Mein nächstes Sachbuch
wird ein Ratgeber für mehr Leichtigkeit im Leben sein.
Es wäre meine sechste Buchveröffentlichung, doch gerade liegt das angefangene Manuskript ein wenig vergessen im Inkubator meiner kreativen Schreibwerkstatt.
Daher fand ich es sehr einladend von Eva Heer, mich im Rahmen der ausgerufenen Sommer-Blogparade 2024 mich diesem Thema wieder mehr zu widmen.
Mein erstes Sachbuch: START INS LEBEN
Nachdem ich 2021 im Rahmen des Buchheldinnen–Programms von Yvonne Kraus mein erstes Sachbuch: START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen – ein Praxis-Leitfaden für das in der Schule oft nur unzureichend vermittelte Wissen aus dem Fach Lebenskunde – veröffentlicht hatte, war meine Leidenschaft fürs Bücherschreiben erwacht.
Die vielen Fragen meines damals gerade ausgezogenen Ziehsohnes waren der Auslöser dafür und haben mich zu diesem Thema gebracht. Er war gerade in seine erste eigene Wohnung in seiner Unistadt gezogen. All die vielen Anmeldungen, bei Gas, Strom, Telefon, sein erster Mietvertrag, daneben die Bewerbungen für einen Nebenjob, sein erster Arbeitsvertrag und die Anträge für Bafög und Co – das war schon herausfordernd für ihn.
Als Trainerin für Persönlichkeitsentwicklung war ich viele Jahre auch als Coach für Berufsorientierung tätig, vor allem mit jungen Menschen. Mit meiner nicht enden wollenden Neugier, das Leben zu erforschen, konnte ich ihm bei jeder seiner Fragen helfen, sodass er eines Tages zu mir sagte: schreib das doch bitte alles einmal auf, damit auch andere junge Menschen davon profitieren.
So entstand damals die Buchidee für START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen. Das Bonuskapitel mit seinen vielen Checklisten und Übersichten macht es zu einem guten Lotsen für die Zeit nach dem ersten Auszug aus dem Elternhaus.
Viele Leser:innen des Buches, vor allem Eltern oder Großeltern, die das Buch zum Abitur oder Auszug der eigenen Kinder verschenkten, schrieben mir als Feedback: Genau so ein Buch hätte ich mir mit Anfang 20, damals als ich auszog, gewünscht.
Hier kannst du das Buch START INS LEBEN direkt im Verlag bestellen

Der manitu-books Verlag
Als Verlagsbuchhändlerin war ich über 15 Jahre in einem wissenschaftlichen Verlag in der Marketingabteilung tätig. Das Piranha-Becken der Verlagsbranche mit all ihren marketing-optimierten Tücken kenne ich aus diesen Jahren.
Daraus entstand irgendwann der Traum von meinem eigenen Verlag, dem manitu-books Verlag, in dem Autoren ihre Herzensbücher veröffentlichen können, ohne sich zu verbiegen.
Bei dem die Autoren – im Gegensatz zu den großen bekannten Verlagen – viel Einfluss auf die letztendliche Text-, Layout-, Cover- und Preisgestaltung haben. Denn wenn die großen Mainstream-Verlage ein Manuskript ablehnen, heißt das noch lange nicht, dass das Buch nicht gut genug ist und unveröffentlicht in einer Schublade verschwinden muss.
Mittlerweile sind in meinem Verlag weitere Bücher mit kreativen und zum Teil persönlichen Texten sowie ein Bildband von mir erschienen. Weitere Autoren haben mein Angebot des Buchlayoutdesigns in Anspruch genommen und zum Teil ihre Werke in meinem Verlag oder im Self-Publishing veröffentlicht.
Die nächsten Autor:innen stehen mit ihren Büchern schon in den Startlöchern. Vielleicht bist du ja in der Zukunft eine:r von ihnen? Ich würde mich freuen.

Mein nächstes Sachbuch: 25 Life Hacks …
Meine neue Buchidee liegt noch im Inkubator, bzw. ich gehe mit ihm schwanger. Seit Jahren bitten mich etliche Freunde all mein über die Jahrzehnte als Alternativmedizinerin, Stadtschamanin oder Persönlichkeitsentwicklerin gesammeltes Wissen endlich in Buchform herauszubringen.
So wurde die Idee meines nächsten Sachbuchs: 25 Lifehack aus dem Umaniversum geboren. Die erste Grundstruktur steht. Das Buch wird eine Mischung aus Fachwissen, persönlicher Erfahrung und angeleiteten Umsetzungsübungen werden.
Da ich mich in meinem Leben gerne von meinem Lieblingssymbol – der Blume des Lebens – leiten lasse, brauchte ich nach der ersten Titelidee nicht lange, bis ich mit meinem ersten Coverentwurf fertig war.

Denn da ticke ich echt anders als viele andere Autor:innen: Ich brauche zuerst einen bildlichen Anker, ein mögliches Buchcover, bevor ich mich ans Schreiben setzen kann. Dadurch kann ich mir jederzeit vorstellen, wie mein Buch später aussieht. Das ist meine Motivationsmethode, meine Möhre vor der Nase zum Dranbleiben, denn ein Buch zu schreiben ist phasenweise auch ein einsames Geschäft.
Im Buch wird es praxisnahe Tipps und Anregungen (engl. Life Hacks) zu den Bereichen Gesundheit, Entspannung, Ernährung, Selbstliebe und Persönlichkeit geben.
Zusätzlich wird es auch hier wieder einen Praxis-Bonusteil als Giveaway geben.
Hier kannst du das Buch 25 Life Hacks vorbestellen

Das Phänomen der Buch-Schwangerschaft
Nicht wenige träumen davon, ihr eigenes Buch zu schreiben. Doch jeder, der regelmäßig schreibt oder schon einmal ein Buch veröffentlicht hat, weiß, wie viel Arbeit, Disziplin und Durchhaltevermögen es dazu braucht. Denn selten fließen die Wörter druckreif aufs Papier oder in die virtuelle Textdatei.
Jedes neue Buch ist wie die Entstehung eines neuen Kindes.
Als Erstes braucht es den befruchtenden Gedanken, die Idee, die Initialzündung. Dann nistet sich die Idee in dir ein, lässt dich nicht mehr los, du träumst davon und beginnst, erste Gedanken, Skizzen, Kapitelthemen aufzuschreiben.
Gut ist, wenn du dich nicht blindlings in dieses Buch-schreib-Abenteuer begibst, sondern dir vorab eine Struktur für dein Buch zusammenstellst. Das ist ungemein hilfreich.
Die Leitfrage ist dabei bei mir: Welches Wissen oder welche Erfahrung will ich wirklich als Inspiration oder Mehrwert mit dem Leser teilen?
Danach geht es ans Schreiben. Übrigens, es hilft nichts, am Buchkind zu zerren, es unter Druck vortreiben zu wollen. Regelmäßige Schreibroutinen und Schreibverabredungen mit anderen sind für mich eine gute Wahl, um das Buchkind in mir wachsen zu lassen.
Wie in einer Schwangerschaft wächst nach und nach der Text(bauch). Ab und zu gebe ich zwischendrin gerne Textfragmente an Testleser, um zu erfahren, ob ich auf dem richtigen Weg bin und wie der Text ankommt. Das ist ein bisschen so, wie bei einer normalen Schwangerschaft. Dort geht man ja auch regelmäßig zu ärztlichen Überprüfungsterminen, um zu schauen, ob sich alles gut entwickelt..
Wenn mir dann ab und zu mein innerer Zweifler oder Angsthase verrücktes Zeug darüber erzählen will, zum Beispiel, dass ich gar nicht schreiben kann oder ob das je jemand lesen will, braucht es manchmal ein resolutes STOP den beiden. Oftmals schicke ich sie dann raus zum Grashalme oder bei schlechtem Wetter zum Regentropfen zählen. Das funktioniert bei mir ganz gut.
Irgendwann ist es dann so weit. Das Buchkind ist so groß und dick geworden, man hat es bestenfalls schon mehrfach überarbeitet und es beginnt zu drängeln – es will auf die Welt.
Doch wer schon einmal die Geburt eines Kindes miterlebt hat, weiß, dass dies nicht ohne Geduld und Zuversicht, Verzögerungen und Anstrengungen geht.
So habe ich es jedenfalls bisher bei all meinen Büchern in der Endphase erlebt. Da findest du auf einmal noch einen Absatz, der falsch gesetzt ist, oder beim 1000-mal lesen übersiehst du noch enthaltene Schreibfehler. Du bist textblind geworden, was ganz normal ist und willst nur noch, dass das Buch fertig wird. Du willst endlich das fertige Buch in den Händen halten.
Wenn es dann so weit ist – die erste Bücherlieferung zu Hause bei dir ankommt – ist es ein großartiges Gefühl. Das Herz schlägt Purzelbäume. Wenn, wie erhofft, alles so geworden ist, wie gewünscht, dann pulsieren die Glücksgefühle durch deinen Körper.
Dann ist es auf der Welt: das neue Buchkind.

Die Bücher der Zukunft …
Dieses Gefühl zu erleben, wünsche ich wirklich jedem, der davon träumt, ein Buch zu schreiben.
Denn es ist so unglaublich schön. Dieses Gefühl, etwas selbst geschriebenes, selbst kreiertes anderen zu hinterlassen. Ob als Geschenk oder als Buch für neugierig interessierte Leser:innen.
Deshalb werde ich mich jetzt wieder mit mehr Disziplin und Tatkraft an das Manuskript von 25 Life Hacks aus dem Umaniversum setzen, damit es im Herbst das Licht der Welt erblickt.
Hier kannst du das Buch 25 Life Hacks vorbestellen

Ich danke nochmals der Lektorin und Schreibberaterin Eva Heer für die wundervolle Gelegenheit, im Rahmen der Sommer-Blogparade über mein nächstes Sachbuch und das Phänomen der Buch-Schwangerschaft schreiben zu dürfen.
Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.
Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.
(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)
Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Hinhocken in Stille – Wie das Meditieren zu mir kam
Meine spirituelle Reise begann vor über 30 Jahren, nachdem meine Seele meinem Körper mit einem Totalzusammenbruch einen heftigen Zaunpfahl versetzt hatte. Dieser hatte zur Folge, dass ich mir bewusst wurde: SO GEHT ES NICHT MEHR WEITER, sonst werde ich nicht mehr lange leben.
Ich nahm all meinen Mut zusammen und begann mich aus meiner konditionierten Komfortzone zu lösen und ließ mich ab dem Moment immer wieder neu ins Unbekannte fallen, sprang über den Tellerrand meiner bisher gedachten Möglichkeiten.
Im Rahmen der Sommer-Blogparade stellt Dorothee Amelung die Frage: Was ich auf meinem spirituellen Weg über mich selbst gelernt habe. Hier erhältst du einen kleinen Einblick über einen mich sehr prägenden Teil meiner bisherigen spirituellen Reise: meinem Weg zur Meditation.
Walkabout mit den Aborigines
Ich stehe in der Wüste. Zehn Tage Stille. Jeder für sich allein. Auf der Suche nach seinem heiligen Traum für die nächsten sieben Jahre. Es ist eine heilige Zeremonie der Indigenen. Eine Gruppe von 14 Menschen wurden von den Ältesten der Aborigines eingeladen, sie auf diesem Walkabout zu begleiten. Wir laufen auf den Tafelbergen der Kata Tjuta, mein Blick weitet sich, blickt in Schluchten.
Die Felsen von den Wettergezeiten geformt, roter Sand so weit das Auge reicht. Bei der Einreise nach Australien musste ich unterschreiben, dass ich keines dieser heiligen Sandkörner mit zurück nach Europa nähme. Ich lege mich in ausgehöhlte Steinkuhlen, lasse den Sand aber und abermals durch meine Finger rinnen.
Es durchströmt mich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Als wenn ein Teil von mir diesen Sand, dieses Stück Erde schon kennen würde. Ich lasse mich treiben. Meine Füße bestimmen den Weg. Ich folge ihnen, ohne nachzudenken. Die Sonne leuchtet orangerot, wärmt meine Haut, wirft meinen Schatten immer wieder an die heiligen Steinwände.
Bei unserer Ankunft in Alice Springs erklärte uns Batty die Zeremonie. Er war der Leader, hielt für uns den Raum während unserer Traumzeit am Uluru. Bis heute hat sich ein Satz von ihm nachhaltig in mir eingraviert:
„Stelle deinen freien Willen in Einklang mit dem freien Willen vom Großen Geist.“
Was er damit meinte, war: höre auf zu Hirnen … höre auf, alles mit dem Verstand begreifen zu wollen … höre auf zu rennen … höre auf im Widerstand zu sein, mit dem, was ist … höre auf im Außen zu suchen, da wirst du es nicht finden. Hock dich hin, werde still – denn es ist schon alles in dir. Das Leben ist mit dir und stellt sich dir zur Verfügung. Du bist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Vertraue und schaue durch das Herzauge hin.
Damals in der Wüste fiel mir das mit dem Hinhocken und still sein in all den zehn Tagen leicht. Doch kaum wieder in Deutschland zurück war es wie ausgelöscht. Das Hirnen war wieder da. Das Rennen von A nach B. Das Suchen im Außen.
Einzig das während der Reise gemalte Traumschild mit den gefundenen Sigillen, das jetzt über meinem Bett hing, erinnerte mich noch daran. In der Mitte des Schildes, im Zentrum, das heilige Symbol der Swastika, dem Lebensrad, von den Nazis vor 100 Jahren verdreht und missbraucht. Das in Stille hinhocken wurde zu einer wieder verlorenen Sehnsucht.

Dafür oder Dagegen?
Seit damals haben sich die Zeiten sehr verändert. Während der Pandemie erhielt ich aus meiner Nachbarschaft einen Aufruf:
»Lichterkette für Solidarität in der Pandemie – gegen Leugnen – gegen Hetze – gegen Rechts – Morgen 18 Uhr am Breslauer Platz.«
Als ganzheitlich denkender Mensch fehlt mir in vielem das FÜR. Warum gibt es keinen Aufruf im Sinne von: Lichterkette für ein wohlwollendes Miteinander, egal ob mit oder ohne Piecks, egal ob schwarz oder weiß, egal ob arm oder reich? Wo ist die Lichterkette für Gerechtigkeit, für Wahrheit, für Schul- und Alternativmedizin?
Im Entweder-Oder entsteht Ausgrenzung, Bewertung, Schublade auf und zu. Stillstand. Ein Sowohl-als-auch macht Wege frei. Umdenken ist möglich, doch angesagt? Bin ich nur zu blauäugig naiv? In einer kindlichen Illusion gefangen? Darf ich an das Gute im Menschen glauben? Wenigstens hoffen?
Für mich fühlt sich die Zeit gerade an wie vor 35 Jahren. Damals war alles im Umbruch. Es war klar, dass es so wie 1989 in der DDR nicht weitergehen konnte. Keiner hatte eine Ahnung, was als Nächstes passieren würde. Die einen wollten nur noch so schnell wie möglich weg, hinein in all die schönen Versprechen des schillernden Westens. Die anderen harrten der Dinge, hofften, bangten, manche wollten bis zuletzt die rote Fahne aufrecht halten.
Das sich eingestehen, gescheitert zu sein, fällt nicht leicht, tut schmerzlich weh. Über 40 Jahre haben unsere Eltern an etwas geglaubt, sie haben es mit eigenen Händen aufgebaut, mit nicht weniger Mut und Willen, wie auf der anderen Seite der Mauer. Ich bin damit groß geworden, das war meine Muttermilch. Und dann zu erleben, wie es stirbt, wie alles zerfällt, nichts mehr von Wert ist. Ein herber Schlag. Eine kollektive Abwertung auf ganzer Linie. Der Westen hat das Regime übernommen, alles zum Wohle des nun endlich gesamtdeutschen Volkes. Die Wunde bleibt, blutet bis heute.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit
Was, wenn wir uns eingestehen müssten, dass weder die eine noch die andere Seite der Positionen recht haben? Dass alle Beweggründe, dafür und dagegen, ihre Berechtigung hätten. Lähmt uns die große Angst vor dem Gesichtsverlust? Vor dem Eingeständnis?
Das Leben besteht aus Versuchen. Jeden Tag machen wir neue Erfahrungen.
Bin ich wirklich bereit, mich jeden Tag neu vom Leben berühren zu lassen? Bin ich wirklich bereit, aus meiner kleinen Denkbox auszusteigen und mich aufs Leben in all seiner Schönheit einzulassen? Worauf lege ich meinen Fokus? Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Mir ist es egal, ob jemand geimpft oder ungeimpft ist, ob schwarz oder weiß, ob arm oder reich. Ich möchte meinem Gegenüber menschlich begegnen, respektiere seine Wahl, seine Beweggründe.
Keiner werfe den ersten Stein. Wir sind alle betroffen. Wir überleben auf dieser Welt alle nur im Miteinander. Wann begreifen wir das endlich. Wir sterben entweder alle oder retten die Welt.

Alle auf Augenhöhe
Mich wundert es schon lange, dass Großmutter Erde noch so wohlwollend mit uns ist. Wir sind mit unserem materiellen Überfluss ihre größten Schmarotzer.
So beschließen wir zwar die Abschaffung von Plastik-Trinkröhrchen und sind stolz darauf, dass es diese nun nur noch in Papierform gibt. Im Gegenzug bauten wir zeitgleich einen Plastik-Teststäbchen-Verpackungsmüllberg unglaublicher Größe. Kapitalistischer Luxus pur. Für mich ein paradoxer, aus dem Ruder laufender Wahnsinn. Erleben wir gerade den Gipfelpunkt des manipulierten Kapitalismus?
Ich habe schon einmal den Zusammenbruch eines Systems erlebt. Ich bin vorbereitet, chaoserprobt, habe den Übergang von 0 auf 100 in ein anderes System überlebt. Eine Resilienz-Erfahrung des Ostens?
Was kann uns denn schlimmstenfalls passieren? Strom weg, Geld weg, materielles Chaos, das selbstverständlich gewohnte Überangebot an Waren aufs notwendigste reduziert.
Zurück zur Natur. Schlimmstenfalls schüttelt sich Großmutter Erde und schmeißt uns raus, weil ihr von all unserer selbst überschätzenden Borniertheit der Kragen geplatzt ist. Man könnte diesen möglichen Rausschmiss auch einfach Klimawandel nennen – Großmutter Erde wird gewinnen. Das sollte uns klar sein. Sie hat auch schon die großen Dinosaurier überlebt.
Hilfreich wäre meiner Meinung nach Herzensbildung. Sich von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz zu begegnen. Ohne Vorurteile und Beschimpfungen, vor allem ohne Kriegsgebaren. Alle auf Augenhöhe.

Im Hier und Jetzt ganz DA-SEIN
Es brauchte 15 Jahre, bis das Hocken in der Stille wieder zu mir kam. Damals, im Lockdown von Corona, war es wieder da und beglückte mich jeden Morgen aufs Neue.
Heute entscheide ich mich mittlerweile nur noch aus meinem Bauch heraus. Wie lange habe ich nicht darauf vertraut. Doch die jahrelangen Zeremonien, ob in der Wüste Australiens, im Dschungel von Mexiko, während meiner Visionssuchen im Wald haben mich fürs heute vorbereitet.
Die Lehren der alten Völker haben mein instinktives Wissen aktiviert. Meine zehn Augen und fünf Ohren sind geschult. Wie schade, dass dieses Wissen nicht in unserem Schulsystem gelehrt wird.
Braucht es wirklich ein ganzes Menschenleben, um am Ende seinen Frieden zu finden? Seitdem ich ohne festgezurrten Plan oder Zieldruck unterwegs bin, gelingen mir mehr Dinge im Leben als jemals zuvor. Auf einmal zieht das Glück bei mir ein. Im Hier und Jetzt. Ohne Wenn und Aber. Im angstfreien Raum experimentierend, ganz im Vertrauen.
Ich stelle mittlerweile meinen freien Willen in Einklang mit dem freien Willen vom Großen Geist.
Womöglich geht es gar nicht – wie uns in der Werbung so oft angepriesen – ums irgendwo ankommen, sondern eher ums voll und ganz DA-SEIN.
Das sich einfach hinhocken in Stille war mir dabei ungemein hilfreich.
Namaste!
.

Ich danke nochmals Dorothee Amelung für die Möglichkeit, im Rahmen Ihrer Sommer-Blogparade 2024 meine Erfahrungen und Gedanken zu teilen.
Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.
Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.
(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)
Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Mein geteiltes Leben
besteht mittlerweile aus 23 Jahre im Osten zu 35 Jahre im Westen.
Wie viel DDR steckt noch in dir? Eine sehr spannende Frage, die die Trauma- und Familientherapeutin Sylvia Tornau, im Rahmen der Sommer-Blogparade 2024 stellt.
Seit vielen Jahren beschäftigt mich das Thema der Aufarbeitung der Ost-West-„Wende“geschichte und deren Folgen in Biografien. Nicht nur aus eigener familiärer Betroffenheit, sondern um auf beiden Seiten der früheren Mauer mehr Verständnis für die unterschiedlichen Befindlichkeiten und (neu) gewachsenen Strukturen zu wecken.
Denn die Mauern oder falschen Vorstellungen in den Köpfen in Ost und West sind bis heute zum Teil nicht weg und lassen sich auch nicht so leicht abbauen, wie die physische Mauer Anfang der 90er Jahre.
Meine familiäre Herkunft
Mein Familiensystem ist grenzenlos in vielen Linien in Ost und West verstrickt.
Meine väterliche Ahnenlinie
Mein Vater ist als uneheliches Kind vor dem Zweiten Weltkrieg in Magdeburg zur Welt gekommen.
Seine Mutter hat ihn in Magdeburg zu Pflegemüttern gegeben, weil ihre Eltern sie im Westen am Nord-Ostsee-Kanal sonst enterbt hätten, wenn sie das Kind mit nach Hause gebracht hätte.
So blieb mein Vater nach dem Krieg weiterhin im Osten und sie ging mit ihrem neuen Mann in den Westen.
Ich erinnere mich, dass ab Ende der 70er Jahre jedes Weihnachten ein Päckchen mit Schokolade von „Oma Ruth“ bei uns ankam.
Meine Schwester und ich schrieben brav jedes Jahr eine Dankeskarte, auch wenn wir weder ein Bild von ihr noch eine Vorstellung davon hatten, wo oder wie diese fremde Frau, unsere Großmutter, lebte.
In den Jahren nach der Wende versuchte ich zweimal meine Großmutter an der Nord-Ostsee-Grenze zu besuchen, um ihr ihre Ur-Enkeltochter vorzustellen.
Jedes Mal sagte sie einen Tag vor meiner Reise zu ihr ab, weil ihr Mann es nicht wollte. So habe ich meine Großmutter väterlicherseits nie kennengelernt.
Meine mütterliche Ahnenlinie
Die Eltern meiner Mutter zogen 1972, nachdem sie in der DDR offiziell Rentner geworden waren, wieder zurück in den Westen, in die Nähe, wo meine Großmutter aufgewachsen war.
Sie wurden dadurch für mich zu Ferienkurzbesuch-Großeltern. Vor allem für meine Mutter war der Wegzug ihrer Eltern in den Westen ein großer Verlust, der ab dem Moment auch unser Alltagsleben prägte.

Das Leben in einer Künstlerfamilie
Als Kind einer Künstlerfamilie in einem Arbeiter-und-Bauern-Staat hatten wir einen anderen Status als die meisten Kinder, mit denen ich aufgewachsen bin.
Meine Eltern waren nicht in der Partei, lebten ihre Kunst frei aus und wurden von der Stasi nicht nur observiert, sondern auch dazu gezwungen „mitzuspielen“, sonst würden Sanktionen folgen. 1990 wurde mein Vater in der Gauck-Behörde als IM enttarnt. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass er mit der Stasi kooperiert hatte, um seine Arbeit als Kameramann bei der DEFA nicht zu verlieren. Zu Hause wurde darüber nie gesprochen.
Meine Mutter hatte sich zwar erfolgreich gegen die Anwerbung der Stasi gewehrt, bekam jedoch zwei Jahre lang keine Aufträge mehr als freiberufliche Schauspielerin. Ein unausgesprochenes Berufsverbot.
Für mich war all dies normal. Ich kannte es nicht anders. Aufgrund der vielen Gastspielaufträge – sogenannter Mucken – meiner Mutter in anderen Städten war die Schule und das geregelte Gefüge in der Pionierorganisation oder in der FDJ für mich das stabile Grundgerüst, in dem ich sehr früh lernte, selbständig für mich zu sorgen. Vor allem das Gemeinschaftliche dort hat mich sehr geprägt.
Kein Abitur
Einzig beim Abitur wurde mir als nicht-Arbeiter-und-Bauern-Kind ein Stein in den Weg gelegt. Nicht nur die Berufe meiner Eltern hatten daran ihren Anteil, sondern auch die gestellten Ausreiseanträge der Geschwister meiner Mutter, die nach und nach in den Westen zogen.
So blieb mir nach der 10. Klasse nur die Möglichkeit, erst einmal eine Ausbildung zu absolvieren, um dann auf der Abendschule mein Abitur nachzuholen.
Fehlendes Reisefieber-Gen
Aus den Erzählungen meiner Großeltern und ausgereisten Verwandten wusste ich, dass im Westen auch nur mit Wasser gekocht wird und dort vieles auch nicht nur einfach sei.
Von daher hatte ich nie das Gefühl, dass es mir an etwas fehlte. In der DDR fühlte ich mich sicher. Wahrscheinlich lag es jedoch auch daran, dass ich damals, wie auch heute kein ausgeprägtes Reisefieber-Gen hatte und habe. Meine kleine Welt um mich herum reichte mir.
Hier fühlte ich mich gut umsorgt: Ich heiratete früh, bekam dadurch eine Wohnung und einen Ehekredit, bekam mein Kind, blieb ein Jahr zu Hause, bekam danach sofort einen Kinderkrippenplatz und einen monatlichen Haushaltstag, brauchte die ganze Zeit über keine Angst um meinen Arbeitsplatz zu haben.
In der DDR gab es viele familien-fördernde Bedingungen. Das waren alles Dinge, wovon junge Familien in der BRD nur träumen konnten.
Doch das war nur eine Seite der Medaille. Umso älter ich wurde, umso mehr stellte ich in Frage. Wenn die Wende nicht gekommen wäre, wäre es auch mir irgendwann zu eng geworden. Von daher trauere auch ich der DDR nicht hinterher.
Jedoch hätte es für die Zusammenführung zweier so unterschiedlichen Staaten mehr Zeit gebraucht. Die Folge war, dass die guten familien-fördernden Bedingungen der DDR erst einmal abgeschafft und die marode Wirtschaft komplett platt gemacht wurde. Die kapitalistische D-Mark überall war das Ziel.
Die Menschen, die in der DDR lebten, wurden zur Nebensache. Viele junge Leute aus der DDR ergriffen ihre Chance, doch für die Alten, die nach dem Krieg alles aufgebaut hatten und fast ihr ganzes Leben in der DDR gelebt hatten, brach eine Welt zusammen. Viele von ihnen, die im Alter von 45+ fielen im neuen Staatssystem durchs Raster. Meine Eltern gehörten auch dazu. Auch das hat mich geprägt.

Identitätsverlust
Als am 09.11.1989 die Mauer fiel, hatte ich gerade meine zweite Ausbildung zur Buchhändlerin abgeschlossen und eine schwere Lungenentzündung überstanden.
Ich wohnte direkt an der Mauer am Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße, war schon wieder geschieden und arbeitete im Vertrieb des Akademie-Verlages der Akademie der Wissenschaften.
Innerhalb kürzester Zeit änderten sich alle Gegebenheiten. Der Verlag wurde verkauft, von den 60 Mitarbeitern in Vertrieb und Werbung blieben für die neue Marketingabteilung noch sechs Mitarbeiter übrig. Alle anderen wurden entlassen.
Meine Berufsabschlüsse waren von jetzt auf gleich nichts mehr wert und als alleinerziehende Mutter war ich erst einmal froh, eine der sechs verbliebenden Mitarbeiter zu sein.
Mein bisheriger Chef wurde durch einen Marketingleiter aus dem Westen ausgetauscht.
In meinem Umfeld gab es viel Unruhe. Ich versuchte mich schnellstmöglich in das neue System hineinzufinden.

10 Jahre Scham
Wenn ich nach der Wende gefragt wurde, was ich beruflich mache, rutschte mir anfangs schnell: „Ich bin Buchhändler“ heraus. Damit hatte ich mich sofort als Ossi geoutet. In der DDR stand auf den Abschlusszeugnissen nur die männliche Berufsbezeichnung. Gleichfalls war es bei typisch ostdeutschen Begriffen, wie „ich wohne in einer 3-Raum-Wohnung“ oder „mein Haus wird rekonstruiert“.
Lange Zeit habe ich mich für meine Ost-Identität geschämt. Doch nicht nur dafür. Auch für die Ossi-Trauben, die sich bildeten, wenn es irgendwo Bananen, Kaffeepackungen oder andere bunte Werbe-Produkte für umsonst gab. Als ob wir in der DDR verhungert wären, nur weil bei uns nicht alles in x-facher Ausführung oder in bunt gab. Das fand ich so erniedrigend. Damals habe ich Fremdschämen gelernt.
Der Westen überrannte uns mit seinen manipulativen Tricks. Vor allem große Versicherungsfirmen versprachen das Blaue vom Himmel. Wenn wir jetzt alle unsere Freunde anwerben, könnten wir den großen Reibach machen. Nicht wenige fielen darauf herein und bisher stabile Freundeskreise zerbrachen.
Ein schaler Beigeschmack
Mein Selbstwert war aufgrund von subtilen Abwertungserlebnisse Jahre gestört und es brauchte lange, dass ich wieder zu mir und meinen Werten von Ehrlichkeit und gemeinschaftlichem Zusammenhalt stehen konnte.
Lange fühlte sich die Aussage: „Ach du kommst aus dem Osten“ sehr unangenehm an. Es schwang darin eine (unbewusste) Wertung mit und ich fühlte mich in eine Schublade gepresst, aus der ich nicht mehr herauskam. Immer mehr verstellte ich mich, um mich nicht als Ossi zu outen. Das war anstrengend.
Mein Resilienzvorteil
Glücklicherweise drehte sich das innere Gefühl irgendwann wieder.
Heute sehe ich meine Anstrengungsleistung, mich fast über Nacht von Null auf Hundert in ein neues Regel- und Staatssystem erfolgreich integriert zu haben als großen Resilienzvorteil und bin stolz darauf.
Mit meinen in der DDR entwickelten Fähigkeiten aus Nichts etwas zu kreieren, dieses flexible Improvisationstalent oder mein Gemeinschaftssinn und noch vieles mehr, zusammen mit meiner vielfältigen Erfahrung der letzten 35 Jahre im Westen geben mir heute eine innere Sicherheit.

Die Ossi-Prägung der nächsten Generation
Meine Tochter war drei Jahre alt, als die Mauer fiel. Seit fast 20 Jahren lebt sie nun schon in Süddeutschland. Doch sie wird auf ewig ein Ossi-Bärchen bleiben. So leicht lassen sich die Prägungen nicht aus den Ahnenlinien tilgen.
Wir Eltern sind beide im Osten aufgewachsen. Auch ihre Kinder werden noch ostdeutsche Großeltern erleben, die sie unbewusst prägen werden.
Viele junge Menschen in Deutschland kennen die DDR nur noch aus Erzählungen. Ein Phantom-Land, dass es nicht mehr gibt. Umso wichtiger finde ich es, dass die Geschichten dieser 40 Jahre gelebten Lebens nicht vergessen werden dürfen, denn das Erbe dieser Zeit wird auf vielen Ebenen noch länger weiterwirken.
Geschichtliche Aufarbeitung
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die zur Wendezeit gerissene kollektive Wunde der ostdeutschen Entwertung und die gefühlt koloniale Übernahme des Ostens durch den Westen offen und ehrlich auf den Tisch kommen. Wir sollten darüber reden.
Vielleicht kann so die derzeitige immer größer werdende politische Parteienschere wieder mehr in eine balancierte Mittelposition gerückt werden.
Vielleicht verbessert sich dadurch das im Osten weit verbreitete Gefühl von nicht-gesehen und nicht-verstanden werden wieder.
Es braucht in meinen Augen beidseitiges Mitgefühl, offene Ohren und ein neues miteinander kommunizieren, um das Band zwischen Ost- und Westdeutschland zu vereinen.

Resümee
- So wie nicht alles in der DDR schlecht war, ist im Westen auch nicht durchweg alles gut. Es braucht neue Wege der Begegnung auf beiden Seiten in der Zukunft.
- Ich werde bis zu meinem Lebensende ein Ossi bleiben, auch wenn ich schon weit über die Hälfte meines Lebens nunmehr im vereinigten Deutschland lebe.
- Der Ressourcenschatz all der Erfahrungen meines geteilten Lebens ist das Fundament, auf dem ich heute stehe. Eine Entwicklungsleistung, auf die ich stolz bin.
- Die zwei Seelen meines geteilten Lebens sind mittlerweile glücklich verheiratet.
Wer noch mehr über das Leben von Frauen in Ostdeutschland erfahren will, dem empfehle ich den wunderbaren Film Die Unbeugsamen 2 von Torsten Körner



Ich danke nochmals Sylvia Tornau für die wundervolle Gelegenheit, im Rahmen der Sommer-Blogparade 2024 über mein geteiltes Leben und meine Ossi-Seele zu schreiben.
Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.
Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.
(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)
Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Kontaktabbruch in der Familie – ein Tabu-Thema oder Not-wendig
Mit dem Format TABU-Talk lädt die Persönlichkeitsentwicklerin und als Epigenetik-Coach arbeitende Generose Sehr aus Österreich im Rahmen der Blogparade in diesem Sommer andere Blogger:innen ein, über ein Tabu-Thema zu schreiben, dass dich selbst oder deine Umgebung bewegt.
Sie fragt: Über welches Tabu sollte endlich öffentlich geredet werden? Welches Tabu sollte endlich gebrochen werden?
Seit langem beschäftige ich mich aus eigener Betroffenheit in beide Richtungen mit dem Tabu-Thema: Der Kontaktabbruch in der Familie – zu den Eltern, Geschwistern oder Kindern.
Mit diesem Artikel möchte ich das Bewusstsein dafür öffnen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, denn Kontaktabbrüche in Familien kommt häufiger vor als gedacht, nur redet niemand gerne darüber.
Kontaktabbruch zu den Eltern oder Geschwistern
„Ich halte es einfach nicht mehr aus. Ständig kann ich dir es nicht recht machen.
Lass mich, ich bin erwachsen und leb jetzt mein eigenes Leben.“
So oder so ähnlich könnte es sich anhören, wenn erwachsene Kinder beim Zusammentreffen auf ihre Eltern oder einen Elternteil treffen. Der Elternteil meint es meistens zwar nur gut, denn Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste, doch fehlt ihnen vor allem anfangs im Ablöseprozess der respektvolle Abstand und sie erreichen damit oftmals nur das Gegenteil: den Rückzug des Kindes oder sogar den kompletten Kontaktabbruch.
Wenn die Kinder ausziehen
Vielen Eltern fällt das Loslassen ihrer flügge gewordenen Kinder schwer. Aus der jahrelangen fürsorglichen Rolle in die Rolle des beobachtenden, wohlwollenden Erwachsenen zu wechseln, ist herausfordernd. Die wenigsten sind darauf vorbereitet. Sie wollen ihre Kinder doch nur vor Fehlern oder Fehlentscheidungen warnen. Doch die jungen Erwachsenen müssen ab jetzt ihre eigenen Erfahrungen machen.
Mittlerweile unterschreibe ich die abgedroschene Phrase „Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen.“ sofort, denn wo man bei kleinen Kindern noch pusten und trösten kann, kann man bei seinen großen Kindern nur noch von außen zuschauen, wie sie ihre Fehler meistern. Dass das der normale Lauf der Dinge ist, kann jedoch für den einen oder anderen Elternteil schon eine Herausforderung sein.
Sie wollen ihren eigenen Weg finden
Erwachsene Kinder ertragen die gefühlten Bevormundungen oder Ratschläge ihrer Eltern zu Familienfesten oder Feiertagen manchmal nur des Friedens willens. Sie halten sich an die vorgegebenen gesellschaftlichen Konventionen. Doch nicht wenige ziehen irgendwann auch einen klaren Strich und brechen den Kontakt ab.
Aus Selbstschutz oder weil sie ihre eigene Beziehung oder Familie beschützen wollen. Manchmal nur für eine kurze Zeit, doch nicht wenige auch für länger oder für immer. Denn in nicht wenigen Familiensystemen wirken meist unbewusst weitergereichte toxische Muster.
Manchmal ist es ein Not-wendiger Schritt, um sich selbstbestimmt ein eigenes Leben aufzubauen und um sich die Zeit zu nehmen, die angelernten Konditionierungen der Kindheit zu überprüfen. Bestenfalls findet danach eine Wiederbegenung auf einer neuen Ebene statt.
Gesellschaftliche Muster
Aus der gesellschaftlichen Moral – Blut ist stärker als Wasser oder wir sind eine Familie und halten zusammen, egal was passiert – als jahrhundertelang gelebte Konditionierung auszusteigen, bedarf einer großen Portion Mut. Doch bei manchem ist die Not irgendwann so groß, dass als einziger Ausweg der Kontaktabbruch scheint, um sich nicht länger den oft eingefahrenen gängelnden Verhaltensmustern weiter auszusetzen.

Kontaktabbruch der eigenen Kinder
Was habe ich bloß falsch gemacht? Warum redet mein Kind nicht mehr mit mir?
Diese Frage martert viele, die erleben müssen, dass sich das eigene Kind von ihnen abwendet oder sogar den Kontakt komplett abbricht.
Oft folgt darauf, vor allem bei Alleinerziehenden, eine lange Zeit von Selbstvorwürfen, zermürbendes Grübeln und immer wieder hoffnungsvollen Versuchen, den Kontakt zum Kind wiederherzustellen. Eine quälende Zeit, die oft mit psychischen Folgen für die Gesundheit einhergehen, denn das eigene Kind nicht mehr erreichen zu können, tut unendlich weh.
Keine Antwort auf seine Fragen zu erhalten, nur endloses Schweigen zu ernten, statt miteinander zu reden. Immer wieder nur hoffen zu können, dass diese Phase bald wieder vorbei sei. Für viele Eltern wäre ein Kontaktabbruch eines Kindes eine der schlimmsten Vorstellungen, dass ihnen so etwas passieren könnte.

Meine eigene Kontaktabbruch-Geschichte
Kindheit
Als ich vier Jahre alt war, ließen sich meine Eltern scheiden. Meine Schwester und ich pendelten seitdem zwischen beiden hin und her. Meine Schwester hatte schon die Rolle der lieben Ruhige inne, so blieb mir nur die Rolle der Rebellin. Wenn mein Vater mir ansah, dass ich keine Lust auf seine Spielchen hatte, zündete mein Verhalten oft seinen cholerischen Anteil und er warf mich raus: „ich will dich nie wieder sehen, bei mir brauchst du nie wieder klingeln.“ Ich nahm ihn schon als 8jährige ernst. So begann meine Kontaktabbruch-Geschichte.
Oftmals war es dann meine Mutter in ihrer Not der Grundversorgung, dass sie mich wieder zu ihm schickte. „Er ist doch dein Vater, hab dich nicht so, diesmal wird er dich bestimmt nicht wieder schlagen oder rausschmeißen.“ Immer wieder ließ ich mich als Kind darauf ein, immer wieder folgte das Gleiche: meine Schwester liebte er für ihr ruhiges Wesen und ihre Besonnenheit, ich flog fast jedes Mal wieder mit oder ohne Schläge raus. Von meiner Mutter bekam ich keinen Rückhalt, sie war mit sich und ihrer Welt beschäftigt.
Jugend
Mit 16 verließ ich mein Elternhaus und brach erstmals zu beiden den Kontakt ab. Doch die schon in der Kindheit installierten Co-Abhängigkeitsbedingungen ließen mich immer wieder rückfällig werden. Erst drohte meine Mutter mit ihrem Tod, oder mein Vater, der bei mir um die Ecke wohnte, wickelte mich mit charmanten Worten wieder ein, bis ihm erneut mit mir der Kragen platzte. So erlebte ich, bis ich Mitte 30 war, ein immerwährendes Ping-Pong-Spiel. Ich war der Spielball ihrer narzisstischen Launen, depressiven Tiefen oder Alkoholexzesse.
Als ich mit Ende 20 mit langandauernden Panikattacken zusammenbrach, holte ich mir erstmals therapeutische Hilfe und wurde mit jedem Jahr stärker, erkannte die toxischen Mechanismen, setzte immer besser meine Grenzen. Doch es dauerte weitere Jahre, bis ich den Mut fand, den Kontakt zu meinem Vater komplett abzubrechen. Immer wieder hoffte ich doch nur auf eine liebevolle Geste von ihm.
Mein Vater
Dank der Unterstützung meiner Linkshändertherapeutin ist mir es mit 45 Jahren endlich gelungen, aus dem toxischen Co-Abhängigkeitsverhältnis zu meinem Vater auszusteigen. Nachdem er mich mal wieder in einem cholerischem Anfall anschrie, was für ein Stück Scheiße ich sei, weil ich ihn nun auch noch bestehlen würde. Ich rief meine Schwester an und übergab von nun ihr die Verantwortung für ihn, an die, die er immer so sehr liebte.
Mit dieser Entscheidung drehte sich etwas in unserem Familiensystem, denn meine mittlerweile erwachsene Tochter übernahm meine Rolle. Obwohl sich mein Vater nie besonders als Großvater um sie gekümmert hatte, war er nun in ihren Augen das Opfer.
Meine Tochter
Vom ihrem Mann erhielt meine Tochter viel Unterstützung in Bezug auf ihre Rolle meinem Vater gegenüber. Gleichfalls sagte er mir ins Gesicht, dass er dafür sorgen würde, dass mein eng vertrautes Verhältnis zu meiner Tochter aufhören wird.
Er war fast gleich alt wie ich und damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass er dazu in der Lage wäre. In den dann folgenden Jahren ignorierte mich meine Tochter immer mehr, bis der Kontakt komplett abbrach. Anfangs machte ich mir viele Vorwürfe. Selbstzweifel nagten an mir. Ich fiel in eine schwere Depression, suchte mir wieder therapeutische Hilfe.
Ich lernte Schritt für Schritt, mit meinem inneren Kind Frieden zu schließen, führte Vergebungszeremonien durch, begann mein eigenes Trauma aufzuarbeiten. Das waren keine leichten Zeiten, doch ich blieb dran, denn ich wollte meine Lebensfreude wiederfinden. Vor allem wollte ich auch die Familientraumaspirale unterbrechen.
Das erste Wiedersehen
Nach zehn Jahren, in der Zwischenzeit hatten auch mein Stiefvater und meine Schwester aus verschiedenen Gründen den Kontakt zu mir abgebrochen, fühlte ich mich mitten in der Corona-Zeit bereit, mich meinem Vater erneut zu stellen, um herauszufinden, ob ich mit ihm meinen Frieden hatte.
Er lebte mittlerweile mit einer leichten Demenz in einem Pflegeheim in einer anderen Stadt. Ich hatte keine Ahnung, wie er auf das Wiedersehen mit mir reagieren würde, ob er wieder nur einen cholerischen Anfall bekommen würde, weil ich mich so lange nicht bei ihm gemeldet habe oder sich über den neuen Kontakt freuen würde.
Mit einer Freundin zur Unterstützung fuhr in die andere Stadt und stellte mich dieser Konfrontation. Als er mit seinem Rollator mit der Schwester um die Ecke kam und mich erkannte, begannen seine Augen zu leuchten und er sagte nur: „Da is sie ja, meine Kleene“. Das war das Netteste und Schönste, was er jemals in meinem Leben zu mir gesagt hat.
All mein Groll, all meine Wut waren der lang verschütteten Liebe gewichen. Heute ist er einfach mein kleiner Papa, den ich liebe, ein Mensch mit einer sehr traumatischen Kriegskindheitsgeschichte.
Denn eines ist mir in den Jahren der Aufarbeitung klar geworden: So wie Eltern immer nur das Beste für ihre Kinder wollen, tragen Kinder aus Liebe für ihre Eltern deren leidvolle Päckchen, damit sie sie nicht verlieren.
Eine Liebeserklärung
Mit meinem Vater habe ich einen gutes Ende nach zehn Jahren Kontaktabbruch gefunden. Ob meine Tochter irgendwann den Kontakt zu mir wieder aufnehmen kann, steht in den Sternen. Doch auch damit habe ich in den letzten zehn Jahren meinen Frieden gefunden. Sie muss ihren ganz eigenen Weg gehen.
Auch wenn ich damals das Gefühl hatte, als würde man mir bei lebendigen Leibe ein Stück aus dem Herzen schneiden, hat mich mein ganzer Weg heute dahin gebracht, sie bedingungslos zu lieben. Keine Erwartungen, keine alten Anhaftungen. Es ist mittlerweile ein Gefühl von großer Freiheit in mir und an Weihnachten und anderen familiären Festen denke ich mir manchmal auch: wie ehrlich und konsequent wir im Umgang miteinander sind.
Es war ein intensiver Trauerprozess, den ich über Jahre durchlaufen bin, doch heute kann ich aus vollem Herzen sagen: ich liebe sie, so wie sie ist und bin mir auf tiefster Ebene sicher, dass auch sie mich liebt, auch wenn wir es uns in Echtzeit gerade nicht zeigen können. Das Leben wird zeigen, ob sich unsere Wege noch einmal kreuzen werden. Nichts muss, alles kann und ich bin mir sicher, dass es wenn, dann eine Begegnung auf einer neuen Ebene sein wird.

Kontaktabbruch als Not-wendige Schutzreaktion
Es gibt viele mögliche Gründe, warum der Kontakt zu den Eltern oder Geschwistern abgebrochen wird:
- Die neuen Partner von geschiedenen Eltern mischen sich ständig ein oder sind dem Kind unsympathisch
- Unangemessenes Verhalten der Eltern gegenüber den Schwiegerkindern
- Die Geschwister haben zwei völlig unterschiedliche Wahrnehmungen zu der erlebten Kindheit mit den Eltern
- Vertrauensbrüche zwischen Eltern und Kindern und umgekehrt
- Vertrauensbrüche und Vorwürfe zwischen Geschwistern
- Erbstreitigkeiten zwischen Geschwistern
- Toxische Beziehungsmuster, wie z.B. narzisstische Persönlichkeitsstrukturen oder Co-Abhängigkeiten
- Ein- oder Austritte in oder aus einer Sekte oder sektenartigen Gemeinschaften (z.B. Zeugen Jehovas o.ä.)
Da diese Gründe oft verdeckt oder unbewusst ablaufen, dauert es manchmal Jahre bis Jahrzehnte, bis diese Mechanismen ins Bewusstsein gelangen oder aufgedeckt werden. Um sich erfolgreich aus den gewohnten Strukturen eines Familiensystems abzugrenzen, bedarf eines starken Standings oder Rückhalts in anderen Kreisen. Viele suchen sich therapeutische Unterstützung.
Jedoch ist für manche der Preis eines Kontaktabbruchs zu hoch, denn er bedeutet oft die Ausgrenzung oder das Gefühl des ausgestoßen Werdens aus dem Familienkreis. Viele versuchen daher lieber sich mit dem Zustand zu arrangieren.
Wege im Umgang mit dem Kontaktabbruch von Angehörigen
- Gespräche mit Gleichbetroffenen
- sich familientherapeutische Unterstützung holen
- eine/mehrere Familienaufstellungen
- eine Selbsthilfegruppe suchen/gründen, denn das Thema betrifft mehr, als man denkt
- Aufarbeitung der eigenen Geschichte
- eigene Persönlichkeitsentwicklung
- Selbstreflektion und Vergebungsarbeit
und so weiter …
Buchempfehlungen zum Thema, wenn du dich mehr damit beschäftigen willst
- Tina Soliman: Funkstille. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen.
- Dorothee Döring: Das wars. Wenn Erwachsene Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen
- Claudia Haarmann: Kontaktabbruch in Familien. Wenn ein gemeinsames Leben nicht mehr möglich scheint.
(Buchtitel sind Affinity-Links)

Kontaktabbruch als Tabu in der Gesellschaft
Wann ist dir das Thema: Kontaktabbruch in der Familie in deinem Freundeskreis oder in deiner Umgebung das letzte Mal begegnet? Wie hast du darauf reagiert?
Die meisten würden auf diese Frage wahrscheinlich betroffen die Schultern zucken. Das ist ein Thema, über das nicht gerne gesprochen wird, mit dem man sich nur ungern auseinander setzt.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schnell Gespräche ins Stocken oder in eine andere Richtung geleitet werden, wenn ich von meinem Kontaktabbruch oder dem meiner Tochter zu mir beginne zu sprechen. Ein unangenehmes Gefühl entsteht in der Runde, manchmal auch betretendes Schweigen. Es folgen geäußerte Ausflüchte, Ablenkungen oder spontane Abwendungen.
Zu groß ist die Scham, die Angst, die Wut, sich mit diesem Thema zu beschäftigen oder sich öffentlich dazu zu bekennen. Darf ich das meinen Eltern antun? Die anderen bekommen das doch auch hin. Es ist viel leichter das Spiel mitzuspielen, als sich gegen den Strom des Familiensystems zu stellen. Die Familie wird auch in Deutschland als die kleinste gemeinsame Einheit verkauft, ist die heilige Kuh, an der nichts zu rütteln gibt.
Doch in diesen wandlungsreichen Zeiten sollten wir den Mut haben, offen und ehrlich darüber und miteinander zu reden, das Schweigen zu beenden, um toxische Beziehungsmuster zu verändern.
Denn wenn es uns noch nicht einmal gelingt, im kleinen Familiensystem Frieden zu schaffen, wie soll es dann für die ganze Welt gelingen.
Im Kleinen wie im Großen. Jeder kann damit beginnen. Aus eigener Erfahrung möchte ich dich zu einem ehrlichen Austausch ermutigen. Auch wenn es vielleicht nicht leicht erscheint, es lohnt sich in jedem Falle.

Ich danke nochmals Generose Sehr für die wundervolle Gelegenheit, hier das erste Mal über mein persönlich erlebtes gesellschaftliches Tabuthema zu schreiben.
Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.
Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.
(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)
Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
100 Dinge, auf die ich stolz bin!
Meine Bloggerkollegin Lorena Hoormann ist eine der 104 Blogger:innen, die es in diesem Sommer im Rahmen der Blogparade wissen wollen.
Ihr Thema hat mich besonders angezogen: 100 Dinge, auf die ich stolz bin
Da bin ich gerne mit dabei, auch wenn ich die Zahl 100 ganz schön sportlich fand. Doch hier sind sie. Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen.
No. 1 bis No. 19
Ich bin stolz darauf, dass …
No. 1
meine Tochter ihren Weg selbstbestimmt und geradlinig geht.
No. 2
meine Tochter in kürzester Zeit ihr Studium und ihren Doktor in Biologie mit Summa cum Laude absolviert hat.
No. 3
ich, trotz nicht leichter Umstände und als alleinerziehende Mutter, meiner Tochter einige meiner Werte wie Mut, Zuversicht und Durchhaltevermögen mitgegeben habe.
No. 4
ich mittlerweile guten Gewissens und mit viel innerem Frieden sagen kann, dass ich als Mutter mein Bestmögliches gegeben habe, auch wenn es nicht immer perfekt war.
No. 5
ich mich getraut habe, mit 16 mein Elternhaus zu verlassen und alleine nach Berlin zurückzugehen.
No. 6
ich während meiner ersten Ausbildung zur Sekretärin in der DDR Berliner Meisterin im Schreibmaschine-schnell-schreiben ohne Fehler geworden bin.
No. 7
ich nach meiner ersten Ausbildung 2 1/2 Jahre lang dreimal in der Woche abends an der Abendvolkshochschule neben meiner Vollzeitarbeit mein Abitur nachgeholt habe.
No. 8
ich zwischen den schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen auch noch mein Kind zur Welt gebracht habe.
No. 9
ich nach dem Babyjahr berufsbegleitend noch einen zweiten Beruf – Verlagsbuchhändlerin – gelernt habe.
No. 10
ich mit 19, an einem Freitag, den 13. Januar, meinen Führerschein nach der Mindestanzahl von notwendigen Fahrstunden erfolgreich bestanden habe.
No. 11
ich mir als Kind meinen Traum vom Tanzen – trotz Ablehnung an der staatlichen Ballettschule – in einem Tanzensemble erfüllt habe.
No. 12
ich als junges Mädchen in kürzester Zeit ein 10.000 Teile-Puzzel ganz alleine zusammengepuzzelt habe.
No. 13
ich mit 18 Jahren den Mut hatte, ein besonderes Arbeitsangebot abzulehnen, weil ich wusste, dass ich als Sekretärin des Verlagsdirektors vom Verlag Volk und Gesundheit nicht meine Erfüllung finde.
No. 14
ich in der darauf folgenden Zwangsversetzung in die Medizinzeitungsredaktion „humanitas“ des Verlages meine ersten Schreiberfahrungen erleben durfte, weil der Chefredakteur erfolgreicher Schriftsteller von Science Fiction Romanen war.
No. 15
ich zu DDR-Zeiten trotz öffentlicher Teilung einer anderen Meinung, nur auf dem Abiturzeugnis eine 5 in Staatsbürgerkunde erhielt und nie bei der Stasi oder im Gefängnis gelandet bin.
No. 16
ich als 8-12-jähriges Kind in den Zeiten, in denen meine Eltern nicht für mich sorgen konnten, die täglichen Routinen wie Schulbesuch, Essen und Schlafen gut selbst organisiert habe, auch wenn ich dadurch zu schnell erwachsen wurde.
No. 17
ich mit 10, trotz vollständig eingegipsten rechten Arm, im Zeltferienlager alle Spiele beim Federball mit links gewonnen habe. Damals hab ich mir dabei nichts dabei gedacht, das ich Linkshänderin war, kam erst Jahrzehnte später ans Tageslicht.
No. 18
ich in der Schule an einem Vorlesewettbewerb teilgenommen habe und mich meine eigene Stimme beim Hören der Aufnahmen nicht erschreckt hat.
No. 19
ich mit 16 neben meiner Mutter, die Schauspielerin war, in der Schönen Helena als eine von drei Sängerinnen in einer Szene auf der Bühne stand.

Nr. 20 bis No. 39
Ich bin stolz darauf, dass …
No. 20
ich mich nach der Wende von null auf Hundert komplett in ein neues Wirtschaft-, Vertrags- und Gesellschaftssystem eingefügt habe.
No. 21
ich mich mit 27 Jahren dank einer Freundin getraut habe, doch noch Fahrradfahren zu lernen und seitdem nur noch mit dem Fahrrad unterwegs bin.
No. 22
ich danach auch gleich noch schwimmen gelernt habe.
No. 23
ich mir für die Überwindung meiner sechs Monate anhaltenden Panikattacken fachliche Hilfe geholt habe und diese mithilfe eines 10-wöchigen Klinikaufenthaltes überwunden habe.
No. 24
ich mit Ende 20 trotz Flugangst das erste Mal geflogen bin, um mit meiner Tochter Urlaub auf Teneriffa zu machen. Danach war die Flugangst weg.
No. 25
ich nach vielen Elternbeschwerden hartnäckig daran geblieben bin und dafür gesorgt habe, dass im Kindergarten meiner Tochter eine neue Kindergärtnerin eingestellt wurde, die mehr im Geiste der neuen (Wende-)Zeit mit den Kindern umging.
No. 26
ich mir trotz Vollzeitjob jeden Abend Zeit fürs Vorlesen und fürs Spielen mit meiner Tochter genommen habe.
No. 27
dass ich mit Ende 20 neben meiner Vollzeitarbeit und Kind drei Jahre lang ein Fernstudium absolviert habe, auch wenn ich einen Monat vor Abschluss zu erschöpft war, um es noch abzuschließen.
No. 28
ich zehn Jahre lang im Akademie Verlag, bis zu seinem zweiten Verkauf nach der Wende an den Oldenbourg Verlag, die Pressearbeit für den Verlag leisten durfte.
No. 29
ich nach dem auf der Frankfurter Buchmesse verkündeten Ende des Akademie-Verlages mich schnell begann zu bewerben und ich von 44 Bewerbungen über 25 Einladungen zu Vorstellungsgesprächen bekam und so als erste den Verlag verlassen habe und einen neuen Job hatte.
No. 30
ich nach seiner Sendelizenzerteilung, den privaten Fernsehsender TV.Berlin als rechte Hand des Geschäftsführers von Anfang an mitgestalten durfte und ich während dieser Zeit eigenständig viele Entscheidungen bzgl. Personal, Umbauarbeiten, Anschaffungen treffen durfte, weil mir mein Chef zu 100 % vertraute.
No. 31
ich nach dem Geschäftsführerwechsel im Sender einen guten Ausstieg meinerseits mit dem neuen Geschäftsführer ausgehandelt habe.
No. 32
ich mein darauf folgendes Sabbacial-Jahr für eine umfangreiche Feng-Shui-Ausbildung bei Master Yu genutzt und diese mit Diplom abgeschlossen habe.
No. 33
sich daran meine Coaching-Ausbildung anschloss.
No. 34
mein Wissensdurst immer noch nicht gestillt war und ich meinen Heilpraktiker (Psy) vor dem Gesundheitsamt Berlin ablegte.
No. 35
mich meine Persönlichkeitsentwicklung nicht mehr losließ und ich u.a. meinen NLP-Practitioner absolvierte.
No. 36
ich in einen Kreis von Freunden geriet, die mir die Energiearbeit näherbrachten und ich fortlaufend an dieser Arbeit bis heute dranblieb.
No. 37
ich 1997 meine ersten Erfahrungen im Familienstellen erleben durfte und diese in mir die Sehnsucht nach mehr weckten.
No. 38
ich so mutig war, die Familiengeschichten meiner Eltern zu erforschen und so Licht in eine dunkle Zeit brachte.
No. 39
ich mich Anfang 2002 als Coach, Feng-Shui-Beraterin und Persönlichkeitstrainerin selbständig machte.

No. 40 bis No. 59
Ich bin stolz darauf, dass …
No. 40
ich mir im zum Erstaunen meiner Familie 2002 aus dem Instinkt heraus ein Atelier anmietete, um meiner Kreativität endlich Raum zu geben.
No. 41
ich im selben Jahr im Hair Oxyd meine erste kleine Bilderausstellung organisierte.
No. 42
ich mit einer Schweizer Freundin gemeinsam eine große Ausstellung im Ökowerk Berlin mit meinen Bildern und ihrem Schmuck veranstaltet habe.
No. 43
in den folgenden Jahren noch weitere Ausstellungen folgten und mich meine Mutter erstmals bei einer dieser Ausstellungen besuchen kam.
No. 44
meine Vornamen auch im Ausweis eine neue Reihenfolge fanden und mein früherer Vorname Urte meinem jetzigen Vornamen Umani wich.
No. 45
ich nach dem überraschenden Tod meiner Mutter im Oktober 2004 trotz Ausladung zu ihrer Beerdigung gefahren bin und so ein weiteres Familiengeheimnis verhindert habe.
No. 46
mir dieser Tod zeigte, wie schnell das Leben anders sein kann und ich mir meinen Traum einer Reise nach Mexiko zu den alten Mayapyramien auf Yucatan erfüllte.
No. 47
ich im darauffolgenden Jahr meinem inneren Ruf nach Australien gefolgt bin, um mit den Aborigines um den Uluru und über ihre heiligen Berge, die Kata Tjutas, zu wandern.
No. 48
nach dieser Reise meine Kreativität neue Bahnen gefunden hat und ich die ersten selbstgefertigten manitu-books-Bücher herstellte – aus alten Leinenbücher entstanden neu gebundene Bücher mit leeren Seiten und Teilen der alten Bücher.
No. 49
ich mich immer wieder neu erfinde und aus meinen alten Bildern mit einer neuen Technik und Symbolen Heilbilder entstehen.
No. 50
ich mir therapeutische Hilfe gesucht habe, um die toxischen Verstrickungen meiner Kindheit mit ihren unbewussten Co-Abhängigkeitsmustern aufzulösen.
No. 51
ich mit meinen Eltern und dem Rest meiner Familie meinen Frieden gefunden habe.
No. 52
ich trotz einer ungünstigen Landematte ins Leben eine starke Persönlichkeit geworden bin.
No. 53
ich mich meinen Schattenseiten gestellt habe und heute besser weiß, wer ich wirklich bin.
No. 54
ich nach 45 Jahren meine Linkshändigkeit erkannt habe und mich auf eine Rückschulung eingelassen habe.
No. 55
ich nach vielen Jahren der Abstinenz das Tanzen durch die Arbeit mit den Fünf Rhythmen von Gabriele Ross wieder in mein Leben geholt habe.
No. 56
ich mich wieder voll und ganz in meinem Körper spüre und ihn liebe, so wie er ist.
No. 57
ich mich immer wieder auf Beziehungen mit Männern eingelassen habe, um das Bindungstrauma meiner Kindheit positiv zu verändern.
No. 58
ich mich der Leere nach dem Verlust von mir am Herzen liegenden Menschen gestellt habe, was mich bedingungslos lieben gelehrt hat.
No. 59
ich mir nach einer Organ-OP eine Freundin den Weg zu meiner Schreibquelle geöffnet hat und seitdem das Schreiben zu der wichtigsten Ausdrucksformen in meinem Leben geworden ist.

No. 60 bis No. 79
Ich bin stolz darauf, dass …
No. 60
ich ein Jahr den Kreis der Frauen in Berlin veranstaltet habe, ein monatliches Treffen im Sinne einer Schwesternschaft zum Austausch über schamanisches Wissen.
No. 61
ich während meiner Zeremonialmedizin-Ausbildungszeit zu den anderen Welten von Großmutter Erde – den Steinen, den Pflanzen und Tieren – wieder eine starke Verbindung gefunden habe.
No. 62
ich sechs Jahre lang jeden Sommer eine Woche im Sommercamp im Schwarzwald mein Wissen über die Natur in Übergangszeremonien an Teens weitergeben und anleiten durfte.
No. 63
ich die magische Kraft von Schwitzhütten kennenlernen durfte und diese viele Male für meine persönliche Weiterentwicklung nutzen konnte.
No. 64
ich die Kraft meiner Medizinpfeife in vielen Zeremonien für die Heilung von Großmutter Erde und heilige Gebete nutzen konnte.
No. 65
ich mich dem Thema Tod in einer Grabzeremonie, bei der man eine Nacht in seinem selbstgebuddelten Grab verbringt, gestellt habe. Es war so intensiv und bekräftigend, dass seitdem für mich im Leben nichts mehr selbstverständlich ist.
No. 66
ich in meinem Leben gelernt habe, demütig dankbar und dem Leben vertrauend unterwegs zu sein.
No. 67
ich mir immer wieder neue Arbeitgeber gesucht habe, wenn ich merkte, dass mir die Menschen oder die Arbeit nicht gut taten.
No. 68
ich einen vielseitigen Erfahrungsschatz aufgrund dieser vielen ganz unterschiedlichen Arbeitgeber erlangt habe.
No. 69
ich vor Jahren meinen Halbjahresgeburtstag eingeführt habe, um ihn unbeschwert und frei von alten Konditionen im Sommer zu feiern.
No. 70
meine Selbstliebe so angewachsen ist, dass ich mir heute treu bleibe, egal was im Außen passiert.
No. 71
meine Selbstfürsorge mittlerweile so ausgeprägt ist, dass ich es mir richtig gut gehen lassen kann.
No. 72
ich jeden Cent des Schuldenberges, der aufgrund einer langen Unfall-Auszeit während meiner Selbstständigkeit angelaufen war, komplett abbezahlt habe, ohne in die Privatinsolvenz gehen zu müssen.
No. 73
ich mich viel mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt habe und in meinem Leben überwiegend in lichtvoller Sprache kommuniziere.
No. 74
ich mittlerweile fast täglich meditiere.
No. 75
ich die Freude an die erste Stelle meiner Entscheidungskriterien gestellt habe.
No. 76
ich seit ein paar Jahren meinen energetischen Fingerabdruck – mein Human Design Chart – erforsche und ich dadurch so viele Aha-Momente erlebe, meine Verhaltensmuster besser verstehe und weiß, mit welcher Lebensaufgabe ich hier auf der Welt bin.
No. 77
sich dank des Studiums des Human Design Modells meine Toleranz gegenüber anderen in der Welt sehr erweitert hat.
No. 78
ich mein umfangreiches Wissen immer wieder an andere Menschen in Gesprächen oder Gruppen weitergeben kann.
No. 79
ich eine mitfühlende, hilfsbereite, kommunikative, kreative und selbstbestimmt lebende Frau bin.

No. 80 bis No. 100 !
Ich bin stolz darauf, …
No. 80
ich mir meinen Traum vom eigenen Verlag erfüllt habe.
No. 81
ich 2021 mein erstes Ratgeber-Buch: START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen veröffentlich habe
No. 82
in den letzten Jahren weitere Bücher mit Esssys und Geschichten von mir erschienen sind und noch weitere folgen werden.
No. 83
ich das UMANIVERSUM als Ort all meiner Fähigkeiten und Talente gefunden habe.
No. 84
ich schon vielen Menschen mit meinen Ideen und Hinweisen bei der Lösung ihrer Probleme oder Herausforderungen helfen konnte.
No. 85
mir die Ideen zu neuen Projekten und Bücher nicht ausgehen und meine Kreativität immer wieder neue Blüten trägt.
No. 86
ich auch mit fast 60 meiner Neugier nach neuen Herausforderungen folge.
No. 87
ich regelmäßig jede Woche Pilates praktiziere, um meinen Körper fit zu halten.
No. 88
im letzten Jahr, 2023, aus meiner Liebe zur Fotographie das wunderbare Buch 1 von 365. Jeden Tag ein Bild entstanden ist
No. 89
ich mittlerweile so oft es geht an meinen Lieblingsschreibort nach Sassnitz fahre.
No. 90
ich jede Woche mindestens einmal meinen inneren Künstler mit einen Besuch im Theater oder Kino verwöhne.
No. 91
ich auf meinen Körper höre und auf meine Ernährung achte, d.h., dass ich Alkohol, Weizen, Industriezucker und Kuhmilchprodukte meide, weil ich weiß, dass er das nicht mag.
No. 92
ich der Alternativmedizin vertraue und genügend homöopatische und andere Heilmittel kenne, um meinen Körper präventiv vor Krankheiten zu schützen.
No. 93
ich die Heilkunst des Jin Shin Jyutsu gelernt habe, um mich selbst und andere strömend im Körpersystem zu balancieren.
No. 94
ich mich dem lebenslangen Lernen verbunden fühle und somit mein Geist immer wieder mit neuem Wissen versorgt wird.
No. 95
ich gelernt habe, im Hier und Jetzt mein Leben zu leben.
No. 96
ich die Möglichkeit habe, anderen Autoren in meinem Verlag eine Plattform für die Veröffentlichung ihrer (Herzen-)Bücher bieten zu können.
No. 97
ich mit meinen graphischen Fertigkeiten schon weitere Bücher gestaltet habe und die Autoren mit meinen Gestaltungsentwürfen und Covervorschlägen mehr als zufrieden waren.
No. 98
ich immer wieder in irgendeiner Form ehrenamtlich tätig bin.
No. 99
ich an meiner Vision eines gelebten WIR in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, an einem schönen Ort mit viel Kontakt und in Einklang mit der Natur, mit allen Generationen zusammen, dranbleibe und die Hoffnung, diesen Ort zu finden, um dort mit anderen zusammen zu leben, nicht aufgebe.
No. 100 !
egal wie oft ich am Boden lag – nach emotionalen Verlusten, gesundheitlichen Schicksalsschlägen oder Karriereknicks – ich wie ein Stehaufmännchen mich jedes Mal wieder aufgerappelt habe, neue Lösungen fand und bis heute weitergemacht habe. Denn mein Lebensmotto lautet: Geht nicht, gibts nicht!

Ich danke nochmals Lorena Hoormann für die wundervolle Gelegenheit, hier über meine 100 Dinge, auf die ich stolz bin, zu schreiben.
Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.
Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.
(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)
Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Mein energetischer Fingerabdruck – Wie ich zu Human Design stehe
In der The Content Society findet in diesem Sommer wieder eine Blogparade statt. 104 Blogger:innen haben sich in den Kopf gesetzt, gemeinsam mit anderen sich auszutauschen, zu vernetzen und zu inspirieren. Jede von ihnen zu einem anderen Thema. Eine davon ist meine Bloggerkollegin Sandra Hoppenz, mit der ich die Liebe zum Human Design teile.
Sie fragt: Wie stehst du zum Human Design?
Eine Frage, die ich ihr und dir hier gerne beantworte. Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen.
Wie das Human Design zu mir kam
Es ist jetzt bestimmt schon über 15 Jahre her, als ich das erste Mal mit Human Design in Berührung kam. Damals hatte ich mich schon längere Zeit intensiv mit westlicher und östlicher Astrologie beschäftigt, forschte über die Kabbala und hatte mich schon während meiner Feng-Shui-Ausbildung Anfang 2000 ausgiebig mit dem I Ging beschäftigt.
Als ich dann den ersten Artikel über Human Design las, konnte ich mit diesem Modell, der Verknüpfung von Astrologie, Chakrenlehre und I Ging, wenig anfangen. Ich war noch nicht bereit. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, ich war damals zu anmaßend, weil ich dachte, ich würde schon wissen, wie es geht. Da war mein jugendlicher Übermut noch am sich ausleben.
Es brauchte noch weitere Jahre von Umbrüchen und anderen Lebenserfahrungen, bis ich bereit war, mich meinem Human Design Chart zu stellen. Anfang 2017 war es dann so weit. Human Design begegnete mir erneut und ich buchte mein erstes Human-Design-Reading.

Mein erstes eigenes Human Design Reading
Ohne große Erwartung oder Vorstellung rief ich zur verabredeten Zeit bei der angegebenen Telefonnummer an. An die Möglichkeit von Zoom-Readings, wie sie heute oft stattfinden, dachte damals kaum einer. Die erste Aussage meines Gegenübers war dann zum Beginn: „Sie haben ja ein interessantes Chart. Nur zwei definierte Zentren mit nur einem Kanal.“
Ich verstand nur Bahnhof, doch im Laufe des einstündigen Telefonats erklärte mir mein Gegenüber nach und nach, was das bedeutete. Ich schrieb nebenbei ganz viel mit und war unglaublich froh, dass ich schon so viel Grundwissen der Astrologie mitbrachte, sonst wäre ich damals wohl inhaltlich überfordert gewesen und wäre ausgestiegen. Doch es blieben Fragen über Fragen offen.
Was ist der Unterschied zwischen definierten und undefinierten Zentren?
Warum gab es dort 9 Zentren? Bisher kannte ich nur das 7-Chakren-System. Warum heißen die so ähnlich?
Doch die Lunte war gelegt, ich war angefixt, wollte nun mehr darüber wissen.

Meine Grunddaten im Human Design
MG, 2/5er Profil, Sakrale Autorität, ein Kanal: 20-34 Kanal doppelt in den Mondknoten, Inkarnationskreuz der Maya (4)
Dem MG – Manifestierender Generator – steht dauerhaft viel Energie zur Verfügung, jedoch nur, wenn er von dem, was er tut, wirklich begeistert ist. Er hat viele Ideen und ist schnell von etwas begeistert. So wirkt er für andere oftmals zu sprunghaft. Anderseits hat er viele Talente und will diese am liebsten alle und gleichzeitig ausleben. Oftmals sind MG’s Scannerpersönlichkeiten.
Mit einem 2/5er Profil braucht man einerseits viel Rückzugzeit für sich, andererseits ist man sehr offen für das Außen, jedoch mit der Tendenz, dass andere einen nicht so sehen, wie man ist, sondern wie sie den anderen gerne hätten. Ein Mensch mit einer 5 im Profil bietet daher seinem Gegenüber gerne eine Projektionsfläche, die so manches Mal gar nichts mit ihm selbst zu tun hat.
Mit einer sakralen Autorität sollte man bei seinen Entscheidungen auf die Bauchstimme hören. Nur wenn dort ein eindeutiges JA da ist, sollte man sich dafür entscheiden. Eine nur aus dem Kopf heraus oder aus einem negativen Bauchgefühl getroffene Entscheidung könnte bei dieser Autorität in Frust enden.
Das waren die ersten Informationen, die ich zu den Grunddaten meines Human-Design-Charts am Anfang erhielt. Schon diese Anfangsinformationen haben fortan in meinem Leben große Veränderungen gebracht, weil ich nun genauer wusste, wie ich eigentlich gedacht war.
Seitdem verurteilte ich mich nicht mehr dafür, dass ich so viel gleichzeitig machen wollte, ich schnell von etwas begeistert war und es dann nicht lange durchhielt, verglich mich mit meiner Ausdauer nicht mehr mit anderen, hörte viel öfter bei Entscheidungen auf meine Bauchstimme und nahm nicht mehr alles persönlich, was andere zu mir sagten.
Doch das war nur der Anfang. Umso tiefer ist in das Human-Design-Modell einstieg, umso mehr erkannte ich, wofür ich eigentlich hier auf der Welt bin.

Was ein Human Design Chart alles zeigen kann
- Deinen Grund-Energietyp
- Dein Profil, mit dem dein Körper und dein Geist reagieren.
- Deine Autorität, mit der du Entscheidungen triffst.
- Deine Energiekanäle, über die du agieren kannst.
- Deine bewussten und unbewussten Tore, die deine Ausstrahlung und dein Handeln bestimmen.
- Deine definierten und undefinierten Zentren, wie du also Energie gibst oder empfängst.
- Dein Inkarnationskreuz, welches die Lebensaufgabe beschreibt
- Deine Spezialisierungen in Beziehungen
- Deinen Ernährungstypus
und noch vieles mehr …
Human Design für Eltern und in Beziehungen
Vor allem für Eltern kann es sehr hilfreich sein, zu wissen, welches Human-Design-Chart das Kind oder die Kinder haben.
Dadurch erkennen sie die Potenziale ihres Kindes, um sie optimal in ihrer Entwicklung unterstützen zu können. Denn ein MG- oder Generator-Kind braucht ganz andere Zuwendungen und Ansprachen als ein Projektor-, Manifestor- oder Reflektor-Kind. So lassen sich Missverständnisse und Konflikte leichter umgeben.
Das Gleiche gilt natürlich auch für Beziehungen oder in Familiensystemen.
Das Erforschen meines Human Design hat ein großes Toleranz-Tor für all die mir am Herzen liegenden Menschen und mein Umfeld geöffnet. Diese Erfahrung wünsche ich all meinen Klienten.

Human Design heute in meinem Leben
Wenn mir vor Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einmal Human-Design-Expertin werden würde und das eines meiner Standbeine in meinem Business wird, hätte ich das nicht geglaubt
Doch mittlerweile kann ich mir Human Design in meiner Arbeit mit Menschen gar nicht mehr wegdenken, denn es bringt auf so unglaublich schöne Weise die Essenz jedes Menschen ans Tageslicht.
Wie oft waren mir meine Klienten oder die Eltern von jungen Menschen dankbar, dass sie nach einer Human-Design-Beratung mehr Klarheit über ihre Grundstruktur, über ihre berufliche Vision oder ihre Lebensaufgabe hatten.
Jeder ist einzigartig, so wie es der physische Fingerabdruck eines jeden Menschen ist. Mit dem Human Design gibt es die Möglichkeit zusätzlich auch seinen energetischen Fingerabdruck – seine Ausstrahlung und seine Bestimmung – zu erforschen. Daher vermittle ich mit Begeisterung dieses Wissen und unterstütze mein Gegenüber gerne dabei, die Quelle zu seiner ureigenen Natur zu öffnen und nach ihr zu leben.
Kennst du schon dein Human-Design-Chart?
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Sehnsuchtsorte: am Wasser
Wohin mein Herz es zieht und warum?
In der The Content Society findet in diesem Sommer wieder eine Blogparade statt. 104 Blogger:innen haben sich in den Kopf gesetzt, neues Wissen zu generieren. Jede von ihnen zu einem anderen Thema. Eine davon ist meine Bloggerfreundin Susanne Heinen, mit der ich schon 2023 das wunderbare Projekt der #farbkreisreise zusammen kreiert habe, woraus schlussendlich mein Buch 1 von 365. Jeden Tag ein Bild entstanden ist.
Dieses Mal hat Susanne Heinen im Rahmen der Blogparade zu folgendem Thema aufgerufen:
Deine Sehnsuchtsorte. Wohin zieht es dein Herz und warum?
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen.
An der See
Auch wenn ich schon seit über fünf Jahrzehnten in der Großstadt lebe, liegt einer meiner Lieblingssehnsuchtsorte am Wasser. Gerne wird Berlin wegen seiner vielen Flussläufen und Seen auch Klein Venedig genannt.
Doch umso älter ich werde, zieht es mich an die richtige See. Dorthin, wo der Wind so richtig braust, das Wasser auch mal tosend rauscht und die Gischt wild über die Mole stobt. Das ist ganz nach meinem Geschmack.
Wenn am weiten Horizont sich die Wolken ein Wettspiel liefern und ich aus der Ferne sehe, wie dort weit draußen der Regen fällt oder die Sonne hinter den Wolken hervorscheint und mit ihren lichten Strahlen das Wasser zum Glitzern bringt.
Deshalb reise ich gerade so oft wie möglich an meinen derzeitigen Lieblingsort nach Sassnitz, auf Rügen. Nicht nur wegen des Wetters, nein auch, weil ich hier meinen schönen Schreibort gefunden habe.

Hiddensee
Schön zu DDR-Zeiten hat mich Hiddensee angezogen. Mit einer Freundlich fuhr ich nicht nur im Sommer so manches Mal Samstag früh mit dem ersten Zug nach Stralsund los. Nur mit ein paar Klamotten, ein wenig Essen und einem Schlafsack im Rucksack fürs Wochenende.
Mit der ersten Fähre ging es dann weiter nach Neuendorf. Von dort klapperten wir über die Insel (ohne Gartenzäune und Autos!) die Häuser ab, klingelten, wo es uns gefielt und fragten nach einer Unterkunft für die Übernachtung. Es fand sich immer irgendwo ein Plätzchen. Wir waren anspruchslos. Damals war das auf der Insel noch möglich, heute wäre dies undenkbar. Die Insel ist schon lange nicht mehr so, wie sie früher war. Auch hier ist der Tourismus der Reichen eingezogen.
Als dann vor Jahren das Buch „Kruso“ von Lutz Seiler erschien, musste ich das Buch sofort lesen. Ich war so neugierig darauf, wie er das früher beschrieb. So manche Erinnerung tauchte wieder auf. Das waren damals echt noch andere Zeiten.

3 Inseln …
Drei Inseln, auf denen ich schon war und wo ich gerne noch einmal wieder hinreisen würde. Doch vielleicht schlagen mir auch hier meine Träumereien an schöne alte Zeiten nur ein Schnippchen. Denn lange ist es her, dass ich auf diesen Inseln weilte. Mit jeder verbinde ich wunderbare Erinnerungsperlen, schöne Begegnungen, Erlebnisse und ganz viel Verbundenheit mit den Naturwesen.
Kreta
Auf Kreta war ich Mitte der 90er zusammen mit meiner Tochter im Frühling. Alles blühte, es war nicht zu heiß und auch nicht zu kalt, wir wanderten durch die Schlucht, lagen an Wasserzungen und verbrachten die Abende mit Freunden.
Irland
Mit Irland verbinde ich eine Zeit, in der ich das erste Mal ohne Verpflichtungen unterwegs war. Die Carl Duisberg Gesellschaft hatte mir ein Sprachstipendium für vier Wochen in Dublin geschenkt. So wurde ich mit 30 Jahren zur Austauschstudentin und wohnte bei einer Gastfamilie.
Ich war es nicht gewohnt, dass mir jemand die Wäsche wäscht und das Essen immer pünktlich auf dem Tisch steht, ohne dass ich dafür zuständig war. Vormittags lernte ich Englisch und nachmittags zog ich mit meinen Mitkommilitonen durch Dublin, um das Gelernte gleich praktisch anzuwenden.
Nach einem Glas Guinness wurden meine mündlichen Sprachversuche immer besser. Die vier Wochen waren eine sehr unbeschwerte Zeit und ich hatte ganz schön zu tun, um danach zurück in Berlin wieder in meinen Alltag als Mutter und Vollzeitangestellte zurückzufinden.
Australien
Meine Reise nach Australien war eine der wichtigsten Reisen meines bisherigen Lebens.
Als wir in Sydney nach 24 Stunden Flug ankamen, fühlte ich mich gleich willkommen. Zum Glück hatten wir drei Ankommenstage in einem Hotel gebucht, um uns an die Zeitumstellung zu gewöhnen.
Danach ging es weiter nach Alice Springs, wo wir uns mit 14 anderen Medicinefrauen trafen, um zehn Tage in Stille um den Uluru und die Kata Tjutas – die heiligen Berge der Aborigines – zu wandern. Wir waren von den Aborigines eingeladen worden, ihnen auf ihren magischen Wegen zu folgen. Das war eine unbeschreibliche Zeit, die ich bis heute kaum in Worte fassen kann, die mich jedoch seitdem prägen.
Nach diesen Tagen bin ich noch einige Wochen quer über die Insel gereist. War in Cairns am Great Barrier Reef, auf einer Heilkreiszeremonie in Brisbane, weiter nach Adelaide zu den Kangaroo Island, bin mit dem Hubschrauber über die 12 Apostel geflogen, habe noch ein paar Tage in Melbourne verbracht, bevor es mit dem Bus zurück über die blauen Berge nach Sydney ging. Dort wartete dann die größte Herausforderung auf mich: die Besteigung der Harbour Bridge mit der Überwindung meiner Höhenangst.

Ein heiler Ort
Einer meiner Sehnsuchtsorte hat nichts mit Wasser zu tun. Es ist der Ort, an dem ich gemeinsam mit Gleichgesinnten lebe. Mit viel Natur drumherum, doch nicht unbedingt an der See. Mit mehreren Generationen, viel kreativen Aktivitäten, Freiraum zum Sein und zum den anderen auch so sein lassen können, wie er ist.
Ein Ort, wo mit einem freien Geist im Umgang miteinander gewaltfrei kommuniziert wird.
Ein Ort, wo Wachstum, Selbstreflexion und Co-Empowerment im Vordergrund stehen und alle in Einklang mit der Natur leben.
Ein Ort, an dem für alle von allem genug da ist, ohne Neid und Vergleich.
Ein Ort, wo jeder seine Fähigkeiten und Talente einbringen kann.
Ein Ort, wo Wertschätzung der Dreh- und Angelpunkt des gelebten Miteinanders ist.
Ein Ort der Freude.
Ein Ort, wo jede Generation friedvoll seinen Platz findet und die nächste Generation gerne aufwachsen will.
Das ist der heilige Ort meiner Sehnsucht.

Orte, von denen ich noch träume …
die ich jedoch angesichts der Klimalage nicht mehr auf Biegen und Brechen erreichen muss. An erster Stelle stehen hier
- Bhutan, das Land mit dem höchsten Bruttonationalglück oder Tibet.
- Danach folgen noch einige Inseln: Hawaii, Schottland, Island …
Doch halte ich es mittlerweile sehr gut mit dem kleinen Glück der See aus und muss nicht mehr unbedingt in die Ferne reisen, um glücklich zu sein.

Ich danke nochmals Susanne Heinen für die wundervolle Gelegenheit, hier über meine Sehnsuchtsorte zu schreiben.
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Rausch für Alle – Zur Legalisierung von Cannabis
Seit dem 01. April 2024 ist das Gesetz der Legalisierung von Cannabis in Deutschland in Kraft.
Na ja, was willst du auch weiterhin verbieten, was schon längst weit verbreitet ist.
Cannabis I
Die Zeit und den Aufwand für die Verabschiedung des Gesetzes hätte meiner Meinung nach jedoch auch noch viel mehr in die nachhaltige Aufklärung zu Sucht und den Auswirkungen von Cannabiskonsum investiert werden sollen. Doch für viele ist ihr Leben ohne Einnahme von regelmäßigen Dimmungsstimulanzen wohl gar nicht mehr möglich. Kollektive Suchtkonditionierung, von Kindesalter an.
Das fängt ganz sanft mit dem Weizen im Brötchen oder jeder Form von Zucker in allen Produkten an – Weizen und Industriezucker stehen an Platz1 und 2 der die Körpergesundheit schädigenden Substanzen – und geht weiter mit dem auf NaCl reduzierten Salz oder, was viele nicht wissen, der vielfach angepriesenen Fluorierung in der Zahnpasta.
Für die Rettung der Zahngesundheit einerseits, doch mit dem Nebeneffekt der Unterdrückung des eigenen Gefühlsausdrucks. Dazu kommt später dann bei vielen noch das normale gesellschaftsverbindende Bierchen oder das Gläsel Wein zum Essen oder am Abend.
Alles Mittel, die den Körper mit seinen Organen belasten oder den Geist wegdimmen, die einem vorgaukeln, alles wäre in Ordnung. Nun gibt es mit der Legalisierung auch noch den Freifahrtschein für Cannabis, um den gesunden Menschenverstand weiter zu vernebeln und die Reaktionsfähigkeit zu verlangsamen.
Ein schöner Dimmer, um alle Schäfchen der Herde besser in Schach zu halten.
C’est la vie, so ist das Leben und jeder nach seiner Fasson. Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen.

Cannabis II
Als Kind von sucht-abhängigen Eltern und in co-abhängigen Strukturen groß geworden, habe ich schon in frühen Zeiten beschlossen, selbst damit nicht zu tun haben zu wollen. So hatten Alkohol, Drogen und Co. nie eine Attraktion für mich. Als Kind musste ich den Geruch und das übliche Prozedere der Folgen jederzeit ertragen, bin selbst immer wieder in Beziehungen mit geschickt verdeckten Alkoholikern oder zur Anregung der Kreativität notwendigen Kiffern gelandet.
Es hat lange gedauert, bis mir mein Kindheitsmuster des den aus der Sucht retten wollenden klar wurde, und es hat noch länger gedauert, bis ich mich traute, offen zu mir zu stehen und meine Grenzen zu setzen.
Habe versucht, es mir schönzureden: hab dich doch nicht so, das machen doch alle, warum hast du denn ein Problem damit? Oder ich wurde für mein alkohol- und drogenfreies Sein ausgelacht und ausgegrenzt: Du bist ja die volle Spaßbremse, trink doch einfach mit.
Problematisch finde ich das unbedachte Vorleben von Erwachsenen, in Familienkreisen oder auf der Straße, oder glaubt wirklich jemand daran, dass es zu Folgen kommt oder die Polizei die vorgeschriebenen Abstände von 500 m zu Kinder- und Schuleinrichtungen überprüft. Nun ist es überall legal. Die Zeit wird zeigen, wohin sich diese Legalisierung entwickeln wird

Cannabis III
Um nicht nur aus einem Dogma heraus Alkohol und Drogen abzulehnen, gab es in meinem Leben auch das eine oder andere Experiment der Überprüfung. So trank ich zum Beispiel zu meinem 17ten Geburtstag eine ganze Flasche Klaren. Er lief runter wie Öl, ohne Probleme, bis ich jedoch einen entscheidenden Fehler machte: Ich öffnete das Fenster und ging auf den Balkon. Die eisige Luft, es war ja der 13. Januar, schlug mir wie ein Zaunpfahl vor den Kopf und ich fiel danach erbrechend und taumelig um.
Seitdem kann ich nichts Hochprozentiges mehr trinken. Einmal daran riechen reicht und mein Magen dreht sich sofort. Während meiner Beziehung mit B., der täglich seine Flasche Rotwein und seine Joints für sein kreatives Wohlbefinden brauchte, gab es einen Versuch, Haschisch in Form von Keksen zu konsumieren. Das Einzige, was es in mir auslöste, waren Lachanfälle. Doch die konnte ich auch ohne Haschisch haben, also wozu Drogen nehmen.
Einmal besuchten wir zusammen auch ein schamanisches Reinigungsritual mit Psilocybinpilzen. Alle um mich herum erbrachen oder lagen flach. Bei mir regte sich nichts. Heute weiß ich, dass meine Beziehung zu B. die Reinszenierung meines Kindheits-Eltern-Szenarios war. Nach meiner Trennung von ihm, zu Beginn meiner Deer Tribe-Zeit, war ich jedoch mit dem Thema der Beziehung mit einem Sucht- und Alkoholkranken durch.
Das war wohl auch ein Grund, warum ich im Deer Tribe gelandet bin: dort gab es nur Zeremonien ohne Alkohol und Drogen. Damals dachte ich noch, das wäre mein neues zu Hause und mein Weg. Doch es sollte nach 10 Jahren Erfahrungszeit dort ganz anders kommen. Ich war in einer sektenartigen Gemeinschaft gelandet.
Denn solange du dort alles so machst, wie es die Lehrer:innen sagen, dich an den streng vorgegebenen geregelten Ablauf hältst und regelmäßig deine Beiträge bezahlst, ist alles okay. Doch wehe, du beginnst das System und die Lehren zu hinterfragen oder willst deinen eigenen Weg gehen, dann bist du raus. Fallgelassen wie eine heiße Kartoffel aus einem Kreis vermeintlicher Freunde.
Seit über acht Jahren bin ich nun auf meinem homöopathischen Heilweg, bei dem wir mit zum Teil extremen Heilmitteln experimentieren. Plutonium, Psilocybin, Iboga und Ayowaska in homöopathischen Dosen gehörten schon dazu. Cannabis ist mir hier jedoch dort noch nie begegnet. Auch mit CBD-Öl habe ich zur Schmerzlinderung schon experimentiert.
Ein Feld, welches ich gerade aus der Ferne beobachte, ist die heilende Wirkung von Iboga, Ayowaska oder Psilocybin auf der Basis von Microdosing.
Immer wieder stelle ich fest, dass uns auf Heilerebene die indigenen Völker weit voraus sind.

Cannabis IV
Die Erforschung von Cannabis für medizinische Zwecke begrüße ich und sie ist nachgewiesener Weise bei manchen Indikationen sehr hilfreich. Wie in vielen Bereichen im Leben kommt es auch bei Cannabis wohl auf die Balance der Dosierung an. Was in einem Fall hilfreich ist, kann in einem anderen Fall schädlich sein.
Bei den vielen Rauchwolken, die ich nur auf der Straße, vor allem unter Jugendlichen, rieche, mache ich mir Sorgen, um die Gesundheit und die selbstverständlichen Gewohnheiten bei vielen.
Ein vernebelter Blick kann in manchen Situationen oder Entscheidungen manchmal Dinge in Gang setzen, die bei klarem Bewusstsein so nicht passiert wären.
Doch wie schon anfangs geschrieben: Jeder trifft seine ganz eigene Wahl. Ich hoffe immer wieder sehr, zum Wohle aller.
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Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.
Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.
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Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Was will ich als Mensch hier bewirken?
Das ist eine ganz schön große Frage, mit der ich im Rahmen der Challenge #blogyourpurpose herausgefordert werde. Sie ist mir nicht neu, doch jedes Mal darf ich neu innehalten.
Diese Frage lässt sich nicht mal so schnell nebenbei beantworten. Denn die wenigsten von uns wissen wohl schon zu Kinderzeiten: das will ich und gehen schnurstracks diesem Ziel entgegen.
Mein Vorname Umani kommt ja aus dem Italienischen und bedeutet menschlich. Von daher sage ich oft als erste Antwort auf diese Frage: „bei mir ist mein Name Programm“.
Doch was bedeutet es für mich, hier auf dieser Welt und zu dieser Zeit Mensch bzw. menschlich zu sein? Darüber habe ich schon viel philosophiert, habe viel experimentiert, um meinem Sinn des Lebens, meiner Berufung auf die Spur zu kommen. Wenn ich die Frage heute beantworten müsste, dann wäre die Kurzantwort wohl folgende:
Ich möchte Menschen mit meiner Kreativität und Wahrnehmungsgabe inspirieren.
Sie mit meinem Wissen auf ihrem Weg zu sich selbst oder durch Wandlungszeiten begleiten.
Mit meiner Kunst schöne Sprach- und Lebensräume gestalten.

Als Scannerpersönlichkeit unterwegs
Schon in der Schule hörte ich oft: Du musst dich aber mal für etwas entscheiden. Schon damals fiel es mir schwer, dieser Anforderung von außen zu folgen.
Ich war zu neugierig, wie die unterschiedlichen Dinge funktionieren, stellte unbequeme Fragen, suchte nach Antworten, passte damit schon damals nicht ins genormte System. Lange Zeit fühlte ich mich damit nicht richtig, am falschen Platz, unzulänglich. Finde den Fehler. Den Begriff Scannerpersönlichkeit gab es noch lange nicht und auch ich habe ihn erst vor ein paar Jahren so richtig begriffen.
Mich interessiert einfach alles: Kunst, Kultur, Mathematik, Deutsch als Sprache, handwerkliche Bereiche wie nähen, hämmern, gestalten, Häuser bauen, Architektur.
Doch vor allem interessieren mich die energetischen Zusammenhänge im Universum: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, das Leben der Naturvölker, die Pflanzen- und Tierwelt, die Heilkraft der Steine, die Welt der Astrologie und der mystischen Lehren … was hält alles zusammen? Ich will wissen: Wie funktioniert Leben? Im Allgemeinen, Besonderen und Speziellen.
Wie oft fing ich schon begeistert mit etwas an und wenn mein Wissensdurst gestillt war, tauchte schon der nächste bunte mich begeisternde Wissensballon auf. Für meine Umgebung war und ist das nicht immer leicht. Wie ein Schmetterling fliege ich von Blume zu Blume und sammle mein Wissen ein.
Mit all diesem Wissen und meinen sensiblen Wahrnehmungsfähigkeiten passe ich dann oftmals nur noch schwer in eine Schublade kollektiven Denkens. Für mich ein Fluch und Segen zugleich.
Umso älter ich werde, umso mehr entdecke ich den Gewinn der Fülle all meiner Erlebnisse und Erfahrungen. Mit einem großen Energiepotential ausgestattet, liebe ich es einfach immer wieder in neue Felder einzutauchen, immer auf der Suche nach dem, was meine Freude nährt:
Wie funktioniert das Leben in all seiner Unterschiedlichkeit. Raus aus dem linearen Denken will ich in Kreisen der Verbundenheit aller Aspekte, interdisziplinär, Wissen verstehen und danach leben.
Mein ständiges Hinterfragen kann manchen manchmal lästig sein. Doch das Verstehen in der Tiefe ist meine Leitvision. Daher bin ich nicht so der Freund von oberflächlichem Geplänkel.

Meine erste Bestimmung: Wissen sammeln und verbreiten
Die Neugier aufs Leben ist mir schon in die Wiege gelegt worden. Nach den Erfahrungen meiner ersten zwei Jahrzehnte wuchs mein Wissen in den letzten 35 Jahren in ganz vielen Erfahrungsbereichen.
Meine Freunde sagen oft schmunzelnd: Frag sie lieber, was hat sie noch nicht gemacht und staunen oft über meine Erzählungen, was ich schon alles getan oder erlebt habe.
Die Liste meiner bisherigen Experimentierfelder ist lange noch nicht vollständig und wird sich wohl noch bis zum Ende meines Lebens immer wieder verlängern, denn ich bin ein Fan von lebenslangem Lernen, in Kursen oder auch autodidaktisch:
- Vom Bücher schreiben und herstellen,
- der Lebenswegbegleitung
- als homöopathische Alternativmedizinerin und den Heilpraktiken der indigenen Völker
- in der Berufsorientierung mit jungen Menschen
- als Systemischer Coach
- Kommunikationstrainerin
- Lebenswegbegleiterin
- Familienaufstellerin
- Innenraumgestalterin
- Malerin
- Trauma- und Schreibtherapeutin
- als Jin Shin Jyutsu Praktikerin
- Mediatorin
- …
Dabei habe ich mir vieles im Selbststudium beigebracht. Unabhängig davon gibt es jedoch auch viele Lehrer, denen ich bis heute dankbar bin, dass sie mich an ihrem Wissen teilhaben lassen haben.
Zum Beispiel die Trainings Art Reade vor 25 Jahren waren dabei für meine eigene Persönlichkeitsentwicklung ein wichtiger Wendepunkt oder meine schamanischen (Lehr-)Jahre in der Sweet Medicine.
Ein weiterer Wendepunkt war bei Stefan Strehler das Schreibhandwerk zu erlernen und das Bloggen in der The Content Socienty.
Dankbar bin ich auch all meinen Mitmenschen, die sich mir im Laufe der vielen Jahre als Lehrmeister:innen zur Verfeinerung meines Selbst zur Verfügung gestellt haben.
Oft habe ich mich in der Not neu erfunden, so manch wundervolles Projekt, wie z.B. die vor 15 Jahren selbst hergestellten manitu-books sind daraus entstanden. Oder die während der Pandemie erfolgte Verwirklichung meines Traumes von einem eigenständigen Verlag für schöne Bücher:
Derzeit sitze ich an einem Konzept für meine Problem-Lösungs-Sprechstunde „Lösungen in Sicht“:
Du schilderst mir dein Problem und ich finde mindestens drei unterschiedliche Möglichkeiten, für eine Lösung.
Das Ganze wird per Zoom stattfinden. Also schau gerne immer wieder auf meiner Seite vorbei.

Bei mir ist zwar immer irgendetwas im Wandel, doch in einem bin ich mir ganz sicher:
Meine Reise des Wissens Sammeln und Verbreitens wird wohl bis zu meinem letzten Atemzug weitergehen.

Meine zweite Bestimmung: Schönes kreieren
Ob Bilder, Bücher oder Räume – ich liebe es Schönes zu gestalten. In meiner Vorstellungskraft gibt es keine Grenzen.
Mein ausgeprägter innerer Ästhet lässt mich genau fühlen, wo im Raum es noch Möglichkeiten der Optimierung gibt, wie ein Cover- oder Buchlayout einen professionellen Gesamteindruck vermittelt oder was das Bild noch braucht, um ein einzigartiges Kunstwerk zu werden.

Aus meinen inneren Welten strudeln immer wieder neue Einfälle. So gab es lange Zeit auf meiner Seite die Daily Inspirations. In diesem Jahr gibt es im Jetzt!-Labor das Experiment: 1 von 365 – ein Bild pro Tag – ein ganzes Jahr lang …
Beim Kreieren bin ich regelrecht eine Ideenmillionärin.
-
Bei der Herstellung individueller Buchcover oder eines Manuskript-Drucklayouts
Mit meinem geschulten Auge und als langjährige Verlagsgraphikerin habe ich ein gutes Gespür dafür, ein Manuskript in die bestmögliche Druckform zu bringen. Und wenn das Manuskript fertig ist, braucht das Buch ja auch noch ein ansprechendes Cover, um sich von seiner besten Seite zu zeigen.
Oft braucht es viele Versuche, natürlich immer in enger Absprache mit dem Autor, bis das endgültige Cover fertig ist. Ein kreativer Prozess, der Zeit und Geduld fordert. Doch wenn das Buchbaby – wie hier beim Buch von Heike Sansoni – schlussendlich das Licht der Welt erblickt, haben sich Aufwand und Zeit meistens gelohnt.

Wenn du schon immer vorhattest, mal ein Buch zu schreiben und dich schwer tust mit dem Layouten, melde dich gerne bei mir. Ich liebe es einfach, schöne Bücher zu kreieren.
Ähnlich wie bei der Buchgestaltung ist es bei der Außengestaltung des eigenen Business. Werbung für die eigene Person zu machen, fällt den meisten Menschen nicht leicht.
Doch ob Visitenkarte, Flyer oder Logo – jeder der sich selbständig machen möchte oder ein Produkt anbietet, benötigt ein Design mit magnetischer Außenwirkung. In meinem Flyer-Coaching unterstütze ich Menschen dabei, welche Form, welches Design erfolgsversprechend ist.
Gemeinsam entwickle ich mit dem Klienten sein Corporite Identity, damit er oder sie in seinem Markt oder in der Öffentlichkeit bestmöglich sichtbar wird.
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In der Innenraumberatung nach dem Feng Shui Modell der Fliegenden Sterne
Räume sind für mich wie eine dritte Haut. Bestimmst kennst du auch dieses Gefühl, wenn du in einem Raum kommst und fühlst dich willkommen oder du willst sofort am liebsten wieder kehrt machen.
Wenn ich einen Raum betrete, beginnen meine Sensoren meist sofort die Energie im Raum zu scannen. Hier fühlt es sich gut an, hier herrscht ein wenig Chaos, hier wurde vor kurzem gestritten. Die Räume erzählen mir ihre Geschichten.
In einer Beratung geht es mir vor allem darum, speziell für die dort lebenden Menschen energetisch harmonische Orte zu schaffen. Manchmal verrücke ich einen Gegenstand um nur wenige Meter oder sortiere die vorhandenen Möbel neu.
Auch wenn meine Kunden immer wieder mal meinen: na da hätte ich ja auch selbst drauf kommen. Letztendlich ist es jedoch meist so, dass da, wo man jeden Tag lebt oder arbeitet der blinde Fleck der Gewohnheit sitzt, da nehme ich mich selbst nicht aus. Ein Blick von außen hilft dann sehr.

Da ich Nachhaltigkeit liebe und viele Gegenstände mit Erinnerungen verknüpft sind, versuche ich bei meiner Arbeit, das Vorhandene zu erhalten und nicht, wie in manchen Sendungen oder Büchern empfohlen, das alte weg und alles neu anzuschaffen.
So eine Raumumgestaltung wirkt sich meistens positiv auf die Kreativität und Lebensfreude der Bewohner:in aus. Denn verändern wir unsere Umgebung, beeinflusst dies auch unsere eigene Person. Das Außen wirkt nach Innen und umgekehrt.
Ein Zusatzangebot von mir ist das Kreieren von Kunstobjekten, die genau auf den Raum ausgerichtet sind.
Denn es macht einen Unterschied, ob ich ein Plakat von IKEA oder ein gemaltes Original an der Wand zu hängen habe. Vielleicht ist es genau das i-Tüpfelchen, was dem Raum für eine schöne Atmosphäre noch fehlt.

Meine dritte Bestimmung: Heilsames Begleiten
Eine meiner liebsten Bestimmungen ist es mittlerweile, Menschen auf Ihrem Weg zu sich selbst zu begleiten. Aus eigener Betroffenheit eignete ich mir über viele Jahre umfangreiches Wissen unterschiedlicher Heiltechniken an, um mich und meine erlebten Traumata zu verarbeiten. Daraus ist in meiner Praxis Lösungen in Sicht ein Angebot für Menschen entstanden, wie die
- ganzheitliche Begleitung durch Wandlungszeiten
- energetischen Heilbehandlungen
- Human-Design-Lebensweg-Beratung
- Mediation
für Menschen, die ganzheitlich ihre Lebenssituation beleuchten und verändern wollen. Die mutig sind, Neuland erobern wollen oder ins Tun kommen wollen.
Mir ist es dabei wichtig, dass du Mensch dich mit all deinen wunderbaren Fähigkeiten wie auch mit all deinen Ecken und Kanten gesehen und wahrgenommen fühlst. Ich möchte hole dich dort ab, wo du gerade stehst. Ganz wertfrei und empfangend, mit offenen Ohren und einem wohlmeinenden Herzen.

Mein Wissen aus der Alternativmedizin, der ganzheitlichen Lehre der 30 heiligen Gesetze, dem Räderwissen der indigenen Völker, der Arbeit mit dem morphogenetischen Feld sowie anderer Energielehren, wie dem Jin Shin Jyutsu hilft mir dabei, meinen Klienten auf dem Weg zu mehr Heilung und Selbstannahme zu inspirieren, zu motivieren und zu begleiten.
Das ist mein Ziel, der Sinn meines Tuns. Ich stelle mich als Kanal für das Wirken der höheren Kräfte zur Verfügung, damit du in dein Potential kommst, die für dich richtigen Antworten findest.
Vor allem das Wissen um den energetischen Fingerabdruck eines jeden Menschen und die Vertiefung meines Wissens im Human-Design-Modell haben meine Arbeit seit einigen Jahren noch einmal gewandelt und vertieft. Das Wissen um sein eigenes Potential öffnet den meisten Klienten oft neue Perspektiven für mehr selbstbestimmtes Handeln und mehr Selbstliebe.
Jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen und in sein Potenzial zu begleiten, ist mir eine Herzensfreude und mein sinnvoller Beitrag für eine geheilte Welt.

Was will ich eines Tages hinterlassen?
Jeder Tag in diesem Leben ist für mich ein Stückchen geschenkte Zeit. In dieser möchte ich vor allem aktiv Teil von gelingenden win-win-Projekten und Lösungen sein.
So oft wie möglich habe ich in meine Herzensprojekte investiert, indem ich
- achtsam etwas für die Heilung von Großmutter Erde getan habe …
- Menschen motiviert habe, sich Krisen zu stellen und sie durch diese Wandlungsphasen mitfühlend begleitet habe …
- mein Wissen und meinen Erfahrungsschatz an viele Menschen weitergereicht habe
- junge Menschen darin unterstützt habe, Visionen und Wege zu finden, die ihrem Potential entsprechen un die ihnen Freude bereiten …
- viele schöne Bücher herausgebracht
- Heilbilder gemalt habe
- …
Weißt du, was der Sinn deines Lebens, deine Bestimmung ist? Noch nicht, dann melde dich gerne. Ich begleite dich gerne auf deinem Weg.

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Laut den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes ist der Mai einer der Monate, in denen die Suizidrate besonders hoch ist. Warum der Mai habe ich mich früher schon gefragt. Doch daran hat sich auch in den letzten Jahren nichts geändert. Gleich in drei der letzten sechs Jahre war der Mai der Spitzenmonat für Menschen, die einfach nicht mehr mitmachen wollten.
Dass der Mai der Monat mit der höchsten Suizidalitätsrate ist, wundert mich heutzutage nicht mehr. Der Spiegel dieses unglaublichen Spektakels, des nach langem Wartens endlich wieder ins Neue starten, dieses alljährlich naive Vertrauen der Pflanzenwelt, sich nach dem wärmenden Licht hinzustrecken, diese aufdringliche Frische an allen Ecken und Enden knallt einem ins Gesicht. Im Gegensatz zum Druck und Wahrnehmen der eigenen Begrenzungen in Form von eingefahrenen Wegen, Routinen, Abhängigkeiten kann einem das schon auch den Lebenswind aus den Segeln nehmen. Wenn es zu sehr schmerzt, diesem Wandel zuzusehen und im eigenen Lebenskreis schlimmstenfalls gefühlt immer noch am selben Punkt zu stehen. Ein Ohnmachtsgefühl.
Ich beruhige meine Seele dann damit, dass es nichts nützt, am Gras zu ziehen. Die Seelenwege entwickeln sich in ihren eigenen Gezeiten. Doch der Geduldsfaden kann dann schon mal bedenklich dünn über dem Abgrund der Herausforderungen durchhängen und mancher reißt. Wohl dem, dem sich in solchen Zeiten ein doppelter Boden aus Herzensmenschen bietet oder der geübt die Strohhalme neuer Tage sieht und ergreift.
Ich liebe diese Jahreszeit, die Hoffnung zusammen mit der Sehnsucht, dass sich alles doch noch einmal ganz von vorne ändern könnte, ich noch einmal von vorne beginnen könnte. Doch in manchen Jahren tut das Hoffen und Sehnen auch weh, wenn die Realität sich so ganz anders zeigt. Dann verkrieche ich mich, tanze im stillen Kämmerlein mit meiner Melancholie eng umschlungen Tango, bis die Zeit reif ist, um mich der Welt und dem Leben wieder hinzugeben.
Mein Mantra: Alles kann, nichts muss mehr.
Doch es gibt natürlich noch zahlreiche andere Wege, ein Schwingungstief im Mai in helle Bahnen zu leiten:
- Waldbaden
- Fahrradfahren
- sich mit Freunden verabreden
- einen Podcast hören, z.B. einfach ganz leben
- Sonnenspazieren
- und vieles mehr …
Was ist für dich der ultimativ hilfreiche Weg, um gut durch emotionale Wellen im Mai zu kommen? Hinterlasse es mir gerne in den Kommentaren …
Ab jetzt erscheinen hier immer wieder meine persönlichen Sicht-weise(n) zu Impulsen oder Themen der Zeit. Als Inspiration und Denkanstoß, denn ich finde, dass die Zeit reif ist, um gemeinsam neue Wege zu finden und zu gehen.
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