4-Wort-Story zur Farbkreisreise im Oktober 2025

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im Oktober 2025

BRAUN ist die Farbe des Monats OKTOBER in der Farbkreisreise 2025.

 

In diesem Jahr freue ich mich sehr darüber, gemeinsam mit der Begründerin der Farbkreisreise – Susanne Heinen ein Gemeinschaftsprojekt zu gestalten.   

Nachdem in den letzten Jahren schon vor allem wundervolle Bilder, Collagen, Verse, Farbdrucke und Malereien im Rahmen dieser Farbkreisreise das Licht der Welt erblickten, gesellt sich nun die Sprache, das Geschichtenerzählen, in Form einer Schreibwerkstatt dazu.

 

Es ist ein Experiment, wie die Farbkreisreise in Form von Worten mehr Farbe ins Grau bringen kann.

 

Fühle dich eingeladen, mitzumachen. Lass dich von den vier Worten inspirieren und kreiere eine 4-Wort-Story dazu.

 

Wie das geht und was eine 4-Wort-Story ist, erkläre ich dir in der folgenden Anleitung.

 

Ich wünsche dir viel Freude dabei und freue mich auf viele fantasievolle Geschichten.

 

Und natürlich bin auch ich bei diesem Projekt jeden Monat mit einer eigenen Geschichte dabei.

 

 

Die Anleitung für eine 4-Wort-Story

Die physischen Eckpunkte für eine 4-Wort-Story sind schnell zusammengestellt.

 

  • 4 Worte, die nichts miteinander zu tun haben – die jedoch alle in der Geschichte irgendwann vorkommen sollen.

 

  • 1 Blatt Papier und ein Schreibgerät deiner Wahl oder ein leeres Text-Dokument im Laptop. Es ist hilfreich, sich zur Orientierung die vier Wörter auf die erste Zeile zu schreiben, um beim Schreiben nicht abgelenkt zu werden.
    (Wer mag, kann sich eine Normseite – vom Literaturcafe.de kostenlos zur Verfügung gestellt – zum Schreiben herunterladen.)

 

  • eine Portion Fantasie und  30 bis max. 60 Min. zum Schreiben.

 

  • Die Länge der Geschichte ist auf ca. 500 Wörter bzw. 3.500 Zeichen begrenzt.

 

Die Begrenzungen von Länge und Zeit ist ein wichtiger kreativer Aspekt einer 4-Wort-Story.

Außerdem ist das Besondere an einer 4-Wort-Story, dass sie nach dem Schreiben nicht mehr überarbeitet wird

 

Dieses intuitive Schreiben und das fantasievolle Jonglieren mit vier vorgegebenen Worten ist der Zauber einer 4-Wort-Story. 

So wie in der Fotografie der jeweilige Moment zählt und nie so wiederkommt oder so wie beim Aquarellmalen der ursprüngliche Farbverlauf im Nachhinein sichtbar bleibt, ist es auch beim Schreiben dieser aus dem Nichts entstehenden Geschichte.

 

Noch ein TIPP:

Aus Erfahrung empfehle ich dir, ganz absichtslos ohne Erwartung oder vorheriges langes Nachdenken ans Schreiben zu gehen.

Einzig ein Ort oder ein Name sind manchmal als Ankerpunkt zu Beginn hilfreich. Ansonsten lass dich einfach vom unsichtbaren Schreibfluss, denen deine Finger folgen, leiten.

Oft ist es ganz überraschend, wohin dich die vier Worte und deine Fantasie entführen.

 

Ich wünsche dir viel Experimentierfreude und Leichtigkeit dabei.

 

Wie mein Großvater schon früher immer wieder zu mir sagte: Wer schreibt, der bleibt …

… immer in Erinnerung und hinterlässt Spuren, würde ich heute ergänzen.

 

 

 

 

 

Meine 4-Wort-Story zum Monat Oktober 2025

 

zu den Worten BRAUN + Gesicht, Kapelle, Wanderung

 

 

Vom Wandern 

 

Von Aussichtsturm aus konnte Sille heute bis weit über die Grenze schauen. Wenn sie nach links schaute, sah sie die Hügelkette ihrer Kindheit, den Töpferberg, die Tausche und weiter rechts den Jeschken im Isergebirge.

Sie erinnert sich, wie sie als Teenagerin während einer der letzten Sommerferien, mit ihren Eltern einmal dort oben war. Die Wanderung zum Jeschken sollte das Highlight der Ferien werden. Sie hatten wieder ihr altes Quartier in Gablonz bei Liberec bezogen, doch Sille konnte schon damals wandern nicht leiden. Im Gegensatz zum Rest ihrer Familie. Meist lief sie nur mit mürrischem Gesicht hinter den anderen her. Doch das runde Gebäude mit seinem spitzen Turm, der wie das Cockpit einer Rakete aussah, hatte sie an dem Tag motiviert, mitzulaufen.

 

 

Auf dem Weg dorthin tauchten immer wieder Wegweiser zur Bergseilbahn auf.

»Können wir nicht die Bergseilbahn nehmen?«, fragte Sille jedes Mal erneut. Doch die anderen lachten nur. Ohne Fleiß, kein Preis war ihr Motto. Einen Berg nicht zu Fuß zu besteigen, kam für die anderen gar nicht infrage.

»Na, hast du wieder keine Lust zum Wandern?«, antwortete ihre Schwester grinsend und pikste ihr ihre Finger in die Seite.

Sie kam sich vor, als ob sie nach der Geburt in der falschen Familie gelandet wäre. Warum hatte sie als einzige einfach keine Freude am Wandern, so wie alle anderen?

Als sie am Fuß des Berges an der Talstation der Seilbahn ankamen, beneidete sie die Wartenden in der Schlange. Doch nichts half. Sie musste mit den anderen mitwandern.

 

Endlich oben angekommen wurden sie mit einer wundervollen Aussicht belohnt und sie setzten sich erschöpft an einen leeren Tisch in der Gaststätte. Die Fenster waren von außen braun gefärbt, um die Gäste im Innern vor den Sonnenstrahlen zu schützen.

»Na, war es so schlimm? Wenn wir mit der Seilbahn gefahren wären, könnten wir uns jetzt hier nicht das Essen leisten.« versuchte ihre Mutter sie wieder aufzumuntern.

»Also hat es am Geld gelegen?«, fragte Sille leise? Doch ihre Mutter hatte sich schon wieder den anderen zugewandt. Sille schaute still aus dem Fenster. Als sie mit ihrem Kuchen fertig war, lief sie nach draußen und ließ sich den Wind um die Nase wehen. Den anderen fiel das gar nicht auf.

 

 

Nach zwei Stunden machten sie sich wieder auf den Heimweg. Sille erinnert sich noch, dass sie am Abend im Bett leise ein langes Gebet sprach. Niemand in ihrer Familie hatte mit Kirche etwas am Hut. Auch da war sie anders als die anderen.

Als sie am nächsten Tag zur Wanderung aufbrechen wollten, wunderten sie sich über die Musik, die von weitem zu ihnen dran. Es war Nationalfeiertag und eine Musik-Kapelle spielte im Zentrum ihre Lieder. Daraufhin entschieden sie, spontan einen Wanderpausentag einzulegen und mit den anderen zu feiern. Erleichtert schloss sie sich den anderen an. Ihr Gebet war erhört worden.

 

Sille schaute noch einmal von rechts nach links. Das mit der Wanderfreude hat sich bis heute bei ihr nicht geändert. Nur sehr selten wandert sie wie heute auf den Hochwald, dem Lieblingsberg ihrer Mutter. Oft nur am Todestag zu Ehren ihrer Mutter. Doch das war ihr wichtig.



 

Du wünschst dir eine Fortsetzung der Geschichte? … dann schreib es mir gerne in den Kommentar …

oder schreib die Geschichte einfach selber weiter ….

 

Die Veröffentlichung deiner 4-Wort-Story

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine 4-Wort-Story der Öffentlichkeit präsentieren kannst. 

 

  • Wenn du einen eigenen Blog hast:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story auf deiner Seite und verlinke diese – ähnlich wie bei einer Blogparade – hier unter diesem Artikel im Kommentarbereich und unter dem Monatsblogartikel der #farbkreisreise auf der Webseite von Susanne Heinen

 

  • Wenn du auf Instagram unterwegs bist:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story als Karussellpost oder als Story auf Instagram – wichtig: gib in deinem Post die Hashtags #farbkreisreise sowie #vierwortstory an, damit deine Geschichte für alle auf Instagram zu finden ist.
    Schön wäre, wenn du deinen Post oder deine Story auch im Kommentar auf der Webseite unter dem Artikel verlinken würdest. 

 

  • Wenn du weder einen eigenen Blog hast, noch auf Instagram unterwegs bist:
    Schicke mir deinen Text als pdf per E-Mail und ich verlinke ihn dann hier im Artikel. 

 

 

 

Wie die Idee der 4-Wort-Geschichten entstand

 

Vor vielen Jahren, als ich über eine längere Zeit ans Bett gefesselt war, schickte mir eine Freundin jeden Morgen vier Worte zu, mit der Bitte, ihr daraus eine kurze Geschichte zu schreiben.

Damals war das eine große Herausforderung für mich, doch es wurde zu unserem täglichen Ritual des Innehaltens.

Heute kann ich mir ein Leben ohne Schreiben gar nicht mehr vorstellen.

Vielleicht macht dir diese kleine Geschichte Mut, es einfach auch mal auszuprobieren.

 

Wenn du Lust auf weitere 4-Wort-Stories hast, findest du welche in meinem Blog oder in meinem Buch.

 

 

Alle Beiträge der Oktober-4-Wort-Stories in der Übersicht

 

Hier findest du alle veröffentlichen Beiträge nach Datum sortiert: 

 

Datum Name Titel Link
    1. 13.10.2025 mein eigener Beitrag … Vom Wandern  https://freiewortwahl.de/4-wort-story-farbkreisreise-oktober-2025/
    2. xx.10.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
    3. xx.10.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
    4. xx.10.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
5.

 

 

Ich freue mich über jeden Beitrag und wünsche dir viel Freude beim Lesen der Geschichten.

 

Dies ist ein Blogartikel im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes der #Farbkreisreise – initiiert von der wunderbaren Susanne Heinen

Unter dem Motto: Farbe ins Grau – die Farbkreisreise entstehen seit vier Jahren jeden Monat

wundervolle Bilder, Collagen, Haikus, Elfchen, Farbdrucke oder sonstige kreative Kunstwerke.

 

 

 

 

Mein #12von12 im September 2025 – Spätsommer in Berlin

Mein #12von12 im September 2025 – Spätsommer in Berlin

Heute ist wieder 12 von 12-Tag. Nach alter Bloggertradition, von  #draußennurkännchen, vor ein paar Jahren wiederbelebt, verbloggt man am 12. eines Monats 12 Bilder aus seinem Alltag.

Zurück aus der schönen Schweiz hat mich seit zwei Wochen der Schulalltag zurück. Doch hier sind die 12 Bilder meines persönlichen 12. September 2025 – dieses Mal wieder aus Berlin:

 

Der erste Roh-Kakao-Kaffee mit geschäumter Milch ist mein Ankommensritual mit meiner Kollegin im Büro. Meistens sind wir dann gegen 7 noch ungestört allein, denn die Lehrer:innen und Schüler:innen kommen frühstens eine Stunde später. Das bedeutet für uns: entspanntes Abarbeiten ohne Störungen.

 

Nach der intensiven Schulanfangswelle in der letzten Woche sieht es auf meinem Schreibtisch wieder übersichtlicher aus … doch es gibt immer noch zu viele offene Enden, die noch schnellstmöglich in den Alltag des neuen Schuljahres eingewebt werden müssen, damit alles rund läuft.

 

Eine schöne Überraschung am Rande: eine Kollegin weiß nicht, wohin mit den Äpfeln aus ihrem Garten und so bin ich heute die Beglückte, der sie einen ganzen Beutel voller Äpfel schenkt. MERCI, die werde ich am Wochenende zu Apfelmus verarbeiten … mhhhh lecker.

 

Hier war der Hunger schneller als das Fotografieren. Erst beim Abwaschen meiner Mittagessendose fällt mir wieder 12von12 ein … es gab leckere Wildheidelbeeren mit körnigem Frischkäse … war sehr lecker 😉

 

Noch im Trockenen bin ich 13 Uhr vom Schulhof in die U-Bahn gelaufen, doch beim Umsteigen in den Bus hat mich dann ein fetter Regenguss überrascht … zum Glück hatte ich zur gröbsten Schadensabwendung einen Schirm dabei.

 

Pünktlich zum Termin lag ich um zwei unter den besten Händen von N., bei der ich fast jeden Freitag mein Wochenende mit einer gründlichen manuellen Physioeinheit meines Rückens beginnen darf. Sie knete mir dann die Anspannung der Woche aus den Gliedern. Was für eine Wohltat. Danach geht es mir immer gleich viel besser.

 

Ein kurzer Stopp zu Hause … Arbeitssachen ablegen und bevor ich hungrig durch die Stadt fahre noch schnell einen leckeren Snack … seit einiger Zeit bin ich KoRo-fanatisch … einfach weils so lecker ist … und dann auch noch gesund.

 

Beim Reparaturtermin beim Optiker. Sie sitzt wieder, auch wenn ich mich an dieses riesige Insektenaugen-Brillengestell erst noch gewöhnen muss. Doch die Sonne scheint wieder, daher lasse ich die Brille gleich auf der Nase sitzen und fahre mit dem Bus zum Kudamm …

 

Seit ein paar Tagen hängt bei meinen Nachbarn dieses Schild an der Tür … jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, fange ich an zu grinsen. Wir sind schon wirklich ganz unterschiedlich verrückte Hühner in unserem Haus.

 

Bei diesem Spätsommerwetter folge ich meiner Laufchallenge und laufe noch bis zu meiner diesjährigen absoluten Lieblingseisdiele in die Motzstraße – nicht nur das Eis ist hier das beste, sondern auch die größe der Kugeln sind unschlagbar … und jede Riesenkugel kostest auch nur 2,50 … ich, als Eis-Junky feiere dort fast täglich mit zwei Kugeln mein wunderbares Leben. Was für ein Luxus.

 

Auf dem Rückweg kaufe ich noch fürs Wochenende ein … ob das jetzt meine letzte Melone in diesem Sommer sein wird??? … von Melone mit Schafskäse kann ich im Sommer nicht genug bekommen … und fürs nächste Spirit-Ei-Orakel zum Jahresende nehme ich schon einmal die ersten neuen Überraschungseier mit.

 

Mega stolz schaue ich auf meine Laufchallenge-App und freue mich über mein Tageszielergebnis. Seit Anfang Mai bin ich dabei … schon 120 Tage ohne Unterbrechung.

 

Das waren sie wieder, die 12 Bilder meines Tages …

Wenn du magst, sei nächsten Monat wieder mit dabei …

 


Doch jetzt ist erst einmal wieder bis in vier Wochen Pause – am 12. Oktober nehme ich dich dann wieder mit in meinen Alltag.

Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt. Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.

Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.

 

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im September 2025

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im September 2025

APRICOT ist die Farbe des Monats SEPTEMBER in der Farbkreisreise 2025.

 

In diesem Jahr freue ich mich sehr darüber, gemeinsam mit der Begründerin der Farbkreisreise – Susanne Heinen ein Gemeinschaftsprojekt zu gestalten.   

Nachdem in den letzten Jahren schon vor allem wundervolle Bilder, Collagen, Verse, Farbdrucke und Malereien im Rahmen dieser Farbkreisreise das Licht der Welt erblickten, gesellt sich nun die Sprache, das Geschichtenerzählen, in Form einer Schreibwerkstatt dazu.

 

Es ist ein Experiment, wie die Farbkreisreise in Form von Worten mehr Farbe ins Grau bringen kann.

 

Fühle dich eingeladen, mitzumachen. Lass dich von den vier Worten inspirieren und kreiere eine 4-Wort-Story dazu.

 

Wie das geht und was eine 4-Wort-Story ist, erkläre ich dir in der folgenden Anleitung.

 

Ich wünsche dir viel Freude dabei und freue mich auf viele fantasievolle Geschichten.

 

Und natürlich bin auch ich bei diesem Projekt jeden Monat mit einer eigenen Geschichte dabei.

 

 

Die Anleitung für eine 4-Wort-Story

Die physischen Eckpunkte für eine 4-Wort-Story sind schnell zusammengestellt.

 

  • 4 Worte, die nichts miteinander zu tun haben – die jedoch alle in der Geschichte irgendwann vorkommen sollen.

 

  • 1 Blatt Papier und ein Schreibgerät deiner Wahl oder ein leeres Text-Dokument im Laptop. Es ist hilfreich, sich zur Orientierung die vier Wörter auf die erste Zeile zu schreiben, um beim Schreiben nicht abgelenkt zu werden.
    (Wer mag, kann sich eine Normseite – vom Literaturcafe.de kostenlos zur Verfügung gestellt – zum Schreiben herunterladen.)

 

  • eine Portion Fantasie und  30 bis max. 60 Min. zum Schreiben.

 

  • Die Länge der Geschichte ist auf ca. 500 Wörter bzw. 3.500 Zeichen begrenzt.

 

Die Begrenzungen von Länge und Zeit ist ein wichtiger kreativer Aspekt einer 4-Wort-Story.

Außerdem ist das Besondere an einer 4-Wort-Story, dass sie nach dem Schreiben nicht mehr überarbeitet wird

 

Dieses intuitive Schreiben und das fantasievolle Jonglieren mit vier vorgegebenen Worten ist der Zauber einer 4-Wort-Story. 

So wie in der Fotografie der jeweilige Moment zählt und nie so wiederkommt oder so wie beim Aquarellmalen der ursprüngliche Farbverlauf im Nachhinein sichtbar bleibt, ist es auch beim Schreiben dieser aus dem Nichts entstehenden Geschichte.

 

Noch ein TIPP:

Aus Erfahrung empfehle ich dir, ganz absichtslos ohne Erwartung oder vorheriges langes Nachdenken ans Schreiben zu gehen.

Einzig ein Ort oder ein Name sind manchmal als Ankerpunkt zu Beginn hilfreich. Ansonsten lass dich einfach vom unsichtbaren Schreibfluss, denen deine Finger folgen, leiten.

Oft ist es ganz überraschend, wohin dich die vier Worte und deine Phantasie entführen.

 

Ich wünsche dir viel Experimentierfreude und Leichtigkeit dabei.

 

Wie mein Großvater schon früher immer wieder zu mir sagte: Wer schreibt, der bleibt …

… immer in Erinnerung und hinterlässt Spuren, würde ich heute ergänzen.

 

 

 

 

 

Meine 4-Wort-Story zum Monat September 2025

 

zu den Worten APRICOT + Poesie, Pflaster, Stehlampe

 

 

Manchmal kommt es anders als man denkt … 

 

Die Umzugskisten stapelten sich in allen Zimmern. Seit ihrer Ankunft in ihrem neuen Zuhause schob sie die Kisten immer wieder hin und her. Die Zusage für diese Wohnung kam so überraschend, dass sie fast über Nacht all ihren Hausrat verpacken musste. Zum Glück hatten ihr Sille und Hans spontan beim Packen geholfen. Doch das Beschriften der Kisten hatten sie dabei alle vergessen.

So lag das Besteck nun in derselben Kiste wie ihre Erinnerungsfotokiste. Zwischen ihren Schuhen hatte sie das alte Poesiealbum aus ihrer Kindheit gefunden. Doch all das war nur eine Nebensache. Sie hatte Zeit, nicht nur für das sich neu einrichten, sondern auch für das sich neu in ihrem Leben sortieren.

 

 

Als ihr Freund ihr im letzten Monat erklärt hatte, dass er sich in eine andere Frau verliebt hätte und sich von ihr trennen wolle, brannten bei ihr die Lampen durch. Sie konnte seitdem nicht mehr normal denken, geschweige denn schlafen oder arbeiten.

Das Einzige, was sie ganz klar wusste, war, sie müsse hier jetzt schnellstmöglich weg. Es war seine Wohnung und sie wollte keinen Tag länger mehr hierbleiben. Sie fühlte sich verraten, so elend, hatte sie doch gedacht, er wäre der Mann, mit dem sie ihren Lebensabend verbringen würde.

 

Doch manchmal kommt das Leben anders, als man denkt. Da hilft auch kein Pflaster, das die Wunde vor Schmutz schützt. Wenn die Seele weint, helfen bestenfalls das Mitgefühl von Freunden oder das Zulassen der Trauer im Alleinsein.

»Lass laufen, Baby, Tränen sind das beste Elixier« hatte ihre beste Freundin Birte ihr am Telefon am Ende des Gespräches mit auf den Weg gegeben. »Ich schaue, dass ich mir ein paar Tage freinehmen kann und dann komme ich und helfe dir.«

Birte kannte sie schon seit ihrer Lehre. Beide hatten schon so manches Tal zusammenhaltend, sich gegenseitig unterstützend durchgestanden. Wie schade nur, dass sie 500 km entfernt von ihr wohnte und sie sich daher nicht mehr so oft sehen konnten.

 

 

Sie setzte sich auf den Boden und schaute über die verstreuten Gegenstände in alle Richtungen. Der Vermieter hatte ihr gesagt, dass sie sofort einziehen könne, wenn sie nicht wolle, dass er erst noch einmal alle Wände in Weiß streichen würde.

Ihre Vormieterin hatte wohl eine Vorliebe für apricot, denn fast alle Wände waren in diesen warmen Pastellton gestrichen. Das kam ihr entgegen, daher übergab ihr der Vermieter gleich nach der Besichtigung die Schlüssel für die Wohnung. Am nächsten Tag unterschrieb sie den Mietvertrag.

 

 

Sie musste am Boden eingeschlafen sein, denn als sie aufschrak, war es draußen vor den Fenstern dunkel. Hatte es gerade an der Tür geklingelt? Nur langsam kam sie auf die Füße, ihre Glieder waren verspannt und die Füße waren wohl eingeschlafen. Sie hatte sich nicht getäuscht, es klingelte ein nächstes Mal an der Tür.

Verschlafen rief sie: »ich komme« in die Richtung der Eingangstür. Im Dunkeln stieß sie an einen Gegenstand, der im Weg stand, die Stehlampe fiel krachend zu Boden. Sie öffnete die Tür und blinzelte ins helle Flurlicht. Sie traute ihren Augen nicht. »Birte? Was machst du denn hier?«

»Ich habe mich nach unserem Telefonat auf Arbeit abgemeldet und mich sofort ins Auto gesetzt … du hörtest dich so traurig an, da dachte ich mir, du brauchst sofort eine Schulter, an die du dich anlehnen kannst. Und tatah, hier bin ich.«

»Was bist du nur für ein verrücktes Huhn! Doch dafür lieb ich dich ja. Komm rein, doch Vorsicht, hier sieht es noch wie nach einem Überfall aus.«

»Kein Problem, ich bleibe trotzdem.«

 

Du wünschst dir eine Fortsetzung der Geschichte? … dann schreib es mir gerne in den Kommentar …

oder schreib die Geschichte einfach selber weiter ….

 

Die Veröffentlichung deiner 4-Wort-Story

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine 4-Wort-Story der Öffentlichkeit präsentieren kannst. 

 

  • Wenn du einen eigenen Blog hast:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story auf deiner Seite und verlinke diese – ähnlich wie bei einer Blogparade – hier unter diesem Artikel im Kommentarbereich und unter dem Monatsblogartikel der #farbkreisreise auf der Webseite von Susanne Heinen

 

  • Wenn du auf Instagram unterwegs bist:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story als Karussellpost oder als Story auf Instagram – wichtig: gib in deinem Post die Hashtags #farbkreisreise sowie #vierwortstory an, damit deine Geschichte für alle auf Instagram zu finden ist.
    Schön wäre, wenn du deinen Post oder deine Story auch im Kommentar auf der Webseite unter dem Artikel verlinken würdest. 

 

  • Wenn du weder einen eigenen Blog hast, noch auf Instagram unterwegs bist:
    Schicke mir deinen Text als pdf per E-Mail und ich verlinke ihn dann hier im Artikel. 

 

 

 

Wie die Idee der 4-Wort-Geschichten entstand

 

Vor vielen Jahren, als ich über eine längere Zeit ans Bett gefesselt war, schickte mir eine Freundin jeden Morgen vier Worte zu, mit der Bitte, ihr daraus eine kurze Geschichte zu schreiben.

Damals war das eine große Herausforderung für mich, doch es wurde zu unserem täglichen Ritual des Innehaltens.

Heute kann ich mir ein Leben ohne Schreiben gar nicht mehr vorstellen.

Vielleicht macht dir diese kleine Geschichte Mut, es einfach auch mal auszuprobieren.

 

Wenn du Lust auf weitere 4-Wort-Stories hast, findest du welche in meinem Blog oder in meinem Buch.

 

 

Alle Beiträge der September-4-Wort-Stories in der Übersicht

 

Hier findest du alle veröffentlichen Beiträge nach Datum sortiert: 

 

Datum Name Titel Link
    1. 11.09.2025 mein eigener Beitrag … Manchmal kommt es anders als gedacht https://freiewortwahl.de/4-wort-story-farbkreisreise-september-2025/
    2. xx.09.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
    3. xx.09.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
    4. xx.09.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
5.

 

 

Ich freue mich über jeden Beitrag und wünsche dir viel Freude beim Lesen der Geschichten.

 

Dies ist ein Blogartikel im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes der #Farbkreisreise – initiiert von der wunderbaren Susanne Heinen

Unter dem Motto: Farbe ins Grau – die Farbkreisreise entstehen seit vier Jahren jeden Monat

wundervolle Bilder, Collagen, Haikus, Elfchen, Farbdrucke oder sonstige kreative Kunstwerke.

 

 

 

 

Sicht weisen(n): Rede an die nächste Generation Z

Sicht weisen(n): Rede an die nächste Generation Z

Die Tradition der Schulrede

 

In meiner Arbeit in einer freien Schule begegnen mir jeden Tag eine Vielzahl von jungen Menschen. An manchen Tagen habe ich Zeit, mir das Treiben auf dem Schulhof anzuschauen und diese jungen Menschen in ihrem Treiben und Tun zu beobachten.

Vor allem beobachte ich gerne diejenigen, die in dem jeweiligen Jahr ihr Abitur absolvieren werden. Denn für sie ist es das letzte Jahr, bevor sie ihre Flügel ausbreiten und danach in einen neuen Lebensabschnitt durchstarten. 

In Amerika gibt es eine Tradition, bei der zum Abschluss des Studiums den Absolventen eine Rede gehalten wird. Oftmals werden dazu bekannte Persönlichkeiten oder Schriftsteller:innen geladen, weil man hofft, dass diese besonders gut über das Leben Bescheid wissen.

Im Saarland wurde 1999 diese Tradition wieder aufgegriffen – hat doch die Schulrede in Deutschland eine lange Tradition bis zurück ins 18. Jahrhunder. Seitdem haben verschiedene Persönlichkeiten und Schriftsteller:innen, wie zum Beispiel Juli Zeh, Raoul Schrott, Feridun Zaimoglu und Herta Müller, eine Rede an die nächste Generation gehalten.

2023 hatte Julia Schoch die Ehre, eine Rede an die Abiturient:innen in Saarland zu halten und hat in dieser folgendes unter anderem gesagt:

 

» Stürzen Sie sich vor allem in die Liebe.
Verschwenden Sie sich. Sparen Sie sich und Ihre Gefühle nicht auf.
Seien Sie nicht pragmatisch, seien sie nicht zaghaft und vor allem nicht zynisch.
Seien Sie großzügig und mutig,
wenn es um die Angelegenheiten des Herzens geht. «  

 

Inspiriert von dieser Tradition startete ich ein Experiment und schrieb selbst eine Rede an die nächste Generation: Z. 

 

 

 

Meine Rede an die nächste Generation Z

Willkommen im Zeitalter des Wassermanns, der großen Zeitenwende.

Ihr steht am Beginn einer neuen Zeit, die in den nächsten 200 Jahren wirken will. Herzlichen Glückwunsch.

In den letzten 200 Jahren wurde viel erforscht, experimentiert und die Resultate haben nicht nur wissenschaftliche Höchstleistungen und Reichtum gebracht, sondern auch viel Leid und Zerstörung verursacht.

Der Mensch hat sich über die urheiligsten Gesetze gestellt und Großmutter Erde beschert uns derzeit die Quittung.

Der Klimawandel, das sich gegenseitige Bekriegen aus Macht- und Geldgier, das Ungleichgewicht von Arm und Reich ist Kapitalismus in höchster Blüte.

Das urheilige Gesetz vom Gleichklang des Gebens und Nehmens wurde bis ins Unermessliche missbraucht.

Doch auch das ist aus dem Blickwinkel der jahrtausendelangen Evolution im Geschichtsrad nur ein winziges Sandkorn der Zeitgeschichte.

Daher regt euch nicht über euer Erbe auf, sondern packt es an, macht es anders und verbindet euch wieder mit dem großen Ganzen.

Der Schlüssel liegt im WIR, im gemeinsam in Einklang mit allen Welten und Menschen friedlich leben.

Doch der Weg zum WIR verläuft nur über den Weg zu dir. Solange du mit dir nicht im Reinen bist, nicht die volle Verantwortung für all dein Tun und Nichttun übernimmst, sondern die Ursache für Entscheidungen und Missstände im Außen suchst, du nicht weißt, wer du wirklich bist, du deinen inneren Diamanten noch nicht gefunden hast, werden deine Versuche immer wieder fehlschlagen.

Daher mach dich auf die Reise, geh in die Natur, befrage die Bäume und Tiere, höre auf dein Herz. Sie sind deine Wegweiser, wissen, was zu tun ist, im Hier und Jetzt.

Wir sind alle miteinander verbunden. Du bist Ich und Ich bin du. Alles andere ist eine Illusion. Wir werden die Erde nur im Miteinander gemeinsam erhalten.

Daher überwinde deine Ängste, entdecke das Schöne der Andersartigkeit im Anderen, verschwende dich und deine Zeit in das liebevolle Miteinander.

Das Zeitalter der Entscheidungen aus Kopf und Verstand ist vorbei. Nun beginnt das Zeitalter der bedingungslosen Liebe zu allem.

Denn nur im WIR werden wir überleben. Wir sitzen alle im selben Boot. Geh mutig voran, lass dich nicht von den alten Macht- oder Giergedanken leiten, sondern frage dich immer: Ist es zum Wohle aller? Ihr seid genau die, die wir für diese große Zeitenwende brauchen.

 

 

 

Das ist der Rede erster Teil. Sie ist noch nicht zu Ende. Sie webt sich jeden Tag ein Stück weiter. Denn Leben ist immerwährende Veränderung.

 

Was würdest du gerne aus deinem Erfahrungsschatz der kommenden Generation mit auf den Weg geben?

 

schreib es mir gerne in den Kommentar … oder schreib die Rede einfach weiter ….

 

 

Sicht weise(n): Weißes Gold – SALZ. Im Allgemeinen, Besonderen & Speziellen

Sicht weise(n): Weißes Gold – SALZ. Im Allgemeinen, Besonderen & Speziellen

Früher war es das weiße Gold: Das Salz hat viele Möglichkeiten. 

 

» Salzwasser ist das universelle Heilmittel. Tränen, Schweiß oder das Meer. «

 

Karen Blixen

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Salz zur Heilung

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Natrium chloratum als homöopathisches Mittel wird als hilfreich bei Menschen empfohlen, die verbittert oder in ihrem Leben bis ins tiefste Mark verletzt wurden, denen großes Leid zugefügt wurde und die von dieser alten Last nicht loslassen können oder wollen.

„Das zahle ich dir heim bis ins Grab“ oder „Das vergesse oder verzeihe ich dir nie“, sind Sätze, die diese Klienten dann äußern.

Ich kenne diese Sätze selbst, von früher, war lange bitterböse sauer auf meine Eltern, doch mit Natrium chloratum hat sich Schicht für Schicht diese Wut und Trauer aufgelöst, sodass ich beide heute mit viel Verständnis und einem liebenden Herzen sehen kann.

Auch mein Unverständnis und der sich angestaute Groll auf meine Tochter über ihren Kontaktabbruch vor vielen Jahren hat sich dank Natrium chloratum gewandelt. Möge sie glücklich sein, so wie sie ihr Leben lebt.

Heute bin ich frei von jeglicher Anhaftung. Jeder geht seiner Wege. Noch vor Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich das einmal mit einem geheilten Herzen schreiben kann.

Ohne homöopathische Begleitung wäre das alles nicht möglich gewesen. Doch möchte ich hier noch einmal explizit darauf hinweisen, sich beim Wunsch nach einer homöopathischen Behandlung unbedingt die fachkundige Unterstützung eines Arztes zu holen.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Heul doch!

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In meiner langen Therapielaufbahn bin ich um eines irgendwann nicht mehr herumgekommen, ums Weinen. Irgendwann war es endlich so weit und es lief.

Aus Angst, ich könne diesen Fluss nie wieder stoppen oder er würde mich total ohne Chance auf Kontrolle überwältigen, hatte ich mir das Weinen mit aller Macht und viel Kraftaufwand seit Kindheitstagen verboten.

Immer schön Frau Sonnenschein spielen, damit ja nur niemand mitbekam, wie es eigentlich in mir aussah. Das war mein Überlebensmotto.

Dann traf ich eine Ärztin, die zu mir meinte: Weinen ist die beste Krebsvorsorge, denn wenn du weinst, bildet sich in der Tränendrüse ein Serum, das vor Krebs schützt.“

Das war der letzte Tropfen, der den ganzen aufgestauten See in mir zu fließen brachte. Seitdem weine ich, wenn mir danach ist. Auch so lange wie es braucht.

Die Angst, es würde vielleicht nie wieder aufhören, klopfte anfangs zwar immer wieder an, doch das Zulassen und mein Umgang damit bestimmen heute die Dosis.

Manchmal brauche ich zum Zulassen einen sentimentalen Film, manchmal auch nicht mehr aushaltbare Schmerzen, doch nicht mehr so oft, wie früher.

Sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln macht es mir mittlerweile nichts mehr aus, zu weinen, wenn mir danach ist. Gebe ich damit ja auch anderen die Erlaubnis, zu sich und ihren Gefühlen zu stehen.

Mein Gefühlsrad darf sich drehen, in alle Richtungen. Zu jeder Zeit und überall. Tränen reinigen die Seele.

 

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Bester Schutzraum

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Salz hat ebenso die besondere Eigenschaft, um einen Raum zu säubern oder vor unangenehmen Besuchern zu schützen. Daher benutzen die indigenen Völker schon immer Salz in ihren Zeremonien und auch im chinesischen Feng-Shui wird Salz zum Schutz und energetischem Reinigen von Räumen verwendet.

Bis heute streue ich regelmäßig Salz in einer schmalen Linie auf meine Wohnungstürschwelle, auch auf meine Fensterbänke, die ich zum Lüften öffne, als energetische Sperre gegen unliebsame Energien. Im Sommer streue ich zum Beispiel auch eine Salzlinie mit Backpulver vor meinem Balkon, damit die Ameisen bei mir im 4. Stock draußen bleiben.

Auch als Schutzmittel auf Reisen ist neben Drachenblut, dem roten Harz des Drachenblutbaumes, Salz ein wunderbares Schutzmittel, um das Gepäck vor Verlust und Diebstahl zu schützen. Je nach Reiseziel ziehe ich dann eine weiße Linie um mein Gepäck, doch oftmals reicht es schon aus, einfach ein kleines Säckchen mit Salz in einer der Außentaschen des Koffers oder Rucksacks zu verstauen und ein kurzes Schutzgebet zu sprechen. Toi Toi Toi, bisher ist mir auf Reisen noch nie etwas gestohlen worden.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Salzfrei essen

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Nur für eines nutze ich Salz überhaupt nicht: beim Kochen und Essen.

Ich versuche essensmäßig weitestgehend salzfrei zu leben, da das verkaufte Salz oft nur reines Natriumchlorid ist, mit oder ohne zusätzlich versetztem Jod.

Oft ist Salz nur ein Geschmacksverstärker, der Lebensmittel haltbarer macht. Das hat mit dem ursprünglichen Salz, dem sogenannten Gold der früheren Zeiten, nicht mehr viel zu tun.

Salzfrei essen ist nicht so leicht, denn so bleiben oft nur unverarbeitete Lebensmittel übrig.

Mein Salzersatz ist mein morgendlich frischgepresster Selleriesaft, denn der stellt mir alle Clustersalze, die der Körper braucht, in bester Form zur Verfügung. Als Alternative würde ich, wenn ich müsste, nur reines Meersalz verwenden. Und wenn ich irgendwo essen gehe, habe ich sowieso keine Wahl.

Ausführliche Informationen dazu und noch mehr Tipps zu gesunder Ernährung und weitere Life Hacks für ein leichteres Leben findest du in meinem Buch und in meinem ausführlichen Blogartikel über die 25 Life Hacks.

 

Buch 25 LifeHacks von Umani Wendler

Hier kannst du dein ganz persönliches Exemplar des Buches bestellen.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


Ode an das Salz

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Das Salz im Meer, in dem ich schwimme und das mich trägt.

Das Salz im See, auf dem ich Toter Mann spielen kann.

Das Salz im Säckchen verpackt für den nächsten Schutzraum.

Das Salz der Tränen aus Freude.

Das Salz der Tränen aus Trauer oder Enttäuschung.

Das Salz der Tränen, leise dahinrollend.

Das Salz der Tränen, tief schluchzend.

Das Salz im Schweiß, nach getaner Arbeit.

Das Salz im Schweiß, nach einem leidenschaftlichen Liebesakt.

Das Salz im Schweiß, nach einer intensiven Pilateseinheit.

Das Salz im Schweiß bei Angst, Wut und Trauer.

Das Salz als Heilkraft in ungeahnten Tiefen.

Das Salz als Essenz, mit seiner Fähigkeit Gold zu sein.

Das Salz in mir birgt so manches Geheimnis meines Seins.

 

Ode: Umani Wendler

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 

Dies ist ein KI-freier Blogartikel.

Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.

Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.

(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)

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Mein #12von12 im August 2025 – Ein Sommertag in Bern

Mein #12von12 im August 2025 – Ein Sommertag in Bern

Heute ist wieder 12 von 12-Tag. Nach alter Bloggertradition, von  #draußennurkännchen, vor ein paar Jahren wiederbelebt, verbloggt man am 12. eines Monats 12 Bilder aus seinem Alltag.

Nach zwei Monaten Pause, sind sie hier, die 12 Bilder meines Tages vom 12. August 2025 – dieses Mal aus der Schweiz:

 

Ich genieße das entspannte Aufwachen im Urlaub. Derzeit bin ich in der Schweiz bei einer Schreibfreundin zu Besuch. Sie lebt in einer Genossenschafts-Gemeinschaft, in der sie für mich das Gästezimmer gebucht hat. Hier fühle ich mich richtig wohl.

 

Mit einer Tasse Caro-Kaffee setze ich mich am Vormittag an meinen begonnenen Blogartikel zum Thema Wut. Immer wieder staune ich, wie lange es dann doch dauert, bis alles an seinem Platz ist und jedes Wort für mich sich stimmig anfühlt. Glücklich zufrieden drücke ich dann auf den Veröffentlichungsbutton.

 

Der Bus bringt mich danach zum Rosengarten und gleich am Eingang faszinieren mich die blühenden Seerosen im Teichbrunnen.

 

Mein geschultes Fotografenauge entdeckt beim Abstieg in die Altstadt den Kletterbären auf den Stromleitungen. Er dient als Wegweiser zu den echten Berner Bären, die unweit von dort am Berg leben.

 

Ich überquere die erste Brücke und lasse mich von den mutigen Schwimmern in der Aare faszinieren. Auf der einen Seite packen sie ihre Sachen in einen wasserdichten Rucksack und gehen über die seichte Böschung in die Aare, um sich dann von der Strömung bis ans Ende der Stadt treiben zu lassen. Bei den heutigen fast 35 Grad bestimmt ein wundervoll erfrischendes Vergnügen.

 

Bei meiner kleinen Stadterkundung entlang der Gerechtigkeitsgasse fällt mir dieses kleine Seitengässchen auf … das wäre die perfekte Wohnadresse für mich. Das U. steht ja schon davor 😉

 

Hinter der bekannten Zytglogge, einem Turm aus dem Mittelalter, mit astronomischer Uhr und Glockenspiel, hängen wie ein Spinnennetz die vielen Stromleitungen über der Kreuzung. Lange war ich nicht mehr in einer Stadt mit O-Bussen unterwegs, die sich mittels zweier Stromschienen durch die Straßen bewegen. Da gibt es wenig Ausweichmöglichkeiten auf der Straße, damit sie ihre Leitung nicht verlieren.

 

Meine Stadterkundungstour führt mich zum Bundesplatz, auf dem das Parlamentsgebäude und die gute alte Schweizerbank stehen. Gleich daneben entdecke ich dieses Hotel und muss schmunzeln, denn auch wir Berliner lieben ja die Bären und in Berlin wohne ich am Bundesplatz. Das wäre auch ein perfekter Abstiegsort für mich, falls ich wieder einmal Bern besuchen komme.

 

Mein Weg führt mich weiter zum Berner Münster. Ich tauche in die dortige Stille ein und halte eine Zeit lang inne, um das Lichtspiel in den hohen großen Fenstern zu beobachten. Danach lasse ich mich mit dem Fahrstuhl hinab zur Aare in den Stadtteil Matte bringen und laufe dort durch die vielen Gässchen.

 

Den ganzen Tag lang war ich schon auf der Suche nach Bildern in CYAN, der Monatsfarbe der Farbkreisreise von Susanne Heinen. Auf dem Rückweg begegnet mir dann dieser Flitzer als perfekte Augenweide. Diese Stadt hat auf jeden Fall viel Cyan zu bieten. Vielleicht wird daraus in den nächsten Tagen noch ein eigener Blogartikel.

 

Zurück in der Gemeinschaftssiedlung komme ich pünktlich zum Abendessen. Wir plauschen zu dritt ganz entspannt und lassen es uns schmecken.

 

Für Sternschnuppen ist es noch zu hell, doch die Abendstimmung in der Siedlung ist einfach traumhaft schön.

 

Dieses Mal fand ich es sehr schwer, aus den 100 und mehr Bildern zwölf auszuwählen. Doch das sind sie gewesen. Ein kleiner Einblick in mein Leben, heute aus meinem Sommerurlaub in der Schweiz.

Wenn du magst, sei nächsten Monat wieder mit dabei …

 


Doch jetzt ist erst einmal wieder bis in vier Wochen Pause – am 12. September nehme ich dich dann wieder mit in meinen Alltag.

Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt. Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.

Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.

 

Sicht weise(n): Ein Gefühl, das keiner mag: Wut. 5 Strategien und mehr im Umgang mit Wut

Sicht weise(n): Ein Gefühl, das keiner mag: Wut. 5 Strategien und mehr im Umgang mit Wut

Wut – jeder kennt sie. Doch wie gehen wir mit ihr um? 

Wann warst du das letzte Mal so richtig wütend? Musst du über die Antwort auf diese Frage erst länger nachdenken oder fällt dir die Situation sofort wieder ein?

Je nachdem, welche Strategie du für den Umgang mit Wut oder all deinen Gefühlen in deinem Leben erlernt hast, wirst du auf diese Frage antworten.

Wir können fühlen. Das ist etwas Wunderbares und unterscheidet uns auch von anderen Spezies.

Doch nicht jedes Gefühl löst in uns etwas Schönes aus. Da gibt es die Liebe, die Freude, die Begeisterung, doch auch die Trauer, der Frust oder eben die Wut.

 

 

Auf dem Gefühlsrad sind sie alle miteinander verbunden und nur wenn alle Gefühle ihre Daseinsberechtigung haben, läuft das Rad rund. Daher kann es guttun, sich auch mit den kollektiv nicht so attraktiven Gefühlen zu beschäftigen und diese zu erforschen.

In diesem Blogartikel wende ich mich daher der Wut zu. Wie sie entsteht, welche Macht sie hat, wohinter sie sich verbirgt und welche Strategien es gibt, um besser mit ihr umzugehen.

 

» Meine Zunge wird die Wut meines Herzens erzählen, oder mein Herz, das es verbirgt, wird brechen. «

William Shakespeare

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Das Gefühl: Wut

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Die meisten Gefühle und Emotionen entstehen meist unbewusst im limbischen System unseres Gehirns. Sekundenschnell nimmt der dafür dort zuständige Thalamus den Sinneseindruck war und übermittelt der Amygdala die Information.

Diese prüft den empfangenen Reiz und entscheidet zwischen brauchbar oder schädlich … und je nachdem, zack ist es da: ein Gefühl der Angst, des Ärgers, des Ekels und so weiter.

Das geschieht alles innerhalb von wenigen Sekunden und hat vielseitige Folgen auf den gesamten Organismus, der dann in den sogenannten Fight-or-Flight Modus wechselt.

Interessant es auch, wenn die Information vom Thalamus zur Hirnrinde weitergeleitet wird. Der dort sitzende Hippocampus prüft den Sinneseindruck mit bisherigen Gedächtnisinhalten – sprich mit unseren Lebenserfahrungen. Was für den einen dort vielleicht als positive Erfahrung abgespeichert ist, kann für einen anderen als Bedrohung wirken.

Daher ist die Reaktion auf ein Erlebnis bei jedem Menschen unterschiedlich. Die Prägungen unserer Kindheit und der uns umgebenen Gesellschaft spielen daher dabei eine ganz wichtige Rolle.

Doch wir sind unseren Gefühlen und Emotionen nicht willenlos ausgeliefert. Es gibt zum Glück viele unterschiedliche Methoden, wie abgespeicherte Erlebnisse, die mit unangenehmen Gefühlen verbunden sind, in neue Erlebnis- und Gefühlsbilder verwandelt werden können.

Viele dieser kommen aus der Traumatherapieforschung und werden in der Aufarbeitung von Traumata angewandt. Doch nicht nur. Einige davon sich leicht anwendbar, wie z.B. das EFT-Klopfen und stehen jedem jederzeit zur Verfügung.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Die Macht der Wut

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Meist fängt es ganz klein an. Da eine kleine Zusage, dort ein Ja, wo eigentlich ein Nein angesagt wäre. Die Situationen sind so vielfältig, die unseren in uns liegenden Wut-Vulkan nähren und sich im Laufe der Jahre ansammeln.

Manche kompensieren ihre Frusttoleranz z.B. mit Sport, einem Bierchen oder einem Gläschen Wein am Abend, einer kleinen Shoppingtour usw., um ihren Wut-Vulkan nicht überlaufen zu lassen.

Doch irgendwann fällt dann der sogenannte letzte kleine Tropfen hinein und der Vulkan explodiert. Oftmals ist das, was davor geschehen ist, gar nicht so schlimm, doch es war eben der letzte Tropfen. Die Krux ist nur: umso voller der Vulkan ist, umso öfter wird er sich entladen und die Frusttoleranz schwindet mit jedem Mal ein wenig mehr.

Wenn einen dann die Wut packt, steht man meistens ein wenig neben sich. Irgendjemand hat dann – meist im Außen – einen sogenannten Triggerpunkt getroffen und alles steht Kopf. Wir verlieren die Kontrolle, tun Dinge, die wir im normalen Zustand nicht tun würden.

Ein Sprichwort bringt es gut auf den Punkt: »Er ist vor Wut außer sich.« Das heißt soviel wie, derjenige hat den Kontakt zu sich verloren.

Doch dieser Alarmzustand ist letztendlich ein Notruf. Denn grundsätzlich sind wir alle friedliebende Menschen und sehnen uns alle nach dem Gefühl geliebt zu werden, uns sicher, geborgen und mit anderen verbunden zu fühlen.

Wenn sich also die Wut zeigt, ist etwas in Unbalance geraten. Nicht umsonst liegt das Gefühl der Wut auf dem Gefühlsrad direkt gegenüber der Liebe, dem glücklich sein. Wenn sich die Wut zeigt, ruft irgendetwas in dir um Hilfe, damit die Balance wieder hergestellt werden kann. 

Jedoch sind die meisten von uns aufgrund unserer Gesellschaft oder Familie so geprägt, dass dieses Gefühl am liebsten sofort wieder verdrängt wird. Sätze wie: »Reiß dich zusammen« oder »Hör endlich auf, so wütend zu schreien.« kennen bestimmt die meisten.

Orte, an denen sich die Wut mal zeigen darf, sind selten – vielleicht noch ganz legitim im Fußballstadion, beim Boxkampf oder im Krieg. 

Die Macht der Wut darf jedoch nicht unterschätzt werden. Genau wie die Macht der Liebe einem Flügel verleiht und alles leicht und easy scheint, ist die Macht der Wut kraftvoll und intensiv.

Wenn diese jedoch immer wieder oder dauerhaft unterdrückt wird, kann sich die Kraft der Wut gegen einen wenden und der Körper ist so erschöpft, dass er krank wird. Ich stelle mir immer wieder die Frage, wie viele Krankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs,  könnten vermieden werden, wenn wir einen anderen Umgang mit unserer Wut hätten. 

Doch was sich über so viele Jahrhunderte angestaunt hat, ist auch nicht über Nacht zu verändern. Doch der stete Tropfen höhlt den Stein. Wir können etwas tun, jeder für sich allein und jeder mit allen anderen zusammen.

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

 

5 Strategien im Umgang mit Wut

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Gleich zu Beginn: Es gibt für den Umgang mit Wut kein Allheilmittel oder Geheimrezept. Du musst für dich selbst herausfinden, was für dich am besten funktioniert.

Die folgenden Strategien können dir jedoch helfen, dich mit deiner Wut und dem Hintergrund dafür auseinanderzusetzen.

 

No. 1   Die 90-Sekunden-Regel

 

In neurowissenschaftlichen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass ein Gefühl – egal ob positiv wie negativ ca. 90 Sekunden intensiv vorherrscht, bevor es wieder abklingt.

Das kannst du dir bei aufbrausenden oder wütenden Gefühlen zu Nutze machen.

Hier die Schritte der 90-Sekunden-Regel:

 

Halte bewusst inne

– Konzentriere dich am besten auf deinen Atem – einatmen … ausatmen

Zähle innerlich bis 90

Beobachte währenddessen deinen Körper, wo bist du z.B. gerade angespannt?

Beobachte das Gefühl, das gerade da ist – versuche es bewusst wahrzunehmen, lass es zu , ohne Wertung.

 

Wichtig ist vor allem das frühzeitige bewusste Innehalten – das kann am Anfang, wenn du noch nicht so gut darin geübt bist, sehr herausfordernd sein.

Doch mit jedem Mal wirst du besser und irgendwann wird es dir immer leichter fallen, in Situationen mit wütenden Gefühlen die Oberhand zu behalten.

 

 

No. 2   Die Birkenbiel-Methode

 

Vera Birkenbiel hat einmal sehr gut erklärt, wie wir unangenehme Gefühle oder Erlebnisse weiter am Leben erhalten: Indem wir sie mit anderen teilen und sie immer wieder erzählen. Erst dem Freund oder der Freundin, dann der Nachbarin oder Arbeitskollegin usw.

Genauso wie es das Sprichwort gibt: »Geteiltes Glück ist doppeltes Glück« funktioniert es beim Leid und sich über etwas oder jemanden ärgern nämlich genauso, nur mit dem Unterschied, dass damit die unangenehme Situation oder das unangenehme Gefühl weiter am Leben erhalten wird.

Dadurch entsteht manchmal eine riesige Jammerkette, das Erlebnis wird immer größer und mancher erinnert sich zum Schluss gar nicht mehr, was der wirkliche Auslöser für seine Wut war.

Den ausführlichen Beitrag von Vera Birkenbiel dazu kann dir sehr empfehlen. Hier ist der Link.

Einen interessanten Gedanken, den sie in diesem Zusammenhang immer wieder erzählte, ist ein Zitat von Frau Kübler-Ross:

» Wenn man sich länger als 15 Sekunden ärgert, dann sind es die eigenen unerledigten Geschäfte. «

Vera Birkenbiel sagte, dass jemand in dir Ärger und Wut auslösen kann, dass ist eine erste Reaktion. Doch wie lange du dich dann weiter ärgerst, liegt in erster Linie an dir. Du selbst entscheidest, wie lange du jemand anderem die Macht über dich gibst.

Daher hatte sie immer einen kleinen Wecker bei sich, um nach 15 Sekunden innezuhalten und sich zu fragen, was kann ich daraus lernen. Das ist auch eine gute Strategie, die du zusätzlich während der 90 Sekunden-Regel anwenden kann.

 

 

No. 3   Schreibe ein Wut-Journal

 

Eine weitere hilfreiche Strategie, um deinen inneren Wut-Vulkan immer wieder zu reinigen, ist das Führen eines Wut-Journals.

Denn gleichfalls wie es hilfreich ist, ein Dankbarkeits- oder Wunsch-Journal zu führen, ist dieses Wut-Journal ein gutes Mittel, um die Jammerkette im Außen – des sich Aufregens und Beschweren in seinem Freundeskreis, unter Arbeitskollegen oder in der Familie – zu unterbrechen.

Durch das Aufschreiben dessen, was dich ärgert oder wütend macht, gibst du diesem Ärger oder deiner Wut Raum, der sich dann jedoch nicht in deinem Umfeld als toxisches Gift weiterentwickelt.

Das Besondere bei dieser Art des Aufschreiben ist vor allem, dass dir dadurch unter Umständen viel schneller klar wird, was die Situation mit dir zu tun hat und wo du noch an dir arbeiten kannst – quasi was deine noch „unerledigten Geschäfte“ sind.

 

 

No. 4   Den Wut-Finger halten  

 

Im Jin Shin Jyutsu – der japanischen Heilströmkunst – sind alle Finger einem Gefühl zugeordnet, weil an diesen bestimme Meridianpunkte liegen.

Nicht ganz so verwunderlich ist es daher, dass, wie in vielen Kulturen der Welt, der Finger für die Wut der Mittelfinger ist.

Wenn du also das nächste Mal wütend bist, versuche doch einmal, nicht den Mittelfinger deinem Gegenüber zuzustrecken, sondern halte ihn einfach mit deiner anderen Hand fest umfasst.

Schau was dann mit dir passiert. Weitere ausführliche Informationen dazu findest du auch in diesem Blogartikel dazu. Diese Methode hilft auch präventiv, so dass dein Wut-Vulkan erst gar nicht ansteigt.

 

 

No. 5   EFT-Klopfen 

 

Das Auflösen von unangenehmen Gefühlen oder Glaubenssätzen durch die EFT-Klopf-Akupressur-Technik ist eine Methode zur Selbsthilfe, bei der acht Meridianpunkte nacheinander geklopft werden und sich so die emotionale Balance im Körper wieder einstellte.

Eine ausführliche Anleitung zu dieser Methode findest du auch in meinem neusten Buch:

Buch 25 LifeHacks von Umani Wendler

Hol dir jetzt mein neuestes Buch – direkt bei mir oder im Verlag

 

Welche Themen dich in diesem Buch noch erwarten, erfährst du in diesem Blogartikel.

 

Die Redaktion von LITERATURMARKT.info hat zu meinem Buch eine wundervolle Rezension geschrieben. 

 

 

Weitere Möglichkeiten, die Wut besser in den Griff zu bekommen

Mehr Achtsamkeit im Leben

Sobald du beginnst, mit mehr Achtsamkeit vorab all deine Worte und Taten vollziehst, wird dein Leben leichter.

Das funktioniert nicht per Kippschalter, doch es lohnt sich, immer wieder Innezuhalten und die Achtsamkeit in sein Leben einzuladen.

Mit jedem kleinen Schritt, jeder kleinen achtsamen Geste wird so nach und nach etwas Größeres.

 

 

Finde deine Werte heraus

 

Sich seiner Werte bewusst zu sein, ist ein hilfreicher Hebel, um in Situationen oder bei Entscheidungen klar zu wissen, wo die eigenen Grenzen – Button Lines – liegen.

 

Auch dazu findest du in meinem Buch ein ausführliches Kapitel.

 

Wenn du Lust hast, kannst du dich auch jederzeit noch an meiner Blogparade zum Thema Werte beteiligen. Alle Infos dazu findest du in diesem Blogartikel.

 

 

Setze gesunde Grenzen

 

Um gut für dich zu sorgen, ist es hilfreich, in seiner Umgebung gesunde Grenzen zu setzen.

Nicht jeder hat das in seiner Kindheit gelernt. Umso wichtiger ist es, sich seiner Bedürfnisse und Wünsche bewusst zu werden.

Denn nicht selten entsteht die Wut, wenn jemand über die eigene persönliche Grenze getreten ist. 

 

 

Achte auf deine Gedanken

 

Unsere Gedanken sind ein machtvolles Instrument. Jeden Tag schwirren zig-Tausende durch unsere Köpfe, die meisten davon jedoch unbewusst. Eine gute Möglichkeit, um diese zu kanalysieren ist das Meditieren.

Damit meine ich nicht das stundenlange Sitzen vor einer weißen Wand. Sondern das immer wieder kurze Innehalten, sich auf den Atem konzentrieren und die Gedanken wie Wolken an einem vorbeiziehen zu lassen.

Umso mehr du lernst, deine Gedanken auf Lichtvolles zu fokussieren, umso mehr werden deine Worte und Taten sich in diese Richtung ausrichten. 

 

 

Hol dir professionelle Hilfe

 

Wenn du feststellst, dass dich deine Wut fest im Griff hält und dein Wut-Vulkan zu oft überläuft, hole dir professionelle Hilfe.

Manches Mal hilft es gut, wenn man zeitweise einen neutralen Zuhörer mit therapeutischem Hintergrund zu Rate zieht, um wieder in seine emotionale Balance zu finden.

Und denke daran: Das ist keine Schwäche oder ein Makel. Es zeugt eher von mutiger Selbstverantwortung und Selbstwertschätzung für dich und dein Leben.

 

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

Ich freue mich sehr, wenn du mir bei diesem Blogartikel einen Kommentar hinterlässt.

Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.

(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)

Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.

 

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im August 2025

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im August 2025

CYAN ist die Farbe des Monats AUGUST in der Farbkreisreise 2025.

 

In diesem Jahr freue ich mich sehr darüber, gemeinsam mit der Begründerin der Farbkreisreise – Susanne Heinen ein Gemeinschaftsprojekt zu gestalten.   

Nachdem in den letzten Jahren schon vor allem wundervolle Bilder, Collagen, Verse, Farbdrucke und Malereien im Rahmen dieser Farbkreisreise das Licht der Welt erblickten, gesellt sich nun die Sprache, das Geschichtenerzählen, in Form einer Schreibwerkstatt dazu.

 

Es ist ein Experiment, wie die Farbkreisreise in Form von Worten mehr Farbe ins Grau bringen kann.

 

Fühle dich eingeladen, mitzumachen. Lass dich von den vier Worten inspirieren und kreiere eine 4-Wort-Story dazu.

 

Wie das geht und was eine 4-Wort-Story ist, erkläre ich dir in der folgenden Anleitung.

 

Ich wünsche dir viel Freude dabei und freue mich auf viele fantasievolle Geschichten.

 

Und natürlich bin auch ich bei diesem Projekt jeden Monat mit einer eigenen Geschichte dabei.

 

 

Die Anleitung für eine 4-Wort-Story

Die physischen Eckpunkte für eine 4-Wort-Story sind schnell zusammengestellt.

 

  • 4 Worte, die nichts miteinander zu tun haben – die jedoch alle in der Geschichte irgendwann vorkommen sollen.

 

  • 1 Blatt Papier und ein Schreibgerät deiner Wahl oder ein leeres Text-Dokument im Laptop. Es ist hilfreich, sich zur Orientierung die vier Wörter auf die erste Zeile zu schreiben, um beim Schreiben nicht abgelenkt zu werden.
    (Wer mag, kann sich eine Normseite – vom Literaturcafe.de kostenlos zur Verfügung gestellt – zum Schreiben herunterladen.)

 

  • eine Portion Phantasie und  30 bis max. 60 Min. zum Schreiben.

 

  • Die Länge der Geschichte ist auf ca. 500 Wörter bzw. 3.500 Zeichen begrenzt.

 

Die Begrenzungen von Länge und Zeit ist ein wichtiger kreativer Aspekt einer 4-Wort-Story.

Außerdem ist das Besondere an einer 4-Wort-Story, dass sie nach dem Schreiben nicht mehr überarbeitet wird

 

Dieses intuitive Schreiben und das fantasievolle Jonglieren mit vier vorgegebenen Worten ist der Zauber einer 4-Wort-Story. 

So wie in der Fotografie der jeweilige Moment zählt und nie so wiederkommt oder so wie beim Aquarellmalen der ursprüngliche Farbverlauf im Nachhinein sichtbar bleibt, ist es auch beim Schreiben dieser aus dem Nichts entstehenden Geschichte.

 

Noch ein TIPP:

Aus Erfahrung empfehle ich dir, ganz absichtslos ohne Erwartung oder vorheriges langes Nachdenken ans Schreiben zu gehen.

Einzig ein Ort oder ein Name sind manchmal als Ankerpunkt zu Beginn hilfreich. Ansonsten lass dich einfach vom unsichtbaren Schreibfluss, denen deine Finger folgen, leiten.

Oft ist es ganz überraschend, wohin dich die vier Worte und deine Phantasie entführen.

 

Ich wünsche dir viel Experimentierfreude und Leichtigkeit dabei.

 

Wie mein Großvater schon früher immer wieder zu mir sagte: Wer schreibt, der bleibt …

… immer in Erinnerung und hinterlässt Spuren, würde ich heute ergänzen.

 

 

 

 

 

Meine 4-Wort-Story zum Monat August 2025

 

zu den Worten CYAN + Regal, Brücke, Kuscheltier

 

 

Waldbaden

 

Mit dem Bus ließ sie sich bis zur Endhaltestelle fahren. Sie war die einzige Passagierin auf der Fahrt. Freunde hatten ihr geraten, die Strecke zum Hafen durch den Wald lieber zurückzulaufen, denn der Hinweg wäre sehr beschwerlich.

An der Endhaltestelle standen die Touristen für die Rückfahrt in die Stadt schon Schlange. Viele von ihnen waren entweder den Hinweg über Berg und Tal gelaufen oder hatten einen früheren Bus genommen.

Denn die neuste Attraktion war seit kurzem der Skywalk, eine über dem Kreidefelsenabgrund freischwebende Aussichtsplattform. Bauchkitzeln pur gratis. Das brauchte sie nicht. Ihre Höhenangst hatte sie schon auf der Harbour-Bridge in Sydney überwunden.

 

 

Sie folgte den Wanderschildern und blieb am Aussichtspunkt von Königin Victoria stehen. Das Wasser leuchtete in cyan-türkis-blau mit milchigen Einmischungen aufgrund abgeschwemmter Kreide vom Felsen. Ein traumhafter Anblick, den sie auch dieses Mal mit der Kamera einfing.

An ihrem Regal zu Hause hatte sie eine ganze Reihe dieser Fotografien zu hängen. Bilder, die es ihr leicht machten, im manchmal rauen Alltag kurz innezuhalten, um in schönen Erinnerungen zu schwelgen.

 

Auf ihrem weiteren Weg begegnete sie so gut wie niemandem. Nur die Bäume raunten ihr im Wind ein leises Rauschen zu. Immer wieder blieb sie stehen, atme tief durch und konnte ihr Freudegrinsen kaum unterdrücken. Waldbaden, ganz allein.

Früher hatte sie sich über dieses Wort amüsiert, doch in den letzten Jahren konnte sie nicht genug davon bekommen. Vor allem von diesem Wald, in dem die Buchen dicht an dicht, dick und dünn, lang ihre Stämme in den Himmel streckten, sodass das Licht der Sonne und der Himmel nur ganz sanft durchs Blätterdach leuchtend durchschienen.

 

 

 

Schon von weitem sah sie das Tal vom Kieler Bach, der das Waldstück durchzog. Nur wenig Wasser floss den Berg hinab, den Weg hin zur Küste. In den letzten Tagen hatte es hier, im Gegensatz zu anderen Regionen, nur wenig geregnet.

Sie lief alle Stufen der Treppe runter, überquerte die Brücke, lief um die Ecke, um dann doppelt so viele Stufen wieder nach oben zu klettern. Wie froh war sie über den Tipp ihrer Freunde.

Als sie am UNESCO-Weltkulturerbe-Ausflugspunkt ankam, war es schon geschlossen. Sie wusste, nun hatte sie über die Hälfte der Strecke schon geschafft und kannte den restlichen Weg zurück zum Hafen, wie ihre Westentasche.

Doch auf einer der Bänke vor dem Ausflugslokal guckte sie ein brauner Teddybär an. Vergessen oder verloren? Da wird heute Abend aber ein Kind bestimmt sein Kuscheltier vermissen, dachte sie. Sollte sie es mit zurück in die Stadt nehmen oder hier liegen lassen? Sie war sich nicht sicher. Gab es im Ort ein Fundbüro? Sie entschied sich, ihn dort liegenzulassen. Morgen würden die Betreiber des Lokals den Teddy bestimmt finden und die Eltern würden bestimmt auch als Erstes hier nach ihm suchen.

 

Du wünschst dir eine Fortsetzung der Geschichte? … dann schreib es mir gerne in den Kommentar …

oder schreib die Geschichte einfach selber weiter ….

 

Die Veröffentlichung deiner 4-Wort-Story

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine 4-Wort-Story der Öffentlichkeit präsentieren kannst. 

 

  • Wenn du einen eigenen Blog hast:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story auf deiner Seite und verlinke diese – ähnlich wie bei einer Blogparade – hier unter diesem Artikel im Kommentarbereich und unter dem Monatsblogartikel der #farbkreisreise auf der Webseite von Susanne Heinen

 

  • Wenn du auf Instagram unterwegs bist:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story als Karussellpost oder als Story auf Instagram – wichtig: gib in deinem Post die Hashtags #farbkreisreise sowie #vierwortstory an, damit deine Geschichte für alle auf Instagram zu finden ist.
    Schön wäre, wenn du deinen Post oder deine Story auch im Kommentar auf der Webseite unter dem Artikel verlinken würdest. 

 

  • Wenn du weder einen eigenen Blog hast, noch auf Instagram unterwegs bist:
    Schicke mir deinen Text als pdf per E-Mail und ich verlinke ihn dann hier im Artikel. 

 

 

 

Wie die Idee der 4-Wort-Geschichten entstand

 

Vor vielen Jahren, als ich über eine längere Zeit ans Bett gefesselt war, schickte mir eine Freundin jeden Morgen vier Worte zu, mit der Bitte, ihr daraus eine kurze Geschichte zu schreiben.

Damals war das eine große Herausforderung für mich, doch es wurde zu unserem täglichen Ritual des Innehaltens.

Heute kann ich mir ein Leben ohne Schreiben gar nicht mehr vorstellen.

Vielleicht macht dir diese kleine Geschichte Mut, es einfach auch mal auszuprobieren.

 

Wenn du Lust auf weitere 4-Wort-Stories hast, findest du welche in meinem Blog oder in meinem Buch.

 

 

Alle Beiträge der August-4-Wort-Stories in der Übersicht

 

Hier findest du alle veröffentlichen Beiträge nach Datum sortiert: 

 

Datum Name Titel Link
    1. 03.08.2025 mein eigener Beitrag … Waldbaden https://freiewortwahl.de/4-wort-story-farbkreisreise-august-2025/
    2. 10.08.2025 dasskizzenbuchprojekt https://www.instagram.com/p/DNJGtpPsy2x/
    3. xx.08.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
    4. xx.08.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂
5.

 

 

Ich freue mich über jeden Beitrag und wünsche dir viel Freude beim Lesen der Geschichten.

 

Dies ist ein Blogartikel im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes der #Farbkreisreise – initiiert von der wunderbaren Susanne Heinen

Unter dem Motto: Farbe ins Grau – die Farbkreisreise entstehen seit vier Jahren jeden Monat

wundervolle Bilder, Collagen, Haikus, Elfchen, Farbdrucke oder sonstige kreative Kunstwerke.

 

 

 

 

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im Juli 2025

4-Wort-Story zur Farbkreisreise im Juli 2025

MAGENTA ist die Farbe des Monats JULI in der Farbkreisreise 2025.

 

In diesem Jahr freue ich mich sehr darüber, gemeinsam mit der Begründerin der Farbkreisreise – Susanne Heinen ein Gemeinschaftsprojekt zu gestalten.   

Nachdem in den letzten Jahren schon vor allem wundervolle Bilder, Collagen, Verse, Farbdrucke und Malereien im Rahmen dieser Farbkreisreise das Licht der Welt erblickten, gesellt sich nun die Sprache, das Geschichtenerzählen, in Form einer Schreibwerkstatt dazu.

 

Es ist ein Experiment, wie die Farbkreisreise in Form von Worten mehr Farbe ins Grau bringen kann.

 

Fühle dich eingeladen, mitzumachen. Lass dich von den vier Worten inspirieren und kreiere eine 4-Wort-Story dazu.

 

Wie das geht und was eine 4-Wort-Story ist, erkläre ich dir in der folgenden Anleitung.

 

Ich wünsche dir viel Freude dabei und freue mich auf viele fantasievolle Geschichten.

 

Und natürlich bin auch ich bei diesem Projekt jeden Monat mit einer eigenen Geschichte dabei.

 

 

Die Anleitung für eine 4-Wort-Story

Die physischen Eckpunkte für eine 4-Wort-Story sind schnell zusammengestellt.

 

  • 4 Worte, die nichts miteinander zu tun haben – die jedoch alle in der Geschichte irgendwann vorkommen sollen.

 

  • 1 Blatt Papier und ein Schreibgerät deiner Wahl oder ein leeres Text-Dokument im Laptop. Es ist hilfreich, sich zur Orientierung die vier Wörter auf die erste Zeile zu schreiben, um beim Schreiben nicht abgelenkt zu werden.
    (Wer mag, kann sich eine Normseite – vom Literaturcafe.de kostenlos zur Verfügung gestellt – zum Schreiben herunterladen.)

 

  • eine Portion Phantasie und  30 bis max. 60 Min. zum Schreiben.

 

  • Die Länge der Geschichte ist auf ca. 500 Wörter bzw. 3.500 Zeichen begrenzt.

 

Die Begrenzungen von Länge und Zeit ist ein wichtiger kreativer Aspekt einer 4-Wort-Story.

Außerdem ist das Besondere an einer 4-Wort-Story, dass sie nach dem Schreiben nicht mehr überarbeitet wird

 

Dieses intuitive Schreiben und das fantasievolle Jonglieren mit vier vorgegebenen Worten ist der Zauber einer 4-Wort-Story. 

So wie in der Fotografie der jeweilige Moment zählt und nie so wiederkommt oder so wie beim Aquarellmalen der ursprüngliche Farbverlauf im Nachhinein sichtbar bleibt, ist es auch beim Schreiben dieser aus dem Nichts entstehenden Geschichte.

 

Noch ein TIPP:

Aus Erfahrung empfehle ich dir, ganz absichtslos ohne Erwartung oder vorheriges langes Nachdenken ans Schreiben zu gehen.

Einzig ein Ort oder ein Name sind manchmal als Ankerpunkt zu Beginn hilfreich. Ansonsten lass dich einfach vom unsichtbaren Schreibfluss, denen deine Finger folgen, leiten.

Oft ist es ganz überraschend, wohin dich die vier Worte und deine Phantasie entführen.

 

Ich wünsche dir viel Experimentierfreude und Leichtigkeit dabei.

 

Wie mein Großvater schon früher immer wieder zu mir sagte: Wer schreibt, der bleibt …

… immer in Erinnerung und hinterlässt Spuren, würde ich heute ergänzen.

 

 

 

 

 

Meine 4-Wort-Story zum Monat Juli 2025

 

zu den Worten MAGENTA + Fächer, Wasser, Scheinwerfer

 

 

10-jähriger Mädelstreff

 

Seit Monaten freute sie sich schon auf diesen Abend. Ihren nunmehr zehnten Sommer-Sonne-Mädelstreff.

Zum Jubiläum wollten sie dieses Mal in der legendären Magenta-Club-Lounge feiern und es mal wieder so richtig krachen lassen. Der Szene-Club in Mitte war zurzeit sehr angesagt. Da gab es bestimmt einiges zu entdecken. Vor allem wollten sie mal wieder richtig abhotten und sich die Füße wund tanzen.

Ihre Mädels, das waren Monique, Biene und Su. Sie kannten sich schon von der Schule. Doch das war schon lange her.

Zwischendrin gab es auch ein paar Jahre Funkstille zwischen ihnen, als sie nach und nach alle frisch liiert waren und ihre Kinder bekamen.

Doch beim letzten Klassentreffen hatten sie sich versprochen: So weit dürfen wir es nie wieder kommen lassen.

Sie gründeten ihren Mädelstreff und stießen damals mit Wasser in Sektkelchen auf ihr neues Projekt an, da Biene und Su gerade mal wieder stillten.

 

 

Seitdem wussten ihre Männer: Immer am ersten Juli-Samstag im Jahr sind sie für die Kinder allein zuständig.

In den ersten Jahren verbrachten die Männer mit den Kindern den Abend jeder für sich allein, doch in den letzten Jahren wechselten sie reihum die Wohnungen und verbrachten auch zusammen mit den Kindern den Abend.

Die Mädels waren stolz auf ihre kinder-hütenden Hausmänner. Es war wirklich ein Glück, dass auch die Männer sich alle miteinander verstanden, wenigstens an diesem Abend, denn nicht nur äußerlich kamen sie eher aus verschiedenen Welten.

 

Monique war schon da, als wir drei anderen den Club betraten. Sie winkte uns mit ihrem roten Fächer schon von weitem zu. Als wir saßen und über alle Wangen strahlten, rief sie: »Mädels, das ist der perfekte Tisch für uns. Von hier aus können wir alles überblicken.«

Die Tanzfläche war noch leer, nach und nach füllten sich auch die andere Tische. Noch spielte die Musik leise und die Kellner huschten fast lautlos durch die kleinen Fluchten zwischen den runden Tischen hin und her.

»Was darf ich Ihnen servieren?« kam es jetzt leise aus dem Mund der Kellnerin, die neben unserem Tisch stehengeblieben war.

Monique übernahm wie immer das Zepter und warf ein lautes »Mädels, ist gerade eine von uns wieder schwanger?« über den Tisch.

Alle schüttelten Augen rollend den Kopf. »Diese Zeiten sind jetzt wohl endlich vorbei!« gab ihr Su lachend zurück.

Monique drehte sich zur Kellnerin und bestellte fröhlich: »Dann hätten wir gerne eine Flasche Champagner mit vier Gläsern. Wir haben etwas zu feiern.«

 

 

 

»Na wie gut, dass ich auf dem Weg hierher noch einmal am Scheinwerfer war«, rief ich über den Tisch, denn die Musik war jetzt schon erheblich lauter.

»Du warst wo?«, fragte Su stirnrunzelnd. Monique fing an zu lachen und stupste sie dabei sanft in die Seite.

»Kennst du wirklich dieses Wortspiel von Kati noch nicht? Für Kati ist jeder Geldautomat ein Scheinwerfer. Eigentlich ja auch logisch, denn er wirft ja Scheine aus. Du kennst sie ja, unsere verrückte Wortschöpferin.«

Bei Su dauerte es noch ein paar Sekunden, bis der Groschen fiel. Kichernd antwortet sie: »Na Hauptsache er wirft den Schein in die richtige Richtung und ihm geht nicht irgendwann das Licht aus, wenn zu viele zu ihm kommen. Das Wortspiel muss ich mir unbedingt merken.«

Die Kellnerin kommt sicheren Fußes mit leeren Sektflöten auf einem Tablett und dem Kühler mit der Flasche zurück an ihren Tisch und schenkt jeder nacheinander ein.

»Na dann einen schönen Abend euch bei uns im Club. Was gibt es bei euch denn Schönes zu feiern?«

Wir gucken uns alle an und wie aus einem Mund ertönt: »Wir haben heute unser 10-jähriges. Ein Abend nur für uns ganz allein.«

 

Du wünschst dir eine Fortsetzung der Geschichte? … dann schreib es mir gerne in den Kommentar …

oder schreib die Geschichte einfach selber weiter ….

 

Die Veröffentlichung deiner 4-Wort-Story

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine 4-Wort-Story der Öffentlichkeit präsentieren kannst. 

 

  • Wenn du einen eigenen Blog hast:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story auf deiner Seite und verlinke diese – ähnlich wie bei einer Blogparade – hier unter diesem Artikel im Kommentarbereich und unter dem Monatsblogartikel der #farbkreisreise auf der Webseite von Susanne Heinen

 

  • Wenn du auf Instagram unterwegs bist:
    Veröffentliche deine 4-Wort-Story als Karussellpost oder als Story auf Instagram – wichtig: gib in deinem Post die Hashtags #farbkreisreise sowie #vierwortstory an, damit deine Geschichte für alle auf Instagram zu finden ist.
    Schön wäre, wenn du deinen Post oder deine Story auch im Kommentar auf der Webseite unter dem Artikel verlinken würdest. 

 

  • Wenn du weder einen eigenen Blog hast, noch auf Instagram unterwegs bist:
    Schicke mir deinen Text als pdf per E-Mail und ich verlinke ihn dann hier im Artikel. 

 

 

 

Wie die Idee der 4-Wort-Geschichten entstand

 

Vor vielen Jahren, als ich über eine längere Zeit ans Bett gefesselt war, schickte mir eine Freundin jeden Morgen vier Worte zu, mit der Bitte, ihr daraus eine kurze Geschichte zu schreiben.

Damals war das eine große Herausforderung für mich, doch es wurde zu unserem täglichen Ritual des Innehaltens.

Heute kann ich mir ein Leben ohne Schreiben gar nicht mehr vorstellen.

Vielleicht macht dir diese kleine Geschichte Mut, es einfach auch mal auszuprobieren.

 

Wenn du Lust auf weitere 4-Wort-Stories hast, findest du welche in meinem Blog oder in meinem Buch.

 

 

Alle Beiträge der Juli-4-Wort-Stories in der Übersicht

 

Hier findest du alle veröffentlichen Beiträge nach Datum sortiert: 

 

Datum Name Titel Link
    1. 14.07.2025 mein eigener Beitrag … 10-jähriger Mädelstreff https://freiewortwahl.de/4-wort-story-farbkreisreise-juli-2025/
    2. 17.07.2025 bewusst_so_sein https://www.instagram.com/p/DMMmMpFobut/
    3. 18.07.2025 rebecca.literatur https://www.instagram.com/p/DMP-nRPNgwF/
    4. 20.07.2025 inge_wolle ttps://www.instagram.com/p/DMVl0XnosbM/
5. xx.07.2025 hier könnte dein Name stehen 🙂

 

 

Ich freue mich über jeden Beitrag und wünsche dir viel Freude beim Lesen der Geschichten.

 

Dies ist ein Blogartikel im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes der #Farbkreisreise – initiiert von der wunderbaren Susanne Heinen

Unter dem Motto: Farbe ins Grau – die Farbkreisreise entstehen seit vier Jahren jeden Monat

wundervolle Bilder, Collagen, Haikus, Elfchen, Farbdrucke oder sonstige kreative Kunstwerke.

 

 

 

 

Sicht weise(n): Meine innere Schatzkiste

Sicht weise(n): Meine innere Schatzkiste

Was mich prägt und was mir niemand mehr nehmen kann …   

 

Mit fast 60 ist meine Schatzkiste gelebter Lebenserfahrung schon reich gefüllt.

Es gab neben vielen Sonnentagen in den letzten Jahren; in früheren Zeiten auch lange Phasen mit stürmischer See oder nebelige, nicht enden wollende Dunkelwolkentage.

Zum Glück verirren sich diese nur noch selten zu mir und wenn, dann werfen sie mich nicht mehr so sehr aus der Bahn wie früher.

Denn heute habe ich meisten genug selbstfürsorgliches Handwerkszeug im Lebenskoffer dabei, sodass ich schon beim möglichen Anflug dunkler Wolken gut für mich sorgen kann.  

Wie schön, dass mir Silke Geissen mit ihrer Einladung im Rahmen der Frühsommer-Blogparade von The Content Society die Möglichkeit schenkt, über meine innere Schatzkiste zu reflektieren und sie mit dir zu teilen. 

Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen.  

 

 


 

5 wichtige Wegbegleiter:innen beim Finden meiner inneren Schatzkiste

 

Als schüchternes, stilles Kind fühlte ich mich in meiner Kindheit immer unsicher und oft auch verloren. Nichts konnte ich gut genug, um mich gegen meine ein Jahr ältere Schwester zu behaupten.

Der Satz meiner Eltern war oft: „Schau, wie toll deine Schwester ist und was sie alles kann“ und klingt mir bis heute in den Ohren. Einzig beim Rollschuhfahren und beim Ballett war ich ihr überlegen, doch das interessierte meine Eltern nicht.

So wuchs ich mit ständigen Selbstzweifeln und der Fähigkeit, mich unsichtbar zu machen, auf und wäre nicht auf die Idee gekommen, dass ich jemals auf dieser Welt zu etwas nützlich sein würde.

Das änderte sich jedoch, als ich mit 16 mein Elternhaus verließ und alleine nach Berlin ging, um dort in einem kleinen Verlag meine erste Lehre zu absolvieren.

Schüchtern blieb ich erst einmal weiterhin, doch ich traf jetzt immer wieder auf Menschen, die mich und meine Arbeit gut fanden und mich ermutigten. 

 

Sybille

Eine davon war Sybille, die mit mir als Untermieterin in unserer Wohnung lebte. Sie war 10 Jahre älter als ich und durch sie lernte ich auf einmal ganz viele neue Dinge kennen: Musik, Kunst, Verliebtsein, Lebensfreude.

Sie war so eine Frohnatur, dass sie mich damit ansteckte und ich als noch ganz junges Ding feststellte, dass es da noch mehr geben muss, als das, was ich bisher erlebt hatte.

Auf ihrem Plattenspieler drehte sich rund um die Uhr eine Cat-Stevens-Platte mit ihrem Lieblingslied: Wild World. Bis heute denke ich immer wieder gerne an sie und diese Zeit zurück.

 

Katja

Jahre später war es Katja, die mir den Weg in ein lichtvolleres Leben bahnte. Jede Wochen trafen wir uns mittwochs im Familienzentrum am Mehringdamm zum Frauensport mit Manfred und Samstag gingen wir zu dritt mit meiner Tochter erst in die Sauna und anschließend zum Essen ins Kattelbach am Oranienplatz in Kreuzberg. 

Sie kannte meine Familiengeschichte und ermutigte mich zu dem alles verändernden Schritt, mir professionelle Hilfe zu holen, um aus dieser toxischen Co-Abhängigkeit auszusteigen. Dafür bin ich ihr bis heute dankbar.

 

RW

Einer, wenn nicht sogar der wichtigste Mentor in meinem Leben ist RW. Mein früherer Chef beim Fernsehen.

Bis heute ermutigt er mich, an meinen Träumen und Visionen dranzubleiben und egal, woran ich gerade zweifle, weiterzugehen.

Ohne ihn, hätte ich wohl nie angefangen, zu schreiben. Und auch bei vielen anderen Blockaden oder in verfahrenden Situationen stand er mir immer wohlwollend und herzlich zur Seite.

 

Art Reade

Seine Trainings haben Ende der neunziger Jahre mein Leben auf den Kopf gestellt bzw. den Kippschalter von OFF auf ON gestellt. Danach war nichts mehr wie vorher.

Nach jedem Training fiel Stück für Stück etwas von meinem schüchternen Kokon ab, die altbackene graue Raupe entpuppte sich und ich begann mir neue bunte Welten zu erobern.

 

Tania Gallardo

Einen weitreichenden Wandel und Höhepunkt meiner Entwicklung durfte ich durch die therapeutische Arbeit mit der Ergo- und Linkshändertherapeutin Tania Gallardo erfahren.

Eine Frau, die ähnlich wie RW immer an mich und meine Fähigkeiten glaubte und die mich so oft ermutigte, meinen Weg zu gehen.

 

 

Fünf Menschen, denen ich sehr dankbar bin, dass sie mit mir weite Strecken meines Lebens gegangen sind oder weiterhin gehen.

Hier müssten natürlich noch ganz viele andere Namen stehen, ohne die ich nicht die geworden wäre, die ich heute bin, doch für dieses Mal habe ich mir diese fünf herausgepickt.

Danke auch euch allen anderen, die ihr mich begleitet habt und an mich geglaubt.   

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

6 hilfreiche Fähigkeiten, die ich im Laufe meines Lebens entwickelt habe

 

 

Empathisches Mitfühlen

In meiner Kindheit eckte ich mit meinem hellfühligen Wesen oft an, sprach naiv und unverhohlen Dinge aus, die mein Umfeld lieber unter den Tisch kehren wollte.

Heute ist mir diese Fähigkeit ein großer Segen und hilft mir dabei, Menschen empathisch mitfühlend dort abzuholen, wo sie gerade stehen und sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Mein reicher Erfahrungsschatz, den ich auch durch viele unschöne Erlebnisse in den ersten 45 Jahren meines Lebens durchlebt habe, sind für mich heute Ressourcen, aus denen ich schöpfe und die mich zu der Persönlichkeit werden lassen haben, die ich heute bin.

Vom Verlust eines Kindes oder mir am Herzen liegender Menschen bis hin zu der erfolgreichen Verwandlung einer Selbstwertmangel-Biografie, hin zu einem gesunden, selbstbestimmten, glücklichen Leben. 

 

 

Co-Empowern

Eine weitere Fähigkeit ist die des Co-Empowerns. Statt mich alleine abzuplagen, agiere ich viel lieber in einem sich gegenseitig unterstützendem WIR.

Diese Sehnsucht des gemeinsamen Miteinanders stammt wohl zum Teil noch aus meiner Ost-Biografie, doch vor allem habe ich diese Fähigkeit im Stamm indigener Völker kennengelernt, deren Heilwissen ich zehn Jahre studierte.

Eng damit verbunden ist für mich das afrikanische Ubuntu-Gefühl, in dem alle im Kreis miteinander ihr Bestes geben, damit alle im Stamm zufrieden und glücklich sind.

Eine so ganz andere Lebenseinstellung, als die in den kapitalistischen Ländern weit verbreitete egozentrische Ich-ich-ich-Mentalität.

In Zeiten wie diesen heute glaube ich immer mehr: Entweder überleben wir alle auf dieser Erde oder niemand. Wir haben die Wahl.

 

 

Pay-it-forward

Pay-it-forward ist auch eine Fähigkeit, die ich bei den indigenen Völkern gelernt habe. Es ist ein Teil der 30 heiligen Gesetze, wie das Leben funktioniert. Es ist das heilige Gesetz der Balance von Geben und Nehmen.

Es fordert dich auf, erst einmal etwas in die Welt hineinzugeben, vielleicht genau das, was du dir vom gegenüber selber wünschst, bevor du etwas bekommst. So erhöht sich die Chance, dass sich deine Wünsche manifestieren und die Welt oder deine Umgebung für einen Ausgleich sorgt.

Pay-it-forward ist auch eine wunderbare Kultur des Schenkens. Indem du dich und deine Fähigkeiten verschenkst, blüht und gedeiht gleichzeitig dein Gefühl von Fülle und Zufriedenheit.

Es bedeutet jedoch nicht, sich als Wollmilchsau überall anzubieten, nur um dazuzugehören oder geliebt zu werden. Eine gesunde Balance von Geben und Nehmen setzt gleichzeitig das Setzen von gesunde Grenzen voraus und das Wissen der Grenzen des eigenen Energiehaushaltes.

Menschen, die immer mehr geben und nicht gelernt haben, auch anzunehmen, werden irgendwann krank. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Daher wünsche ich jedem, dass er nicht erst schwer erkranken muss, um für sich die richtige Balance im Gegen und Nehmen zu finden.

Im christlichen Sinne ist dieses Gesetz ähnlich dem Gedanken des für andere Dienens.  

 

 

Geduld

Von Geburt an war ich ungeduldig, preschte meist mit meinen Ideen und Gedanken hervor und eckte damit schnell an. Die Geduld lag somit nicht in meiner Wiege.

Am Liebsten bespielte ich acht Hochzeiten gleichzeitig. Ein echtes Scanner-Persönlichkeiten-Problem, wenn man wie ich im Human Design ein Manifestierender Generator ist.

Um diese Fähigkeit zu lernen, schickte mir mein Körper zum Teil unschöne Entschleunigungen in Form von Unfällen oder Krankheiten.

Auch nicht zu unterschätzen ist beim Trainieren von Geduld das Älterwerden. Denn mit den Jahren entspanne ich mich immer mehr, das getriebene Gefühl läßt nach und ich kann immer besser meine Ungeduld zähmen.

Nur noch selten will das übermütige Pferdchen in mir bei neuen Ideen vorschnell über den Zaun springen und davongaloppieren. „Ruhig Brauner“ ist dann mein innerer Ruf und das Pferdchen hört viel schneller auf mit den Hufen zu scharen.

Heute genieße ich es immer sehr, als Beobachterin geduldig in die Runde zu schauen und die Jüngeren machen zu lassen. Die Rolle der weisen Großmutter gefällt mir, auch wenn ich äußerlich noch nicht als Großmutter durchgehe. 

 

 

Demut

Mit 20 und 30, meist auch noch mit 40 glaubt man, man wisse, wie das Leben und die Welt funktioniert. Da ist diese Neugier aufs Leben und die unbändige Energie des Unwissenden – sie sind der Motor für viele Erfahrungen, die wir uns in diesen Jahren kreieren.

Erst wenn die Einschüsse von Verlust oder tiefgreifenden Veränderungen näher kommen, klopft die Demut an die Tür.

Das früher Selbstverständliche weicht dem bewussten Wahrnehmen all der vielen Dinge, die funktionieren und einen umgeben.

Heute sind mir materielle Dinge immer unwichtiger. Ich kann auf vieles verzichten, wovon ich früher geträumt habe.

Meine Werte haben sich verschoben. Das Glück des Kleinen im Alltäglichen ist mir heute viel mehr Wert, als das illusorische Streben nach Karriereaufstiegsleitern oder großartigen Visionen.

Erfolgreich ist man, wenn etwas erfolgt, man also ins Handeln kommt. Unabhängig vom Stand des Bankkonto oder anderen Statussymbolen.

Denn nicht jede Seele will in diesem Leben ein Haus, eine Million, ein Pferd oder eine feste Beziehung. Mich hat das Finden meiner Lebensaufgabe mittels Human Design sehr demütig gemacht, weil es mir gezeigt hat, worum es in meinem Leben wirklich geht. 

 

 

Toleranz

Eine weitere wundervolle Fähigkeit ist die der Toleranz.

Zu erkennen, dass jeder in seiner Art einzigartig ist und genau so richtig ist, wie er ist, öffnete mir ein großes Tor.

Toleranz ist ein Tor dafür, nichts persönlich zu nehmen.

Toleranz ist ein Tor dafür, darauf zu vertrauen, dass das Leben mit mir ist.

Toleranz ist ein Tor dafür, den anderen so sein lassen zu können, wie er ist.

Toleranz hat mich auch darin geschult, auf die für mich richtige Balance von Nähe und Distanz zu achten.

 

Alle diese Fähigkeiten sind mir nicht in den Schoß gefallen und in allen darf ich mich jeden Tag aufs Neue beweisen.

An manchen Tagen fällt es mir leichter und an anderen schwerer.

Das wird wohl bis zu meinem letzten Atemzug so bleiben. Doch ich bleibe dran.

 

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

3 kostbare Sätze, die mich in der Not immer motiviert haben

 

„Scheiß egal, ich tue es trotzdem“

Das war der Schlagruf von Art Reade, den er uns immer wieder zurief, wenn wir in seinen Training an unseren inneren Abgrundgrenzen standen.

Dieser Satz ist bis heute eins meiner wichtigsten Mantras, wenn es daraum geht, meine eigenen inneren Grenzen zu überwinden und ins Unbekannte zu springen.  

„Es kommt sowieso so, wie es jetzt ist“ 

Das ist ein Ausspruch, der mir in einer Diskussion mit meiner Tochter eines Tages aus dem Mund gefallen ist und der nach wie vor seine Gültigkeit hat.

Er katapultiert Ängste, Befürchtungen und Zukunftssorgen sofort ins Aus und richtet den Blickwinkel ins Hier und Jetzt.  

Da hat das Univerum wohl noch etwas viel Besseres mit mir vor

In meinem Leben habe ich viele Verluste und Veränderungen erlebt.

Mal wurde ich überraschend entlassen, weil meine Haltung dem Chef nicht gefiel. Mal passte ich einfach nicht in die Gruppe und wurde rausgemobbt.

Doch egal was geschah, dieser Satz hat mir immer geholfen, das Alte loszulassen und meine Aufmerksamkeit hoffnungsvoll auf etwas Neues zu richten. 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 

 

5 innere Haltungen, wenn es im Außen eng wird 

Im Hier und Jetzt

Diese Haltung rettet mich immer, wenn meine Gedanken zu lange in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen oder sie dorthin abschweifen oder sich in Sorgen, Nöten, Ängsten festbeißen wollen.

Mittlerweile ist mir das Leben im Hier und Jetzt so vertraut und normal, dass ich immer öfter über die Gedankenwelt von Anderen stolpere und mich wundere.

Meine alltägliche Achtsamkeit hat sich enorm verändert und das Ausrichten meiner Aufmerksamkeit auf das, was gerade geschieht, öffnet mir meist neue Horizonte und Möglichkeiten.

Eine schöne Folge davon ist auch das einfach ins Tun kommen und weniger zu prokastinieren, was früher oft der Fall war.   

 

Nimm nichts persönlich

Wie oft hat mir diese Haltung in meinem Leben schon den A…. gerettet?

Nimm nichts persönlich, ist die Haltung, mit der ich innerlich zur Seite treten kann und in einer Situation gut bei mir bleiben kann, weil ich weiß, dass ich mich meinem Gegenüber gerade als Projektionsfläche für sein Tun und Sein zur Verfügung stelle.

Es ist ein Paradox, denn natürlich habe ich auch mit dem gerade Geschehenen etwas zu tun. Doch das kann ich später alleine oder zu zweit in meiner Reflexionszeit erforschen.

Ausführlich findest du diese Haltung auch in meinem Buch 25 Life Hacks aus dem Universum für mehr Leichtigkeit in deinem Leben beschrieben.  

 

Erst einmal Ein- und Ausatmen

Kennst du die 60 Sekunden-Regel?

Egal was im Außen passiert, Chaos, Stau, Streit, Ohnmacht … halte inne und atme erst einmal 60 Sekunden langsam ein und aus.

Dadurch sinkt der Blutdruck und das Adrenalin verläßt wieder die Blutbahnen und der Parasympatikus übernimmt das Ruder.

Mir hilft diese Regel auch dabei, nicht gleich in eine RE-Aktion zu verfallen, sondern erst einmal innerlich einen Schritt nach hinten zu treten, die Körperreaktion abzuwarten und dann mit einem viel klareren Kopf erst wieder in Aktion zu treten.

Damit habe ich mich selbst schon oft in viele verfahrenen Situationen vor vorschnellen Reaktion bewahrt, die ansonsten das Problem eher verstärkt hätten.  

 

So bin ich auch 

Wenn ich Menschen begegne, die mich nerven oder die meine Triggerpunkte anspringen lassen, dann sage ich mir innerlich:

So bin ich auch.

Denn oftmals passiert dies nur, wenn diese Situation oder dieser Mensch meine Schatten oder blinden Flecken berührt.

Es würde mich nicht triggern, wenn ich es nicht selbst in mir hätte.

Das ist auch ein Lernfeld, dem ich bis zu meinem Tod treu bleiben werde.

 

Interessant, so geht’s auch 

Wie oft packen wir Menschen, denen wir begegnen, in eine Schublade.

Gut ist, wenn wir achtsam und bewusst genug sind, um diesen erlernten Automatismus zu durchbrechen und die Schubladen offen zu halten und genauer hinschauen.

Ich selbst mag kein Schubladendenken, auch wenn auch ich davon nicht völlig frei bin. Doch mir hilft ganz oft dann mein innerer Satz:

Interessant, so gehts auch.

um Menschen in Situation oder Begegnungen, wo sie so ganz anders ticken als ich, einfach sein lassen zu können.

Ganz oft sind genau diese Menschen für mich dann interessant, denn sie zeigen mir oft neue Facetten von Lebensmöglichkeiten.

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

5 unerwartete Zauberkräfte

 

Impulsgeberin, die andere Menschen inspiriert und motiviert

In meinem Umaniversum kannst du dir jederzeit für eine Vielzahl von Problemen oder Fragestellungen Antworten holen. Schaue gerne bei mir vorbei.

 

Hier gehts zum Umaniversum.

 

 

Mitfühlende Begleiterin

Die Herausforderungen meines Lebens haben mich zu einer mitfühlenden Begleiterin geschult. Das Spektrum meiner Lebenserfahrungen ist so weit und bunt wie ein Regenbogen. 

 

 

Kreative Grafik- und Buch-Designerin

Ohne Kunst und Design wäre mein Leben eine trockene Wüste. Auch wenn ich mir nach meiner Kindheit schwor, nie etwas mit Kunst machen zu wollen, bin ich meinen Wurzeln und meiner Seelenaufgabe nicht entkommen. 

Daher liebe ich es mittlerweile, mit meinem inneren Ästheten und meinem geschulten Adlerauge Schönes und Kunst zu gestalten.

Und in den letzten Jahren neben dem Schreiben vor allem auch Buchdrucklayouts und Cover zu kreieren. 

 

Hier gehts zu meinem Angebot

 

Vielseitige Problemlöserin

Mit dem Geht-nicht-gibt’s-nicht-Gen ausgestattet finde ich für alles eine Lösung.

Dabei hilft mir vor allem die Technik, jede Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Eine meiner Lehrerinnen meinte einmal zu mir:

„Es gibt immer 144 Möglichkeiten, auf etwas zu schauen. Wenn du 10 verschiedene findest, bist du schon gut.“

Bei ihr bin ich zehn Jahre in die Lehre gegangen und mir ist diese Herangehensweise so in Fleisch und Blut übergegangen, sodass es für mich normal ist, dass ich für alles mindestens eine Lösungsidee finde. 

 

Achtsame Heilkundlerin

Mit meinen Händen bringe ich mit Jin Shin Jyutsu, der japanischen Heilkunst, Energien in Bewegung.

Jin Shin Jyutsu ist eine Heilkunst der Selbsthilfe, mit der die Energien im Körper in Balance gebracht werden können.

 

Hier erfährst du mehr über Jin Shin Jyutsu

 

 

Auch hier gäbe es noch zahlreiche Fähigkeiten, die erwähnenswert wären, doch diese fünf dürfen dieses Mal hier glänzen.

Wenn du mich mit all meinen Fähigkeiten erleben möchtest, kann du mich gerne in meinem Umaniversum besuchen und dir einen persönlichen Termin bei mir buchen.

 

Hier gehts zum Umaniversum

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 


 

 

Meine volle Schatzkiste gelebter Erfahrungen 

Die Auseinandersetzung mit meiner inneren Schatzkiste durch das Schreiben dieses Blogartikels hat mich überrascht.

Anfangs dachte ich noch, wo soll ich anfangen, was soll ich denn dazu schreiben. Jetzt bin ich erstaunt, wohin es mich gebracht hat.

Als Schreibtherapeutin kenne ich natürlich dieses Phänomen.

Wenn man sich einem Thema schreibend annähert, tauchen aus dem Unterbewusstsein mehr und mehr Aspekte und Gefühle auf, die ansonsten nur tief in einem schlummern.

Daher kann ich dich nur einladen und ermutigen, dich selbst einmal hinzusetzen und über deine innere Schatzkiste nachzudenken.

Ich bin fest davon überzeugt, dass auch in deinem Inneren noch verborgene Schätze liegen, die sich dir dann auf einmal zeigen.

 

 

 

Die Lebensblume in einem unendlichen Muster

 

 

Ich danke nochmals der wunderbaren Silke Geissen für die tolle Gelegenheit im Rahmen ihrer Blogparade über meine innere Schatzkiste nicht nur nachzudenken, sondern sie auch mit dir zu teilen.

 

Wenn du magst, hinterlasse mir gerne bei diesem Blogartikel einen Kommentar.

Das hilft mir sehr. So finden mehr Menschen den Blog und können von den Themen profitieren.

(Hab keine Scheu zu kommentieren. Denn nur dann nimmt Google und Co diesen Artikel in seinen Algorithmus auf und bietet ihn auch anderen an.)

Wie immer freue ich mich über deine Rückmeldung. Ich wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.