, mit jedem Durchfühlen alter Dämonen wurde ich stärker, überließ meinen Raum nicht mehr willenlos manipulierenden Gefährten, sondern gebot ihnen Einhalt und lernte mir selbst die Sicherheit und Geborgenheit zu geben, die ich im Außen finden wollte.

Das Leben schickte mir viele Gelegenheiten zum Wachsen meiner Seele.

Das Tor der Kunst öffnete sich wieder, denn niemand entkommt seiner Seelenaufgabe. Aus ich-kann-nicht-malen, tanzen, singen, schreiben … wurde: ich-probiere-es-einfach-mal-aus.

Nach dem Tod meiner Mutter war mir meine Existenzberechtigung abhandengekommen. Ein schwerer Rückschlag, der mir nicht nur einen Schuldenberg meiner Selbstständigkeit hinterlassen hat, sondern mich komplett auf mich selbst zurückgeworfen hatte.

Doch immer wieder stand ich auf, suchte weiter nach dem Sinn meines Lebens.

Die Schlagzahl meines Aneckens erhöhte sich ständig. Schicht für Schicht trug ich alte Muster ab, fiel hin, stand wieder auf.

Heute weiß ich, dass meine Seele sich für dieses Leben in bzw. mit mir viel vorgenommen hat.

Mittlerweile klatschen wir bei jeder neuen mutigen Erfahrung beide in die Hände. Sie ist stolz auf meine damalige Entscheidung. Und ich bin es auch.

Umso älter ich werde, umso mehr hüpft mein Herz vor Freude bei all meinen Entscheidungen, denn meine Seele zeigt mir ganz genau meinen Weg.

Sie ist mein Lotse in diesen wirren Zeiten. Voller Vertrauen gebe ich mich ihr und dem Leben hin.

 

 

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Sicht weise(n): Über den Frieden

Sicht weise(n): Über den Frieden

Über den Frieden – mit sich und allem

 

»Der Frieden in der Welt beginnt mit dem Frieden in dir.«

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Diesen Satz gab mir einer meiner Lehrer vor über 30 Jahren mit auf den Weg.

Lange stand dieser Satz in Kreide an meiner Tafelwand im Flur.

Ihn dorthin zu schreiben war wesentlich leichter, als ihn mit Leben zu erfüllen.

Doch er erinnerte mich immer wieder daran, dranzubleiben und so meinen Teil zum Frieden in der Welt beizutragen.

Wie soll Frieden in der Welt entstehen, wenn ich schon mit mir allein im Krieg bin?

Dieser Satz war eine meiner Motivationsmöhren, wenn ich im Dunklen meiner inneren Kriege und Wortgefechte unterwegs war.

Nach meinem Klinikaufenthalt mit Ende 20 schwor ich mir, meinen Frieden mit meinen Eltern zu finden.

Das war der Beginn.

Heute bin ich im Frieden.

Mit mir, meinen Eltern, meiner Tochter, meinem Werdegang, meinen gelebten Beziehungen, dem Rest meiner Familie, mit meinen Verlusten, meinen unerfüllten Träumen, einfach mit allem, was war und was mich heute umgibt.

Ich blicke friedvoll in meine Umgebung, sähe Samen von Dankbarkeit und Freude.

Freude am Sein … am Leben … am Glück, dass mir nicht in die Wiege oder den Schoß gefallen ist … über all die Umstände, die mich reich segnen und umgeben.

Für mich ist nichts selbstverständlich.

Alles macht Sinn, hat eine höhere Bestimmung.

Das Gute UND das Böse, das Helle UND das Dunkle, das Erträgliche UND das Unerträgliche.

In der Dualität aller heiligen Kräfte kann jeder entscheiden, auf welcher Seite er stehen will.

Die derzeitige Weltenlage fühlt sich wie auf Messers Schneide an.

Die Ängste werden geschürt, Machtszenarien nehmen unglaubliche Formen an, die das Fass zum Überlaufen bringen könnten, Sondervermögen werden wie das Kaninchen aus dem Hut gezaubert.

Der Wahnsinn dreht Pirouetten, dass einem schwindelig wird.

Bei all diesem Chaos lege ich so oft es geht – also ganz oft! – meinen Fokus auf das Schöne, das Machbare und bete für Frieden auf dieser Welt und in jeder einzelnen Seele.

Ich mag meine Lebenskraft nicht in Dinge investieren, an denen ich nichts ändern kann.

Im Kleinen, in meiner Umgebung stets dem Guten, dem Hellen folgen und schönes, lichtvolles initiieren.

Das sind meine Strategie in diesen Zeiten.

Für mehr Frieden in der Welt, und weiterhin in mir.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

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Sicht weise(n): Hinhocken in Stille

Sicht weise(n): Hinhocken in Stille

Hinhocken in Stille – Wie das Meditieren zu mir kam 

 

Meine spirituelle Reise begann vor über 30 Jahren, nachdem meine Seele meinem Körper mit einem Totalzusammenbruch einen heftigen Zaunpfahl versetzt hatte. Dieser hatte zur Folge, dass ich mir bewusst wurde: SO GEHT ES NICHT MEHR WEITER, sonst werde ich nicht mehr lange leben.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und begann mich aus meiner konditionierten Komfortzone zu lösen und ließ mich ab dem Moment immer wieder neu ins Unbekannte fallen, sprang über den Tellerrand meiner bisher gedachten Möglichkeiten.

Im Rahmen der Sommer-Blogparade stellt Dorothee Amelung die Frage: Was ich auf meinem spirituellen Weg über mich selbst gelernt habe. Hier erhältst du einen kleinen Einblick über einen mich sehr prägenden Teil meiner bisherigen spirituellen Reise: meinem Weg zur Meditation.

 


 

Walkabout mit den Aborigines

 

Ich stehe in der Wüste. Zehn Tage Stille. Jeder für sich allein. Auf der Suche nach seinem heiligen Traum für die nächsten sieben Jahre. Es ist eine heilige Zeremonie der Indigenen. Eine Gruppe von 14 Menschen wurden von den Ältesten der Aborigines eingeladen, sie auf diesem Walkabout zu begleiten. Wir laufen auf den Tafelbergen der Kata Tjuta, mein Blick weitet sich, blickt in Schluchten.

Die Felsen von den Wettergezeiten geformt, roter Sand so weit das Auge reicht. Bei der Einreise nach Australien musste ich unterschreiben, dass ich keines dieser heiligen Sandkörner mit zurück nach Europa nähme. Ich lege mich in ausgehöhlte Steinkuhlen, lasse den Sand aber und abermals durch meine Finger rinnen.

Es durchströmt mich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Als wenn ein Teil von mir diesen Sand, dieses Stück Erde schon kennen würde. Ich lasse mich treiben. Meine Füße bestimmen den Weg. Ich folge ihnen, ohne nachzudenken. Die Sonne leuchtet orangerot, wärmt meine Haut, wirft meinen Schatten immer wieder an die heiligen Steinwände.

Bei unserer Ankunft in Alice Springs erklärte uns Batty die Zeremonie. Er war der Leader, hielt für uns den Raum während unserer Traumzeit am Uluru. Bis heute hat sich ein Satz von ihm nachhaltig in mir eingraviert:

 

„Stelle deinen freien Willen in Einklang mit dem freien Willen vom Großen Geist.“

 

Was er damit meinte, war: höre auf zu Hirnen … höre auf, alles mit dem Verstand begreifen zu wollen … höre auf zu rennen … höre auf im Widerstand zu sein, mit dem, was ist … höre auf im Außen zu suchen, da wirst du es nicht finden. Hock dich hin, werde still – denn es ist schon alles in dir. Das Leben ist mit dir und stellt sich dir zur Verfügung. Du bist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Vertraue und schaue durch das Herzauge hin.

Damals in der Wüste fiel mir das mit dem Hinhocken und still sein in all den zehn Tagen leicht. Doch kaum wieder in Deutschland zurück war es wie ausgelöscht. Das Hirnen war wieder da. Das Rennen von A nach B. Das Suchen im Außen.

Einzig das während der Reise gemalte Traumschild mit den gefundenen Sigillen, das jetzt über meinem Bett hing, erinnerte mich noch daran. In der Mitte des Schildes, im Zentrum, das heilige Symbol der Swastika, dem Lebensrad, von den Nazis vor 100 Jahren verdreht und missbraucht. Das in Stille hinhocken wurde zu einer wieder verlorenen Sehnsucht.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Dafür oder Dagegen?

 

Seit damals haben sich die Zeiten sehr verändert. Während der Pandemie erhielt ich aus meiner Nachbarschaft einen Aufruf:

»Lichterkette für Solidarität in der Pandemie – gegen Leugnen – gegen Hetze – gegen Rechts – Morgen 18 Uhr am Breslauer Platz.«

Als ganzheitlich denkender Mensch fehlt mir in vielem das FÜR. Warum gibt es keinen Aufruf im Sinne von: Lichterkette für ein wohlwollendes Miteinander, egal ob mit oder ohne Piecks, egal ob schwarz oder weiß, egal ob arm oder reich? Wo ist die Lichterkette für Gerechtigkeit, für Wahrheit, für Schul- und Alternativmedizin?

Im Entweder-Oder entsteht Ausgrenzung, Bewertung, Schublade auf und zu. Stillstand. Ein Sowohl-als-auch macht Wege frei. Umdenken ist möglich, doch angesagt? Bin ich nur zu blauäugig naiv? In einer kindlichen Illusion gefangen? Darf ich an das Gute im Menschen glauben? Wenigstens hoffen?

Für mich fühlt sich die Zeit gerade an wie vor 35 Jahren. Damals war alles im Umbruch. Es war klar, dass es so wie 1989 in der DDR nicht weitergehen konnte. Keiner hatte eine Ahnung, was als Nächstes passieren würde. Die einen wollten nur noch so schnell wie möglich weg, hinein in all die schönen Versprechen des schillernden Westens. Die anderen harrten der Dinge, hofften, bangten, manche wollten bis zuletzt die rote Fahne aufrecht halten.

Das sich eingestehen, gescheitert zu sein, fällt nicht leicht, tut schmerzlich weh. Über 40 Jahre haben unsere Eltern an etwas geglaubt, sie haben es mit eigenen Händen aufgebaut, mit nicht weniger Mut und Willen, wie auf der anderen Seite der Mauer. Ich bin damit groß geworden, das war meine Muttermilch. Und dann zu erleben, wie es stirbt, wie alles zerfällt, nichts mehr von Wert ist. Ein herber Schlag. Eine kollektive Abwertung auf ganzer Linie. Der Westen hat das Regime übernommen, alles zum Wohle des nun endlich gesamtdeutschen Volkes. Die Wunde bleibt, blutet bis heute.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

 

Was, wenn wir uns eingestehen müssten, dass weder die eine noch die andere Seite der Positionen recht haben? Dass alle Beweggründe, dafür und dagegen, ihre Berechtigung hätten. Lähmt uns die große Angst vor dem Gesichtsverlust? Vor dem Eingeständnis?

 

Das Leben besteht aus Versuchen. Jeden Tag machen wir neue Erfahrungen.

 

Bin ich wirklich bereit, mich jeden Tag neu vom Leben berühren zu lassen? Bin ich wirklich bereit, aus meiner kleinen Denkbox auszusteigen und mich aufs Leben in all seiner Schönheit einzulassen? Worauf lege ich meinen Fokus? Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Mir ist es egal, ob jemand geimpft oder ungeimpft ist, ob schwarz oder weiß, ob arm oder reich. Ich möchte meinem Gegenüber menschlich begegnen, respektiere seine Wahl, seine Beweggründe.

Keiner werfe den ersten Stein. Wir sind alle betroffen. Wir überleben auf dieser Welt alle nur im Miteinander. Wann begreifen wir das endlich. Wir sterben entweder alle oder retten die Welt.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Alle auf Augenhöhe

 

Mich wundert es schon lange, dass Großmutter Erde noch so wohlwollend mit uns ist. Wir sind mit unserem materiellen Überfluss ihre größten Schmarotzer.

So beschließen wir zwar die Abschaffung von Plastik-Trinkröhrchen und sind stolz darauf, dass es diese nun nur noch in Papierform gibt. Im Gegenzug bauten wir zeitgleich einen Plastik-Teststäbchen-Verpackungsmüllberg unglaublicher Größe. Kapitalistischer Luxus pur. Für mich ein paradoxer, aus dem Ruder laufender Wahnsinn. Erleben wir gerade den Gipfelpunkt des manipulierten Kapitalismus?

Ich habe schon einmal den Zusammenbruch eines Systems erlebt. Ich bin vorbereitet, chaoserprobt, habe den Übergang von 0 auf 100 in ein anderes System überlebt. Eine Resilienz-Erfahrung des Ostens?

Was kann uns denn schlimmstenfalls passieren? Strom weg, Geld weg, materielles Chaos, das selbstverständlich gewohnte Überangebot an Waren aufs notwendigste reduziert.

Zurück zur Natur. Schlimmstenfalls schüttelt sich Großmutter Erde und schmeißt uns raus, weil ihr von all unserer selbst überschätzenden Borniertheit der Kragen geplatzt ist. Man könnte diesen möglichen Rausschmiss auch einfach Klimawandel nennen – Großmutter Erde wird gewinnen. Das sollte uns klar sein. Sie hat auch schon die großen Dinosaurier überlebt.

Hilfreich wäre meiner Meinung nach Herzensbildung. Sich von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz zu begegnen. Ohne Vorurteile und Beschimpfungen, vor allem ohne Kriegsgebaren. Alle auf Augenhöhe.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Im Hier und Jetzt ganz DA-SEIN

 

Es brauchte 15 Jahre, bis das Hocken in der Stille wieder zu mir kam. Damals, im Lockdown von Corona, war es wieder da und beglückte mich jeden Morgen aufs Neue.

Heute entscheide ich mich mittlerweile nur noch aus meinem Bauch heraus. Wie lange habe ich nicht darauf vertraut. Doch die jahrelangen Zeremonien, ob in der Wüste Australiens, im Dschungel von Mexiko, während meiner Visionssuchen im Wald haben mich fürs heute vorbereitet.

Die Lehren der alten Völker haben mein instinktives Wissen aktiviert. Meine zehn Augen und fünf Ohren sind geschult. Wie schade, dass dieses Wissen nicht in unserem Schulsystem gelehrt wird.

Braucht es wirklich ein ganzes Menschenleben, um am Ende seinen Frieden zu finden? Seitdem ich ohne festgezurrten Plan oder Zieldruck unterwegs bin, gelingen mir mehr Dinge im Leben als jemals zuvor. Auf einmal zieht das Glück bei mir ein. Im Hier und Jetzt. Ohne Wenn und Aber. Im angstfreien Raum experimentierend, ganz im Vertrauen.

 

Ich stelle mittlerweile meinen freien Willen in Einklang mit dem freien Willen vom Großen Geist.

 

Womöglich geht es gar nicht – wie uns in der Werbung so oft angepriesen – ums irgendwo ankommen, sondern eher ums voll und ganz DA-SEIN.

Das sich einfach hinhocken in Stille war mir dabei ungemein hilfreich.

Namaste!

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Die Lebensblume in einem unendlichen Muster


 

Ich danke nochmals Dorothee Amelung für die Möglichkeit, im Rahmen Ihrer Sommer-Blogparade 2024 meine Erfahrungen und Gedanken zu teilen.

Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.

Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.

(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)

Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.

Sicht weise(n): Rausch für Alle

Sicht weise(n): Rausch für Alle

Rausch für Alle – Zur Legalisierung von Cannabis

 

Seit dem 01. April 2024 ist das Gesetz der Legalisierung von Cannabis in Deutschland in Kraft.

Na ja, was willst du auch weiterhin verbieten, was schon längst weit verbreitet ist.

 

Cannabis I

 

Die Zeit und den Aufwand für die Verabschiedung des Gesetzes hätte meiner Meinung nach jedoch auch noch viel mehr in die nachhaltige Aufklärung zu Sucht und den Auswirkungen von Cannabiskonsum investiert werden sollen. Doch für viele ist ihr Leben ohne Einnahme von regelmäßigen Dimmungsstimulanzen wohl gar nicht mehr möglich. Kollektive Suchtkonditionierung, von Kindesalter an.

Das fängt ganz sanft mit dem Weizen im Brötchen oder jeder Form von Zucker in allen Produkten an – Weizen und Industriezucker stehen an Platz1 und 2 der die Körpergesundheit schädigenden Substanzen – und geht weiter mit dem auf NaCl reduzierten Salz oder, was viele nicht wissen, der vielfach angepriesenen Fluorierung in der Zahnpasta.

Für die Rettung der Zahngesundheit einerseits, doch mit dem Nebeneffekt der Unterdrückung des eigenen Gefühlsausdrucks. Dazu kommt später dann bei vielen noch das normale gesellschaftsverbindende Bierchen oder das Gläsel Wein zum Essen oder am Abend.

Alles Mittel, die den Körper mit seinen Organen belasten oder den Geist wegdimmen, die einem vorgaukeln, alles wäre in Ordnung. Nun gibt es mit der Legalisierung auch noch den Freifahrtschein für Cannabis, um den gesunden Menschenverstand weiter zu vernebeln und die Reaktionsfähigkeit zu verlangsamen.

Ein schöner Dimmer, um alle Schäfchen der Herde besser in Schach zu halten.

C’est la vie, so ist das Leben und jeder nach seiner Fasson. Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Cannabis II

 

Als Kind von sucht-abhängigen Eltern und in co-abhängigen Strukturen groß geworden, habe ich schon in frühen Zeiten beschlossen, selbst damit nicht zu tun haben zu wollen. So hatten Alkohol, Drogen und Co. nie eine Attraktion für mich. Als Kind musste ich den Geruch und das übliche Prozedere der Folgen jederzeit ertragen, bin selbst immer wieder in Beziehungen mit geschickt verdeckten Alkoholikern oder zur Anregung der Kreativität notwendigen Kiffern gelandet.

Es hat lange gedauert, bis mir mein Kindheitsmuster des den aus der Sucht retten wollenden klar wurde, und es hat noch länger gedauert, bis ich mich traute, offen zu mir zu stehen und meine Grenzen zu setzen.

Habe versucht, es mir schönzureden: hab dich doch nicht so, das machen doch alle, warum hast du denn ein Problem damit? Oder ich wurde für mein alkohol- und drogenfreies Sein ausgelacht und ausgegrenzt: Du bist ja die volle Spaßbremse, trink doch einfach mit. 

Problematisch finde ich das unbedachte Vorleben von Erwachsenen, in Familienkreisen oder auf der Straße, oder glaubt wirklich jemand daran, dass es zu Folgen kommt oder die Polizei die vorgeschriebenen Abstände von 500 m zu Kinder- und Schuleinrichtungen überprüft. Nun ist es überall legal. Die Zeit wird zeigen, wohin sich diese Legalisierung entwickeln wird

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Cannabis III

 

Um nicht nur aus einem Dogma heraus Alkohol und Drogen abzulehnen, gab es in meinem Leben auch das eine oder andere Experiment der Überprüfung. So trank ich zum Beispiel zu meinem 17ten Geburtstag eine ganze Flasche Klaren. Er lief runter wie Öl, ohne Probleme, bis ich jedoch einen entscheidenden Fehler machte: Ich öffnete das Fenster und ging auf den Balkon. Die eisige Luft, es war ja der 13. Januar, schlug mir wie ein Zaunpfahl vor den Kopf und ich fiel danach erbrechend und taumelig um.

Seitdem kann ich nichts Hochprozentiges mehr trinken. Einmal daran riechen reicht und mein Magen dreht sich sofort. Während meiner Beziehung mit B., der täglich seine Flasche Rotwein und seine Joints für sein kreatives Wohlbefinden brauchte, gab es einen Versuch, Haschisch in Form von Keksen zu konsumieren. Das Einzige, was es in mir auslöste, waren Lachanfälle. Doch die konnte ich auch ohne Haschisch haben, also wozu Drogen nehmen.

Einmal besuchten wir zusammen auch ein schamanisches Reinigungsritual mit Psilocybinpilzen. Alle um mich herum erbrachen oder lagen flach. Bei mir regte sich nichts. Heute weiß ich, dass meine Beziehung zu B. die Reinszenierung meines Kindheits-Eltern-Szenarios war. Nach meiner Trennung von ihm, zu Beginn meiner Deer Tribe-Zeit, war ich jedoch mit dem Thema der Beziehung mit einem Sucht- und Alkoholkranken durch.

Das war wohl auch ein Grund, warum ich im Deer Tribe gelandet bin: dort gab es nur Zeremonien ohne Alkohol und Drogen. Damals dachte ich noch, das wäre mein neues zu Hause und mein Weg. Doch es sollte nach 10 Jahren Erfahrungszeit dort ganz anders kommen. Ich war in einer sektenartigen Gemeinschaft gelandet.

Denn solange du dort alles so machst, wie es die Lehrer:innen sagen, dich an den streng vorgegebenen geregelten Ablauf hältst und regelmäßig deine Beiträge bezahlst, ist alles okay. Doch wehe, du beginnst das System und die Lehren zu hinterfragen oder willst deinen eigenen Weg gehen, dann bist du raus. Fallgelassen wie eine heiße Kartoffel aus einem Kreis vermeintlicher Freunde.

Seit über acht Jahren bin ich nun auf meinem homöopathischen Heilweg, bei dem wir mit zum Teil extremen Heilmitteln experimentieren. Plutonium, Psilocybin, Iboga und Ayowaska in homöopathischen Dosen gehörten schon dazu. Cannabis ist mir hier jedoch dort noch nie begegnet. Auch mit CBD-Öl habe ich zur Schmerzlinderung schon experimentiert.

Ein Feld, welches ich gerade aus der Ferne beobachte, ist die heilende Wirkung von Iboga, Ayowaska oder Psilocybin auf der Basis von Microdosing.

Immer wieder stelle ich fest, dass uns auf Heilerebene die indigenen Völker weit voraus sind.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Cannabis IV

 

Die Erforschung von Cannabis für medizinische Zwecke begrüße ich und sie ist nachgewiesener Weise bei manchen Indikationen sehr hilfreich. Wie in vielen Bereichen im Leben kommt es auch bei Cannabis wohl auf die Balance der Dosierung an. Was in einem Fall hilfreich ist, kann in einem anderen Fall schädlich sein.

Bei den vielen Rauchwolken, die ich nur auf der Straße, vor allem unter Jugendlichen, rieche, mache ich mir Sorgen, um die Gesundheit und die selbstverständlichen Gewohnheiten bei vielen.

Ein vernebelter Blick kann in manchen Situationen oder Entscheidungen manchmal Dinge in Gang setzen, die bei klarem Bewusstsein so nicht passiert wären.

Doch wie schon anfangs geschrieben: Jeder trifft seine ganz eigene Wahl. Ich hoffe immer wieder sehr, zum Wohle aller.

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Die Lebensblume in einem unendlichen Muster


 

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Sicht weise(n): Was ich bewirken will

Sicht weise(n): Was ich bewirken will

Was will ich als Mensch hier bewirken?

 

Das ist eine ganz schön große Frage, mit der ich im Rahmen der Challenge #blogyourpurpose herausgefordert werde. Sie ist mir nicht neu, doch jedes Mal darf ich neu innehalten.

Diese Frage lässt sich nicht mal so schnell nebenbei beantworten. Denn die wenigsten von uns wissen wohl schon zu Kinderzeiten: das will ich und gehen schnurstracks diesem Ziel entgegen.

Mein Vorname Umani kommt ja aus dem Italienischen und bedeutet menschlich. Von daher sage ich oft als erste Antwort auf diese Frage: „bei mir ist mein Name Programm“.

Doch was bedeutet es für mich, hier auf dieser Welt und zu dieser Zeit Mensch bzw. menschlich zu sein? Darüber habe ich schon viel philosophiert, habe viel experimentiert, um meinem Sinn des Lebens, meiner Berufung auf die Spur zu kommen. Wenn ich die Frage heute beantworten müsste, dann wäre die Kurzantwort wohl folgende:

Ich möchte Menschen mit meiner Kreativität und Wahrnehmungsgabe inspirieren.

Sie mit meinem Wissen auf ihrem Weg zu sich selbst oder durch Wandlungszeiten begleiten.

Mit meiner Kunst schöne Sprach- und Lebensräume gestalten.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Als Scannerpersönlichkeit unterwegs

 

Schon in der Schule hörte ich oft: Du musst dich aber mal für etwas entscheiden. Schon damals fiel es mir schwer, dieser Anforderung von außen zu folgen.

Ich war zu neugierig, wie die unterschiedlichen Dinge funktionieren, stellte unbequeme Fragen, suchte nach Antworten, passte damit schon damals nicht ins genormte System. Lange Zeit fühlte ich mich damit nicht richtig, am falschen Platz, unzulänglich. Finde den Fehler. Den Begriff Scannerpersönlichkeit gab es noch lange nicht und auch ich habe ihn erst vor ein paar Jahren so richtig begriffen.

Mich interessiert einfach alles: Kunst, Kultur, Mathematik, Deutsch als Sprache, handwerkliche Bereiche wie nähen, hämmern, gestalten, Häuser bauen, Architektur.

Doch vor allem interessieren mich die energetischen Zusammenhänge im Universum: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, das Leben der Naturvölker, die Pflanzen- und Tierwelt, die Heilkraft der Steine, die Welt der Astrologie und der mystischen Lehren … was hält alles zusammen? Ich will wissen: Wie funktioniert Leben? Im Allgemeinen, Besonderen und Speziellen.

Wie oft fing ich schon begeistert mit etwas an und wenn mein Wissensdurst gestillt war, tauchte schon der nächste bunte mich begeisternde Wissensballon auf. Für meine Umgebung war und ist das nicht immer leicht. Wie ein Schmetterling fliege ich von Blume zu Blume und sammle mein Wissen ein.

Mit all diesem Wissen und meinen sensiblen Wahrnehmungsfähigkeiten passe ich dann oftmals nur noch schwer in eine Schublade kollektiven Denkens. Für mich ein Fluch und Segen zugleich.

Umso älter ich werde, umso mehr entdecke ich den Gewinn der Fülle all meiner Erlebnisse und Erfahrungen. Mit einem großen Energiepotential ausgestattet, liebe ich es einfach immer wieder in neue Felder einzutauchen, immer auf der Suche nach dem, was meine Freude nährt:

Wie funktioniert das Leben in all seiner Unterschiedlichkeit. Raus aus dem linearen Denken will ich in Kreisen der Verbundenheit aller Aspekte, interdisziplinär, Wissen verstehen und danach leben.

Mein ständiges Hinterfragen kann manchen manchmal lästig sein. Doch das Verstehen in der Tiefe ist meine Leitvision. Daher bin ich nicht so der Freund von oberflächlichem Geplänkel.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Meine erste Bestimmung: Wissen sammeln und verbreiten

 

Die Neugier aufs Leben ist mir schon in die Wiege gelegt worden. Nach den Erfahrungen meiner ersten zwei Jahrzehnte wuchs mein Wissen in den letzten 35 Jahren in ganz vielen Erfahrungsbereichen.

Meine Freunde sagen oft schmunzelnd: Frag sie lieber, was hat sie noch nicht gemacht und staunen oft über meine Erzählungen, was ich schon alles getan oder erlebt habe.

Die Liste meiner bisherigen Experimentierfelder ist lange noch nicht vollständig und wird sich wohl noch bis zum Ende meines Lebens immer wieder verlängern, denn ich bin ein Fan von lebenslangem Lernen, in Kursen oder auch autodidaktisch:

  • Vom Bücher schreiben und herstellen,
  • der Lebenswegbegleitung
  • als homöopathische Alternativmedizinerin und den Heilpraktiken der indigenen Völker
  • in der Berufsorientierung mit jungen Menschen
  • als Systemischer Coach
  • Kommunikationstrainerin
  • Lebenswegbegleiterin
  • Familienaufstellerin
  • Innenraumgestalterin
  • Malerin
  • Trauma- und Schreibtherapeutin
  • als Jin Shin Jyutsu Praktikerin
  • Mediatorin

 

Dabei habe ich mir vieles im Selbststudium beigebracht. Unabhängig davon gibt es jedoch auch viele Lehrer, denen ich bis heute dankbar bin, dass sie mich an ihrem Wissen teilhaben lassen haben.

Zum Beispiel die Trainings Art Reade vor 25 Jahren waren dabei für meine eigene Persönlichkeitsentwicklung ein wichtiger Wendepunkt oder meine schamanischen (Lehr-)Jahre in der Sweet Medicine.

Ein weiterer Wendepunkt war bei Stefan Strehler das Schreibhandwerk zu erlernen und das Bloggen in der The Content Socienty.

Dankbar bin ich auch all meinen Mitmenschen, die sich mir im Laufe der vielen Jahre als Lehrmeister:innen zur Verfeinerung meines Selbst zur Verfügung gestellt haben.

Oft habe ich mich in der Not neu erfunden, so manch wundervolles Projekt, wie z.B. die vor 15 Jahren selbst hergestellten manitu-books sind daraus entstanden. Oder die während der Pandemie erfolgte Verwirklichung meines Traumes von einem eigenständigen Verlag für schöne Bücher:

Derzeit sitze ich an einem Konzept für meine Problem-Lösungs-Sprechstunde  „Lösungen in Sicht“:

Du schilderst mir dein Problem und ich finde mindestens drei unterschiedliche Möglichkeiten, für eine Lösung.

Das Ganze wird per Zoom stattfinden. Also schau gerne immer wieder auf meiner Seite vorbei.

 

Bei mir ist zwar immer irgendetwas im Wandel, doch in einem bin ich mir ganz sicher:

Meine Reise des Wissens Sammeln und Verbreitens wird wohl bis zu meinem letzten Atemzug weitergehen.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Meine zweite Bestimmung: Schönes kreieren

 

Ob Bilder, Bücher oder Räume – ich liebe es Schönes zu gestalten. In meiner Vorstellungskraft gibt es keine Grenzen.

Mein ausgeprägter innerer Ästhet lässt mich genau fühlen, wo im Raum es noch Möglichkeiten der Optimierung gibt, wie ein Cover- oder Buchlayout einen professionellen Gesamteindruck vermittelt oder was das Bild noch braucht, um ein einzigartiges Kunstwerk zu werden.

 

Aus meinen inneren Welten strudeln immer wieder neue Einfälle. So gab es lange Zeit auf meiner Seite die Daily Inspirations. In diesem Jahr gibt es im Jetzt!-Labor das Experiment: 1 von 365 – ein Bild pro Tag – ein ganzes Jahr lang …

Beim Kreieren bin ich regelrecht eine Ideenmillionärin.

 

 

  • Bei der Herstellung individueller Buchcover oder eines Manuskript-Drucklayouts

Mit meinem geschulten Auge und als langjährige Verlagsgraphikerin habe ich ein gutes Gespür dafür, ein Manuskript in die bestmögliche Druckform zu bringen. Und wenn das Manuskript fertig ist, braucht das Buch ja auch noch ein ansprechendes Cover, um sich von seiner besten Seite zu zeigen.

Oft braucht es viele Versuche, natürlich immer in enger Absprache mit dem Autor, bis das endgültige Cover fertig ist. Ein kreativer Prozess, der Zeit und Geduld fordert. Doch wenn das Buchbaby – wie hier beim Buch von Heike Sansoni – schlussendlich das Licht der Welt erblickt, haben sich Aufwand und Zeit meistens gelohnt.

Wenn du schon immer vorhattest, mal ein Buch zu schreiben und dich schwer tust mit dem Layouten, melde dich gerne bei mir. Ich liebe es einfach, schöne Bücher zu kreieren.

 

  • Im Flyer-Coaching

Ähnlich wie bei der Buchgestaltung ist es bei der Außengestaltung des eigenen Business. Werbung für die eigene Person zu machen, fällt den meisten Menschen nicht leicht.

Doch ob Visitenkarte, Flyer oder Logo – jeder der sich selbständig machen möchte oder ein Produkt anbietet, benötigt ein Design mit magnetischer Außenwirkung. In meinem Flyer-Coaching unterstütze ich Menschen dabei, welche Form, welches Design erfolgsversprechend ist.

Gemeinsam entwickle ich mit dem Klienten sein Corporite Identity, damit er oder sie in seinem Markt oder in der Öffentlichkeit bestmöglich sichtbar wird.

 

  • In der Innenraumberatung nach dem Feng Shui Modell der Fliegenden Sterne

Räume sind für mich wie eine dritte Haut. Bestimmst kennst du auch dieses Gefühl, wenn du in einem Raum kommst und fühlst dich willkommen oder du willst sofort am liebsten wieder kehrt machen.

Wenn ich einen Raum betrete, beginnen meine Sensoren meist sofort die Energie im Raum zu scannen. Hier fühlt es sich gut an, hier herrscht ein wenig Chaos, hier wurde vor kurzem gestritten. Die Räume erzählen mir ihre Geschichten.

In einer Beratung geht es mir vor allem darum, speziell für die dort lebenden Menschen energetisch harmonische Orte zu schaffen. Manchmal verrücke ich einen Gegenstand um nur wenige Meter oder sortiere die vorhandenen Möbel neu.

Auch wenn meine Kunden immer wieder mal meinen: na da hätte ich ja auch selbst drauf kommen. Letztendlich ist es jedoch meist so, dass da, wo man jeden Tag lebt oder arbeitet der blinde Fleck der Gewohnheit sitzt, da nehme ich mich selbst nicht aus. Ein Blick von außen hilft dann sehr.

Da ich Nachhaltigkeit liebe und viele Gegenstände mit Erinnerungen verknüpft sind, versuche ich bei meiner Arbeit, das Vorhandene zu erhalten und nicht, wie in manchen Sendungen oder Büchern empfohlen, das alte weg und alles neu anzuschaffen.

So eine Raumumgestaltung wirkt sich meistens positiv auf die Kreativität und Lebensfreude der Bewohner:in aus. Denn verändern wir unsere Umgebung, beeinflusst dies auch unsere eigene Person. Das Außen wirkt nach Innen und umgekehrt.

Ein Zusatzangebot von mir ist das Kreieren von Kunstobjekten, die genau auf den Raum ausgerichtet sind.

Denn es macht einen Unterschied, ob ich ein Plakat von IKEA oder ein gemaltes Original an der Wand zu hängen habe. Vielleicht ist es genau das i-Tüpfelchen, was dem Raum für eine schöne Atmosphäre noch fehlt.

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster


 

Meine dritte Bestimmung: Heilsames Begleiten

 

Eine meiner liebsten Bestimmungen ist es mittlerweile, Menschen auf Ihrem Weg zu sich selbst zu begleiten. Aus eigener Betroffenheit eignete ich mir über viele Jahre umfangreiches Wissen unterschiedlicher Heiltechniken an, um mich und meine erlebten Traumata zu verarbeiten. Daraus ist in meiner Praxis Lösungen in Sicht ein Angebot für Menschen entstanden, wie die

  • ganzheitliche Begleitung durch Wandlungszeiten
  • energetischen Heilbehandlungen
  • Human-Design-Lebensweg-Beratung
  • Mediation

für Menschen, die ganzheitlich ihre Lebenssituation beleuchten und verändern wollen. Die mutig sind, Neuland erobern wollen oder ins Tun kommen wollen.

Mir ist es dabei wichtig, dass du Mensch dich mit all deinen wunderbaren Fähigkeiten wie auch mit all deinen Ecken und Kanten gesehen und wahrgenommen fühlst. Ich möchte hole dich dort ab, wo du gerade stehst. Ganz wertfrei und empfangend, mit offenen Ohren und einem wohlmeinenden Herzen.

 

Mein Wissen aus der Alternativmedizin, der ganzheitlichen Lehre der 30 heiligen Gesetze, dem Räderwissen der indigenen Völker, der Arbeit mit dem morphogenetischen Feld sowie anderer Energielehren, wie dem Jin Shin Jyutsu hilft mir dabei, meinen Klienten auf dem Weg zu mehr Heilung und Selbstannahme zu inspirieren, zu motivieren und zu begleiten.

Das ist mein Ziel, der Sinn meines Tuns. Ich stelle mich als Kanal für das Wirken der höheren Kräfte zur Verfügung, damit du in dein Potential kommst, die für dich richtigen Antworten findest.

Vor allem das Wissen um den energetischen Fingerabdruck eines jeden Menschen und die Vertiefung meines Wissens im Human-Design-Modell haben meine Arbeit seit einigen Jahren noch einmal gewandelt und vertieft. Das Wissen um sein eigenes Potential öffnet den meisten Klienten oft neue Perspektiven für mehr selbstbestimmtes Handeln und mehr Selbstliebe.

Jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen und in sein Potenzial zu begleiten, ist mir eine Herzensfreude und mein sinnvoller Beitrag für eine geheilte Welt.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Was will ich eines Tages hinterlassen?

 

Jeder Tag in diesem Leben ist für mich ein Stückchen geschenkte Zeit. In dieser möchte ich vor allem aktiv Teil von gelingenden win-win-Projekten und Lösungen sein.

So oft wie möglich habe ich in meine Herzensprojekte investiert, indem ich

  • achtsam etwas für die Heilung von Großmutter Erde getan habe …
  • Menschen motiviert habe, sich Krisen zu stellen und sie durch diese Wandlungsphasen mitfühlend begleitet habe …
  • mein Wissen und meinen Erfahrungsschatz an viele Menschen weitergereicht habe
  • junge Menschen darin unterstützt habe, Visionen und Wege zu finden, die ihrem Potential entsprechen un die ihnen Freude bereiten …
  • viele schöne Bücher herausgebracht
  • Heilbilder gemalt habe

 

Weißt du, was der Sinn deines Lebens, deine Bestimmung ist? Noch nicht, dann melde dich gerne. Ich begleite dich gerne auf deinem Weg.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 

Falls dir der Artikel gefallen hat oder du Gedanken und Hinweise dazu hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar …

Was ist eine 10er Gelegenheit?

Was ist eine 10er Gelegenheit?

Gelegenheiten gibt es wie Sand am Meer. Zu jeder Zeit, immer und überall. Die Frage ist nur: Nehmen wir sie wahr? Und welche Gelegenheiten ergreifen wir, welche lassen wir ungenutzt an uns vorüberziehen? Entscheiden wir das bewusst oder unbewusst?

Eine Gelegenheit ist ein Moment, der dir die Möglichkeit bietet, einen deiner Wünsche, Träume, Sehnsüchte oder Ziele zu erreichen. In allen Bereichen. Das können ganz große und ganz kleine sein. Sie sind so vielseitig, wie das ganze bunte Leben. Ob nun der Wunsch nach einer Familie, nach einem gesunden Körper, einer großen Liebe oder das Ziel des nächsten Schrittes zu beruflichen Verwirklichung, die nächste Ausbildung oder der Traum vom eigenen Garten, vom Lottogewinn, vom nächsten Date oder davon, ein Musikinstrument spielen zu können …

In den heutigen Zeiten werden wir jedoch mit so vielen Informationen überflutet, dass es nicht immer leichtfällt, gute Gelegenheiten gleich zu erkennen und sie bestenfalls auch zu ergreifen.

Gelegenheiten auf der Skala von 1-10

So wie in anderen Wissenschaftsbereichen, wo das Skalensystem von 1-10 zur Beschreibung eines Zustandes genutzt wird, kann man diese Methode auch zur Betrachtung und Einordnung von Gelegenheiten nutzen. Was macht dabei den Unterschied aus? Hier findest du eine kleine Einführung:

1-3er Gelegenheiten

Diese Stufen von Gelegenheiten kennen wir alle. Sie sind für uns völlig selbstverständlich und erfüllen unsere alltäglichen Bedürfnisse, wie z.B. einen vollen Kühlschrank vorzufinden oder auf dem Weg nach Hause am Supermarkt für den Einkauf vorbeizukommen. Ohne Anstrengung und ohne darüber lange nachzudenken, fallen dir diese Gelegenheiten erfahrungsgemäß in den Schoß. Sie sind der routinierte Schmierstoff im Alltag, damit alles gut läuft. Bei diesen Gelegenheiten kannst du also sprichwörtlich ganz bequem auf deinem gewohnten «Komfortzonensofa» sitzen bleiben. Der innere Autopilot ergreift sie, sie sind dir zur Gewohnheit geworden.

4-6er Gelegenheiten

Bei diesen Gelegenheiten musst du dich schon mal von deinem «Alltagssofa» erheben. Diese fallen dir nicht mehr nur einfach nur zu. Um sie zu ergreifen, braucht es von dir einen kleinen, meist jedoch noch sehr bequemen Einsatz. Deine Lebensumstände und Fähigkeiten helfen dir dabei. Das kann der Anruf beim Pizzaservice sein, weil du heute keine Lust zu Kochen hast oder das Angebot einer Freundin, dass sie für dich etwas besorgt, weil du keine Zeit hast.

7-8er Gelegenheiten

Auf diesen Stufen wird es noch spannender, denn diese Gelegenheiten kostet dich schon etwas mehr. Mehr Einsatz, mehr Disziplin, mehr Anstrengung, meist auch schon eine bewusste Entscheidung. Doch auch hier reichen deine bisherigen Fähigkeiten und Erfahrungen aus, um sie zu ergreifen. Eine dieser Gelegenheiten wäre vielleicht ein neuer Job bei der Konkurrenz oder die Renovierung deiner Wohnung oder deines Hauses. Du hast ein klares Ziel, doch es ist nicht mal so einfach mit “links” umzusetzen. Hier brauchst du schon einen Plan, Durchhaltevermögen, Disziplin und einen starken Willen, sonst wird diese Gelegenheit im Himmel der Möglichkeiten erfolglos verglühen.

9-10er Gelegenheiten

Hier sind wir in der Königsdisziplin angekommen. Wer nach diesen Gelegenheiten Ausschau hält, braucht zusätzlich zu all dem bisher beschriebenen noch eine große Portion Mut und eine wache Aufmerksamkeit. Denn hier geht es um Gelegenheiten, wo du dich komplett ins Unbekannte strecken musst. Hier betrittst du absolutes Neuland. Du lässt dich auf ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang ein. Du bist bereit etwas zu riskieren. Das ist die Abteilung von Gelegenheiten ohne doppelten Boden. Zum Beispiel, wenn du dich mit einer Idee selbständig machst oder all dein Hab und Gut verkaufst, um auszuwandern oder du beschließt, deinen ersten Marathon zu laufen, du meldest dich dafür an, obwohl du dafür noch gar nicht trainiert hast. All diese Aktivitäten, wo du im ersten Moment „das mache ich nie!“ sagen würdest und es dann doch tust, sind 10er Gelegenheiten.

Fazit

Das Schöne an 10er Gelegenheiten ist, dass, wenn du den ersten Schritt ins Unbekannte getan hast, alles Weitere viel leichter vorangeht. Einfach weil du dich sehr bewusst dafür entschieden hast. Denn meistens ist es nur der innere Schweinehund, der uns viele Geschichten darüber erzählt, warum wir bestimmte Dinge nicht tun sollten.

Das Leben ist viel zu kurz, um immer nur im 2. Gang unterwegs zu sein. Ich lade dich daher ein, starte deinen Porsche und halte Ausschau nach diesen 10er Gelegenheiten, denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das Leben wird mit ihnen nie langweilig und immer bunter.

Doch Achtung: Das Besondere an 10er Gelegenheiten ist auch, dass sie superschnell auftauchen, meist einmalig sind und daher auch schnell wieder vorbei sind. Deshalb: Trau dich einfach! Denn wann, wenn nicht heute ist ein guter Tag, um neue Wege zu gehen.

Ich wünsche dir eine große Portion Mut und Glück.
PS: Dass ich hier heute auf meiner neuen Website meinen ersten Blog poste, ist für mich gerade die Vollendung einer 10er Gelegenheit.