Tag 22 des Blog-Adventskalender 2025 – Fünf Strategien für entspannte Weihnachten

Tag 22 des Blog-Adventskalender 2025 – Fünf Strategien für entspannte Weihnachten

Das 22. Türchen im Blog-Adventskalender

 

Die magische Winter-Sonnenwende zusammen mit dem Steinbock-Neumond sind vorbei. Jetzt sind es nur noch zwei Nächte bis zu Weihnachten und jeden Tag wird es nun wieder ein bisschen heller.

Bei vielen stehen nun die Weihnachtstage mit vielen Begegnungen an. Ein Weihnachtsessen hier – mit den Liebsten der Familie – und/oder am nächsten Tag noch ein Essen mit den Schwiegereltern oder Freunden dort.

Manche sehen sich seit langem vielleicht das erste Mal wieder und es könnten beim einen oder anderen nicht nur schöne Gefühle auftauchen. Weihnachten kann auch zu einem Balanceakt werden. Denn bei so viel Nähe kann es da schon auch schon mal ein wenig innerlich knirschen oder zu eng werden. 

Daher gibt es hier heute in diesem Adventskalenderfenster ein paar kleine Tipps und Tricks, wie du entspannt und sicher durch die nächsten Tage kommst. 

 

 

 

 

Fünf Strategien für entspannte Weihnachten

.

Gleich zu Beginn: Es gibt kein Allheilmittel oder Geheimrezept, wie du entspannt und relaxt durch deine Weihnachtszeit kommst. Doch es gibt Hilfsmittel und Strategien, die dir dabei helfen können.

Letztendlich darfst du jedoch ganz für dich selbst herausfinden, was für dich am besten funktioniert, solltest du Not kommen.

 

Bei mir immer wieder TOP No. 1:   Die 90-Sekunden-Regel

 

In neurowissenschaftlichen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass ein Gefühl – egal ob positiv wie negativ ca. 90 Sekunden intensiv vorherrscht, bevor es wieder abklingt.

Das kannst du dir bei aufbrausenden oder wütenden Gefühlen zu Nutze machen.

Hier die Schritte der 90-Sekunden-Regel:

 

Halte bewusst inne

– Konzentriere dich am besten auf deinen Atem – einatmen … ausatmen

Zähle innerlich bis 90

Beobachte währenddessen deinen Körper, wo bist du z.B. gerade angespannt?

Beobachte das Gefühl, das gerade da ist – versuche es bewusst wahrzunehmen, lass es zu, ohne Wertung.

 

Wichtig ist vor allem das frühzeitige bewusste Innehalten – das kann am Anfang, wenn du noch nicht so gut darin geübt bist, sehr herausfordernd sein.

Doch mit jedem Mal wirst du besser und irgendwann wird es dir immer leichter fallen, in Situationen mit wütenden Gefühlen die Oberhand zu behalten.

 

 

 

Mein TOP No. 2:   Das Fingerhalten 

Im Jin Shin Jyutsu – der japanischen Heilströmkunst – sind alle Finger einem Gefühl zugeordnet, weil an diesen bestimme Meridianpunkte liegen.

Nicht ganz so verwunderlich ist es daher, dass, wie in vielen Kulturen der Welt, der Finger für die Wut der Mittelfinger ist.

Wenn du also das nächste Mal wütend bist, versuche doch einmal, nicht den Mittelfinger deinem Gegenüber zuzustrecken, sondern halte ihn einfach mit deiner anderen Hand fest umfasst.

Doch auch die anderen Finger haben ihre nicht zu unterschätzende Wirkung:

Bei Angst halte deinen Zeigefinger – egal an welcher Hand. Rechts oder Links, welche sich für dich angenehmer anfühlt.

Wenn du dir um etwas Sorgen machst, halte deinen Daumen.

Bei Trauer und Verlust hilft dir das Halten des Ringfingers, damit dich das Gefühl nicht überrennt.

Und der kleine Finger stellt sich dir gerne als Freudebringer zur Verfügung.

 

Schau, was mit dir passiert, wenn du diese Fingermethode anwendest.

Weitere ausführliche Informationen dazu findest du auch in diesen Blogartikeln dazu. Diese Methode hilft auch super präventiv.

 

 

Mein TOP No. 3:   Summen und Singen   

Summen ist eines der besten Helfer in der Not.

Durch das Vibrieren der Stimmbänder wird nicht nur der für die Entspannung notwendige Vagus-Nerv aktiviert, sondern auch alle Organe erhalten durch die Vibration eine sie positiv stimulierende Information.

So können die zwei Gegenspieler des vegetativen Nervensystems – der Parasympathikus und Sympathikus – ihre Arbeit tun und dein Körper baut Stress ab und entspannt sich mehr.

Wer präventiv noch einen Draufsetzen will, der stimmt gleich noch ein Lied an und/oder legt eine Sohle aufs Parkett.

Denn Singen und Tanzen entspannt und löst meist Spannungen auf.

Wem das vor allen anderen zu peinlich ist, der kann auch gerne ins Nebenzimmer gehen:

Lied über Kopfhörer auf die Ohren und den Körper von den Rhythmen führen lassen. Danach läuft alles meistens wieder besser.

 

 

Mein TOP No. 4:   Laufe eine Runde um den Block!  

Bewegung ist eine weitere gut funktionierende Strategie, um gestaute Energie wieder in Bewegung zu bringen.

So werden zum Beispiel, sobald wir beginnen, zu Fuß zu laufen, unsere beiden Gehirnhälften wieder balanciert.

Natürlich nicht gleich beim Gang vom Sofa bis zur Küche, doch sobald du eine längere Zeit im angenehmen Laufschritt unterwegs bist – am besten in Stille – reguliert sich dein Herz- und Kreislaufsystem sowie deine beiden Gehirnhälften.

Eine andere Möglichkeit ist das leichte Schwingen auf einem Trampolin.

Wenn du gerade kein Zimmertrampolin in der Ecke zu stehen hast, hilft auch das leichte Hoch- und Runterwippen auf die Zehenspitzen.

Probier es aus. Vor allem bringt dich Bewegung wieder in deine Mitte zurück und du kannst allem wieder gelassener entgegensehen. 

 

Mein TOP No. 5:   Bewusstes Atmen  

Sobald du dich auf deinen Atem konzentrierst, kann dir dein Verstand nicht mehr Blödsinn erzählen und das Gedankenkreisen oder Grübeln haben ein Ende.

Der Ärger verfliegt, gestaute Emotionen klingt ab. 

Wichtig dabei ist, dass du dich auf den Rhythmus deines Atems konzentrierst. Atme immer länger aus, als ein.

Zähle am besten mit.

Einatmen     1 … 2 … 3 … 4

Innehalten   1 und 2 …

Ausatmen    1 … 2 … 3 … 4 … 5 … 6 …

Innehalten    1 und 2 …

Zur Unterstützung kannst du dir währenddessen mit den Fingerkuppen einer Hand leicht auf die Thymusdrüse klopfen (direkt auf dem Brustbein in der Mitte oberhalb der Brust).

 

 

 

Auch wenn ich dir wünsche, dass du diese Notfall-Strategien in den nächsten Tagen nicht brauchst, ist es vielleicht hilfreich, zu wissen, wo du sie findest.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir eine zauberschöne Weihnachts- und Raunachtszeit mit vielen schönen Begegnungen und Erlebnissen.

 

Dies ist ein Blogbeitrag im Rahmen des Blog-Adventskalenders 2025 – initiiert von der wunderbaren Susanne Heinen

24 magische Tage voller inspirierender Geschichten, kreativer Ideen und festlicher Stimmung.

 

 

 

Mein #12von12 im Dezember 2025 – im Krankenstand

Mein #12von12 im Dezember 2025 – im Krankenstand

Heute ist wieder 12 von 12-Tag. Nach alter Bloggertradition, von  #draußennurkännchen, vor ein paar Jahren wiederbelebt, verbloggt man am 12. eines Monats 12 Bilder aus seinem Alltag.

Hier sind die 12 Bilder meines persönlichen 12. Dezember 2025 – dieses Mal frisch aus dem Krankenhaus entlassen und daher noch ein wenig lädiert.

 

Dank einer Freundin bin ich dieses Jahr Teil einer kreativen Adventskalenderaktion gewesen. Wenn du mein letztes 12von12 gelesen hast, war ich für die 2 zuständig. Nun freue ich mich jeden Morgen ein kleines Geschenk von einer der anderen Frauen zu öffnen – und bin jedes Mal aufs Neue überrascht. Eine wundervolle Idee, an der ich im nächsten Jahr hoffentlich wieder teilnehmen darf.

 

Und natürlich verlinke ich auch heute meinen eigenen Webseiten-online-Adventskalender und wünschen allen viel Freude damit. Bis zum Ende des Jahres werden noch alle Fensterchen sichtbar sein.

 

………………………..     

Nachdem ich gestern nach der OP am Dienstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, durfte ich heute bei meiner Hausärztin vorstellig werden. Da nun engmaschige Blutwertkontrollen angesagt sind, versucht sich die Schwester an einer meiner dünnen rolligen Venen. Ihr erster Versuch am Handgelenk scheitert und die Handvenen sind schon von den OP-Zugängen verbraucht – in der Ellenbogenkuhle hat sie Glück und es läuft endlich das rote Gold – immerhin Null negativ

 

Bei der Arztbesprechung habe ich alle mir schon zur Verfügung stehenden Arzneimittel mit, damit ich nicht unnütz neue verordnet bekomme. Doch letztendlich besteht sie doch auf neue. Die Arnzeimittellobby und Vater Staat freuen sich.

 

Als ich aus der Praxis draußen bin, fällt mir dieses Werbeplakat auf. Früher hieß die Werbung der Bausparkasse: Wenn ich groß bin, will ich Spießer werden … jetzt sind also die Ossis dran. Wie soll das gehen, wenn es das Land, aus dem die Ossis kamen, gar nicht mehr gibt?

 

Auf dem Rückweg komme ich am Weihnachtswunschbaum der Bundesplatz-Initiative vorbei. Letztes Wochenende durfte jeder etwas von seinem Weihnachtsschmuck in den Baum hängen. Nun glitzert und strahlt er auch bei Sonnenschein mitten am Tag.

 

Kaum zu Hause ruft mich mein Bett. Seit einer Woche versuche ich testweise mit einer Gewichtsdecke zu schlafen. Ich finde das ganz schön herausfordernd. Hat jemand damit Erfahrung, wie lange es braucht, bis man sich daran gewöhnt hat?

 

Mit meiner Schweizer Blogger-Kollegin-Freundin bespreche ich die aktuellen Befunde, denn sie unterstützt mich mit ihrem Wissen bei der energetischen Narkose- und Schmerzmittel-Ausleitung.

 

Als es schon dunkel ist, muss ich nochmals raus, um in der Apotheke die Mittel abzuholen. Als ich zurückkomme, erfreue ich mich am Lichterkranz, den ein lieber Nachbar jedes Jahr bei uns im Hausflur aufhängt.

 

Im Briefkasten finde ich noch eine Lieferung von Vinted: meine neue Mütze ist da. Eigentlich bin ich kein Mützen-Typ, doch in diesem Jahr wollte ich vor möglicher Kälte gewappnet sein und fand diese so zu mir und meinem Medizinnamen passende Mütze – sogar mit Kashmirwollanteil.

 

Da sind sie, meine zwei wichtigsten Begleiter für die nächsten Wochen, damit sich meine Blutwerte wieder stabilisieren und meine Schmerzen verschwinden. Halleluja … ich hoffe, sie wirken.

 

Erschöpft und zufrieden lasse ich mit Kühlpad ins Bett fallen und sage für heute: Gute Nacht!

 

Das waren sie wieder, die 12 Bilder meines Tages …

Wenn du magst, sei nächsten Monat wieder mit dabei …

 


Doch jetzt ist erst einmal wieder bis in vier Wochen Pause – und auch im neuen Jahr werde ich euch wieder jeden Monat in meinen Alltag mitnehmen.

Wie immer freue ich mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt. Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.

Doch jetzt wünsche ich dir eine entspannte und lichtvolle Advents- und Weihnachtszeit. Pass gut auf dich auf und komme gesund und munter ins neue Jahr.

 

Tag 7 des Blog-Adventskalender 2025

Tag 7 des Blog-Adventskalender 2025

Das 7. Türchen im Blog-Adventskalender

 

Wie schön, dass ich dich auch in diesem Jahr an diesem 2. Advent mit einer kleinen Geschichte verzaubern darf.

Die Tage bis zu Heiligabend sind bei den meisten noch einmal mit vielen Terminen angefüllt.

Umso mehr möchte ich dich einladen, heute zwischendrin kurz innezuhalten, dich entspannt bei einem Tee oder Kaffee, mit oder ohne Plätzchen, zurückzulehnen und dich auf meine kleine 4-Wort-Story einzulassen.

Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen.   

Dieses Jahr hat mir die liebe Susanne Heinen die notwendigen vier Worte für eine 4-Wort-Story geschenkt.

 

Vielleicht hast du ja nach dem Lesen der Geschichte Lust, dich an unserer gemeinsamen Jahresaktion: mehr Farbe ins Grau – die Farbkreisreise und 4 Worte. 1 Storyim Dezember geht es um die Farbe GOLDzu beteiligen.

Von Gedicht, Elfchen, Haiku oder Kurzgeschichte ist alles erlaubt.

 

Doch jetzt geht es erst einmal los mit meiner kleinen Geschichte … 

 

 

 

José trommelte jetzt schon seit einer Stunde auf seiner Tambora. Er hatte gehofft, dass er mit seiner sanften Musik Maria beruhigen konnte. Doch sie saß immer noch erschöpft auf ihren Stuhl. Das Kind im Bauch strampelte und stieß ihr entweder gegen den Magen oder gegen die Blase.

Bei ihm zu Hause in Mexiko würde er jetzt zu seiner Großmutter Tizia gehen und sich von ihr Kräuter geben lassen. Doch Mexiko war weit weg. Er wäre jetzt am liebsten dort, doch Maria wollte ihr Kind unbedingt in Deutschland zur Welt bringen. So waren sie im September nach Fulda, wo ihre Eltern lebten, geflogen und wollten hier überwintern, bis das Baby da war und dann wieder zurück nach Mexiko gehen. 

Das war der Plan gewesen, doch Maria ging es seit der Rückkehr immer schlechter. Ihre Mutter klebte förmlich an ihr und wusste für sie alle immer alles besser. Mach dies so … das ist für das Baby nicht gut … oder das ist für das Baby besonders gut … José wollte ihr helfen, wollte sie beschützen, doch für Marias Mutter war er Luft. Als hätte er es geahnt, hatte er darauf bestanden, dass sie sich eine eigene Wohnung suchen und nicht im Haus ihrer Eltern wohnen würden. 

 

Maria war in Mexiko so glücklich gewesen. Sie strahlte über alle Ohren, als sie den Befund von der Frauenärztin bekam. Sie war für ein Auslandsjahr zum Studieren nach Mexiko gekommen. An der Uni hatten sie sich kennengelernt und sich sofort ineinander verliebt. Schon nach einem Monat nahm José sie an einem Wochenende mit in das Dorf, wo er groß geworden war. Er wollte Maria unbedingt seiner Großmutter vorstellen. 

Tizia hatte ihn zu sich genommen, als seine Eltern eines Tages von einem Ausflug in die Stadt nicht zurückgekommen waren. Er war ihr Ein und Alles und sie hatten eine tiefe Verbundenheit miteinander. Diese Nähe ließ sich nicht mit Worten beschreiben. Als ob sie sich schon in einem anderen Leben begegnet wären.

Der Verlust der Eltern hatte die beiden zusammengeschweißt. Doch jetzt war er erwachsen und kam nur noch am Wochenende ins Dorf, um sie zu besuchen. Daher beäugte Tizia Maria beim ersten Kennenlernen intensiv. Sie schaute ihr tief in die Augen. War sie die Richtige für ihren José? Es dauerte nicht lange, bis Tizia ihr Herz für Maria öffnete und sie im Haus jederzeit willkommen hieß.

Sie hatte auch Verständnis dafür, dass Maria ihr Kind im Kreise ihrer Familie zur Welt bringen wollte, doch irgendwas in ihr, sagte ihr, dass sie sie viel lieber hier in Mexiko bei sich in der Nähe behalten hätte.   

Gestern erst hatte Tizia mit José kurz telefoniert und er hatte ihr von der melancholischen Stimmung bei Maria erzählt. Sie riet ihm, ihr die alten heiligen Lieder auf der Trommel vorzuspielen, damit sie und das Kind sich beruhigen würden. Er solle ihr auch einen Heiltrunk aus einem Ableger des Kaktus kochen, den sie ihm vor der Abreise noch mitgegeben hatte. Dieser würde die niederdrückende Stimmung vertreiben. 

Marias Mutter hatte nach ihrem ersten Besuch in ihrer Wohnung den Kaktus sofort vor die Tür gestellt. So etwas Stacheliges kann nicht gut sein für ihr Kind. Auch solle José seinen ganzen mexikanischen Kram, wie sie seine Sachen nannte, aus dem Wohnzimmer räumen. Maria saß währenddessen nur still auf dem Sofa. All ihr Leuchten war aus ihr gewichen.

Stattdessen hörte er ihre Mutter sagen: „Liebling, ich habe Pfarrer Frensius gebeten, für dich am Sonntag dein Lieblingslied auf der Kirchenorgel zu spielen. Du kommst doch wieder mit in die Kirche? Du weißt ja, wie sehr sich dein Vater und ich darüber freuen, dich wieder in unserer Nähe zu haben.“

Was war geschehen, er erkannte seine Maria nicht wieder. Sie saß wie erstarrt da und nickte ihrer Mutter nur zu. Kaum war ihre Mutter weg, taute Maria wieder auf und sie unterhielten sich wie sonst.
Er fragte sie, ob alles in Ordnung sei, doch er spürte, auch ohne eine Antwort von ihr, dass sie etwas bedrückte. 

„Kann ich etwas für dich tun, dir helfen?“ Sie schüttelte nur den Kopf. Da muss ich alleine durch, dachte sie. In der Zeit in Mexiko hatte sie total vergessen, wie eng und bedrückend es ihr mit ihren Eltern ging. Sie hatte gehofft, dass der Umstand, dass sie Großeltern werden würden, die strenge Härte in ihren Herzen mildern würde. Doch nichts hatte sich geändert. Sie hatten nichts begriffen, ihren fluchtartigen Weggang nicht verstanden. Sie hätte sich so sehr gewünscht, dass sie sich für sie freuen würden, doch das war eine Illusion. Wenn sie doch bloß nicht so eine Angst vor einer Geburt in Mexiko auf dem Dorf hätte.  

José hatte ihr in der Küche nach der Anleitung seiner Großmutter einen Sud aus einem Kaktusblatt gebraut.  

Hier, das hat mir Tizia gestern am Telefon für dich empfohlen. Es ist aus dem Kaktus, den sie uns für den Notfall mitgegeben hat. Wenn du das trinkst, wird es dir wieder besser gehen. Vertrau mir, Tizia würde dir nichts empfehlen, was dir nicht guttäte. Sie sieht mehr als du ahnst. Wie gerne hätte sie, dass wir wieder zu ihr zurückkämen und das Baby bei ihr im Dorf bekämen. Doch ich weiß, das macht dir Angst.“

Maria nippt immer wieder an dem Becher. Der Trunk schmeckt gar nicht so schlimm, wie sie dachte. José deckt sie mit seiner mexikanischen Wolldecke zu. „Schlaf ein wenig, dann kann der Trunk wirken.“

 

Sie sinkt in einem Traum: Sie liegt in einer Hängematte zwischen zwei Bäumen, die Vögel zwitschern, die Sonne lässt ihre Strahlen zwischen den Blättern durchblitzen. Sie hört die Stimme von der Großmutter, spürt wie sie ihr sanft über den Bauch streicht und in einer anderen Sprache mit Wesen um sie herum spricht. Sie fühlt eine Kraft in sich, die ihr einerseits fremd und doch vertraut ist.

Auf einmal steht sie auf einer Brücke. Auf der einen Seite stehen Tizia und José, rufen sie und winken ihr zu, zu ihnen zu kommen. Auf der anderen Seite stehen ihre Eltern, mit ernsten Gesichtern, die Hände wie immer in ledernen Handschuhen bedeckt. Sie fordern sie mit erhobenem Zeigefinger auf, in ihre Richtung nach Hause zu kommen. Sie wisse doch wohl, wohin sie gehöre!

Im Traum blickt Maria nach oben in den Himmel. Ihr Verstand sagt geh nach Hause, du weißt, was sonst passiert, doch ihr Herz will in die andere Richtung. Was soll sie tun? Sie streckt ihre Arme in beide Richtungen aus und lässt den Himmel entscheiden.

Erschrocken schreckt sie aus dem Traum hoch. José sitzt neben dem Sofa auf dem Boden.

„Was ist passiert? Hast du etwas Schlimmes geträumt?“ 

„Nichts Schlimmes, doch ich weiß jetzt, was ich will. Wir werden so schnell wie möglich hier wieder unsere Brücken abbrechen und zurück nach Mexiko fliegen. Hier wird sich nichts ändern, doch ich will mit dir und unserem Kind glücklich leben. Und Tizia wird sich auch freuen, wenn ich das Kind mit dir bei ihr im Dorf bekomme. Ich habe jetzt keine Angst mehr davor. Lass uns die Koffer packen!

„Und deine Eltern?“

„Die haben sich kein bisschen verändert und ich halte es bei ihnen gerade nicht mehr aus. Sie hatten ihre Chance und haben sie mit ihrem Verhalten verdorben.“

 

(du wünschst dir eine Fortsetzung? … dann schreib mir es gerne in den Kommentar …

oder schreib die Geschichte einfach selber weiter ….)

 

Wie die Idee der 4-Wort-Geschichten entstand:

Vor vielen Jahren, als ich über eine längere Zeit ans Bett gefesselt war, schickte mir eine Freundin jeden Morgen vier Worte zu, mit der Bitte, ihr daraus eine kurze Geschichte zu schreiben. Damals war das eine große Herausforderung für mich, doch es wurde zu unserem täglichen Ritual des Innehaltens. Heute kann ich mir ein Leben ohne Schreiben gar nicht mehr vorstellen. Vielleicht macht dir diese kleine Geschichte Mut, es einfach auch mal auszuprobieren.

 

Wenn du Lust auf weitere 4-Wort-Stories hast, findest du welche in meinem Blog oder in meinem Buch.

 

 

 

Ich wünsche dir eine lichtvolle Zeit.

 

 

Dies ist ein Blogbeitrag im Rahmen des Blog-Adventskalenders 2025 – initiiert von der wunderbaren Susanne Heinen

24 magische Tage voller inspirierender Geschichten, kreativer Ideen und festlicher Stimmung.

 

 

 

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im Dezember 2025

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im Dezember 2025

GOLD ist die Farbe des Monats DEZEMBER in der Farbkreisreise 2025.

 

Der letzte Monat in diesem Jahr, ein letztes Mal freue ich mich sehr darüber, gemeinsam mit der Begründerin der Farbkreisreise – Susanne Heinen dieses Gemeinschaftsprojekt zu gestalten.   

Nachdem in den letzten Jahren schon vor allem wundervolle Bilder, Collagen, Verse, Farbdrucke und Malereien im Rahmen dieser Farbkreisreise das Licht der Welt erblickten, gesellte sich in diesem Jahr die Sprache, das Geschichtenerzählen, in Form einer Schreibwerkstatt dazu.

 

Es war ein Experiment, wie die Farbkreisreise in Form von Worten mehr Farbe ins Grau bringen kann.

 

Fühle dich eingeladen, auch in diesem Monat wieder mitzumachen. Lass dich von den vier Worten inspirieren und kreiere eine 4-Wort-Story dazu.

 

Wie das geht und was eine 4-Wort-Story ist, erkläre ich dir in der folgenden Anleitung.

 

Ich wünsche dir viel Freude dabei und freue mich auf viele fantasievolle Geschichten.

 

Und natürlich bin auch ich bei diesem Projekt jeden Monat mit einer eigenen Geschichte dabei.

 

 

Die Anleitung für eine 4-Wort-Story

Die physischen Eckpunkte für eine 4-Wort-Story sind schnell zusammengestellt.

 

  • 4 Worte, die nichts miteinander zu tun haben – die jedoch alle in der Geschichte irgendwann vorkommen sollen.

 

  • 1 Blatt Papier und ein Schreibgerät deiner Wahl oder ein leeres Text-Dokument im Laptop. Es ist hilfreich, sich zur Orientierung die vier Wörter auf die erste Zeile zu schreiben, um beim Schreiben nicht abgelenkt zu werden.
    (Wer mag, kann sich eine Normseite – vom Literaturcafe.de kostenlos zur Verfügung gestellt – zum Schreiben herunterladen.)

 

  • eine Portion Fantasie und  30 bis max. 60 Min. zum Schreiben.

 

  • Die Länge der Geschichte ist auf ca. 500 Wörter bzw. 3.500 Zeichen begrenzt.

 

Die Begrenzungen von Länge und Zeit ist ein wichtiger kreativer Aspekt einer 4-Wort-Story.

Außerdem ist das Besondere an einer 4-Wort-Story, dass sie nach dem Schreiben nicht mehr überarbeitet wird

 

Dieses intuitive Schreiben und das fantasievolle Jonglieren mit vier vorgegebenen Worten ist der Zauber einer 4-Wort-Story. 

So wie in der Fotografie der jeweilige Moment zählt und nie so wiederkommt oder so wie beim Aquarellmalen der ursprüngliche Farbverlauf im Nachhinein sichtbar bleibt, ist es auch beim Schreiben dieser aus dem Nichts entstehenden Geschichte.

 

Noch ein TIPP:

Aus Erfahrung empfehle ich dir, ganz absichtslos ohne Erwartung oder vorheriges langes Nachdenken ans Schreiben zu gehen.

Einzig ein Ort oder ein Name sind manchmal als Ankerpunkt zu Beginn hilfreich. Ansonsten lass dich einfach vom unsichtbaren Schreibfluss, denen deine Finger folgen, leiten.

Oft ist es ganz überraschend, wohin dich die vier Worte und deine Fantasie entführen.

 

Ich wünsche dir viel Experimentierfreude und Leichtigkeit dabei.

 

Wie mein Großvater schon früher immer wieder zu mir sagte: Wer schreibt, der bleibt …

… immer in Erinnerung und hinterlässt Spuren, würde ich heute ergänzen.

 

 

 

 

 

Meine 4-Wort-Story zum Monat Dezember 2025

 

zu den Worten GOLD + Kultur, Sprossen, Scherenschnitt

 

 

FOLGT IN KÜRZE 🙂

 

Xxxx …

 

 

Xxxx …

» xxx. «

 

 

 

 

Xxxx

 

 

Xxxx ...

 

Du wünschst dir eine Fortsetzung der Geschichte? … dann schreib es mir gerne in den Kommentar …

oder schreib die Geschichte einfach selber weiter ….

 

Die Veröffentlichung deiner 4-Wort-Story

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine 4-Wort-Story der Öffentlichkeit präsentieren kannst. 

 

  • Wenn du einen eigenen Blog hast:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story auf deiner Seite und verlinke diese – ähnlich wie bei einer Blogparade – hier unter diesem Artikel im Kommentarbereich und unter dem Monatsblogartikel der #farbkreisreise auf der Webseite von Susanne Heinen

 

  • Wenn du auf Instagram unterwegs bist:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story als Karussellpost oder als Story auf Instagram – wichtig: gib in deinem Post die Hashtags #farbkreisreise sowie #vierwortstory an, damit deine Geschichte für alle auf Instagram zu finden ist.
    Schön wäre, wenn du deinen Post oder deine Story auch im Kommentar auf der Webseite unter dem Artikel verlinken würdest. 

 

  • Wenn du weder einen eigenen Blog hast, noch auf Instagram unterwegs bist:
    Schicke mir deinen Text als pdf per E-Mail und ich verlinke ihn dann hier im Artikel. 

 

 

 

Wie die Idee der 4-Wort-Geschichten entstand

 

Vor vielen Jahren, als ich über eine längere Zeit ans Bett gefesselt war, schickte mir eine Freundin jeden Morgen vier Worte zu, mit der Bitte, ihr daraus eine kurze Geschichte zu schreiben.

Damals war das eine große Herausforderung für mich, doch es wurde zu unserem täglichen Ritual des Innehaltens.

Heute kann ich mir ein Leben ohne Schreiben gar nicht mehr vorstellen.

Vielleicht macht dir diese kleine Geschichte Mut, es einfach auch mal auszuprobieren.

 

Wenn du Lust auf weitere 4-Wort-Stories hast, findest du welche in meinem Blog oder in meinem Buch.

 

 

Alle Beiträge der Dezember-4-Wort-Stories in der Übersicht

 

Hier findest du alle veröffentlichen Beiträge nach Datum sortiert: 

 

Datum Name Titel Link
    1. 05.12.2025 mein eigener Beitrag … Die … https://freiewortwahl.de/4-wort-story-farbkreisreise-dezember-2025/
    2. xx.12.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
    3. xx.12.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
    4. xx.12.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
5.

 

 

Ich freue mich über jeden Beitrag und wünsche dir viel Freude beim Lesen der Geschichten.

 

Dies ist ein Blogartikel im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes der #Farbkreisreise – initiiert von der wunderbaren Susanne Heinen

Unter dem Motto: Farbe ins Grau – die Farbkreisreise entstehen seit vier Jahren jeden Monat

wundervolle Bilder, Collagen, Haikus, Elfchen, Farbdrucke oder sonstige kreative Kunstwerke.