Monatsrückblick April 2022: Alles echt LIVE und in Farbe

Monatsrückblick April 2022: Alles echt LIVE und in Farbe

Im April hab ich vieles nach langer Zeit mal wieder LIVE und in Farbe erlebt. Nicht nur die Natur blühte auf, die Sonne strahlte ganz oft vom Himmel, das lichte Blau war unglaublich und ließ die Knospen und Blätter sprießen … und auch meine Seele blühte auf: endlich wieder Begegnungen! Ich habe es in vollen Zügen genossen, auch wenn am Anfang des Monats erst einmal eine Verabschiedung stand.

 

Antonella aus Italien … ade ade, scheiden tut weh 

Ende letzten Jahres bekam ich eine Anfrage von Freunden aus Italien, ob ich Antonella für die Zeit ihres Praktikums in Berlin, beherbergen könnte. Sofort fiel mir mein Lieblingskinderbuch „Antonella und der Weihnachtsmann“ ein und ich entschied mich aus dem Bauch heraus, sie bei mir aufzunehmen. Solche spontanen Aktionen, jemanden aufzunehmen, ohne denjenigen zu vorher persönlich zu kennen, ist für mich immer wie bei einem Überraschungsei – ich weiß nie, was drin ist bzw. worauf ich mich dabei einlassen.

Als Antonella dann im Januar bei mir eintraf, war uns beiden ziemlich schnell klar, dass sich da zwei, trotz Altersunterschied von über 30 Jahren gesucht und gefunden hatten. Anfangs dachten wir noch, oh, was für eine lange Zeit … doch dann vergingen die Wochen wie im Flug. Wir hatten es immer wieder so lustig und gut miteinander, es war uns klar, es würde uns am Ende nicht leicht fallen, uns wieder zu verabschieden.

Doch am 10. April war es dann so weit. Zur Feier des Tages gingen wir fürstlich lecker bei meinem Lieblingsitaliener essen. Wir staunten nicht schlecht, als Antonella auf Italienisch zu bestellen begann und er auf einmal sagte: oh sorry, mein Italienisch ist nicht so gut. Ich habe zwar italienische Eltern, doch ich bin in der Schweiz aufgewachsen …

Das Essen war wie immer de luxe und wir hatten einen wundervollen Abend auf Deutsch. Antonella war sowie sehr von ihren verbesserten Deutschsprechfortschritten begeistert. Zu Recht, denn ich musste sie kaum noch verbessern.

In meinem Lieblingsrestaurant „Szenario“ hatten wir den besten Platz am Fenster …

In der letzten Woche hatten wir dann noch ein großes Problem: Sie wollte 2 große Rollkoffer mit dem Kurier nach Italien schicken. Sie entschied sich für GLS und ich runzelte schon die Stirn. Ich kenne meine Paketauslieferer in meiner Umgebung. Der GLS-Annahme-Shop gehört dabei nicht zu meinen Liebsten. So rollten wir gemeinsam die großen Dinger über das Pflaster und siehe da, als wir bei meinem GLS-Späti ankamen, empfing uns ein poltriger südländischer Mitarbeiter kurz angebunden mit den Worten: Ich nehme keine XXL-Pakete. Da standen wir nun, Antonella fast den Tränen nahe, denn es war schon nach 18 Uhr und sie wusste, dass ich am nächsten Mittag wegfahren würde. Und ihre schlimmste Frage: wie sollten wir diese zwei fast 30 kg schweren Kolosse wieder in meine 4. Etage buckeln? Sie wusste, dass ich ihr da mit meinem kaputten Rücken keine Hilfe sein würde.

So rollten wir die zwei Koffer enttäuscht die 1,5 km wieder nach Hause und stellten sie in den Fahrradkeller. Ich hatte die Hoffnung, dass sie dort bis zum nächsten Morgen nicht wegkommen würden. Als wir am nächsten Morgen um 10  Uhr in den Fahrradkeller kamen, stand schon ein Nachbar da – und war froh, dass wir die Koffer holten … ich bin schon auch froh, in so einem achtsamen Haus zu wohnen … in diesen Zeiten … man weiß ja nie. Diesmal gingen wir 1,5 km in die andere Richtung zu einem GLS-Shop. Dort hatten wir Glück. Der sehr freundliche Inhaber des Ladens nahm uns gerne die 2 rollenden XXL-Pakete ab. Antonella war sehr erleichtert und dankbar. So hat alles ein wunderbares Ende gefunden.  Wir haben uns herzlichst verabschieden und sehen uns bestimmt irgendwann, irgendwo ein nächstes Mal … vielleicht ja sogar in Italien, denn dort will ich schon ganz lange einmal hin … immerhin bedeutet Umani auf Italienisch „menschlich“.

 

 

„Bullerbü“ im Dreiländereck …  

Kurz vor Ostern bin ich mal wieder in meine gefühlte Heimat gereist: Ins Zittauer Gebirge im Dreiländereck des Ostens. Hier bin ich zwar nicht geboren, doch meine Mutter und meine Großeltern kommen hier her. Meine jüngste Cousine hat hier vor Jahren eine alte verlassen 4 Seitenhof-Ruine gekauft und saniert. Ich besuche sie seit letzten Jahr immer wieder einmal. Das ist für mich dann wie eine Reise nach Bullerbü – obwohl natürlich auch hier nicht immer alles rund läuft.

Einen ersten Einblick zu dieser Reise gab es ja in diesem Monat schon bei #12von12. Daher hier nur noch ein kleiner Nachschlag. Ich genieße die Zeit dort vor allem, um mich vom Trubel der Großstadt zu erholen. Dafür gibt es dann im Reigen von 2 Großfamilien dort ganz anderen Trubel zu erleben. Vieles davon ist für mich Neuland … und ich lass mich mitziehen und treiben, je nachdem, was es gerade braucht.

Aus einer verwahrlosten Ruine wurde dieses Schmuckstück auf der Anhöhe im Dorf.

Da wird die Milch für kleines Geld noch direkt vom Bauern geholt … und meine Cousine erzählt mir, dass die Milchbauern dafür mehr Geld bekommen, als wenn sie die Milch in eine Molkerei zur Weiterverarbeitung bringen … crasy world … ungerechte Bauern-Marktwirtschaft pur

 

Auch diesmal gab es wieder Zeit, um mich mit meiner gerade 75 Jahre alt gewordenen Tante zu unterhalten …

 

The Content Society – LIVE und in Farbe in Stuttgart

DAS WAR UNGLAUBLICH !!!! und eigentlich auch unbeschreiblich … doch ich versuche es trotzdem einmal.

Auch wenn ich erst am 10. Mai mein 1-jähriges Blog-Abenteuer-Jubiläum feiern werde, der Beginn dieser Reise war genau vor einem Jahr, als Judith Sympatexter Peters mit ihrer The Content Society das Programm BOOM BOOM BLOG ausgeschrieben hatte. Ich sprang mutig in dieses neue Abenteuer und seitdem hat sich in den letzten 12 Monaten so viel gewandelt … die Webseite, meine Rubriken, meine Texte, meine Visionen.

Und dann konnte ich es kaum glauben, als ich die Einladung zum ersten The Content Society LIVE-Treffen las. In mir klopfte das Herz und obwohl Stuttgart überhaupt nicht gleich mal um die Ecke von Berlin ist, schaute ich sofort in den Computer und buchte meine Fahrkarte. Dort wollte ich unbedingt hin, um die bisher nur per zoom oder über ihre tollen Blogbeiträge kennengelernten Frauen live in echt und in Farbe kennenzulernen.

Gleich zum Start konnte ich mein „Große-Gruppen-Fremdel-Syndrom“ loslassen – Silke machte es mir super leicht, mich sofort angekommen zu fühlen.

 

Später wurde die Vorabendrunde größer und so war es für mich der perfekte Einstiegsdosis zum Kennenlernen.

 

Am Samstag kam dann ein so wundervoller Kreis von kreativen, lebensfrohen, mutigen Frauen in Stuttgart zusammen – geführt von einer inspirierenden, strahlenden Judith Peters, für die dieses Event auch eine große Mutprobe war. Sie ist ihr grandios gelungen.

 

Es gab viel kreativen Input, aus denen tolle Ideen für neue Blogartikel oder für die spätere Insta-Reel-Mutprobe entstanden …

 

Es gab Ehrungen und Erfahrungsberichte … hier von Susanne Jestel …

 

Es gab ein Wiedersehen mit meinem Blog-Buddy …

 

Und danach gab es einen ausgelassenen Erfahrungsaustausch mit leckerem Essen in der „Metzger“ – im ersten Moment schauten einige bei dem Namen geschockt, doch das Essen dort war so vielseitig und lecker … auch für Veganer und Vegi-Fans – sehr zu empfehlen.

 


 

Wer Lust hat, auch in dieses Blog-Abenteuer einzusteigen und sich von der zauberhaften Blogmentorin Judith Peters dabei begleiten zu lassen, aufgepasst:

Ab dem 23. Mai 2022 geht das kostenlose Einsteiger-Programm      BOOM BOOM BLOG     in die nächste Runde.


 

Was sonst noch im April 2022 passierte

 

Mein Rücken macht mal wieder die Grätsche 

Auf der Zugrückfahrt von Zittau bahnte es sich schon an, abends wurde es dann Gewissheit: Mein Rücken streikte mal wieder. Mittlerweile kenne ich das Problem. Es ist meine Sollbruchstelle, seit ich vor 10 Jahren mit dem Fahrrad von einem Auto übersehen wurde und danach für einige Monate nicht mehr laufen konnte. So verbrachte ich Ostern liegend im Bett, die Krücken aus der Zeit vom letzten Herbst hatte ich ja noch parat.

 

Besuch einer Buchheldin- / TCS-Blog- und Jin Shin Jyutsu- Kollegin

In meiner Zittauer Abwesenheit hatte ich Besuch von einer mir bis dahin nur per Zoom bekannten Blogger-Schreib-Ström-Kollegin. In irgendeinem Co-Blogging erzählte sie mir, sie käme mit ihrer Familie im April nach Berlin und würde mich dann natürlich gerne einmal persönlich kennenlernen. Ihr Reisetermin lag jedoch genau in meiner Zittau-Woche.

Die Berliner Hotelsuche war zäh und so schlug ich ihr spontan vor, ob sie sich vorstellen könne, mit ihrer Familie in meiner dann leeren Wohnung zu wohnen. Sie war von der Idee begeistert und ich verschob kurzerhand meine geplante Rückreise auf 1 Tag früher, damit wir uns wenigstens an einem Abend vor ihrer Rückreise persönlich kennenlernen konnten.

Als dann an dem Abend mein Rücken streikte, bekam ich gleich noch eine Strömsitzung von ihr. Danach schaffte ich es mit Unterstützung bis zum Sweet Coco und wir hatten einen wunderbaren lustigen Abend miteinander.

Das Essen im Sweet Coco ist immer wieder ein Garant für ein fürstlich leckeres Mahl. Danach waren alle glücklich satt gegesssen.

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Erlebnisse des Monats kurz als Fotografen-Blitzlicht-Moment festgehalten

Mit Antonella habe ich oft zusammen gesunden Salat gegessen – an einem Tag, an dem sie auf einer italienischen Handelsmesse war, brachte sie eine Wundertüte voller Leckereien mit nach Hause – Radicchio war über die ganzen Wochen unsere Lieblingssalatgrundlage.

 

An dieser Denker-Statue kam ich in Stuttgart nicht vorbei. Ob er verstanden hat, was ich ihm ins Ohr geflüstert habe ???

 

Mein erster Kurs in der Volkshochschule in Live: Einführung in die Fußreflexzonenmassage.

 

Manchmal fing ich mit der Kamera auch einfach nur einen Lichtblick ein …

 

Meine Lieblingsfrühlingsbäume blühten …

 

Beim TCS-LIVE-Tag in Stuttgart gab es eine Reel-Mutprobe … das Ergebnis hat mich voll überrascht … es war in weniger als einer halben Stunde fertig.

 

Die Reichweite hat mich umgehauen! Das wird nicht mein erstes und letztes Reel gewesen sein.

Zum Abschluss des Monats hab ich mich auf ein Beauty-Experiment eingelassen … ich hab mich danach kaum wiedererkannt 🙂

Ich bleibe mir weiter treu: es geht auch ohne Schminke … okay: vielleicht in Zukunft ab und zu …

 

Hierüber habe ich im April 2022 gebloggt

• In der Rubrik: 4-Wort-Story

4-Wort-Story mit den Worten: Habseligkeiten, vertrauensselig, Schlüpfer, hoffnungsstur

• In der Rubrik: Blog

Das Blog-Glossar für die wichtigsten Begriffe beim START INS LEBEN: Teil 1 – Erste eigene Wohnung

Jin Shin Jyutsu – (Heil-)Strömen im Alltag – #Tipp6: Handinnenfläche

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MoRübli März 2022

Monatsrückblick März 2022: Blauer Himmel ohne Ende

Monatsrückblick März 2022: Blauer Himmel ohne Ende

Die äußeren Umstände ließen meine Stimmung im März Achterbahn fahren. Es ging hoch und runter. Wie gut, dass ich darin schon super geübt bin und meine Selbstliebe schon so ausgeprägt ist, dass ich in solchen Zeiten einfach mehr innehalte, bis die Wellen sich wieder ein wenig gelegt haben. Doch ganz unproduktiv war ich in diesem Monat dann doch nicht. Im Durchschauen meines Kalenders für März bin ich in der Rückschau doch wieder ganz erstaunt, wie viel passiert ist.

 

Neues Cover für mein Buch START INS LEBEN

Nachdem im November letzten Jahres mein Buch-Baby das Licht der Bücherwelt erblickt hatte und ich überglücklich darüber war, trafen in den letzten 4 Monaten auch die ersten überaus positiven Rückmeldungen zum Buch bei mir ein. Einzig beim Cover teilten sich die Gemüter. Die einen fanden es super, anderen war es zu altbacken. Lange habe ich hin und her überlegt und mich jetzt im März für eine Veränderung entschieden: Das Buch-Baby bekommt ein neues Cover.

Es tat mir auch weh, meine erste Coverkreation zu verabschieden, doch aus Marketingsicht wollte ich ein neues Cover ausprobieren. Denn letztendlich soll es ja nicht mir, sondern dem Leser gefallen. Nach vielen neuen Entwürfen schälte sich immer mehr das neue Gewand des Buches heraus und jetzt ist es da und ich bin ganz begeistert. Möge sich das Buch zahlreich in die Welt verkaufen und jungen Menschen bei ihrem Abenteuer des Findens ihres eigenen Weges begleiten, denn dafür hab ich es ja geschrieben.

 

Buch Start ins Leben von Umani Wendler

 

Schreiben, schreiben und schreiben …  

Das Schreiben ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Die eine Richtung ist das Bloggen in der The Content Society (TCS). Die zweite ist mein seit 2 Jahren regelmäßiges Journalschreiben in einer kleinen Gruppe bei Stefan Strehler. Und seit kurzem bin ich Mitglied in der Buch-Heldinnen-Werkstatt, denn NACH dem (ersten) Buch ist VOR dem (nächsten) Buch.

Keines von den drei Bereichen möchte ich missen, auch wenn es für mich manchmal ein wahrer Balanceakt ist, in allen drei Bereichen aktiv zu sein. Sie ergänzen sich und sind alle drei doch so ganz anders. Genau diese Vielfalt brauche ich für mein kreativ sein.

So manche Co-Writings haben sich dabei ergeben und manche haben sich auch schon gekreuzt, denn mit Gundula Zubke blogge ich nicht nur in der TCS, sondern schreibe mit ihr auch regelmäßig in der Buch-Heldinnen-Werkstatt. Irgendwann haben wir dann herausgefunden, dass uns auch die Ström-Leidenschaft des Jin Shin Jyutsu verbindet. So finden wir immer wieder ein Thema zu Austausch in den Pomodoro-Schreibpausen.

 

Die Blog-Dekade der The Content Society 

Schon im letzten Sommer hieß es in der TCS: Achtung, die Blog-Dekade startet: 10 Blog-Artikel in 10 Tagen. Damals hatte ich an 10 Tagen zehn 4-Wort-Storys geschrieben und veröffentlicht. Diesmal wollte ich einige ausführliche Artikel über Jin Shin Jyutsu und die Heilkraft des Strömens im Alltag – einer Lebenskunst zur Selbsthilfe veröffentlichen.

Das Programm war auch dieses Mal sportlich. Ich hatte mich zwar schon in der Woche davor ein wenig vorbereitet, doch 10 Artikel in 10 Tagen schüttel auch ich nicht mal so eben aus der Tasche. Zumal ich noch den einen oder anderen Termin neben dem Schreiben zu erfüllen hatte.

Am Ende der Blog-Dekade war ich dann ganz stolz, denn ich hatte es wirklich geschafft … 7 der 10 Artikel sind wirklich zum Thema Jin Shin Jyutsu erschienen. Wenn du Lust hast, schau einfach mal rein in meine neue Jin Shin Jyutsu-Reihe …

Tag 1:   Wofür und wie funktioniert Heilströmen im Alltag?

Tag 2:   Anleitung der einfachsten Grundübung im Jin Shin Jyutsu: das Fingerströmen

Tag 3:   Ström-Tipp #1: den Daumen halten und strömen

Tag 4:   Ström-Tipp #2: den Zeigefinger halten und strömen

Tag 5:   Ström-Tipp #3: den Mittelfinger halten und strömen

Tag 6:   Ström-Tipp #4: den Ringfinger halten und strömen

Tag 9:   Ström-Tipp #5: den kleinen Finger halten und strömen

 

und an Tag 7, 8 und 10 der Blog-Dekade habe ich an der Haiku-Challenge von Susanne Heinen im Rahmen ihres Projektes der Farbkreisreise teilgenommen.

Jetzt!-Labor Jetzt!-Labor Jetzt!-Labor

Nach den 10 Tagen war ich zum Schluss glücklich geschafft … und freue mich jetzt schon auf die nächste Blog-Dekaden-Gelegenheit.

 

Was sonst noch im März 2022 passierte

 

• (M)eine kleine Lese-Challenge: „WELTEN auseinander“ von Julia Franck

Bei Journalschreiben gibt es jeden Montag einen Schreibimpuls, dem du folgen kannst, wenn du Lust hast … doch nicht musst. In diesem Monat ging es um ein Buch, welches auf dem Stapel deiner ungelesenen Bücher auf dich wartet. In der ersten Woche war die Empfehlung nur den ersten Absatz oder die ersten 1-2 Seiten zu lesen und sich vorzustellen, wie das Buch weitergehen könnte. Ich entschied mich für das Buch „Welten auseinander“ von Julia Franck, welches mir eine Freundin zum Geburtstag geschenkt hatte.

Das war eine spannende Erfahrung, denn nach dem Lesen der ersten zwei Seiten dieses Buch war ich platt: Diese Worte hätte ich mir aus meiner Feder für meine eigene geschriebene Familiengeschichte gewünscht. Ich war froh, dass ich in dieser Woche nicht mehr lesen musste.

In der folgenden Woche war der Impuls: Lies das Buch. Also nahm ich mir immer wieder Auszeiten zum Lesen. Was dann beim Lesen innerhalb der nächsten zwei Wochen folgte, war ein Gefühlsgewitter, was mich durch wilde Wasser tauchen ließ. Es gab so viele Parallelen zu meinem eigenen Leben.

Julia Franck, die mit ihren früheren Romanen wie zum Beispiel „Die Mittagsfrau“ schon Literaturpreise gewonnen hat, schreibt das erste Mal autobiografisch-fiktional. Und wie sie schreibt. Dicht, intensiv, unvorstellbares in faszinierendem Schreibfluss. Wer Ost-West-deutsche Zeitgeschichte mag, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Eine Geschichte, die berührt … und mich motiviert, die vielen schon geschriebenen Seiten meiner Familiengeschichte aus der Schublade zu ziehen und daran weiterzuschreiben.

 

Mein Besuch bei Papa viel aus

Diesen Monat hatte mein Vater Besuch von Tante C.

Mitte März erhielt ich aus Schwerin die Nachricht: Unser Vater wurde positiv getestet. Falls du ihn besuchen kommen willst, geht nicht, er ist in Quarantäne.
Wie geht Corona im Pflegeheim? Wo doch dort alle geimpft sind und jeder täglich getestet wird? Für mich ist diese ganze Diskussion eine endlose Farce – ein Szenario, welchem ich mit meinem gesunden Menschenverstand mittlerweile nicht mehr folgen kann und will.

Ende des Monats bekam ich dann eine nächste Nachricht: Ihm ginge es so weit gut, er hatte nur einen leichten Husten. Wie gut, dass ich von persönlichen Besuchen vor Ort nicht abhängig bin, sondern zu jeder Zeit auf energetischen Wegen zu ihm reisen kann. Jeden Abend sitze ich in Gedanken an seinem Bett, rede mit ihm, ströme ihn aus der Ferne.

 

Erlebnisse des Monats kurz als Fotografen-Blitzlicht-Moment festgehalten

Ein besonderes und herzliches Wiedersehen mit Frieda, die ich einige Jahre auf ihrem Weg begleiten durfte … wir hatten uns viele viele Monate nicht mehr gesehen – um so mehr genossen wir unseren langen Spaziergang durch den Grunewald und hatten uns viel zu erzählen.

 

Immer wieder blauer Himmel und wundervolle Bäume …

 

Nach langer Zeit war ich auch mal wieder im Haus am Waldsee – der kulturelle Geheimtipp in super schöner Lage … leider wird die Außenanlage auf der Seeseite immer noch umgestaltet und auch die Ausstellung war dieses Mal nicht so dolle … mein Fotografenauge hat sich mehr über die vielen Lichtreflexe in den Fenstern gefreut.

 

 

Nach einem Termin in Potsdam bin ich bei so schönen Wetter erst mal eine Runde am Heiligen See lang gelaufen und habe mich mit meinem Buch in die Sonne gesetzt …

 

Morgen-Entenputz am Schlachtensee – auf dem Weg zum Heilströmtermin bei schönster Sonne beobachtet … schade, dass es noch keine Klang-Fotografie gibt, sonst würdest du jetzt noch all die Vogelstimmen aus den Bäumen dazu hören 🙂

 

Auch in diesem Monat habe ich an der Klangfarbreise von Susanne Heinen teilgenommen – in diesem Monat gab es meine Lieblingsfarbe ROT.

 

Und wenn der Rettungshubschrauber in der Großstadt landen muss, dann fliegt er manchmal gefühlt durch mein Wohnzimmer und landet 3 Häuser weiter auf dem Cosimaplatz an meiner Straßenecke. Dann ist im Kiez echt was los und die Kindertraube der Schaulustigen ist kaum zu bändigen …

 

Hierüber habe ich im März 2022 neben der Blog-Dekade gebloggt

• in der Rubrik: Jetzt! – Labor 2022

Jetzt!-Labor vom 03.03.2022

Jetzt!-Labor vom 08.03.2022

Jetzt!-Labor vom 18.03.2022

Jetzt!-Labor vom 25.03.2022

 

• In der Rubrik: Blog

Was ist Jin Shin Jyutsu

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Monatsrückblick Februar 2022

Monatsrückblick Februar 2022

Im Januar plätscherte die Zeit noch ruhig vor sich hin, im Februar nahm sie dann richtig Fahrt auf. An so manchem Tag hab ich mir 24 zusätzliche Stunden gewünscht. Vor allem drei Themen standen in diesem Monat im Vordergrund: die Umgestaltung meiner Webseite, das Schreiben eines neuen Buches und intensive Fortbildungszeiten in Jin Shin Jyutsu.

Neue Webseite

 

Anfang Februar erschien in der Berlinale-Ausgabe vom Stadtmazagin TIP Magazin Berlin eine Rezension zu meinem Buch START INS LEBEN. Darüber bin ich sehr glücklich, doch mir wurde auch sofort klar, dass ich jetzt um eine professionell gestaltete Webseite nicht mehr drumherum komme.

Mitte Mai letzten Jahres war sie zwar dank der BoomBoomBlog-Challenge von The Content Society erfolgreich mit Grundtools an den Start gegangen, doch als Techniklaie war meine Seite seitdem eher meine Learning-by-doing-Spielwiese. Ich machte einen Termin mit meiner mir von meinem Wiener Co-Schreibbuddy empfohlenen Webdesignerin und es ging los. In den ersten beiden Wochen habe ich die Vielfalt meiner Seite verschlankt und neu strukturiert. Betti, hier noch einmal meinen herzlichen Dank an sie, setzte meine Design-Vorstellungen Seite für Seite um.

Nun am Ende des Monats bin ich sehr zufrieden. Die Seite ist übersichtlicher und klarer geworden. Nun fehlt nur noch der Newsletter und meine Angebotsseite. Beides wird in Kürze folgen.

Eines habe ich während der Umgestaltung auch festgestellt: nicht nur mein Imposter-Syndrom, sondern auch die unfertige Webseite waren ein Grund dafür, dass ich noch nicht so richtig ins Bloggen gekommen bin, wie ich es mir vorgenommen hatte. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr. Die Inkubationszeit meiner inneren Themensammlung ist vorbei, die nächsten Blogartikel werden folgen.

 

alt …

 

und neu …

 

 

Neues Buch: 4 Worte. 1 Story  

 

Nach dem (ersten) Buch ist vor dem (nächsten) Buch.

Seit Ende letzten Jahres mein erstes Buch in der Welt ist, bin ich einerseits viel mit dem Marketing dafür beschäftigt, damit es unter die Leute kommt. Andererseits hat mich diese Veröffentlichung so sehr beflügelt, dass ich gleich noch ein zweites Buch zu schreiben begonnen habe. (angefangene Manuskript-Ideen liegen schon viele in meinen Schubladen).

Das Thema meines zweiten Buches wird die 4-Wort-Story-Methode sein. Aus meiner Ausbildung zur Schreibtherapeutin kenne ich zahlreiche Methoden, die hilfreich sind, um in Kontakt mit der eigenen Kreativität zu kommen. Doch nicht nur das. Sie werden auch in der Biografiearbeit erfolgreich eingesetzt oder sind beim Auflösen von Blockaden sehr nützlich.

 

Cover-Entwurf für mein nächstes Sachbuch, was im Frühling erscheinen wird.

 

Eine davon ist die 4-Wort-Story-Methode. Ich habe die Wirkung dieser Methode am eigenen Leibe erfahren. Vor über 15 Jahren dachte auch ich noch: Geschichten schreiben kann ich nicht. Was für eine Täuschung und unnützer Glaubenssatz. Heute begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu Ihrer Kreativität oder begleite sie auf ihren Lebenswegen.

Meine Geschichte des Schreibens von 4-Wort-Storys begann so: Als ich damals 2 Monate nach einer OP nur noch im Bett liegen durfte, schickte mir eine Freundin jeden Morgen 4 völlig absurde nicht zusammenpassende Wörter, mit der Bitte, ich solle ihr bis zum Abend eine kurze Geschichte schreiben, in denen diese 4 Wörter vorkämen. Anfangs fragte ich sie, was das denn solle. Doch ich lag nur im Bett, auch das schönste Buch hatte ein Ende, so begann ich mit dem Schreiben.

Im Laufe der folgenden Wochen passierte etwas Ungeahntes. Nicht nur, dass ich jeden Morgen auf ihre 4 Wörter zu warten begann, sondern ich stellte fest, dass ich mit dieser Art zu Schreiben einen neuen Zugang zu mir selbst bekam. Ich war immer wieder überrascht, wie die Geschichte sich wie von selbst schrieb. Ich begann mit dem ersten Wort und dann fügten sich die anderen Wörtern irgendwann dazu. Manche Geschichten entsprungen meiner Fantasie, doch in der einen oder anderen mischten sich fast automatisch autobiografische Teile dazu.

 

Cover-Entwurf für mein Kurzgeschichten-Buch.

 

Seit dieser Zeit sind die 4-Wort-Storys nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Mittlerweile gibt es so viele davon, dass ich diese in einem kleinen Geschichten-Band veröffentlichen werde.

Ein Buch zu schreiben, ist jedoch auch ein ziemlich intensives und zum Teil sehr einsames Projekt. Träumen tun davon viele, es bis zum Ende in die Tat umzusetzen ist eine Herausforderung.

Ich bin froh, dafür das Buchheldinnen-Programm von Yvonne Kraus gefunden zu haben. Dort bekomme ich genau die richtige Schubkraft zum Vollenden dieses Traumes. Gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten, unter sehr guter Anleitung von Yvonne, die nicht nur ihr umfangreiches Wissen teilt, sondern mir auch kreative Motivationstermine an die Hand reicht, die mir helfen, dranzubleiben, um schlussendlich die Kurve zu bekommen und das Buch erfolgreich abzuschließen.

Die Cover-Entwürfe meiner beiden nächsten Buchprojekte stehen. Im nächsten Monat geht es wieder weiter mit dem Dranbleiben und Schreiben.

Yvonne hat Anfang dieses Jahres sogar ein Buch zu diesem Thema  „Das Sachbuch-Buch: Dein Weg zum Sachbuch: So schreibst und veröffentlichst du erfolgreich dein Sachbuch, dein Fachbuch oder deinen Ratgeber“  herausgebracht. Ich kann es wirklich nur jedem, der ein Buch veröffentlichen will, sehr empfehlen.

 

Strömen ohne Ende – Jin Shin Jyutsu … 

 

Auch im Februar ging meine Fortbildung in japanischem Heilströmen weiter. Es gab wieder ein langes Ausbildungswochenende. Pünktlich zum letzten Tag diesen Monat war sie zu Ende und es gab die feierliche Zertifikatsverleihung.

Zuvor durfte ich schon am alle 3 Monate vom Zentrum initiierten stattfindenden Heilström-Praxistag teilnehmen. So ein Heilströmtag ist ein wahrer Energie-Booster in diesen Zeiten. Dabei entsteht ein so intensives Kraftheilfeld, was in diesen Zeiten eine gute Quelle zum in seiner Mitte bleiben und gute Gebete für die Heilung in der Welt sprechen ist, sehr hilfreich ist.

Überhaupt ist diese Methode eine gute Hilfe zur Selbsthilfe – egal wo es in Körper und Seele gerade kneift und zwickt. Und ab März werde ich diese Methode in meine (Heil-)Arbeit aufnehmen.

 

 

 

 

Was sonst noch im Februar 2022 passierte

 

Im Kino: „Das Mädchen mit den goldenen Händen“

 

Wieder mit Corinna Harfouch – sie wieder einmal großartig. Letzten Monat auf der Bühne im DT noch mit viel Humor, nun auf der Leinwand versteinert.

Das Thema des Filmes: ein Dorf im Osten zu Zeiten des Westens, 10 Jahre nach der Wende, doch vor allem geht es um ein Kinderheim, um Verlust, ums sich nicht verstanden fühlen, um Sprachlosigkeit, um eine gescheiterte Mutter-Tochter-Beziehung.

Eigentlich hatte ich nur einen schönen Kinoabend geplant, doch der Film hinterlässt Bilder und Sätze, die an die Tür meiner frühsten Kindheit klopfen. Ganz still und ein bisschen verwirrt gehen Antonella und ich danach nach Hause. Mit nachhaltiger Wirkung, die sehr zum Nachdenken anregt …

Der Film ist keine leichte Kost, doch mit großartigen Schauspielern und einem Thema, das sehr berührt. Darum Prädikat: sehr zu empfehlen.

 

 

Mein Besuch bei Papa

 

Aufgrund des Sturmes brauchte ich in diesem Monat mehrere Anläufe, um meinen Papa im Pflegeheim in Schwerin zu besuchen. Dieses Mal hatte er keinen guten Tag.

Der Versuch, mit ihm eine Runde draußen an der frischen Luft zu drehen, wurde von großen Regentropfen verhindert, er hatte zu nichts Lust, starrte nur vor sich hin. Seine Demenz nimmt stetig zu.

Es war nicht leicht, ihn so zu erleben. Ihn zu halten und zu streicheln war das einzige, was dieses Mal ging.

 

 

Erlebnisse des Monats kurz als Fotografen-Blitzlicht-Moment festgehalten

 

Da sucht das Eichhörnchen noch einen sicheren Platz beim Sturm – später lag es in einer Baumastkuhle, von seinem Schwanz windgeschützt, bis der Sturm sich wieder gelegt hat. Ich bin immer wieder von den Überlebensfähigkeiten von Tieren erstaunt. Instinktives Wissen – da können wir noch viel lernen.

 

Auf meinen Licht-tanken-Gängen über meinen Friedhof begegne mir oft schöne Blumen – für mich immer wieder ein kleiner Freudequell in diesen Zeiten.

 

Endlich mal wieder ein live-und-in-Farbe-vor-Ort-Netzwerktreffen mit meinen Mediationskolleg:innen (www.schlichterei-berlin.de). Wir ließen es uns richtig gutgehen und hatten uns aus den letzten Monaten viel zu erzählen.

 

Hierüber habe ich im Februar 2022 gebloggt

 

• in der Rubrik: Jetzt! – Labor 2022

7 neue Beiträge im Jetzt!-Labor

• In der Rubrik: Blog

Das fehlende Schulfach „Praktische Lebenskunde“

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Geschichte mit den Wörtern: Wattenmeer, Koala, Eisberg, Kokosnuss

Monatsrückblick Januar 2022: kreative Winterruhe

Monatsrückblick Januar 2022: kreative Winterruhe

Im Januar eilt nichts. Die Natur macht Pause, die meisten Tiere halten Winterschlaf, die Pflanzen sammeln Kräfte für den Neubeginn. Als Stadtschamanin versuche ich mich in diesen natürlichen Kreislauf der Zeit einzuschwingen. Bis zum Ende der Raunächte hatte ich mir eine Auszeit verordnet, doch einige chaotische Nachrichten von der Familienfront gleich zu Beginn des Monats forderten mich heraus. Ab der zweiten Januar-Woche ging es wieder besser und ich kehrte nur sehr leise und langsam in meinen normalen Alltag zurück. Das tat mir richtig gut und ich bin gerade sehr glücklich darüber, mir diesen Freiraum nehmen zu können.

Startschuss für das Experiment: Jetzt! – Labor 2022

Ab Mai letzten Jahres hatte ich die inspirierenden, jedoch auch sehr zeitaufwendigen, Daily Inspiration in die Welt gebracht. In den Raunächten zeichnete sich ab,  dass ich im neuen Jahr etwas Neues kreieren möchte. Etwas, was noch mehr mit mir und meinem Leben verbunden ist. So entstand die Idee zum Jetzt!-Labor 2022. Ich wollte mein zweitliebstes Hobby, die Fotografie, mit meinem kreativen Schreiben (meinem liebsten Hobby) und meinem Wunsch, andere damit zu inspirieren, mehr verbinden. Auch wollte ich wieder in meiner Zeiteinteilung freier werden. Das war ein klarer Fall von neuer Prioritätensetzung. Daher gibt es seit Januar das Jetzt!-Labor in zwei Formaten. Nicht mehr täglich, doch dafür immer genau dann, wenn es aus meinem Bauch heraus passt.

 

 

Ein Jahr weiter … Happy Birthday  

Ich verlängere meine Raunächte-Zeit seit ein paar Jahren inoffiziell gerne noch um eine Woche. Denn dann fängt bei mir ein neues Lebensjahr an. Das davor in Ruhe reflektieren und innehalten, zum Hinfühlen, was ich mir denn so für mein nächstes Lebensjahr wünsche, tut mir einfach gut.

Früher war dieser 13. Tag im ersten Monat ein bisschen verhext. Er war mit unschönen Erlebnissen blockiert, es war ein bisschen wie mit der 13. Fee im Märchen. Doch seit ein paar Jahren kann ich diesen Tag genießen. Eine gute Strategie auf meinem Weg dahin war, dass ich meinen Wintergeburtstag zusätzlich in den Sommer verlegt habe. Erfinderisch wie ich bin, habe ich einfach irgendwann begonnen, meinen Halbjahresgeburtstag zu feiern … mitten im Sommer … ohne die blöden Altlasten meiner Kindheit.

 

Dieses Jahr hab ich es mir richtig gut gehen lassen. Meinen Geburtstagstisch hatte ich mir schon am Vorabend gedeckt. Eine Freundin hatte mir schon am Vortag Blumen gebracht, der Postbote hinterließ mir einen vollen Briefkasten. Kurz nach null Uhr kam sogar schon der erste Glückwunsch per Telegram. Meine Cousine hatte Nachtschicht und ließ es sich nicht nehmen, mir mitten in der Nacht zu gratulieren. Sie wollte dieses Jahr unbedingt die Erste sein. Das ist ihr gelungen.

 

Am Morgen packte ich dann die Briefe und Geschenke aus und freute mich über all die vielen neuen Bücher, die mein Leseherz erobern wollen. Vormittags ging ich meiner Lieblingsarbeit, dem Kreieren von Präsentationen und Collagen nach, keine Hetze, keine Eile, alles ganz gemütlich. Nachmittags hatte ich ein online-Vorstellungsgespräch. Ich wusste zwar schon sofort danach, dass das nicht mein Job ist, doch als Bewerbungscoach liebe ich es, meinen eigenen Bewerbungsmuskel zu trainieren und oftmals nehme ich aus jedem Gespräch eine Erfahrung als Beispiel für meine Arbeit mit meinen Klienten mit.

Leckeres Mittagessen, Licht-Tank-Spazieren über den Friedhof mit Cafe und Kuchen und als ich auf dem Rückweg an meinem Kiez-Programmkino vorbeilief, stand an der Tafel:  20:30   Lieber Thomas. Das war die Gelegenheit, noch diesen Film zu sehen, der mir in meinem Buchveröffentlichungsherbsttrubel im letzten Jahr durchgerutscht war.

In einem fast leeren Saal tauche ich in meine Vergangenheit ein. Ost West Kunst Kultur … gelebte Geschichte … eines sich selbst immer wieder treu bleibenden
Gegendenstromschwimmers … Thomas Brasch … seine Texte haben schon immer meinen Pulsschlag erhöht … er kommt in der Liste meiner mir vertrauten Seelenverwandten (wenn es so etwas geben sollte) kurz hinter Gundermann … wir kommen alle nicht aus unserer Haut. Darum geht es wohl im Leben: sich seiner Selbst bewusst zu werden … und seinen eigenen Weg zu gehen.

Nach dem Film lief ich noch mit 3 Studenten, die auch in dem Film waren, die Straße entlang und wir kamen ins Gespräch. Sie hatten den Inhalt des Filmes gar nicht einordnen können. Typischer Generationsdimensionssprung. Ich erklärte ihnen kurz ein bisschen den geschichtlichen Hintergrund und sie zogen zufrieden vondannen. Dieser Film ist für mich eine sehr gute Dokumentation in kultureller Ost-Westdeutscher Kunst-Zeitgeschichte. Prädikat: sehr zu empfehlen.

 

Wiedersehen mit Papa 

Nachdem ich meinen Papa im Dezember nur im Krankenhaus besuchen konnte, habe ich ihn nun wieder im Pflegeheim in Schwerin besuchen können. Es ist und bleibt jedes Mal ein Experiment. Im fortgeschrittenen Stadium seiner Demenz freue ich mich immer wieder über den Moment, sobald er realisiert, wer ich bin und sein Freudeleuchten in den Augen aufglimmt. Sein Zustand verschlechtert sich rapide schnell. Im letzten Sommer konnten wir noch mit dem Rollator eine Runde ums Haus gehen, mittlerweile geht es nur noch mit dem Rollstuhl. Doch ich genieße jede Minute, halte seine Hände, streichle ihm den Rücken, höre seinen Wortfetzen zu. Ganze klare Sätze sind nur noch selten. Zur Überraschung stand dann sogar kurz meine Schwester noch mit im Raum. Keine leichte Situation, dazu ist die Familiengeschichte zu verfilzt. Zur Erinnerung gab es ein noch Bild zu dritt (was hier – ich hab es ihr versprochen – nicht veröffentlicht wird) und als sie wieder weg war, blätterten er und ich noch in alten Fotoalben. Für mich sind diese Besuche mittlerweile heilige Tage – denn vor 10 Jahren, als ich damals zum Schutz den Kontakt mit ihm abgebrochen hatte, hätte ich mir nie vorstellen können, dass wir je einmal so eine liebevolle Verbindung miteinander haben können. Da ist ganz viel geheilt und ich bin dankbar für jede Minute, die wir noch miteinander verbringen. Und ich bin auch meiner Schwester dankbar, die sich regelmäßig um ihn kümmert, einfach weil er bei ihr um die Ecke wohnt.

 

Fortsetzung Fortbildung in Jin Shin Jyutsu 

Nach einer kurzen Winterpause ging Anfang Januar meine Fortbildung in japanischem Heilströmen weiter … Ich bin sehr froh, dass die praktischen Wochenenden in Kleinstgruppe in Präsenz stattfinden dürfen. So lernte ich wieder neues über die Lage der Meridiane am Körper, das Pulse lesen und die Organströme. An den Nachmittagen war dann viel Zeit zum sich gegenseitig strömen.

 

Meine über 20 Jahre langen Erfahrungen im Forschungsfeld des energetischen Heilens sind mir bei dieser Heilmethode eine gute Basis. Jin Shin Jyutsu ist wie das i-Tüpfelchen, nach dem ich noch gesucht habe. Mittlerweile kristallisiert sich auch immer mehr heraus, dass ich diese Heilmethode mehr als nur zur eigenen Selbsthilfe nutzen will. Meine Massageliege ist wieder in meine Wohnung eingezogen. Die ersten Behandlungstermine stehen in meinem Kalender. So fügt sich gerade alles neu und die Wirkung am eigenen Körper spüre ich jeden Morgen, wenn ich beim Meditieren meine Finger ströme – das ist schon mal die erste Heilström-Selbstliebeeinheit, die ich mir jeden Morgen als Immunbooster gönne.

 

 

 

Was sonst noch im Januar 2022 passierte

 

Deutsches Theater – Corinna Harfouch

Vor Corona war ich fast jede Woche Gast in meinem Lieblings-Haus-und-Hof-Theater. Als Kind von Schauspielern hab ich das Kunstgenuss-Gen wohl mit in die Wiege gelegt bekommen. Wenn ich im Zuschauerraum vom Deutschen Theater sitze, regt sich bei sofort das Gefühl von alles-ist-gut und nach-Hause-kommen. In den letzten zwei Jahren konnte ich meine Besuche an einer Hand abzählen. Da durstete mein Künstlerherz. Umso mehr war ich erfreut, als ich 1 Tag vor meinem Geburtstag in einer E-Mail vom DT las, dass es für das Gastspiel mit Corinna Harfouch „Du klingst so komisch – Corinna Harfouch auf der Suche nach dem Spaß“ zwei Tage später noch Karten gäbe. Ich zögerte nicht lange, klickte auf kaufen und schenkte mir die Karte zum Geburtstag.

Als ich dann am Freitag Abend auf den Theatervorplatz kam, streckten sich mir zwei lange Schlangen zum 2G-Check-In-Parcour entgegen. Die Menschen warten geduldig und gut gelaunt. Als ich das Jahresthema des Theaters auf der Plane lese, weiß ich sofort, warum ich dieses Theater so liebe: „Mit Wundern rechnen“ Genau das ist es. Egal was ist, sich dem Schönen, Unbekannten, Neuem hinwenden …

 

 

Es ist voll Haus. Wie gut, dass ich ansteckungsangstfrei lebe – ich fühle mich sicher und genieße entspannt den Abend mit all den anderen im großen Saal. Als Corinna Harfouch mit ihrer Moderatorin auf die Bühne tritt wird es emotional. Sie ist so berührt, den Tränen nahe – von diesem Moment, endlich wieder vor Publikum auf dieser Bühne zu stehen. Für mich zeigt sich hier eine krasse Wunde, die das generelle Schließen aller kulturellen Einrichtungen gerissen hat.

Ich verstehe es einfach nicht: Lebensmittel dürfen wir alle kaufen, dort gehts. Doch für mich ist Kunst auch eine wichtige Form von Nahrung – da ging jetzt fast zwei Jahre gar nichts, obwohl es Einrichtungen, wie auch das DT gab, die super tolle Hygienekonzepte hatten. Da merke ich in mir einen Konflikt mit den politischen Entscheidungen. Umso mehr freue ich mich an diesem Abend, mit all den anderen, diesen berühenden Moment mit Corinna Harfouch zu erleben.
Sie liest ganz wundervoll aus Werken von J.Thurber, E.Menasse, L.Berlin (großartig!), R.Gernhardt, L.Voigt, D.F.Wassace, S.Regener. Die Moderatorin erklärt zwischendrin wissenschaftlich validierte Fakten zum Thema Humor und Lachforschung und erzählt die Lieblingswitze von S.Freud oder anderen Gelehrte. Es ist ein großartiger Abend! Humor und Lachen sind so gute Immunbooster … ich finde sogar: fast besser als jede Spritze.

 

Mein erstes Ghee  – Das Ayurveda tritt in mein Leben

Seit dem letzten Jahr drängt sich immer mehr (wieder) das Ayurveda in mein Leben. Angefixt durch die Begeisterung meiner TheContentSociety-Blog-Sister Bernadette, die mich immer wieder mit ihren Blogartikeln inspiriert, gab mir nun eine Heilström-Fortbildungsteilnehmerin den letzten zündenden Impuls. Und obwohl Küche und Garten für mich nicht meine bevorzugten Arbeitsgebiete sind, hab ich das Experiment gewagt und mir mein erstes eigenes Ghee herstellt. Meine Begeisterung war so groß, dass ich zwei Wochen darauf sofort die nächste Charge produziert habe.

Ich folge bei meinem Essen schon lange meinem Bauchgefühl und essen nur noch das, wozu ich ein eindeutiges Ja empfinde. Und mein Bauch sagt seit ein paar Wochen: JA ich will mehr davon … seitdem gibt es bei mir Ghee in allen Variationen. Da hat mein Körper wohl gerade einen Nachholbedarf. Ich liebe es vor allem, wenn Gesundheitsvorsorge mit leckerem Genuss Hand in Hand gehen. Dieses flüssige Gold kann ich mir gerade gar nicht mehr wegdenken. Und es ist auch ein schönes Geschenk für andere.

 

 

 

Erlebnisse des Monats kurz als Fotografen-Blitzlicht-Moment festgehalten

mein tägliches Cafe-Spazieren über den Friedhof … manchmal mit Freundin

 

 

in den Raunächten habe ich für jeden Monat aus meinen Karten-Sets eine Karte gezogen – als Begleitung und möglicher Impuls zur Orientierung

 

 

und immer wieder Co-Bloggen … das Bild steht als Stellvertreter für all die Termine im Monat, wo ich mit anderen immer wieder gemeinsam in unterschiedlichen Projekten zusammen schreibe

 

 

Nach der Veröffentlichung meines Buches sind nun auch die E-Books im neuen Gewand lieferbar … mehr Informationen dazu findest du hier

 

 

 

Darauf freue ich mich im Februar 2022

 

Die nächste Haiku-Challenge

Ein verlängertes Wochenende in Amsterdam

Auf das Schreiben meines nächsten Buches – mehr dazu im nächsten MoRüBli

 

 

Hierüber habe ich im Januar 2022 gebloggt

• in der Rubrik: Jetzt! – Labor 2022
Ein Jahres-Experiment, in dem in unterschiedlichen Abständen kleine kreative Inspirationen – mal ein Zitat, mal ein Bild, ein Haiku oder andere lichtvolle Samen erscheinen – ohne Wenn und Aber. Denn wenn nicht JETZT, wann dann?

• In der Rubrik: Blog

Mein Motto des Jahres 2022

12von12

Rad der vier neuronalen Schaltkreise im Gehirn nach Richard Davidson

• In der Rubrik: 4-Wort-Story

Geschichte mit den Wörtern: Konfetti, Netzwerk, Regenbogen, Overall

Mein Jahresrückblick 2021: Im Siebenmeilenstiefeltempo

Mein Jahresrückblick 2021: Im Siebenmeilenstiefeltempo

Anfang des Jahres hätte ich die Frage: Veröffentlichst du am Ende des Jahres deinen Jahresrückblick 2021 auf deiner Webseite? noch mit „Nein, niemals“ beantwortet. Ich hatte mir nichts besonderes vorgenommen, hatte mich seit einer „Komplett-Nullung“ meines Lebens vor ein paar Jahren in einen unsichtbaren Raupen-Kokon verpuppt, hatte immer noch keine Ahnung, wohin mein Reise weitergehen soll. Doch kaum hatte das Jahr gestartet, ging es los: das Leben stellte mir ein Paar Siebenmeilenstiefel vor die Tür, ich schlüpfte mutig hinein und es ging los. Mit jedem Monat erhöhte sich meine Laufgeschwindigkeit. In manchen Monaten hätte ich gerne mal kurz einen Boxenstopp eingelegt, doch mein Leben hatte anderes mit mir vor …

 

Von der Raupe zum Schmetterling

Was tun, wenn man sich am Anfang des Jahres gar nichts vorgenommen hat? Ich hatte zwar in den Rauhnächten 2020 innegehalten und Tarotkarten für die kommenden Monate gezogen, doch ein richtiges Ziel hatte sich dabei mir nicht gezeigt. Ich hing immer noch in meinem Kokon fest, auch wenn er schon zu knarzen und knacken begann. Nur eines war klar: so ging es nicht weiter. Die Zeit des Brütens, des nach innen Schauens, des Verarbeitens der vorherigen Jahre, des Wartens auf den richtigen Zeitpunkt neigte sich dem Ende. Ich wollte wieder ins Tun kommen, ich wollte wieder sichtbar werden.

Rückblickend stelle ich fest: Es war ein Jahr mit knackigen Herausforderungen. Doch WOW! was für eine Leistung, was für ein schöner Schmetterling, der da am Schlüpfen ist. Er ist schon sichtbar. Das Losfliegen nehme ich mir für 2022 vor. An frischen Schmetterlingsflügeln darf man nicht ungeduldig herumzuppeln, sonst stirbt er früher als man denkt und lernt nie richtig fliegen.

Ich klopfe mir stolz auf die Schulter, denn da ist ganz vieles NEU, und es ist vor allem auf meinem eigenen Mist gewachsen – handmade with love. Damit geht es mir richtig gut. Der vorausgesagte 5-jährige Transite-Marathon an meinem persönlichen Planetenhimmel (Sonne/Pluto-Konjunktion zu Saturn/Uranus-Opposition) neigt sich dem Ende zu. Eine Pluto-Sonne-Transformation im Horoskop ist meist heftig, nichts ist danach mehr wie davor. Doch ich mir auch noch nie selbst so nah und treu als je zuvor. Prosit! Aufs Leben. Es ist immer noch kein Ponyhof, doch seitdem ich nicht mehr um irgendetwas kämpfe oder Widerstand gegen irgendetwas hege, was sich wandeln will, lebe ich viel zufriedener und weitaus entspannter.

 

Das Rad des Lebens – eine kurze Einleitung 

Da ich seit über 20 Jahre als Stadt-Schamanin unterwegs bin, habe ich beschlossen, mich beim Schreiben meines Jahresrückblicks an der Form des Räderwissens zu orientieren. Dabei ist alles immer miteinander verbunden, nichts steht allein. Diese Art des Denkens der indigenen Völker prägt mittlerweile mein ganzes Sein, so dass ich das lineare Denken fast schon verlernt habe. Das Besten an diesem Kreisdenken ist für mich, dass nichts, wirklich gar nichts!, undenkbar ist. Nichts ist besser oder schlechter, alles hat seine (Gleich-)Berechtigung. So steht auf dem Rad des Lebens in jeder Himmelsrichtung ein Bereich des Lebens – Familie, Beziehung und Freunde, Wohnraum, Körper, Wissen, Beruf, Freizeit und Spiritualität – für den es selbstverantwortlich zu sorgen gilt. Doch lies einfach, ich nehme dich jetzt einfach mit auf die Reise durch die Erlebnisse meines Jahres 2021.

 

 


 

Mein Beruf: weg vom Machtdruck – hin zur Freude am Schreiben

 

Darf ich Ihnen das Tschüß anbieten?“ – Raus aus dem Angestellten-Hamsterrad   

Schon seit Jahren tingelte ich von einer befristeten Angestelltenstelle zur nächsten. Nicht wirklich glücklich, doch das regelmäßige Geldverdienen war notwendig, um meine finanziellen Verantwortungen zu erfüllen. Aus meiner letzten Selbständigkeit, die ich aufgrund einer Krankheit überraschend einstellen musste, war ein Schuldenberg übrig geblieben, der erst einmal wieder abgebaut werden wollte. Damit saß ich lange in der Falle, musste mich wieder mit dem Funktionieren im Angestellten-Modus arrangieren. Seit Ende letzten Jahres bin ich nun wieder schuldenfrei und kann wieder neue Pläne schmieden, denn mein Herz und meine Seele riefen mir schon länger zu: „Höre endlich auf, dich in einem Angestelltenjob zu verprosituieren. Das tut dir nicht gut, da gehst du dran kaputt, das macht dich krank. Mach endlich das, was dir wirklich Freude bringt.“  

Erst wollte ich es immer noch nicht so richtig hören, saß mir die Erfahrung der verunglückten Selbständigkeit immer noch in den Knochen. Doch dann wurde es im Laufe dieses Jahres an meinem Arbeitsplatz immer ungemütlicher. Die Wünsche der Chefetage wichen immer mehr von meinen Wünschen ab, ich fühlte mich überhaupt nicht mehr verstanden. Sie ließen ihre Macht spielen, schoben mich wie eine Spielfigur auf ihrem Schachbrett hin und her. Dann kam der Knall. Als ich Anfang September nach 7 Wochen von meiner Reha zurückkam, ging es gleich am ersten Tag um die Verlängerung meines Vertrages. Sie nannten mir ihr Angebot. Ich stutzte, wußten sie doch seit Anfang des Jahres, dass ich zu den alten Konditionen nicht verlängern würde, fragte noch einmal freundlich nach, ob das ihr letztes Angebot sei und erbat mir ein paar Tage, um darüber zu schlafen …

4 Tage später machte es in meinem Rücken PENG! Ein Bandscheibe sprang raus, ich konnte mit rechts keinen Schritt mehr tun, mich nicht mehr bewegen. Das war für mich ein Zeichen: hier geht es nicht mehr weiter. Ich zog die Reißleine, verkündete am darauffolgenden Montag in der Teamsitzung das Auslaufen meines Vertrages. Die Kinnlagen meiner Teamkollegen fielen runter. Sie waren sprachlos. Das wars! Ich habe den schmerzvollen Preis von 6 Wochen Krücken und bis heute Schmerzen für diese Erkenntnis bezahlt. Doch nach allem, wie sich in den letzten Wochen die Chefetage mir gegenüber verhalten hat, bin ich mir heute sicher: Es war die richtigen Entscheidung! In dieses enge Korsett von Angestellten-Arbeitsgeber-Macht-mit-Druck passe ich einfach nicht mehr rein. Heute bin ich dankbar für diese glückliche Fügung, denn sonst wäre ich heute nicht an dem Punkt, wo ich gerade stehe und mein Buch wäre wahrscheinlich immer noch nicht fertig. Ich arbeite wirklich gerne, doch nur noch auf Augenhöhe.

 

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START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen – mein Buch, mein Verlag, mein Leben …

In einer Umfrage habe ich einmal gelesen, dass 80% der Menschen irgendwann einmal davon träumen, ihr eigenes Buch zu veröffentlichen. Bei den meisten wird dieser Traum ganz schnell von anderen noch viel schöneren Träumen verdrängt, bei manchen nistet er sich ein, schläft ruhig unter all den anderen Träumen, die zuvor erst noch verwirklicht werden wollen und bei einigen klopft dieser Traum so oft immer wieder an die Tür, dass sie um deren Verwirklichung nicht mehr drumherum kommen.

Auch ich träumte den Traum vom eigenen Buch schon länger. Doch lange davor gab es schon den Traum vom eigenen Verlag. Ich bin gelernte Verlagsbuchhändlerin, habe 15 Jahre in Verlagen gearbeitet, habe dort das Handwerk von der Pieke auf gelernt. Ich kenne die schönen Seiten des Büchermachens, doch auch das Piranya-Becken der Buchmesse, der Auslese, der verkaufskräftigen Argumente. Irgendwann wurde mein Wunsch nach einem eigenen Verlag, in dem wundervoll gestaltete Bücher erscheinen, immer größer und 2007 war es dann so weit: ich begann meine ersten manitu-books zu fertigen. Ich rettete damals alte Bücher vor der Mülltonne, band sie zu neuen Büchern und hauchte ihnen damit ein neues Leben als Tagebuch ein. Das war die erste Version meines eigenen Verlages. Nachdem er nun einige Jahre ruhte, habe ich ihn dieses Jahre wiederbelebt, denn es ist da: Mein erstes Buch!

Am 28. November 2021 kam es auf die Welt. Es wurde schon lange ersehnt, davor gab es auch einige Fehlgeburten, es war eine anstrengenden Schwangerschaft bis hin zu seiner Geburt, doch nun ist es vollbracht. JUCHU! will ich in die Welt rufen, so wie jede Mutter nach der Geburt ihres ersten Kindes glücksstrahlend es tut. Noch braucht es ein wenig Welpenschutz – doch vor allem braucht es auch noch viel Marketing, um es der Lesewelt kund zu tun – doch es ist bereit für diese Welt:

START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen. Ein komplexer, gut strukturierter Leitfaden mit umfassendem praktischen Grundwissen für die Bereiche WOHNEN, GELD und ARBEIT inkl. Bewerbung für all diejenigen, die nach der Schule in ihr eigenen Leben starten wollen.

DAS perfekte Geschenk zum Abitur, die beste Starthilfe beim Auszug aus dem Elternhaus, um den Kindern ihren Weg in ihr selbständiges Leben zu ebnen und ihnen Lehrgeld zu ersparen. Es beruhigt auch die Eltern und hilft beim Loslassen, denn sind wir doch ehrlich: Wir Eltern sind wahnsinnig stolz auf unsere großen Kinder und wünschen ihnen von ganzen Herzen, das sie einen wirklich besten Start in ihr Leben auf eigenen Füßen hinbekommen. Auch dafür habe ich dieses Buch geschrieben, denn ich weiß aus eigenen Erleben und aus meiner Arbeit mit Jugendlichen, wie wertvoll dieses Wissen ist, was es in so einer kompakter Form bisher noch nicht im Buchhandel gibt. Es schließt ein bisschen die Lehrplanlücke: Praktische Lebenskunde. Und bei den ersten Rückmeldungen höre ich immer wieder: oh da habe ich auch als Erwachsener noch einiges Neues gelernt.

Hier findest du eine pdf des Inhaltsverzeichnisses des Buches sowie einer kurzen Leseprobe der ersten Seiten.

 

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Meine neue Webseite – im Netz ist voll was los und ich bin (endlich wieder) mit dabei

Im Laufe der letzten 20 Jahre lagen meine alten Webseiten entweder brach oder ich kaufte mir immer wieder neue Webseitennamen, um irgendwann endlich mal etwas von mir zu präsentieren. Das war ein interessantes Ablenkungsspiel, was ich mir da kreiert hatte. Als ich im letzten Jahr meinen Provider wechselte, habe ich Tabula rasa gemacht, mich von Webseiten getrennt und einige zur 1. Priorität erklärt. So gibt es seit diesem Jahr nun diese neue Webseite, auf der vor allem meine geschriebenen Texte und Bildcollagen veröffentlicht werden. Am Anfang des Jahres hatte ich noch den Plan für weitere Webseiten, doch nun am Ende stelle ich fest, dass mehrere Webseiten gleichzeitig zu viel Mehrarbeit bedeutet, daher konzentriere ich mich gerade nur auf diese und binde die anderen Webseiten nach und nach hier mit ein.

Da ich kein Technikfreek bin und schnell schon an den kleinsten Einstellungen von Computerprogrammen verzweifle – wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig 🙂 – war die Erstellung dieser Seite für mich auch eine große Hausnummer. Mein erster Versuch zwischen den Jahren im letzten Jahr ging schief, im Januar holte ich mir Nachbarschaftshilfe, kaufte einen WordPress-Kurs, ging ihn Lektion für Lektion durch, bekam viele neue graue Haare … doch dann im Mai startete ich mit der BlogBang-Challenge durch und es legte, wenn auch erst einmal nur provisorisch, los. Diese Challenge von Judith Peters war für mich DER Booster fürs mutig loslegen. Mittlerweile hat sich die Seite immer wieder gewandelt, ich werde damit auch immer entspannter. Ich habe begriffen, dass sie nie wirklich fertig sein wird, dass es ein steter Prozess ist. Im nächsten Jahr wird eine eigene manitu-books-Verlagsseite neu entstehen und auf jeden Fall steht auch die Überarbeitung meiner Kunst & RaumConsulting-Seite www.umani.de auf meinem Plan.

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• Challenge: TheBlogBang, TheContentSociety, Sommer-Blog-Woche, Haiku-Woche

Für mich ist eine Challenge etwas, was ich nicht mit links schaffe, wo ich mich strecken muss. Eine Challenge kann gut und schnell zu einer 10er-Gelegenheit werden. Nun neigt sich das Jahr dem Ende und ich stecke wieder voll in einer Challenge: Der Jahresrückblog21. An diese Art des über sich hinauswachsens, sich ständig weiter entwickelns, kann ich mich gewöhnen, das hat Suchtpotential, ist gefährliche Glückshormon-Ware. Denn nach jeder Challenge leuchtete es mehr in mir. Ob nach TheBlogBang, wo ich die ersten Schritte lernte und erste gleichgesinnt-Verrückte fand oder anschließend durch meine Mitgliedschaft in der TheContentSociety (TCS), immer ging es um meine Leidenschaft: das Schreiben und um mein Sichtbarwerden. Nix mehr mit verstecken und so tun als ob. Schon mit meinem seltenen Vornamen als Alleinstellungsmerkmal ist das seit diesem Jahr gar nicht mehr möglich. Im Sommer aktivierte ich dann in der BlogDekade meine alte Leidenschaft für die 4-Wort-Storys. Innerhalb von 10 Tagen flossen 10 kreative Kurzgeschichte aus meiner Feder.

 

 

Auch wenn ich ansonsten Druck von außen in meinem Leben grundsätzlich nicht mehr mag, sind die durch Challenge gesetzten kreativen zeitlichen Druckpunkte für meine Kreativität überaus hilfreich. Dann halten mein Kritiker und Selbstzweifler nämlich viel schneller ihr Maul und ich komme einfacher ins Tun. So werde ich mich wohl auch im nächsten Jahr der einen oder anderen Challenge stellen, um das vorfreudige davor, während und danach ausgeschüttelte Dopamin zu genießen. Besonders schön finde ich auch die Wiederentdeckung meiner lyrischen Ader. Dank Instagram landete ich bei einer Haiku-Challenge und seitdem ist das Schreiben von Haikus nicht mehr wegzudenken. In meinem diesjährigen Adventskalender habe ich dann diese schöne Form des Haiku-Dichtens in Kombination mit Bildern meines Jahres verbunden.

 

 

Obwohl ich mich all diesen mutigen Challenges gestellt habe, kam auch das zum Vorschein: mein ausgeprägtes Imposter-Syndroms plagt mich. Und auch die FoMo – die Fear of missing other – platzt manchmal wie aus dem Nichts über mich herein. Ich stehe mir damit nur selbst im Weg. Das war eine harte Erkenntnis dieses Jahres. Mehr jedoch traf mich die Erkenntnis, wie oft ich mich immer noch dabei erwische, mich selbst in die Dunkelkammer des „Du-bist-nicht-gut-genug zu schupsen. Das erkläre ich hiermit definitiv zu einem Entwicklungsthema für mich fürs nächste Jahr. Da ist er: der eigene blinde Fleck, denn wie oft ermutige ich meine Klienten oder Freunde liebevoll mit sich zu sprechen und umzugehen.

 

 

 

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• Journal schreiben – gemeinsam mit anderen durch die C-Zeit 

Zum ersten Lockdown letztes Jahr im April bot mein Schreibcoach Stefan Strehler einen online-Journalschreibkurs an. Ich war sofort Feuer und Flamme. Acht Wochen zeigte er uns verschiedene Formen des Journalschreibens und wir durften damit experimentieren. Nach dem Kurs bildete sich eine kleine Gruppe von 6 Teilnehmern heraus, die weiterschreiben wollten. Jede Woche stellte uns Stefan einen Wochenimpuls, meist ein Zitat mit Thema, als Anregung zur Verfügung. Man konnte ihm folgen, doch keiner musste. Jede Woche stellten wir uns gegenseitig unsere Texte vor und gaben uns Feedback. Alles anonym. Das Einzige was ich von meinen Schreibbuddys wusste, war deren Vorname.

Diese Art miteinander zu schreiben hatte etwas Magisches. Sie zeigte mir, wie jeder ganz unterschiedlich sein Leben mit C bewältigte, machte neugierig auf den Menschen. Die Texte waren zum Teil so berührend, so nah und intim – das Mitgefühl wuchs und es wurde mit so viel Achtsamkeit und Wertschätzung Feedback gegeben. Das war für mich ein wichtiger Halteanker in dieser Zeit. Als dann im April dieses Jahres das erste Jahr vorbei war, verabredeten wir uns im Garten einer Teilnehmerin, um uns zum Abschluss kennenzulernen und unser gemeinsames C-Jahr zu feiern. Dieser Nachmittag ist einer der Highlights meines Jahres. Wir hatten schönes Wetter, jeder hatte etwas fürs Buffett mitgebracht, es gab einige Ahhhhs und Ohhhs, weil die Person in echt ganz anders aussah, als man sie sich das ganze Jahr über vorgestellt hatte.

Seitdem schreiben ein paar wenige noch weiter, immer noch jede Woche von den wunderbaren Schreibimpulsen von Stefan geführt, meine Beiträge dort sind weniger geworden, einerseits weil meine Reha mich fordert und dann war da ja auch noch die Vollendung meines ersten Buches, dass meine Aufmerksamkeit forderte. Doch ich bleibe dran, denn dieses wöchentliche Journalschreiben ist die ausführlichere Form dieses Jahresrückblickschreibens. Im letzten Jahr hatte ich am Ende des Jahres alle Wochenbeiträge als kleines Buch drucken lassen und an meine Freunde zu Weihnachten verschenkt. Das war eine schöne Überraschung. Und später werden sich vielleicht meine Enkel über diese Ausgabe freuen. Dieses Jahr gibt es andere Geschenke. Nur eines ist seit dem letzten Jahr klar: ohne Schreiben geht es gar nicht mehr in meinem Leben.

So brauchen manche Dinge im Leben eben so lange, wie sie brauchen, um bei einem anzukommen: Als mich 1999 mein damaliger Chef immer wieder liebevoll nachdrücklich aufforderte: „Schreib es auf! Du musst schreiben!“ habe ich das als Witz abgetan. „Ich und schreiben. Niemals.“ war über Jahre immer meine Antwort, wenn er ein Mal im Jahr bei mir nachfragte, wann denn mein Buch fertig sei. Über die Jahre bin ich viele Umwege gegangen. Heute bin ich sehr froh, dass ich letztendlich beim Schreiben gelandet bin. Während meiner Ausbildung zur Schreibtherapeutin habe ich dieses heilsame Werkzeug schätzen gelernt. Seitdem ist mein Motto: „Wer schreibt, der heilt.“ – sich selbst und andere.

 

 


 

Mein Wissen: Lernen ist guter Proviant in turbulenten Zeiten

Letztens fragte mich eine Freundin: „Was?, du machst schon wieder eine Fortbildung?“ Ja, so bin ich. Lebenslanges Lernen könnte auch mein 4. Vorname sein, denn ich finde immer wieder etwas neues, was mich interessiert und begeistert, was ich unbedingt lernen oder ausprobieren will. So habe ich auch in diesem Jahr wieder Tools und Techniken dazugelernt, die meine Wissensschatzkiste nun bereichern.

 

Motivation Interviewing   

Im letzten Jahre habe ich mir den jahrelangen Wunsch einer Mediationsausbildung erfüllt. Schon während der Ausbildung hat mich einer meiner Mediations-Netzwerkpartner (www.schlichterei-berlin.de) mit einer Kommunikationstechnik begeistert, die ich danach unbedingt näher kennenlernen wollte. Motivation Interviewing – eine Gesprächstechnik, die vor allem in der Suchtberatung und im sozialen Beratungskontext angewandt wird. Sie hat zum Ziel, den Klienten im Gespräch mit Wertschätzung und ressourcenorientierten Fragen an den Punkt zu begleiten, wo er ganz aus sich selbst heraus, Lösungen und Motivationen für die Veränderungen seines destruktivem Verhaltens entwickelt.

Bei der Anmeldung zum Seminar hatte ich noch die Hoffung, dass es in Präsenz stattfinden würde, doch im März startete das 1. Modul dann im remote-Modus. Es war meine erste online-Ausbildung und ich war anfangs noch sehr skeptisch, wie ich 3 lange Tage am Computer durchhalten würde und wie das praktische Erlernen einer Kommuniktionstechnik über die Ferne gehen soll. Doch ich war erstaunt. Der Trainer Philipp Dinkel der Berliner Niederlassung der GK-Quest-Akademie war so fit und bereitete den Inhalt super passgenau vor, dass ich am Ende jedes Seminarabends begeistert und neugierig auf den nächsten Tag war. Er lebte uns Motivation Interviewing im Seminar in jeder Minute praktisch angewandt vor. Das war auch ein großer Mehrgewinn. Auch die zwei folgenden Module II und III fanden im remote-Modus statt. Mein Vorurteil „online-Lernen geht nicht so gut“, war damit vom Tisch gefegt, denn ein weiterer Vorteil des remote-Modus war die Vielfalt der Teilnehmer: wir waren eine bunte Mischung aus allen Regionen Deutschlands und auch aus Wien waren 2 dabei. Wie diese Gesprächstechnik funktioniert und wofür sie nützlich ist, erfährst du in Kürze in einem meiner nächsten Blogartikel.

 

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Jin Shin Jyutsu  

Als ich mit meinem Bandscheibenvorfall Ende September flach lag, hatte ich genügend Zeit zum Entschleunigen. Die Job-Entscheidung war gefallen, in meinem Kopf tanzten die ersten neuen Visionen für meine Zukunft. Während dieser Zeit besuchte mich eine Freundin und schwärmte mir wieder von ihren Jin Shin Jyutsu-Erlebnissen vor. Wir hatten im letzten Jahr gemeinsam bei einem Heilpraktiker und Jin Shin Jyutsu-Lehrer einen offenen Abend zu diesem Thema besucht. Seitdem übte sie täglich diese Technik, sie hatte sich mittlerweile eine kleine Bibliothek zu diesem Thema angelegt. Nach dem Treffen mit ihr war ich wieder angefixt. Ich hatte zwar auch die Infomail zu seiner Fortbildung im August gelesen, doch damals sofort verworfen. Ich hatte schon genug andere Projekte in meinem Kalender zu stehen. Doch jetzt dachte ich: das ist es! Zumal ich dadurch gleichzeitig noch einmal die Chance einer letztmaligen Bildungsprämie zur Finanzierung nutzen konnte … da lag sie, die nächste 10er-Gelegenheit – mit der Prämie würden sich die Kosten für die Fortbildung halbieren. Nach dem Treffen begann ich zu recherchieren und siehe da, es ging ganz leicht: es war noch ein Platz frei und der Erhalt einer Bildungsprämie war auch keine Hürde.

So saß ich am 1.11. abends das erste Mal in der Runde neugieriger Jin Shin Jyutsu „Lehrlinge“ und bin seitdem am lernen. Ich ströme mittlerweile jeden Tag. Egal wo ich bin, ob ich irgendwo warte, in der U-Bahn, an der Haltestelle, im Gespräch mit meiner Nachbarin, im Warteraum des Arztes, an der Supermarktkasse, abends im Bett vor dem Einschlafen oder wenn ich nachts nicht schlafen kann. Dieses Strömen hat mir bereits jetzt einige WOW-Effekte beschert. Nirgends mehr  Langeweile oder inneres Geniggel, wenn es mir sonst irgendwo nicht schnell genug geht. Ich bin seit dem täglichen Praktizieren viel mehr in meiner Mitte, bin viel ausgeglichener und kleine Wehwehchen haben gar keine Chance mehr, mich zu ärgern. Ende des Jahres ist Halbzeit der Fortbildung und zwischen den Jahren will ich noch einen Blogartikel über diese japanische Selbsthilfetechnik des Heilströmens schreiben. Ich bin meiner Freundin sehr dankbar und auch sie hat einen großen Gewinn, denn wir treffen uns jede Woche und sie ist mein bestes Übungsmodell … Am ersten Abend hat uns der Ausbilder gewarnt: Diese Technik wird euer Leben verändern. Dem stimme ich schon heute voll und ganz zu.

 


 

Mein Körper: mein bester Freund

Mit Ende 20 bekam ich einen lebensbedrohlichen Schuss vorn Bug von meinem Körper. Ich hatte die Wahl: so weiterzumachen wie zuvor und sterben oder komplette Kehrtwende mit der Chance auf ein 2. Leben. Ich entschied mich damals fürs zweite. Mit allen Konsequenzen, die mir zum Teil nicht schmeckten. Ich habe es meinem Körper lange nicht leicht gemacht gehabt, zu sehr habe ich ihn für die unsichtbaren Narben meiner Kindheit gehasst. Es brauchte viel Zeit und hartnäckiges Dranbleiben, um mich ihm wieder zu nähern. Mit dem besten Ergebnis: Denn heute ist mein Körper mein bester Freund und  Lehrmeister – sobald ich von meinem Weg abkomme, schickt er mir – wenn auch manchmal schmerzhaft verpackt – ganz klare Zeichen. Auf ihn kann ich mich voll und ganz verlassen.

 

Reha im Schwarzwald  

Die früheren ungünstigen Umstände haben natürlich an und in meinem Körper Spuren hinterlassen, mit denen ich seitdem lebe. Daher war meine Freude groß, als ich im April die Zusage für eine nächste Rehabilitatiosmaßnahme bekam. Schon die letzte Reha hatte mir gut getan und so sah ich vorfreudig dem Sommer entgegen. Nur als ich den Ort der Klinik las, dachte ich mir: Oh oh, da kommt was auf mich zu.

Die Klinik lag in Bad Herrenalb – im 7 Täler Nordschwarzwald, zwischen Karlsruhe und Baden Baden gelegen. Genau 30 km Luftlinie vom Haus meiner Tochter entfernt. Die 7 Wochen Reha waren daher für mich kein KURlaub, wie es mir viele wünschten, sondern eine Zeit mit einigen Herausforderungen, die ich heute rückblickend glücklicherweise als wundervolle Gelegenheiten zu meinem innerem Wachstum und noch mehr innerem Frieden sehen kann:

  • Ich bin in Karlsruhe auf alten Pfaden gewandert – viele Jahre bin ich zwischen Karlsruhe und Berlin gependelt – wollte mehrmals dorthin ziehen. Habe frühere Freunde besucht …
  • Ich bin in Baden Baden zufällig meiner Tochter im wahrsten Sinne über die Füße ge“rollt“ und habe sie im ersten Augenblick noch nicht mal wiedererkannt … das sind diese Zufälle, die einem zufallen, weil sie fällig sind – denn wir hatten viele Jahre schon keine Kontakt mehr … Wir hatten zwei wichtige lange Gespräche, wo vieles (bisher unausgesprochenes) auf den Tisch gekommen ist

All das hätte mir schon gereicht, doch es gab noch eine zusätzliche Lernaufgabe für mich: einen physischen „Übergriff“ mit folgendem Stalking eines männlichen Rehabilitanden. Das war richtig krass, denn nachdem ich die Vorfälle der Klinikleitung gemeldet hatte, zog diese keine Konsequenzen und ließ mich damit hängen, obwohl ich mehrfach um Unterstützung gebeten hatte, weil ich damit in Not war. Doch sie wollten auf sein Geld als Selbstzahler nicht verzichten. Das Thema sexuelle Belästigung ist bis heute ein Tabu-Thema. Damit will keiner etwas zu tun haben. Lieber ertragen es viele Frauen, als sich mutig zur Wehr zu setzen. Wo fängt Grenzsetzung an, wann gucken die Anderen lieber weg und halten sich raus. Ein Thema, mit dem ich mich schon lange auseinandersetze. Am Ende der Reha meinte die Oberärztin im Abschlussgespräch dann doch allen Ernstes zu mir: Ja, sie hätte die Übergriffe von ihm auf andere Frauen auch gesehen, doch es hätte sich ja keine andere Frau bei der Leitung beschwert und ich sei doch auch ganz gut alleine damit zurecht gekommen. Ganz ehrlich: meine Erholung war nach dem Vorfall futsch. Ich war fast 2 Wochen bis zu seiner Entlassung aus der Klinik im Dauerstress.

Doch neben all diesen Herausforderungen gab es auch ganz viele wunderbare Dinge:

  • Ich hatte ganz viel Zeit für mich !!!
  • Ich war zur perfekt richtigen Jahreszeit an einem wunderbaren Ort – ein wundervoll angelegter Kurpark, ein tolles altes Kloster, Wald und Berge vor der Tür, die überall plätschernde Alb – das hätte ich mir nicht besser kreieren können
  • Es gab einen wunderbaren Chefkoch, der täglich extra für mich nach meinen Wünschen gekocht hat. Das war top!!!
  • Ich hatte nette Mitrehabilitanden, mit denen ich am Wochenende losgezogen bin (darüber kannst du in meinen Monatsrückblick August ausführlich lesen)
  • Ich habe meine „Zieh“-Kinder in Freiburg und Karlsruhe besucht
  • Bogenschießen, Tischtennis spielen, jeden Morgen auf der Rudermaschine, nagelneue Klinik mit hellen Zimmern, direkt ins Bett gelieferte Sonnenaufgänge, ein wunderschön blühender Kurpark, zwei Klöster und Natur vor der Tür …  die 2 leckeren Eisdielen in Laufnähe nicht zu vergessen … ja mir ging es dort auch sehr gut.

Die Waagschalen der Erlebnisse dort waren beidseitig gefüllt und grundsätzlich bin ich überaus dankbar und glücklich für diesen meinen Sommer in BaWü. Nur das Schreiben kam bei allem zu kurz. Ich hatte mir vorgenommen, während dieser Wochen meinen Ratgeber-Leitfaden zu überarbeiten, … wollte neue Texte für meinen Blog schreiben, eine Geschichte für die Schreibreise im Oktober vorbereiten … Die Blog-Dekade mit 10 kurzen 4-Wort-Geschichten in 10 Tagen habe ich noch gewuppt, doch der Rest ist bei all den anderen menschlichen Herausforderungen mehr oder weniger hinten runtergefallen.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass in vielen Köpfen bei dem Satz: „Ich fahre zur Reha.“ eine verklärte Vorstellung von „Reha = KURlaub“ herumgeistert. Heute kann ich aus mehrfacher Erfahrung sagen: Einerseits wünsche ich jedem eine solche Auszeit zum Kraft tanken, doch andererseits: Achtung, es fällt einem dort nichts in den Schoß und man darf, muss, kann einiges für sein Wohlbefinden tun. In der Rückschau sage ich mit ein paar Wochen Abstand immer noch: Ich hatte trotz allem richtig Glück!

 

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meine Ge(h)hilfen-Zeit 

Ich bin ein Mensch, der immer gerne in Bewegung ist. Stillstand macht mich auf Dauer mürbe, ist meiner psychischen Gesundheit nicht zuträglich. Daher hat mich der Bandscheibenvorfall mit 6 Wochen Krücken gleich nach der Reha richtig schwer getroffen. Seit einem Unfall vor 10 Jahren ist mein unterer Rücken angeschlagen, nun konnte ich das erste Mal seit damals wieder keinen Schritt mehr laufen. Bei mir gingen die Alarmglocken an. Ich musste mein regelmäßiges Pilates absagen, Fahrradfahren ging auch nicht, ich bewegte mich nur noch in Zeitlupe mit meinen Gehhilfen (was anfangs auch nur mit Schmerzmitteln möglich war – und ich hasse Tabletten!). Doch nichts passiert umsonst im Universum. Daher legten sich Wut und Ärger bald und ich nutzte die unfreiwillige Liegezeit, um am Buch weiter vorzukommen. Und siehe da: Es ist nun erschienen. Ohne den Bandscheibenvorfall würde ich wahrscheinlich immer noch in meinem Angestelltenhamsterrad rennen und wäre von der Veröffentlichung meines Buches noch Meilen entfernt. So hat immer alles seine zwei Seiten. Mittlerweile liegen die Gehhilfen in der Abstellkammer, ich beginne wieder langsam mit dem Pilates-Training, vergrößere meinen Laufradius und der Rest wird sich auch wieder finden. Eine seitdem liebgewordenen Routine ist mein täglicher Spaziergang über den Friedhof in meiner Nähe. Dort stehen meine zwei Lieblingsbäume und eine Bank mit maximaler Sonneneinstrahlung.  Ein ruhiger Ort, mitten in der Großstadt, wo ich mit einer Freundin oft auch die Kaffeepause mit einem leckeren Stückchen aus unserem Lieblingscafé Lehmbrucks verbringe.

 

 

 


 

Meine Familie – eine lange komplizierte Geschichte

Systemisch gesehen, kann ich mein Familiensystem als ein ziemlich dick verfilzter Schal aus Ost- und Westverstrickungen beschreiben. An der Aufarbeitung und Heilung dieser Verstrickungen arbeite ich schon lange. Seit 10 Jahren schreibe ich die Geschichten dazu auf. Irgendwann soll auch daraus mal ein Buch werden. Das Schöne an dieser Aufarbeitung ist, dass sich dadurch das „Strickmuster“ im Laufe der letzten Jahre immer mehr verändert hat. Es wird wieder heller, leichter. Nur manche Teile wollen sich einfach so gar nicht entfilzen lassen. Da braucht es weiterhin Geduld. Doch mein stures Steinbock-Gen gibt ja nicht so schnell auf.

 

Mein Stiefvater

Ende Januar starb mein Stiefvater an Krebs. Er war über 40 Jahre Teil meines Lebens gewesen. Bis er vor 5 Jahren, aus mir nicht erklärten Gründen, den Kontakt zu mir abbrach. Seit dem überraschenden Tod meiner Mutter vor 17 Jahren knirschte es zwar auch immer wieder mal zwischen uns. Doch ich hatte keine Ahnung, warum er diesen Schritt tat, hatte keine Ahnung, was ihn dazu bewegt hatte. Als ich dann von seinem letzten Wille hörte – dass mir keiner aus meiner Familie von seiner Krankheit und seinem im Sterben liegen erzählen möge – dachte ich, was ist das denn schon wieder für ein harter Tobak, der da gerade passiert. Zwei Tage vor seinem Tod brach eine meiner Cousinen das von ihm ertreilte Verbot. Ich konnte noch zweimal kurz mit ihm telefonieren, konnte mich bei ihm für unsere gemeinsame Zeit bedanken, mich bei ihm für, was auch immer ihn erbost haben mag, entschuldigen. Er war beide Male über meine Worte am Telefon sehr überrascht. In der Nacht kurz nach unserem letzten Telefonat schloss er endgültig seine Augen. Diese ganze verstrickte Familiengeschichte ist ein großes Dilemma. Doch ich vertraue sehr darauf, dass unsere Seelen ganz genau wissen, was es noch braucht, bevor sie gehen wollen. Er lebt in meinen Gedanken und in meinem Herzen weiter. Ich habe schon lange meinen Frieden mit ihm. Und er nun auch.

 

Am 20. Februar wurde er begraben. Ich war nicht mit dabei, doch sollen viele Menschen aus dem Theater für ihn am Grab gesungen haben.

 

Damals war die Welt noch in Ordnung. Bei einem Besuch in Hildesheim mit meiner Tochter.

 

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Mein Vater

Der Tod meines Stiefvaters mahnte mich, mich wieder der Geschichte mit meinem eigenen Vater zuzuwenden. In den 10 Jahren Stille zwischen uns, war viel passiert. Ich habe viel Ahnenforschung betrieben, Familienaufstellungen besucht, mir unterstützende Hilfe geholt, um sein Verhalten und Tun zu verstehen. Ich bin nochmals durch meine Kindheitsgeschichte durchgegangen, habe letztendlich irgendwann mit all dem Schrecklichen, was zwischen uns passiert ist, meinen Frieden gefunden. Mit dem ersten Lockdown-Wochenende war er nach einem Unfall im letzten Jahr in ein Pflegeheim nach Schwerin umgezogen. Seitdem hatte ich keine Ahnung, wie es ihm ging. Meine Schwester, als seine Berufsbetreuerin, gab mir keine Auskunft. Sie wollte mir damit ihre Macht demonstrieren. Ich sage ja: ein kompliziert verstricktes System.

Es kostete mich eine riesige Portion Mut, mich nach all den Jahren ihm wieder gegenüber zu stellen. Vor 10 Jahren hatte ich nach einem letzten schrecklichen Vorfall beschlossen, ihn nie wiedersehen zu wollen. Ich war aufgeregt, und auch ängstlich. Würde er mich überhaupt noch erkennen? Ich wusste, dass er mittlerweile an Demenz erkrankt war. Würde er als erstes wieder einen seiner bekannten kolerischen Anfälle bekommen? Ich fuhr mich einer Freundin, als schützende Begleitung, zu seinem Pflegeheim. Es war Mittagspause. Niemand war auf den Gängen. Eine Schwester wollte nachschauen, ob er wach sei. Wenn er schliefe, würde sie ihn nicht wecken. Und dann hörte ich seine Stimme schon von weitem. Als er dann mit seinem Rollator um die Ecke trat, blinzelte er von weitem. „Ich hab Besuch?“ fragte er noch einmal die Schwester, ging dann noch ein paar Schritt in meine Richtung. Dann blieb er staunend stehen. „Na das ist ja eine Überraschung. Da biste ja, meine Kleeene“. Ein Leuchten trat in seine Augen, wie ich es bei ihm noch nie zuvor erlebt hatte. Eine Freude, wie als wenn Weihnachten, Geburtstag und Silvester auf einen Tag fielen. Wir gingen in den Garten, setzten uns auf eine Bank. 1 Stunde intensives fühlen und reden. Eine der wichtigsten Stunden meines Lebens. Da war so viel Frieden und Heilung in dieser Stunde. Seitdem ist das Eis zwischen uns wieder gebrochen. Wir haben unsere Herzen füreinander wiedergefunden. Im folgenden Monat habe ich ihn wiederbesucht. Wir saßen wieder auf der Bank. Reden mussten wir nicht viel. Ich hielt nur seine Hand und streichelte seinen Rücken.

 

 

Seit dem Sommer hat sich sein Zustand immer mehr verschlechtert. Aufgrund des Bandscheibenvorfalls war ich seit dem Sommer nicht mehr bei ihm zu Besuch gewesen. Wir hatten nur ein paar Mal kurz miteinander telefoniert. Erst hatte ich meinen Besuch bei ihm von September auf Oktober, dann von Oktober auf November verschoben. Dann drängelte sich auch noch die Buchveröffentlichung dazwischen. Doch zu seinem Geburtstag, Mitte Dezember, wollte ich unbedingt zu ihm fahren. Am 9.12. kam dann die Nachricht: Er liegt im Krankenhaus. In der geriatischen Psychiatrie, sediert und angeschnallt.

Am 14.12. bin ich zu ihm ins Krankenhaus nach Schwerin gefahren. Sie haben mich zu ihm gelassen, was ja zu derzeitigen C-Zeiten auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Er hat mich erkannt, sich wieder wie ein Kind darüber gefreut. Er hat zwei Stunden lang wirre Fetzen erzählt, vom Krieg, wie an der Elbe die Panzer rollten, von seiner Mutter, seinem Bruder. Ich habe ihn wieder nur gehalten. Mir rollten die Tränen, denn er hat seine Mutter und seinen Halbbruder nie erlebt. Sie lebten in Westdeutschland und er wuchs bei Pflegemüttern in Ostdeutschland auf. Er faselte über Erinnerungen aus seiner Kindheit, ist mittlerweile in seiner Demenz in den tief vergrabendsten Geheimnissen von damals angelangt. Das Thema seiner Herkunft war früher immer tabu, darüber durfte nie gesprochen werden. Er lag angeschnallt im Bett, wie ein Tier, konnte sich kaum bewegen. Als er auf die Toilette wollte, musste ich 3 mal zur Schwester laufen, bis jemand kam, um ihm zu helfen. Ich konnte nichts für ihn tun. Das war erschütternd.

Was ich dort an seinem Geburtstag erlebt habe, hat mich tief aufgewühlt, läßt mich aufschrecken und löst in mir Fragen über die Würde des Menschens während des Alterns und Sterbens aus. Ist das noch würdevoll? Ist das noch selbstbestimmt? Wo ist die Grenze zwischen dem noch am Leben erhalten und dem einfach dem natürlichen Verlauf des Sterbens folgen? Neben ihm im Zimmer lag ein anderer Patient, auch angeschnallt, mit Ernährungssonde. Warum erhalten wir mit allen möglichen Mitteln alte (meist demente) Menschen am Leben? Die Pflegeheime sind voll davon. Weil die Pharmaindustrie damit Gewinne einfahren kann? Weil auch dort die kapitalistische Wohlstandsmaxime von höher, schneller, weiter bis ins grenzenlose ausgelebt wird? Sind wir auch dort aus der Balance gefallen? Wie viel würden wir für anderes nutzen können, wenn wir Menschen ein selbstbestimmtes Gehen erlauben würden? Aktive Sterbehilfe? Immer wieder ein Thema, dem wir uns in Deutschland nicht stellen wollen. Wo liegen die Grenzen von keine lebenserhaltenen Maßnahmen mehr in einer Patientenverfügung? Was muss passieren, damit diese Wahl greift? Ist es die Angst vor der Leere bei den Hinterbliebenen oder vor dem Tod generell, die dieses Thema immer wieder in den Untergrund drückt?

Mir ist eines an diesem Tag klar geworden: So möchte ich nicht behandelt werden. So möchte ich nicht dahinvegetieren müssen. Angeschnallt, sediert mit Ernährungssonde. Ich möchte vorher selbststimmt gehen dürfen. Und ja, ich werde trauern, wenn mein Vater stirbt. Ja, er wird eine dicke Lücke hinterlassen, auch wenn wir es nicht leicht hatten in unserem gemeinsamen Leben. Ja, es wird verdammt weh tun. Doch ich wünsche ihm von Herzen, dass er und seine Seele bald gehen können, in Frieden. Seine Organe werden mit allen möglichen Arzneimitteln am Leben erhalten, damit sie noch funktionieren.

Was für ein Wahnsinn. Das ist für mich eine verdrehte Welt. Er ist 83 Jahre, er hat als Kind den Krieg erlebt, hat die Magdeburger Bombennächte überlebt – hatte wie so viele eine gestohlene Kindheit – er ist in der DDR aufgewachsen, hat dort die längste Zeit seines Lebens verbracht und mit 50 Jahren seine Identität verloren, ist nach der Wende durchs Raster gefallen – mit über 50 aus dem Osten warst du für den Westen nichts wert. Er hat trotzdem nicht aufgegeben, hat in den letzten 30 Jahren noch so viel neues gelernt, hat sich in das neue System eingefügt. Was für eine Anstrengungsleistung. Warum gönnen wir ihm nun nicht einfach einen respektvollen friedlichen Abgang von dieser Welt? Ich bin sehr dankbar für meinen gefundenen Frieden mit ihm. In meinem Herzen wird er, egal wann er geht, immer weiterleben. Ich bete für ihn und wünsche ihm eine gute Reise – dann, wenn es für ihn reif ist, zu gehen.

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Meine Tochter

Bis zu ihrem Auszug von zu Hause waren wir uns ganz nah. 20 Jahre sind wir gemeinsam durch dick und dünn gegangen, haben so manche Abenteuer erlebt, haben viel gelacht, haben viele Dinge möglich gemacht, wo das Außen oft „das geht doch nicht“ gesagt hat. Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass es mit uns beiden einmal ganz anders kommen wird, ich hätte nur den Kopf geschüttelt und laut losgelacht. Das war für mich unvorstellbar. Wir doch nicht – wir sind doch ein Dreamteam.

Doch das Leben geht manchmal sonderbare Wege. Man trifft Entscheidungen, trifft andere Menschen, die einen prägen. Und auf einmal passt nichts mehr zusammen. Heute ist meine Tochter eine 35jährige Frau, die alles dafür tut, damit von unserem früheren Bild nicht mehr viel übrig bleibt. Wir haben seit vielen  Jahren keinen Kontakt mehr. Das hat mit vielen verschiedenen Dingen zu tun, kommt auch nicht von ungefähr, jeder hat dazu seinen Teil beigetragen.

Als ich dann im Sommer zur Reha in den Schwarzwald fuhr, hatte ich die mutige Idee, wenigstens einmal bei ihr in der Straße vorbeizufahren, um zu sehen, wo sie seit über 12 Jahren lebt. Der Zufall wollte, dass wir uns über den Weg rollten – es gab zwei Treffen – erst hatte ich große Hoffnung auf einen Neubeginn, jetzt am Ende des Jahres ist die Hoffnung wieder erloschen. Da steht zu viel verstrickte Familiengeschichte zwischen uns, ein unüberbrückbarer Graben. Ich hab wieder losgelassen … das habe ich in den letzten 10 Jahren gelernt, auch aus Selbstschutz, denn es zerreisst mir mein Herz immer wieder aufs Neue.

Sie ist und bleibt mein Kind, dass ich liebe und auf das ich stolz bin. Mittlerweile kann ich ihr aus vollem Herzen alles Gute für ihren Weg wünschen, auch wenn sie entschieden hat, ihn ohne mich zu gehen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt … und wer weiß, vielleicht kommt irgendwann alles wieder auch anders. Doch jetzt, am Ende dieses Jahres, kann ich es wieder nur so annehmen, wie es ist: Sie schweigt. Kein Anschluss unter dieser Nummer. Ende der Geschichte. Das tut vor allem an Weihnachten brutal weh. Doch es ist wie es ist. Das habe ich in den letzten Jahren gelernt.

 

aus einer Zeit, als noch alles in Ordnung wahr 😉

 


 

Meine Freizeit: meine Immunbuster 

Als Scannerpersönlichkeit bin ich leicht von etwas zu begeistern, bin immer neugierig unterwegs und am Ausprobieren, ob mir das eine oder andere Spaß machen könnte. Dieses Jahr sind zu all meinen bisherigen Hobbies das heilsame Summen, das Bogenschießen und das 12von12 Fotographieren dazugekommen.

 

Singen      

Bis zu meinem 50. Lebensjahr habe ich felsenfest behauptet: Ich kann nicht singen!
Und das, obwohl ich mich erinnerte, dass ich als Kind auf die Frage, was ich denn mal werden würde, stolz und leuchtend mit Schlagersängerin geantwortet hatte. Heute bin ich entsetzt, wie lange sich früh einzementierte Glaubenssätze in einem halten. Wie froh bin ich, dass nun, seit ich 50 bin, das Singen wieder in mein Leben zurückgekehrt ist. Für mich ist es ein wahrer Glücksbuster.

Aufgrund der C-Situation sangen wir in diesem Jahre mit unserem Chor anfangs wie letztes Jahr nur online. Besser so als gar nicht, war unsere Devise. Das war zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, doch es hielt uns auch im ersten Halbjahr zusammen. Als es im Frühsommer wieder erlaubt war, probte der Chor wieder draußen im Park. Die ewige Diskussion um den Impfstatus zeigte hier seine erste Spaltung. Irgendwann gab es nur noch die Draußenprobe für die Geimpften und erste Gründungsgedanken für einen Chor der Ungeimpften. Das war schmerzlich, hatten wir uns doch immer „Singen aus Freude“ auf die Fahnen geschrieben.

Der für mich beste Ausgleich in diesen Zeiten sind meine Einzelstunden. Wenn möglich 2 x im Monat. Ich hab mir mittlerweile in den letzten 5 Jahren schon ein beträchtliches Repertoire zugelegt. Es sind meist Lieder aus dem Osten. Silly, mein geliebter Gundermann, Holger Biege … doch auch Dota, Bettina Wegener und Nena sind dabei. Meist merke ich schon beim Einsingen an meiner Stimme, wie es mir heute geht. Wenn mich heute jemand fragt, ob ich ein Instrument spielen kann, antworte ich meist mit: Ja, mein Körper, meine Stimme ist mein Instrument. Beim Singen bin ich ganz bei mir. Es ist für mich wie nach Hause kommen. All das hätte ich ohne meine Gesangslehrerin, der wunderbaren Anke Heuer, nicht erfahren, die mich über die Jahre mit ihrer Begeisterung, mit ihren wohlwollenden wie auch klaren Worten, mit ihren Ermutigungen und ihrer Experimentierfreude auf diesem Weg begleitet hat. Die mich gelehrt hat, meiner Stimme zu vertrauen und zu folgen. Ich sage dir von hier aus von Herzen Danke!

 

 

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Bücher, meine besten Verbündeten      

Ohne Bücher kann und möchte ich nicht leben. Die Stapel der Ungelesenen sind immer hoch. Einer türmt sich neben meinem Bett, ein anderere neben dem Regal und manchmal bildet sich auch noch einer auf meinem Schreibtisch. Sie umgeben mich in jedem Zimmer meiner Wohnung. Und ich gebe es hier ehrlich zu: Ich lese meist mehrere Bücher gleichzeitig. Eine Lehrerin sagte einmal, das schule die Flexibilität und das Halten von verschiedenen Aufmerksamkeiten. Manchmal gelingt mir das gut, doch manchmal verfalle ich jedoch voll und ganz einer Geschichte, dann müssen die anderen Bücher warten. Ich habe auf jeden Fall immer ein Buch in der Tasche, egal wohin ich gehe, denn es könnte ja sein, ich müsse irgendwo warten, dann wäre das eine gute Gelegenheit weiterzulesen. So ist mir nie irgendwo langweilig, denn ich kann mich jederzeit in meine Phantasiewelt wegdimmen.

Manchmal tut es auch ein Hörbuch. Das wäre für mich bis vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen, denn ich liebe gedruckte Bücher. Daher besitze ich bis heute auch noch kein kindle oder tolino. Da bin ich voll old scool. Ein Buch ist ein Buch. Ich brauche das Geräusch von Papier beim Umblättern, diesen ganz typtischen Geruch, die Möglichkeit, wundervolle Satzpassagen mit einem Bleistift zu markieren, das Zurückblätter und noch einmal von vorne lesen. Ich bin eben doch eine Vollblut-Buchhändlerin.

Hier meine Lese-Favoriten aus diesem Jahr – ein Mix aus verschiedenen Genre und daher alle gleichrangig, egal an welcher Stelle der Liste sie stehen:

 

 

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Mit dem Fotografenauge unterwegs    

Nachdem ich 2007 in Australien unterwegs war, trage ich immer eine Kamera mit mir herum. Manchmal eine gute Canon, mindestens jedoch immer die meines Handys. Ich liebe es, mit meinem Auge nach schönen oder ungewöhnlichen Motiven Ausschau zu halten. Seitdem gehe ich viel achtsamer durch meinen Tag, sehe Detail oder nehme Dinge wahr, an denen andere einfach vorbeigehen. Es hält mich außerdem im Hier und Jetzt. Denn Fotographieren ist für mich immer voll und ganz in diesem einen Moment zu verweilen. Das ist der Zauber, den ich liebe. Am Abend scrolle ich dann durch meine Galerie und erfreue mich an der Fülle. Die Bilder führen mich nochmals durch meinen Tag. Sie sind ein Teil meines Dankbarkeitsrituals.

Mit der zunehmenden Fülle des Materials frage ich mich auch manches Mal, was ich mit all den Bildern noch kreieren könnte. In diesem Jahr durften einige in meinen Adventskalender. Manche finden mittlerweile jeden Monat ihren Auftritt bei der wundervollen Aktion von draußennurkännchen #12von12, manche verschönern meine MoRüblis, doch da ist noch viel mehr Potential … da schlummert noch  …

 

 

 

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Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres 

Als ich am 28. Juni diesen Jahres in die Content Society eingetreten bin, hatte ich mir vorgenommen, jede Woche mindestens 1 Blogartikel zu veröffentlichen. Das wären dann bis heute 26 Artikel im Plan … letztendlich sind es 24 reine Blogartikel geworden – jedoch gezählt ohne die 12 neuen 4-Wort-Storys, die 153 täglichen Daily Inspirations und den Adventskalender … deshalb hab ich für mich meinen Plan erfüllt und bin ganz stolz darauf. Und eins steht für mich auch fest, OHNE diese tolle Community – angeführt von der Strahlefrau Judith Peters und mit einem Superteam im Rücken – und den vielen tollen inspirierenden Frauen wäre meine Webseite bis heute viiiiiel leerer. Dafür hier nochmals ein dickes großes von Herzen kommendes DANKE!!!!

 

Covid-19 worum geht es eigentlich? 

Seit 2 Jahren ist die Welt in Aufruhr: Die Pandemie!!! Ich plädiere seit Anbeginn für die Freiheit aller Meinungen und ein breitflächiges Zulassen von Wissen auf allen Gebieten. So auch in diesem Fall. Nicht, weil ich ein C-Leugner oder unsolidarisches Mitglied dieses Landes bin, sondern weil ich – nachdem ich in der DDR-Diktatur groß geworden bin – nunmehr in einer Demokratie lebe und frei über alle Aspekte meines Leben selbstbestimmt entscheiden möchte. Ich habe über viele Jahre alternative Heilmedizin studiert, hinterfrage gerne Dinge und will sie aus der vollen Bandbreite und Perspektive des Rades beleuchten. Auch weil ich mehrere Jahre u.a. beim Fernsehen und im Bundestag gearbeitet habe – ich habe dabei live die Produktion von Nachrichten und die Informationsmechanismen in der Politik erleben dürfen. Seitdem hat sich meine Sicht auf die Welt gewandelt. Ich bin aufmerksamer und achtsamer geworden. Daher habe ich im Sommer diesen Blogbeitrag verfasst. Für mich ist alles miteinander verbunden. Und für mich es geht nur im wohlwollenden MITEINANDER auf dieser Erde für alle weiter. Jeder ist selbstverantwortlich, jeder trifft seine eigenen Entscheidung und jeder Entscheidung gebührt Respekt und Anerkennung.

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• Monatsrückblick Juni 2021 

Dieser Monatsrückblick war für mich der Emotionalste, da er das erste Wiedersehen mit meinem Vater beschreibt … ich war es bis dahin nicht gewohnt, so persönliches auf meiner Webseite zu veröffentlichen. Damit war das Eis gebrochen, sonst hätte ich wahrscheinlich nie so einen, diesen epischen, Jahresrückblick geschrieben.

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• 30 Fun Facs – was nicht jeder über mich weiß …

Als in der Content-Society die  Aufgabe: „Schreibe eine Liste deiner XX Fun Facs …“ ausgerufen wurde, baute sich zuerst ein riesiger Widerstand in mir auf. Fun Facs dachte ich – bääähhh, das mag ich nicht. Doch dann sah ich all die anderen tollen Blogartikel und irgendwann war ich im Bann. Und das Schreiben dieses Blogartikels hat meine Blockade aufgelöst: Ja, ich darf etwas von mir persönlich zeigen … auch wenn ich mich damit angreifbar oder verletzlich mache … Das war ein großer Wachstumsschritt für mich.

 


 

Meine 16 erfolgreichsten Daily Inspiration des Jahres 

 

Eine Freundin setzte mir den Flo ins Ohr: „Wie wäre es, wenn du jeden Tag eine tägliche Inspiration veröffentlichst?“ Ein ähnliches Projekt hatte ich vor 2 Jahren schon einmal mit inspirierenden Collagenbilder auf meinem whatsapp-Status über Monate veranstaltet, da waren es ein Mix aus schon fertigen Bildern von anderen … Jetzt wollte ich einerseits meinen Radius erweitern und selber Collagen gestalten … so entstanden ab Mai diesen Jahres die Daily Inspiration


 

Meine Aussichten und Ziele für 2022

Es fällt mir nicht leicht, Zukunftsaussichten und Ziele zu benennen. Ich lebe viel zu gerne im Hier und Jetzt. Natürlich habe ich ganz viele Wünsche und wenn ich mir etwas vornehme, dann halte ich als Steinbock manchmal auch zäh dran fest und durch … doch ich habe auch einen sehr sprunghaften Anteil in mir, der gerne von hier nach dort und wieder wo anders hin springt. Doch hier kommen 3 Dinge, an denen möchte ich im nächsten Jahr dranbleiben und sie umsetzen …

 

MITEINANDER schönes kreieren 

Über allem, was ich tue, steht immer meine Lebensmaxime: im MITEINANDER gelingt es (leichter). Seit ich mir das Wissen der indigenen Völker mit ihrer Zeremonialmedizin angeeignet habe, steht für mich der Erhalt und die Heilung von (Groß-)mutter Erde an erster Stelle, denn wenn sie uns nicht mehr erträgt, wird sie sich schütteln. Seit der Industrialisierung betreiben wir Raubbau an ihr, sind am Nehmen, Nehmen, Nehmen, gierig und unerbittlich, gerade wir fortschrittlichen Staaten. Dabei sind wir viel kleiner als alle anderen Welten dieser Erde. Wir mögen uns zwar aufführen, wie die großen Wissenden, doch die Stein-, Pflanzen- und Tierwelt wird uns überleben. Diese Welten haben eine so große Fähigkeit im Überleben, da können wir uns noch viel abgucken. Wann beginnen wir unseren brillianten Mind dafür einzusetzen?

Daher ist nächstes Jahr eines meiner Ziele, eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu finden, die mit mir zusammen kreative Projekte zum Wohle der Erde und zum Wohle aller Welten auf der Erde initiieren und umsetzen wollen. Denn wenn wir im Kleinen beginnen, kann daraus etwas ganz Großes werden.

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Zähmung und Heilung meines Imposter-Syndroms …

In diesem Jahr habe ich mich mit ersten Schritten dem Sichtbarwerden gestellt. Im nächsten Jahr gehe ich einen Schritt weiter. Ich werde meinen Verlag in den Vordergrund meiner Tätigkeit stellen, neue Bücher kreieren und mein Wissen anderen zur Verfügung stellen. Damit sage ich hiermit meinem Imposter-Syndrom auf Wiedersehen. Doch ich sage ihm auch Danke, denn vor irgendetwas hat es mich auch schützen wollen. Doch jetzt bin ich bereit. Ich werde mich voll und ganz zeigen. Als die, die ich wirklich bin und mit all meiner Kraft – und: auf meine ganz eigene Art. Awanestika. So sei es!

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Auf machen für neue Beziehungen …

Nach dem Verlust meiner letzten Beziehung brauchte ich Rückzug, Abstand, Zeit für Heilung. So sehr ich auch immer wieder Zeiten mit mir allein brauche und diese genieße, so sehr wünsche ich mir fürs neue Jahr auch, mich wieder auf das Abenteuer Beziehung einzulassen. Auf gegenseitiges wohlwollendes miteinander Wachsen, auf gemeinsames Erleben, auf Berührungen und berührt werden, auf eine gesunde Mischung von Nähe und Distanz … mein innerer „Buddelkasten“ ist aufgeräumt, ich hab Raum für Neues geschaffen … und wer weiß … ich will ja schon länger Berlin verlassen … ich bin bereit … auf zu neuen Ufern … 😉

 


 

Mein Wort / mein Motto für 2022

In den Adventstagen lud die wundervolle Veronika Stix zu einer magischen Reise zum Wort des Jahres 2022 ein. Ich meldete mich an und war mit dabei. Sie führte uns in einer Phantasiereise an einen Ort in der Unterwelt. Ich kam in dieser Reise in eine wunderschöne Höhle, in der auf der rechten Seite von mir Säcke voll Diamanten standen und funkelten und die linke Seite im Dunkel versank. Im ersten Moment war ich mit diesem Bild verwirrt, doch im anschließenden Gespräch und in den folgenden Nächten wurde mir mein Motto immer klarer:

In Balance leben – ich entscheide mich für die Fülle und fürs Licht!

Ich bedanke mich noch einmal bei Veronika für ihren wundervollen Adventskalender und für diese Reise.

 


 

Mein TCS – wichtige Wegbegleiter:innen und Vorbilder für 2022

Mein Eintritt in die Content Society war eine der wichtigsten Entscheidung in diesem Jahr. Ich möchte allen Mitgliedern dieser tollen Community mit dem Sympatexter-Dreamteam an der Spitze für all ihre Kommentare und Hinweise, für ihr Wissen, ihren Humor und ihre motivierende Unterstützung danken … und einigen ganz besonders … denn sie sind so unglaublich tolle Expertinnen auf ihrem Gebiet, mit großen Herzen unterwegs und richtige Vollblut-Bloggerinnen … ich bin sehr dankbar für die Begegnungen mit euch!

 

Und last but not least ein herzliches Danke an meine zauberhafte Co-Bloggerin Ruth, du wundervolle Herzensmenschin … ich danke dir von Herzen für unsere gemeinsamen Schreib- und Talkzeiten.

 


 

Wow, das ist jetzt wirklich episch lang geworden. Manches liest sich vielleicht auch schwer oder fühlt sich schmerzhaft an. Sei beruhigt, mir geht es gut, ich war mir noch nie so nah und selbst treu, wie in diesem Jahr. Schmerz ist für mich ein großer Lehrer. Er zeigt mir immer, wo mein Weg ins Licht hingeht. Auf dem Rad der Gefühle ist Schmerz auch nur eine Richtung unter vielen. Zumal ich es für ein illusionäres Ammenmärchen halte, zu glauben, dass Freude durchgängig das einzig richtige ist. Im Schmerz, in der Trauer und in der Angst liegen für mich die wahren Antriebsfedern, um mein Selbst, das warum ich auf dieser Erde bin, zu verwirklichen. Fern aller Masken und konditionierten Denkweisen. Das ist kein bequemer Weg, doch ich gehe ihn frei und beständig – und er macht mich: zack … glücklich !

Wenn dir meine kleine Reise durchs Jahr gefallen hat, hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Ich wünsche dir aus tiefsten Herzen das Beste und Schönste auf deinem Weg und alles Gute für das neue Jupiter-Jahr 2022.

Wenn du magst, schau gerne wieder auf meinem Blog vorbei.

Alles Liebe dir und liebe Grüße

Umani

Monatsrückblick November 2021: Mein Buch, eine Traumerfüllung …

Monatsrückblick November 2021: Mein Buch, eine Traumerfüllung …

Eines war mir im Frühsommer schon klar … dieses Jahr will ich ES noch vollenden: ich werde mein Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen veröffentlichen. Dann kam der Sommer mit meiner Reha. Ich hatte das Manuskript mit im Gepäck, doch Zeit fürs Schreiben oder Überarbeiten blieb mir dort nicht. Dann kam der September mit meinem Bandscheibenvorfall. Grrrr … mein Wunsch klopfte zwar immer wieder an meine Zeittür, doch immer kam etwas anderes dazwischen, was erst noch erledigt werden wollte. Ich schaffte es wenigstens in den Zeiten mit meinen Co-Bloggerinnen am Buch weiterzuarbeiten. Meine Prioritätenliste änderte sich, als ich dann Ende September als Wiederholerin bei Yvonne Kraus das Buchheldinnen-Programm startete. Das gab mir schon Schubkraft. Anfang November zog Yvonne dann mit ihrer Aussage: „Umani, wenn du bis Ende November mit deinem Buch fertig bist, nehme ich dich und dein Buch in meinen Dezember-Newsletter auf“ den Zünder der Rakete. Da war er, dieser kreative Druckpunktmoment, die Deadline, die ich immer wieder brauche. Dieses BÄM!-Gefühl, JETZT los … – Tschüß Imposter Syndrom, Tschüß Prokastination !!!! So habe ich fast meine gesamte Novemberzeit in das Schreiben der letzten Kapitel, das Überarbeiten und in die Gestaltung des Manuskriptes sowie in all die vielen anderen kleinen Dingen, rund ums Veröffentlichen eines Buches gesteckt. Und nun ist es … doch eins nach dem Anderen, denn neben diesem Schauplatz gab es noch andere schöne Dinge in diesem Monat …

Fortsetzung des Buch-Heldinnen-Programms

Ganz viele träumen davon: Vom eigenen Buch schreiben und natürlich auch davon, es danach zu veröffentlichen.

Ich träume schon lange davon, denn mein Wissen platzt manchmal wie aus allen Nähten aus mir heraus, dass viele Freunde immer wieder sagten: „Schreib es doch endlich mal alles auf.“ So stolperte ich im letzten Jahr über das Angebot von Yvonne Kraus: „Will du ein Ratgeber-Hero werden“. Ich stürzte mich in das 8-wöchige Schreib-Abenteuer und am Ende standen die Grundpfeiler meines ersten Buches. Dann kamen in diesem Jahr andere Themen dazwischen: Meine eigene Webseite gestalten, mit dem Bloggen anfangen, mein Angestelltendasein forderte mich heraus, die Reha … und ich war sehr froh, als Yvonne im August ihr neues Buch-Heldinnen-Programm bekannt gab. Ich buchte sofort, kannte ich doch schon ihre motivierende Art und ihre immense Fachkenntnis.

Ende September ging es los und ich saß mit anderen tollen Frauen wieder jeden Dienstag und Mittwoch per zoom zusammen und so nahm das Buch immer mehr Form an. Manchmal wurde es auch zu einer Zerreißprobe, wohin ich meine Zeit investieren sollte, denn neben diesem Buchprojekt wollte ich natürlich auch weiter bloggen oder wieder in meinen wöchentlichen Journal-Kurs einsteigen. Mein Körper zeigte mir immer wieder meine Grenzen. Immer öfter sagte ich mir: Alles zu seiner Zeit.

Co-Buddy-Treffen 

Seit dem Ratgeber-Hero-Programm habe ich zwei Co-SchreibBuddies, mit denen ich regelmäßig schreibe. Das ist für mich die perfekte Form, des Dranbleibens und sich gegenseitig beim Schreiben unterstützen.

Nachdem ich im Februar Susanne in Isenburg und im Juni Doris in Kassel besucht hatte, ergab es sich nun, dass Susanne in diesem Monat eine Fortbildung in Berlin absolvierte und wir uns endlich mal wieder live sehen konnten. Welch eine (Vor-)Freude. Ich reservierte uns im leckersten Italiener in meiner Nähe einen Tisch und wir ließen es uns richtig gut gehen.

 

Jin Shin Jyutsu

Nicht dass ich nicht schon genug Aus- und Fortbildungen in meinem Leben absolviert hätte 🙂 … meine Freunde lachen schon immer und fragen: „Und was lernst du als Nächstes?“ Denn als Fan vom lebenslangen Lernen, finde ich immer wieder etwas, was mich interessiert und was ich ausprobieren will. Da halte ich mich gerne an einen der wichtigsten Sprüche meiner Lehrerin: „Glaub mir nichts, probiere aus, ob es in deinem Leben funktioniert“. Mittlerweile ist mein Zauberkasten schon mit ganz vielen tollen Tools und Methoden gefüllt. Aus diesem Ressourcen-Pool kann ich bei der Arbeit mit meinen Klienten schöpfen, wenn sie nach Anregungen für ihre eigene Weiterentwicklung suchen …

Seit Anfang November bin ich Teilnehmerin in einer Fortbildung, bei der ich die japanische Methode des Jin Shin Jyutsu lerne. Das ist eine Methode des Heilströmens zur Selbsthilfe oder Anwendung durch einen Therapeuten. Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom Japaner Jiro Murai entwickelt. Als er im Alter von 26 schwer erkrankte und die Ärzte ihn als unheilbar aufgaben, zog er sich zurück, lernte zu meditieren und erlebte durch die Heilkraft seiner Hände das Wunder seiner Heilung. Diese Methode ist leicht anwendbar und überaus hilfreich, seinen Körper selbst zu heilen oder ihn präventiv gesund zu erhalten. Im Dezember wird es dazu einen ausführlichen Artikel „Was ist … Jin Shin Jyutsu?“ in meinem Blog geben …

 

Ergebnisse (m)einer Feng Shui Beratung 

Im September kam ein früherer Kunde, und mittlerweile guter Freund, auf mich zu und bat mich, den Umbau seiner Arztpraxis aus FengShui-Sicht zu begleiten. In den letzten Jahren habe ich meine Feng-Shui-Beratungen nur noch per Mundpropaganda angeboten – das wird sich im nächsten Jahr ändern, denn ich habe durch diese Beratung wieder festgestellt, wie viel Freude mir das Einrichten und Beraten bereitet und mir wurde klar, dass ich dieses Potenzial nicht länger brach liegen lassen will.

So kam ich nun 8 Wochen später in seine Praxis und freute mich riesig, denn er hatte ganz viele meiner Vorschläge und Hinweise bedacht und gemeinsam mit den Handwerkern umgesetzt. Als Nächstes ging es nun um das Feintuning, um die Räume nach den Umbauarbeiten noch harmonischer zu gestalten. Der neue Zustand war schon gut, doch manchmal sind es noch kleine Veränderungen, die große Wirkungen im Raum ergeben. Vor allem bin ich dabei ein Fan von Nachhaltigkeit. Ich liebe es, wenn ich meine Klienten nach der Umsetzung noch einmal besuchen darf und sie mir von ihren Erlebnissen während der Veränderung ihrer Räume erzählen und zu leuchten beginnen, wenn sie berichten, wie viel schöner und besser es ihnen jetzt in ihrem Haus, ihrer Wohnung oder ihrer Praxis geht.

Das Besondere an meinen Feng Shui Beratungen ist, dass ich mir nicht nur die Räume genau anschaue, sondern bei meiner Beratung immer auch die Beziehung der jeweiligen Bewohner und die jeweilige Nutzung berücksichtige. Mein Motto ist dabei immer: Deine Wohnung ist deine 3. Haut. Wenn du dich in ihr nicht wohlfühlst, hat das Auswirkungen auch auf alles andere. Wie innen, so außen und umgekehrt.

 

 

Die Geburt meines ersten Buches 

Die Geburt meiner Tochter liegt nun schon über 35 Jahre her, doch das, was ich in den letzten Wochen mit der Veröffentlichung meines ersten Buches erlebt habe, kommt diesem Szenario schon sehr nahe.

Der letzte Monat ist wohl für jede Schwangere eine Herausforderung. Nichts geht mehr leicht von der Hand, schon das Bücken oder Schuhe zubinden wird zur Tortour. Die Babytritte werden weniger, dafür die Vorwehen mehr. Das Warten beginnt. Wenn es über den errechneten Termin hinausgeht, wird es irgendwann unerträglich. Du wünschst dir irgendwann nur noch, dass es endlich vorbei ist.

Beim ersten Kind ist es wohl am Schwersten, so wie vielleicht auch beim ersten Buch. Ich fühlte mich langsam aber sicher über trächtig. Der errechnete Geburtstermin meines Buches war schon lange vorbei, ich entwickelte mich gefühlt zu einer Elefantenschwangeren. Mit jedem Tag setzten immer mehr die Wehen ein, mal mehr mal weniger, an Schlaf war nur noch wenig zu denken, alles konzentrierte sich nur noch auf eins: Wann ist es endlich so weit ?

Ab dem 20. November setzten dann die akuten Wehen ein, von außen konnte mir jetzt niemand mehr helfen. Ich dachte nur: Jetzt bloß nicht schlapp machen, durchhalten (und pressen), weiteratmen, durchhalten (und noch einmal pressen), weiteratmen … irgendwann ist das „Ding“ durch den Geburtskanal durch … die Gefühlsbandbreite war von Vorfreude bis Wut, Resignation und immer wieder der Frage: Warum tu ich mir das eigentlich an ?

Am 24.11. war es dann so weit: Ich habe mutig auf den Veröffentlichungsbutton gedrückt … Tadaaaa !!!! … welch Freude Freude Freude … das Baby ups 🙂 das  Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen war auf der Welt. Zahlreiche Glückwünsche zur Geburt trudelten bei mir ein. Ich kann es wahrscheinlich erst glauben, wenn endlich meine Autorenexemplare mit der Post bei mir ankommen …

 

Und wie beim Kinderkriegen hoffe ich, dass ich die „Schmerzen dieser Geburt“ ganz schnell vergesse und dann heißt es: nach dem (ersten) Buch ist vor dem (nächsten) Buch. Jetzt weiß ich ja, worauf ich mich einlasse 🙂

 

Was sonst noch im November 2021 passierte

 

Vorbereitung meines Haiku-Online-Adventskalenders

Wer mich kennt, weiß, dass ich jedes Jahr einen Adventskalender bastle. Früher gab es ihn, jedes Jahr in einer anderen Form – ein gekaufter Schoki-Kalender kam mir nicht in die Tüte, nur für meine Tochter. In den letzten Jahren wurden es immer mehr zu einem Kalender mit kreativen Collagen oder Geschichten aus dem jeweiligen Jahr. Da gab es Elfchen-Kalender, Tagescollagen-Kalender, Kurzgeschichten-Kalender. Immer gedruckt, mit Liebe verziert und per Post versandt.

Dieses Jahr war mir schon früh klar, dass ich keine Zeit für Druck und Versand haben werde. Daher machte ich die Not zur Tugend und beschloss, in diesem Jahr eine digitale Variante anzubieten. Statt der Daily Inspiration wird es daher an den ersten 24 Tagen im Dezember ein Adventskalenderblatt mit einem Bild aus meiner Handykamera mit einem selbst kreiertem Haiku auf meiner Webseite und auf Instagram geben.

 

Mit meinem Fotografenauge unterwegs …

Natürlich war ich auch in diesem Monat mit meinem Fotografenauge unterwegs. Hier teile ich mit dir ein paar meiner neusten Foto-Fundstücke:

Mit diesem Bilderrätsel hab ich bei dem einen oder anderen ein Fragezeichen ausgelöst, als ich fragte: Was siehst du? Die Auflösung ist: ein vergoldeter Toreingang bei Abendhimmel (es ist die Toreinfahrt vom Haus Schiller in Berlin-Wedding)

 

 

 

 

Wenn ich es schaffe, gehe ich jeden Tag eine Runde über den Friedhof in meiner Nähe, um Ruhe und Licht zu tanken. Dort stehen zwei Buchen nah beieinander. Oft halte ich dort inne und fotografiere den Wandel der Jahreszeiten sein großen Kronen.

 

Die letzten Blüten strecken mutig ihre Köpfe in Richtung Licht und blühen, auch wenn der Wind drum herum schon eisig kühl weht.

Ich liebe es, bei Regen spazieren zu gehen. Dazu gab es im November mehr als einen Tag gratis.

 

 

 

Hierüber habe ich im November 2021 gebloggt

• in der Rubrik: Daily Inspiration
Jeden Morgen ein inspirierender Gedanke für den Tag

• In der Rubrik: Monatsrückblick
12von12

Monatsrückblick Oktober 2021: Die Ge(h)hilfen haben geholfen

Monatsrückblick Oktober 2021: Die Ge(h)hilfen haben geholfen

Nach meiner Rückkehr aus der Reha Anfang September wollte ich endlich so richtig durchstarten. Doch mein Rücken hatte anderes mit mir vor: 1 Woche später sprang eine Bandscheibe aus meinem unteren Wirbelkorsett und dann ging erst einmal fast gar nichts mehr. Liegen, liegen, liegen und Wärme, Wärme, Wärme … Der Arzt drückte mir 2 Gehhilfen in die Hand, überwies mich zum MRT und wünschte mir gute Besserung …im September durfte ich somit erst einmal das Innehalten üben … daher gab es im September auch keinen MoRübli. Nun, Ende Oktober bin ich die Gehhilfen vorerst erst mal wieder los …

 

Daher bestand in diesem Monat meine größte Herausforderung in der demütigen Annahme meines Schneckentempodaseins. Als Ungeduldige und mich gerne viel Bewegende war das eine dicke Herausforderung. Doch wie so oft im Leben, hat alles seine zwei Seiten. Das auf mich zurückgeworfen sein, ließ innere Prozesse schneller gedeien und das langsame Laufen brachte meine Achtsamkeit auf ein nächst höheres Niveau. Zwar zwickte es im Rücken und meine Ungeduld zippelte an mir herum. Doch ich hab die aufgezwungende AUSZEIT auch genossen und stehe heute mit mir an einer neuen Stelle. Mein Vertrauen ins Leben ist wieder ein Stück weiter gewachsen … alles geschieht zur richtigen Zeit … Ommmhhhh….

 

ABC meiner Gehhilfen-Zeit

A – Angst, dass ich mit meinem rechten Bein nie wieder richtig laufen kann
B – berührt von den vielen hilfsbereiten Menschen auf der Straße
C – clevere Technik mit Gehhilfen Treppen zu steigen gelernt
D – dankbar für die Unterstützung meiner Freunde, die mich nicht nur mit Essen versorgten
E – Eis ohne Ende – jeden Tag ein kleiner Gang vor die Tür bis zum Café Adele – 2 Kugeln im Becher: Amadeus + Pistazie
F – Freude über schmerzfreie Nächte
G – Gymnastikübungen zum Dehnen der verdrehten Sehnen
H – Heilsingen zur Aufmunterung
I – Infragestellen alter Glaubenssätze
J – Jammerfasten – 16 Tage mit dem Peter Beer Coaching
K – Krankengeld – meinem Angestelltenstatus sei Dank
L – Licht tanken auf dem Balkon
M – Meditieren hilft
N – Nein sagen üben zu meinem Antreiber-Gen
O – ohne Menschen drumherum macht das Leben nur halb so viel Spaß
P – Physiotherapeutin drückt meine Triggerpunkte – Autsch! doch ist notwendig
Q – Quelle neuer Denkrichtung: meine Human Design Analyse – MG 2/5 – mit vielen Aha-Momenten
R – Resignationswellen – es geht mir einfach alles zu langsam. grrrrr.
S – Schreibbloggade hält an – das Imposter-Syndrom hält mich immer noch im Schwitzkasten
T – Trauertränen
U – Umschaltmethode hilft: „Wie kann ich sicherstellen, dass ich … (z.B. glücklich) bin ?“
V – Veilchentopf und Blumen als überraschende Aufmunterungen von Freunden
W – Wechselbad der Gefühle: 1 Monat lang gratis

 

Schreiben in Sassnitz

Ich lege mich ungern auf weit im Voraus liegende Termine fest. Doch einer steht seit Jahren unumstößlich im Oktober fest in meinem Kalender: die Schreibreise nach Sassnitz, von meinem SchreibCoach Stefan Stehler organisiert. Nach dem Bandscheibenvorfall dachte ich zwar, dass ich dieses Jahr darauf verzichten müsse, doch dank Claudia, einer Mitschreiberin, die mich vor meiner Tür mit dem Auto abholte und auch wieder zurückfuhr, und dem grünen Licht vom Arzt, konnte ich doch mit nach Sassnitz reisen. Denn diese Reise ist für mich wie ein Schreibfamilientreffen. Ein Mix aus inspirierenden Schreibtechnikimpulsen, Textbesprechungen, freier Schreibzeit und gemeinsamen Ausflügen mit Gesprächen über Bücher, das Schreibprojekt oder einfach übers Leben. Und das alles an einem Ort, der nicht besser fürs Schreiben sein könnte: Das Grundtvigthaus – einem sozialen Projekt- und Mehrgenerationshaus mit Blick aufs Wasser.

Eine nächste Haiku Wochen – Challenge 

Nachdem ich im Sommer das erste Mal bei einer Haiku-Wochen-Challenge auf Instagram teilgenommen habe, habe ich schon sehnsüchtig auf die nächste Auflage dieser Challenge gewartet. Mitte Oktober war es dann so weit und ich war von jetzt auf gleich erneut wieder vom Haiku-Fieber angesteckt. Wieder gab es 5 vorgegebene Bilder, zu denen man innerhalb einer Woche mindestens ein Haiku schreiben konnte.

Den Schwung dieser Fabulierfreude werde ich auf jeden Fall in die Gestaltung meines diesjährigen Adventskalenders mitnehmen … davon werde ich dann im nächsten MoRübli mehr erzählen.

       

 

 

Ein Buch schreiben: das Buchheldinnen-Programm 

Im letzten Jahr habe im Ratgeber-Hero-Programm damit begonnen, ein Buch zu schreiben. Jetzt ist es überreif und will endlich vollendet und veröffentlicht werden. Um mich besser zu disziplinieren und in einer sich gegenseitig unterstützenden Community von Gleichgesinnten dranzubleiben, habe ich mich im Buchheldinnen-Programm von Yvonne Kraus angemeldet. Jetzt gibt es kein Entrinnen mehr: Ich werde mein Imposter-Syndrom besiegen.

Dank meiner Gehunfähigkeit hatte ich genügend freie Zeit, um sie in die Überarbeitung und Fertigstellung des Manuskriptes zu stecken. Mittlerweile nimmt das Buch immer mehr Form an, die ersten zwei Drittel sind zum Korrekturlesen abgegeben. Der dritte Teil fordert zwar noch seine Aufmerksamkeit, doch Schritt für Schritt geht es vorwärts und ich bin gerade ganz zuversichtlich, dass das Buch noch in diesem Jahr das Licht der Welt erblicken wird.

Ein Leitfaden mit umfangreichem Grundwissen für die Bereiche Wohnen, Geld und Arbeit, welches jungen Menschen nach dem Verlassen des Elternhauses nützt. Eine Wissenssammlung für das Fach „Lebenskunde“, welches in den meisten Schulen bis heute nicht gelehrt wird.
Das erste Feedback meiner Testleser:innen: Das ist ein Buch, das nicht nur junge Menschen brauchen … auch Erwachsene lernen beim Lesen noch etwas dazu …

Vorbestellungen sind ab sofort möglich 😉

 

 

 

Reise in die Heimat: ins Zittauer Gebirge 

Lange war ich auf der Suche nach meinen Wurzeln, nach einem Gefühl von Heimat. Obwohl ich nunmehr 50 Jahren in Berlin lebe, hat sich dieses Gefühl dort nie eingestellt. Als ich dann vor 6 Jahren mit meinem Freund ans Grab meiner Mutter ins Zittauer Gebirge fuhr, saß ich auf einmal dort im Wald und wusste: hier komm ich her, das ist meine Heimat. Mittlerweile versuche ich es, mindestens 1 Mal im Jahr – meist im Oktober nach Zittau, in die Heimat meiner Mutter und Großeltern zu reisen. Hier habe ich die schönsten Ferienkindheitserlebnisse erlebt.

Ein Cousin und eine Cousine wohnen hier immer noch mit ihren Familien und ich freue mich immer sehr, wenn ich sie wiedersehe, denn über viele lange Jahre hatten wir keinen Kontakt. Dieses Mal war es wieder ganz besonders, denn wir wanderten zusammen mit ihren Familien auf den Hochwald. Es ist der höchste Berg im Zittauer Gebirge und der Lieblingsberg meiner Mutter. Bei schönstem Sonnenschein stiegen wir zu zehnt auf den Berg. Mein Rücken und mein rechtes Bein ächzte zwar noch sehr, doch zu Ehren meiner Mutter kraxelte ich bis ganz nach oben. Es gab heißen Tee, selbstgebackenen Kuchen und eine weite Sicht in alle Richtungen zur Belohnung. Die Sonne ging schon unter, als wir mit dem Abstieg begannen. Am Fuß des Berges angekommen war es dann schon total dunkel. Beglückt fuhren wir wieder nach Hause. Nächstes Jahr werde ich wiederkommen.

 

Was sonst noch im Oktober 2021 passierte

 

„Darf ich Ihnen das Tschüss anbieten?“

Jedes Jahr im Oktober jährt sich der Todestag meiner Mutter. Für mich immer wieder ein Klippen-Tag. Dieses Jahr fiel er zeitgleich auf meinen letzten Arbeitstag, denn ich habe mich von meinem alten Job getrennt. Nicht leichten Herzens und auch mit ambivalenten Gefühlen, denn einerseits gab es Aspekte, zum Beispiel meine Lieblingskolleg:innen, mit denen ich wirklich gerne weitergearbeitet hätte. Doch es gab auch zahlreiche Aspekte, die mir ein Weiterarbeiten an diesem Ort, unmöglich gemacht haben. Der Bandscheibenvorfall im September war für mich dabei ein richtungsweisendes Zeichen meines Körpers. Nun muss erst einmal wieder mein Rücken heilen und dann wird sich zeigen, in welche Richtung sich mein beruflicher Weg weiter entwickeln wird. Meine Antennen sind wach und ich bin bereit.

 

Überraschungsbesuch aus Freiburg!

Ich liebe Überraschungen. Diesen Monat haben mich so einige erreicht. Doch die coolste Überraschung kam ganz am Ende des Monats.

Als ich mich gerade ins Bett legen will, lese ich eine whatsapp: „Sitze im Nachtzug, komme spontan nach Berlin. Lust auf ein gemeinsames Frühstück morgen früh?“ In der Anlage das Bild ihrer Zugverbindung. Ihr Zug kommt um 8 Uhr in Berlin an. Mein innerer Kalender springt auf: okay, um 10 habe ich meinen ersten Termin, um 13 Uhr geht mein Zug. Ich antworte ihr: „Yes!!! wir gehen ins Lehmbrucks. Ich hole dich vom Bahnhof ab.“
Die Absenderin dieser coolen Idee war meine Clan-Nichte, die ich während meiner Reha-Zeit in Freiburg besucht hatte. So springe ich wieder aus dem Bett, packe nun doch noch meinen Koffer und stelle mir meinen Wecker auf halb 7.
Es war ein wundervoller Vormittag mit viel Wiedersehensfreude, entspanntes Frühstücken, sonnenspazieren im Park und herzlichen Gesprächen. Was machte es da, dass sonst zwischen uns 800 km Entfernung liegen? Gar nichts. Wo ein Wunsch und Wille sind, finden sich immer wieder Lösungen und Wege.

 

 

Mit meinem Fotografenauge unterwegs …

Eines meiner Lieblingshobbies ist die Handyfotografie. Die Entschleunigung durch die Gehhilfen hatte den Nebeneffekt, dass ich noch achtsamer auf meinen Wegen unterwegs war und so in diesem Monat schöne neue Foto-Fundstücke sammeln konnte. Hier eine kleine Auswahl meiner Lieblingsmotive:

 

 

Hierüber habe ich im Oktober 2021 gebloggt

• in der Rubrik: Daily Inspiration
Jeden Morgen ein inspirierender Gedanke für den Tag

• In der Rubrik: Monatsrückblick
12von12

• In der Rubrik: Satzzeichenfreie Zone
die Haiku-Wochen-Callenge im Oktober 2021

• In der Rubrik: 4-Wort-Story
mit den Wörtern: Hochzeit, Schlagersänger, Sitzplan, Butterblume
mit den Wörtern: Einheit, Mole, Frisierkommode, Textkritik