Obwohl in diesen Tagen alles anders ist, wie je zuvor, bin ich wieder bei #12von12 mit dabei – einfach weil es auch weiterhin schönes wie dieses geben muss.
So folge ich auch heute wieder der alten Blogger-Tradition und es gibt 12 Bilder von meinem Tag für alle, die mich hier finden …

Der morgendliche Ausblick aus meinem Küchenfenster … das blau-weiße Licht erinnert mich immer wieder an den Süden …

Wie derzeit jeden Morgen: gemeinsames Frühstücken mit Antonella … mit dem ersten Kaffee …

YEAH ! ich bin stolz wie Bolle … endlich habe ich meine neuen Walking-Stöcke eingeweiht und war eine Runde im Park walken …

Teile von vom Sturm umgewehten Bäumen sind im Park zu neuen Sitzgelegenheiten auf der Wiese geworden … das war bestimmt nicht so geplant … das war bestimmt eine Idee von nächtlicher jugendlicher Tatkraft … ich finde sie ganz cool und hab sie gleich mal nach dem Walken zum Ausruhen in der Sonne benutzt …

Immer wieder ein toller Anblick … die Brücke am Rathaus Schöneberg, in der sich der U-Bahnhof versteckt … die Fahne hängt auf halbmast, der See hat noch gefrorene Stellen … einer meiner Lieblingsplätze im Park …

Zweiter Kaffee im Café Lehmbrucks mit Freunden … das gehört seit Jahren zu fast jedem Samstag …

Seit über 20 Jahren wohne ich in Friedenau – so habe ich den Namen noch nie geschrieben gesehen – ein tolles Statement meiner Nachbarn von um die Ecke …

Nach langer Zeit ein spontanes Wiedersehen … wie wohltuend: in der Sonne sitzen und miteinander reden … und natürlich mit noch einem nächsten Kaffee …

Nach so viel draußen in der Sonne sitzen und Kaffee trinken, gab es dann zu Hause ein sehr verspätetes Mittagessen – Kürbis mit Süßkartoffel und Schafskäse – immer wieder lecker …

Versprochen ist versprochen … und endlich ist er fertig: Der schon lange angekündigte Blogartikel über: Was ist Jin Shin Jyutsu? ... – war schon lange fällig …

Schnell noch die Reste fürs Wochenende einkaufen – morgen koche ich wieder neues Ghee …

Auf dem Rückweg vom Spazieren noch an der erleuchteten Kirche zum guten Hirten vorbei – die Laterne wirkt wie eine Glückssternschnuppe – ich wünsche mir Frieden für alle Seelen auf dieser Welt …
Heute war es ein Tag mit mehr Balance von Innehalten, Entspannen und etwas Tun – ich bin zufrieden …
Und auch am 12. April wird es wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Pass gut auf dich auf und bleib vor allen Dingen gesund.
Wahrscheinlich hat jeder in seinem Leben schon mehrfach Jin Shin Jyutsu – auch Heilströmen genannt – bei sich selbst oder anderen angewandt, wenn auch unbewusst. Denn jeder hat bestimmt schon einmal beim Arbeiten, Lernen oder Lesen mit seinen Händen mit aufgestützten Armen seine Stirn gehalten oder mit verschränkten Händen zwischen Kopf und Hals irgendwo entspannt gelegen.

Diese Methode ist einfach in der Anwendung und das Beste daran ist: Du kannst bei der Anwendung dieser Methode nichts falsch machen. Das hört sich doch gut an, oder? Das einzige, was du dafür brauchst, sich deine Hände.
Du bist überrascht? Im Folgenden erkläre ich dir diese Methode und wie du sie für deine Gesundheit und dein Leben – mit mehr Entspannung, Gelassenheit und Wohlbefinden – nutzen kannst.
Was bedeutet Jin Shin Jyutsu und wo kommt es her?
Jin Shin Jyutsu oder auch Heilströmen genannt, ist eine einfache Heilkunst, welche in Japan seit Menschengedenken ausgeübt wird.
Jin bedeutet der erleuchtete, wissende und mitfühlende Mensch. Shin steht für Schöpfung und Geist. Jyutsu ist die Kunst oder der Weg.

Alle drei Zeichen zusammen werden oft als die Kunst, mich selbst kennenzulernen oder mir helfen zu lernen bezeichnet.
Jiro Murai hat diese Methode Anfang des 19. Jahrhundert, nachdem er mit 26 Jahren von seinen Ärzten für unheilbar krank erklärt wurde, wiederentdeckt. Nach seiner Heilung hat er sein weiteres Leben bis zu seinem Tode mit 74 Jahren in die Erforschung und Weiterentwicklung dieser Methode gewidmet. Mary Burmeister war eine seiner Schülerinnen. Durch sie kam diese Methode in die USA und auch sie hat diese Heilkunst immer weiterentwickelt.
Die Grundlage dieser Heilmethode ist die Philosophie des Ostens, bei der der Mensch in die Gesetze der Natur eingebettet ist, bei der das Miteinander von Körper, Geist und Seele in Einklang kommen. Es verwundert daher nicht, dass viele der Strömungspunkte auf denselben Meridianpunkten liegen, wie bei der Traditionellen chinesischen Medizin.
Jin Shin Jyutsu als Methode zur Selbsthilfe
Grundsätzlich sehnt sich wohl jeder Mensch danach, lebendig und energiegeladen seine Zeit und sein Leben zu verbringen. Doch bei all den Herausforderungen, die das Leben einem beschert, leuchtet irgendwann bei vielen nur noch die rote Lampe an ihrem Lebensakku auf. Familie, Beruf, Freizeit – das alles unter einen Hut zu bekommen, ist oft nicht leicht. Wenn dann die Not groß ist oder der Körper nicht mehr so wie gewohnt funktioniert, ist meist schnelle Abhilfe sehr gefragt.

Dann kann dir Jin Shin Jyutsu dabei helfen, deine Lebensenergie wieder in Balance zu bringen und deine Batterien zu füllen. Doch vor allem kann dir das regelmäßige Strömen dabei helfen, dass es erst gar nicht bis zum Aufleuchten der roten Lampe kommt.
Das Besondere an dieser Lehre ist für mich, dass es eine leicht anwendbare Methode zur Selbsthilfe ist. Unser Körper weiß nämlich ganz genau, was er zum sich wohlfühlen braucht. Er schickt uns meist sofort Signale, wenn irgendetwas nicht mit uns stimmt. Die meisten von uns, und so war es auch bei mir, haben nur verlernt, diese Signale zu empfangen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, welche Selbstheilungskräfte und inneres Wissen im Körper angelegt sind. Daher würde ich behaupten: Jeder Mensch kann Jin Shin Jyutsu bei sich selbst anwenden. Du wirst damit zu deinem eigenen Heiler – ohne vorher ein komplexes Medizinstudium absolviert haben zu müssen.
An diesem Verlernen unserer eigenen Wahrnehmung für unseren Körper ist niemand Schuld. Wir leben in Westeuropa seit langer Zeit in einem auf wissenschaftlichen Grundlagen basierten Gesundheitssystem. Das hat unbestritten viel Gutes, doch leider auch zur Folge, dass sich die Behandlung eher auf die Behebung der Symptome einer Krankheit richtet, als auf die Erforschung der Ursache. Die meisten Symptome lassen sich oftmals gut mit der Gabe von Arzneimitteln beheben. Das bringt der Arzneimittelbranche zwar hohe Zahlen, doch der Körper wird über kurz oder lang neue Signale senden, bis er sich gehört fühlt.
In den fernöstlichen Traditionen steht die Einheit von Körper, Geist und Seele im Vordergrund. Wenn die Seele oder der Geist erkrankt sind, kommt ihnen der Körper zur Hilfe. Alle drei sind miteinander verbunden.
In meinen Augen geht es in der Medizin nicht ums entweder-oder, sondern ums sowohl-als-auch. Für mich gehören Schulmedizin und Naturheilkunde zusammen, denn gemeinsam können sie vieles erfolgreicher auf allen 3 Ebenen bewirken.
Jin Shin Jyutsu wird daher nicht nur zur Heilung, sondern auch gerne präventiv angewandt. Alle Übungen kannst du im Sitzen oder Liegen durchführen, ganz wie es für dich am bequemsten ist. Für alle Wehwehchen, ob groß oder klein, gibt es hilfreiche Anwendungen. Im Jin Shin Jyutsu werden Probleme oder Krankheiten als Projekte von Körper, Geist und Seele angesehen. Damit entfällt eine Wertung und jeder Zustand wird gleichwertig angesehen. So kannst du und dein Körper voll und ganz die Verantwortung für dein Wohlbefinden und die Veränderungen, die für dich als nächstes möglich sind, übernehmen. Alles darf sich zur richtigen Zeit entwickeln – kein Drängeln oder Druck, ganz in deinem Tempo.
Die 26 Energie-Schlösser des Jin Shin Jyutsu
Über unseren Körper zieht sich ein ganzes Netz von Energieleitbahnen. Im Jin Shin Jyutsu liegen auf diesen Energieleitbahnen die 26 Sicherheitsenergieschlösser, sehr ähnlich den Meridianen aus der Traditionellen chinesischen Medizin. Jedes Schloss steht für einen bestimmten Organstrom, einen Charakter, ein Ziel, eine Energie und mehr. Letztendlich sind sie alle miteinander verbunden.
In den unterschiedlichsten Kombinationen der Schlösser werden die Energiebahnen im Körper entweder angeregt oder beruhigt, sodass Energieblockaden gelöst werden und die Energie im Körper wieder ausgeglichen fließen kann.

Bild aller Sicherheitsenergieschlösser
Aus den oberen zwei Bildern siehst du die 26 Sicherheitsenergieschlösser, die über den gesamten Körper verteilt sind. Beim Strömen der vorderen Schlösser läuft die Energie runter, beim Strömen der hinteren Schlösser läuft die Energie wieder hoch.
Anwendungsbereiche von Jin Shin Jyutsu
Jin Shin Jyutsu empfehle ich vor allem in der Vorsorge und präventiven Anwendung, als kleinen fürsorglichen Selbstliebe-Booster, um erst gar nicht geschwächt oder krank zu werden.
Doch auch bei der Behandlung von akuten und chronischen Beschwerden und Krankheiten – im Jin Shin Jyutsu werden diese als „Projekte“ bezeichnet – ist Jin Shin Jyutsu hilfreich und kann Heilungsprozess in Gang bringen, so unter anderem bei:
- Stress, Unwohlsein, Verspannungen
- Müdigkeit, Erschöpfung, Burnout
- Ängsten, Aggressionen, depressiven Verstimmungen, Suchtthematik
- seelische Krisen, Trauer, Übergängen
- Lernschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität (ADHS)
- Schlafstörungen, Nervosität, innerer Unruhe
- Kopfschmerzen, Migräne
- Rücken-, Schulter-, Nackenschmerzen
- Stoffwechsel-, Verdauungsstörungen
- Allergien, Unverträglichkeiten
- Menstruations-, Wechseljahresbeschwerden
- Autoimmunerkrankungen
- Rehabilitation nach Operationen und Unfällen
Jin Shin Jyutsu bietet in seiner Anwendung eine Vielzahl von Möglichkeiten. Manche davon eignen sich sehr für die Selbstanwendung, manche sind komplexer und es ist hilfreich, sich ein paar Stunden bei einem ausgebildeten Jin Shin Jyutsu-Experten zu gönnen. Vor allem die leichte Anwendbarkeit vom Heilströmen motiviert, das Heilströmen in den Alltag zu integrieren. Denn manchmal sind es diese ganz kleinen Veränderungen im Alltag, die eine große Wirkung bringen.
Meine Erfahrungen mit Jin Shin Jyutsu
Für mich ist Jin Shin Jyutsu mittlerweile nicht mehr nur eine Heilmethode, sondern zu einer Lebenskunst geworden. Es gibt kaum einen Zeitpunkt, an dem ich nicht intuitiv oder ganz bewusst, einen Punkt an meinem Körper halte und ströme. In der S-Bahn, an der Haltestelle, am Tisch sitzend, beim Einschlafen, beim Meditieren … meine Finger finden immer einen Punkt an meinem Körper, dem es gerade guttut, dass er berührt und gehalten wird.
Als mir vor einigen Jahren diese Methode begegnete, dachte ich, was soll das: Fingerhalten? So einfach soll das gehen? Ich hatte schon über 20 Jahre Erfahrung in Energiearbeit und war damals noch ein wenig hochnäsig gegenüber der leichten Anwendbarkeit. Das änderte sich sehr schnell, als ich begann, regelmäßig meine Finger zu strömen. Schnell stellte ich eine Wirkung fest und war so begeistert, dass ich unbedingt mehr über diese Methode erfahren wollte. Heute kann ich mir ein Leben ohne Jin Shin Jyutsu nicht mehr vorstellen und bin immer wieder sehr erfüllt über die Wirkung bei mir selbst und in den Körpern meiner Klienten.

Vor allem ist es jedoch meine innere Haltung von Respekt und Achtung vor dem Anderen, die mir bei dieser Arbeit viel Freude bereitet: Ich stelle meinen Klienten in einer Sitzung einen Heilraum zur Verfügung, in dem er oder sie sich selbst und sein oder ihr Projekt bearbeiten können. Ich stelle mich bei dieser Arbeit sozusagen als Kanal für den Energiefluss zur Verfügung.
Ein Zitat von Jeanne Achterberg bringt mein Konzept von Heilung für mich genau auf den Punkt:
»Heilung ist das Umarmen dessen, was man am meisten fürchtet.
Heilung ist das Öffnen dessen, was verschlossen war,
das Weichwerden dessen, was zur Blockade verhärtet war.
Heilung besteht darin, zu lernen, dem Leben zu vertrauen.«
Jeder Mensch ist fähig, sich selbst zu heilen. Nur manchmal braucht es dafür vom Außen eine Form von Unterstützung. Diese stelle ich gerne während einer Jin Shin Jyutsu-Sitzung meinem Klienten zur Verfügung.
Heilström-Tipps zum Anwenden von Jin Shin Jyutsu
Vom 21.-31. März 2022 werde ich dir im Rahmen der BlogDekaden-Challenge von The Content Society 10 Tage lang an jedem Tag einen Heilström-Tipp zur Verfügung stellen.
Denn mit Jin Shin Jyutsu lässt sich die Gesundheit erhalten und bestehende Beschwerden gezielt gelindert werden.
Einen Tipp gibt es schon vorab: vor allem die regelmäßige Anwendung bewirkt eine tiefe Entspannung und mehr Wohlbefinden.
Ich hoffe, du bist dann mit dabei …
Ich freue mich auf deinen Kommentar … oder auf deine Buchung einer Heilström-Sitzung mit mir.
Hinweis: Copyright der Sicherheitsschloss-Schautafeln: Illustration Constance Fisher-Crocoll, 1993 Jin Shin Jyutsu, Inc. Scottsdale
Die Geburt eines Kindes bleibt wohl jedem, der es einmal erlebt hat, für immer im Gedächtnis. Wie wundervoll hat es die Natur eingerichtet, dass die Freude darüber mehr in Erinnerung bleibt als der Schmerz, der mit ihr ebenso einhergeht.
Die Jahre ziehen ins Land, als Eltern erlebt man in allen Phasen Höhen und Tiefen – man ist immer mit dabei, kann wohlwollend unterstützend eingreifen, kann seinem Kind einen sicheren doppelten Boden oder Schützenhilfe bieten.
Doch irgendwann ist es dann so weit: Es geht ans Loslassen. Bestenfalls geschieht diese Abnabelung in Phasen bereits während der Pubertät, bis zu dem Tag, an dem sie dann endgültig ausziehen. Das reißt meist ein Loch, tut weh, ist eine wichtige Wandlungsphase im Leben aller Beteiligten. Ab nun kannst du als Elternteil nur noch aus der Ferne zuschauen, beißt dir oft genug auf die Lippen, weil du weißt, dass deine Hinweise und Tipps uncool sind und sich dein Kind nicht mehr an dir orientiert. Es will seinen eigenen Weg gehen.
So ging es mir mit meiner Tochter auch. Lange ist ihr Auszug von zu Hause schon her und trotz allem wird sie immer mein Kind bleiben. Heute wird sie 36 Jahre alt. Happy Birthday!
Wie ist das bei dir? Leben dein/e Kind/er noch zu Hause? Oder wie war es für dich, als dein/e Kind/er auszogen? Schreib es mir gerne in den Kommentar …
Als ich in den letzten Tagen durch den Berliner Bezirk Neukölln lief, fiel mir in einer Straße diese Buch-Bank auf. Sofort dachte ich: hier vereint sich Kunst aus allen Ländern der Welt. Sie stehen Rücken an Rücken. Keiner fragt, vorher der Autor kommt, in welchem Genre er schreibt. Sie stehen auf der Bank oder im Regal gleichwertig zusammen. Wäre es nicht schön, wenn wir uns das von Büchern abgucken könnten? Wenn wir uns einfach Rücken an Rücken stellen würden, jeder gleichberechtigt neben dem anderen, ganz egal woher er kommt und wohin er geht?
Wie ist das bei dir? Wie sortierst du deine Bücher im Regal? Nach Ländern? Nach Genres? Nach dem Autorennamen alphabetisch? Und wie geht es dir mit den Menschen aus fremden Ländern? Schreib es mir gerne in den Kommentar.
Seit letzter Woche hat das Unfassbare eine unvorstellbare neue Ebene erreicht. Ich kann es kaum begreifen, fühle mit den Menschen im Osten, auf beiden Seiten. Gerät die Welt jetzt ganz aus den Fugen? Ich hinterfrage, reflektiere, spüre nach innen. In einem Gespräch mit anderen steht auf einmal die Frage im Raum: wie im Außen, so im Innern? Und wie im Innern, so im Außen? Ist das derzeitige Szenario im Außen ein Ausdruck unseres Inneren? Es folgt eine lange Diskussion, ohne abschließende Antworten … Wie oft erkläre ich mir selbst mit abwertenden Gedanken den Krieg? Die politische Lage ist gespannt, es steht gerade auf Messers Schneide. Ich fühle mich ohnmächtig und klein im großen Gefüge der Welt, frage mich, was kann ich tun. Ich beschließe, Frieden mit mir und all meinem Sein zu schließen. Was würde geschehen, wenn jeder als Erstes mit sich selbst Frieden schließen würde?
Wie ist das bei dir? Bist du schon voll und ganz im Frieden mit dir? Was brauchst du noch dafür? Schreib es mir gerne in den Kommentar …
Der Applaus lässt langsam nach, die ersten in den Reihen stehen auf und verlassen über die Treppe bereits das Auditorium. Lilli klappt sanft ihren Laptop zu, die Leinwand hinter ihr wird schwarz, der Beamer rauscht noch an der Decke, doch auch er wird immer leiser. Als alle Teilnehmer den Raum verlassen haben, setzt sich Lilli in die erste Reihe.
Bert kommt in den Saal. Er hatte ihr vor dem Termin geholfen, die Technik einzustellen, denn ihre größte Angst war gewesen, dass der Pointer oder die Präsentation nicht reibungsfrei liefen. Sie kannten sich von der Uni. Es war einer dieser typischen Zufälle gewesen, die keine Zufälle sind, als sie ihn vor 3 Tagen bei der Vorbesichtigung des Raumes hier im Institut für Meereskunde wiedertraf. Sie wusste, er mochte sie schon damals. Auch jetzt blitzten wieder seine Augen, wenn er sie ansah. Machte er sich denn immer noch Hoffnungen? Damals hatten sie bei einer langen Rotweinnacht beschlossen, dass sie es bei einer Freundschaft belassen würden.
Bert war einfach nicht Lillis Typ. Netter Kerl, hilfsbereit ohne Frage, doch sein Gesicht erinnerte sie immer wieder an einen Koala, kleine Knopfaugen, große Nase, wallende braungraue Haarlocken, in denen sich seine großen Ohren versteckten. Bei ihr regte sich so gar nichts bei der Vorstellung ihn küssen zu wollen.
„Wie ist es gelaufen? Bist du mit dir und dem Ablauf zufrieden? Hat mit der Technik alles funktioniert?“
Lilli schaute zu ihm hoch und nickt. „Ja, alles super. Erst war ich noch aufgeregt, doch dann lief alles wie am Schnürchen. Ich glaube, den Leuten hat es gefallen.“
„Soll ich gleich mit dem Abbau beginnen? Wollen wir danach noch etwas zusammen essen gehen?“
„Am liebsten wäre ich jetzt zu Hause am Wattenmeer. Da könnte ich jetzt kilometerlang laufen und wieder meinen Kopf freikriegen.“
„Mensch Lilli, träumst du immer noch von deinem Wattenmeer? Hier haben wir nur die Donau. Wollen wir dort später eine Runde drehen? Wie lange wohnst du jetzt schon hier? Deine Sehnsucht nach deiner Heimat hat sich wohl immer noch nicht gelegt.
Bert läuft zum Stehpult und löst die Kabel an der Anlage. Lilli bleibt sitzen. Sie fühlt sich erschöpft. Der sie durchflutende Adrenalinschub am Morgen hatte jetzt Ebbe. Sie hatte Wochen auf diesen Termin hingearbeitet. Viel Material und tausende von Bildern gesichtet, ihren Text x-mal umgeschrieben. Sie war die Expertin für die Tafel-Eisberge im Polarmeer. Die Einladung für diesen Vortrag vom Institut war für sie eine Ehre gewesen. Sie wollte es perfekt. Das waren die anderen von ihren Auftritten gewohnt. Sie wollte niemanden enttäuschen. Vor allem nicht sich selbst.
Mit einem energischen So-jetzt-aber! klatscht sie in die Hände und steht auf. Bert schaut zu ihr und denkt: so ist sie, nur kurz Schwäche zeigen und dann gleich wieder voll Power weiter.
Lilli packt ihre Sachen zusammen und legt alles neben die Technik auf den Rollwagen. „Können wir den hier stehen lassen, bis wir von unserer Runde an der Donau zurück sind?“ Ich glaub schon. Die Putzkräfte kommen erst heute Abend und ich habe einen Schlüssel.“
„Hast du Lust auf ein Eis? Bei Birner’s gibt es dein Lieblingseis.“ Bert macht einen Schritt auf sie zu.
„Wirklich? Die haben Kokosnuss?
„Ja, jedenfalls hatten sie es, als ich das letzte Mal dort war.“
„Du erstaunst mich wirklich immer wieder aufs Neue. Das du dich daran noch erinnern kannst.“ Das Blitzen in seinen Augen wird in diesem Moment noch heller. Lilli tritt einen Schritt zur Seite, sucht nach Abstand: Oh Mann, ich hoffe, ich wecke hier gerade keine unerfüllbaren Wünsche.
Ein herzliches Danke an Lorena Hoormann für die Zusendung ihre 4 Wörter für diese Kurzgeschichte.
Diese kleine Kurzgeschichte hat dich inspiriert oder berührt?
Manchmal klingen sie auch noch in dir nach oder regen dich selbst zum kreativen Schreiben oder Gestalten an?
Du möchtest mir deine Form der Wertschätzung in Form einer Tasse Tee oder Kaffee zukommen lassen?
Gerne kannst du mir diese symbolische Tasse Kaffee oder Tee über Paypal zukommen lassen.
Als vielseitig Interessierte flog ich früher gerne von einer Erlebnisblüte zur nächsten. Ich habe vieles angefangen, doch fiel es mir schwer, Dinge zu beenden. Ich dachte immer, ich bin nur für die Kurzstrecke meiner Begeisterung gemacht.
Seit ich jedoch nicht mehr so sehr danach schaue, was oder wie es andere tun oder meinen Fokus darauf richte, was andere gerne von mir hätten, damit ich mich geliebt und zugehörig fühle, hat sich mein Rhythmus verändert. Ich bin zur Langstreckenläuferin mutiert, vor allem auch seit ich herausgefunden habe, was mir wirklich Freude bringt.
Wie ist das bei dir? Wie lang ist deine Ausdauer? Wofür brennst du? Was lässt deine Begeisterung für etwas wachsen? Macht dir das, was du täglich tust Freude oder ziehst du eher die Pobacken zusammen und sagst dir: Augen zu und durch? Was tust du dafür, um Freude und Begeisterung in dein Leben einzuladen?
Schreib es mir gerne in den Kommentar …
Diese Woche habe ich wieder flüssiges Gold herstellt – ayurvedisches Ghee. Nicht nur zum Eigenverzehr, sondern weil es mittlerweile ein herzlich angenommenes Geschenk bei meinen Freunden oder mein kleines Mitbringsel ist, wenn ich zu einem Termin gehe. Meist entsteht über dieses kleine Glas ein interessantes Gespräch über Ernährung oder über das Leben. Ein schöner Nebeneffekt: die über Jahre gesammelten Gläser der Marmeladenmarke Glück finden dabei eine wundervolle neue Verwendung.
»Eines solltest du wissen: Du brauchst immer ein Ziel. Und einen Plan, wie du es erreichst! Das hilft dir, dich zu orientieren und gibt dir Halt, dann fühlst du dich sicher. Du musst dich entscheiden.«
»Halt! Stopp!« Ich sitze im Halbdunkel, blinzle, um mich herum ist jetzt alles wieder still. Wer hat das gerade gesagt?
Ich habe gerade oft keinen Plan, habe kein Ziel, habe ganz oft schlichtweg keine Ahnung. Mit diesem Gefühl bin ich derzeit nicht alleine unterwegs. Es ist weit verbreitet.
Dafür oder dagegen?
Ich kann mich nicht entscheiden!
Oft will ich mich auch gar nicht entscheiden müssen. Denn ich kann doch nicht einfach einen Teil von mir abschneiden, so tun, als ob er nicht da wäre, so tun, als ob er mir nicht lieb wäre. All meine Freude, meine Angst, meine Wut, meine Ohnmacht, meine Verwirrung … das gehört doch alles zu mir. Und doch stehe ich mir dann irgendwann selbst im Weg.
Mittlerweile entscheide ich viel aus meinem Bauch heraus, mit dem Wissen, dass ich jederzeit Fehler machen darf und vor allem, weil ich mich auch neu (um-)entscheiden darf.
Oft beantworte ich meine Qual-der-Wahl-Fragen mit: Ich will alles! Und am liebsten sofort. Denn Beschränkungen sind mir ein Dorn im Auge – in diesen Zeiten ist das wohl für viele ein großes Übungsfeld.
Ich liebe die Weite, den breiten Tellerrand, auf dem alles geschehen darf, auf dem groß gedacht, groß gelacht, groß geweint, groß diskutiert, groß geplant, groß gesponnen, groß visioniert und so weiter werden darf. Auf dem gestolpert, experimentiert, hingefallen und wieder aufgestanden wird. Mit und im großen Gedanken an ein allumfassendes Miteinander. Mit allen Seelen, allen Kräften, allen Welten des Universums zusammen. Nicht GEGEN etwas, sondern FÜR etwas.
Am Wochenende bekam ich per E-Mail einen Aufruf: » Lichterkette für Solidarität in der Pandemie – gegen Leugnen – gegen Hetze – gegen Rechts «
Morgen 18 Uhr am Breslauer Platz. Anlässlich der Querdenker:innendemos und Montags”spaziergänge” gibt es jetzt eine Berliner Erklärung “Solidarisch denken”, initiiert von Aufstehen gegen Rassismus, an der viele Berliner Initiativen, Vereine und Parteien (SPD, Linke und Grüne) mitgewirkt haben.
Ich bin ein ganzheitlich denkender Mensch. Mir fehlt in vielem das FÜR. Warum gibt es keinen Aufruf im Sinne von: Lichterkette für ein wohlwollendes Miteinander, egal ob mit oder ohne Piecks, egal ob schwarz oder weiß, egal ob arm oder reich? Wo ist die Lichterkette für Gerechtigkeit, für Wahrheit, für Schul- und Alternativmedizin?
Im Entweder-oder entsteht Ausgrenzung, Bewertung, Schublade auf und zu. Stillstand. Das Sowohl-als-auch macht Wege frei. Umdenken ist angesagt.
Das noch Unbekannte ist das Feld aller Möglichkeiten.
Wer hat den Mut? Wer ist bereit? Bin ich nur zu blauäugig, naiv? In einer kindlichen Illusion gefangen? Darf ich an das Gute im Menschen glauben? Wenigstens hoffen?
Für mich fühlt es sich gerade so an wie vor 33 Jahren. Alles im Umbruch. Damals, Ende der 80-er Jahre war klar, dass es so in der DDR nicht weitergehen konnte. Keiner hatte eine Ahnung, was als Nächstes passieren würde. Die einen wollten nur noch so schnell wie möglich weg, hinein in all die schönen Versprechen des schillernden Westens. Die anderen harrten der Dinge, hofften, bangten, manche wollten bis zuletzt die rote Fahne aufrecht halten.
Das sich eingestehen, gescheitert zu sein, fällt nicht leicht, tut schmerzlich weh. Über 40 Jahre hatten unsere Eltern an etwas geglaubt, sie haben es mit eigenen Händen aufgebaut, mit nicht weniger Mut und Willen, wie auf der anderen Seite der Mauer. Ich bin damit groß geworden, das war meine Muttermilch. Und dann zu erleben, wie es stirbt, wie alles zerfällt, nichts mehr von Wert ist. Ein herber Schlag. Eine kollektive Abwertung auf ganzer Linie. Der Westen hat das
Regime übernommen, alles zum Wohle des nun endlich gesamtdeutschen Volkes. Diese Wunde bleibt, blutet bis heute. Ein großes Schamgefühl folgte, immer wieder mit der nagenden Frage: Habe ich auf der falschen Seite gestanden, eine falsche Entscheidung getroffen?
So wie damals diese Frage immer wieder still den Raum füllte, fühlt sich für mich gerade die ganze „Tante C“-Diskussion an.
War es richtig, dass ich mich hab impfen lassen? War es richtig, dass ich mich nicht impfen lasse? Wieder gibt es eine Spaltung.
Was, wenn wir uns eingestehen müssten, dass weder die eine noch die andere Seite der Position recht hat? Was, wenn alle Beweggründe, die dafür und die dagegen, ihre Berechtigung hätten? Lähmt uns die große Angst vor dem Gesichtsverlust? Vor dem Eingeständnis?
Das Leben besteht aus Versuchen. Jeden Tag machen wir neue Erfahrungen. Das System von richtig oder falsch, gut oder böse ist von Menschenhand gemacht. Das gibt es in der Natur nicht.
Bin ich bereit, mich jeden Tag neu vom Leben berühren zu lassen? Bin ich wirklich bereit, aus meiner kleinen Denkbox auszusteigen und mich aufs Leben in all seiner Schönheit und Vielfalt einzulassen?
Worauf lege ich meinen Fokus? Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich kann mich jederzeit neu entscheiden. Ich habe die freie Wahl.
Impfpflicht: Nein, danke!
Mir fehlt die Selbstbestimmung, die Selbstverantwortung, vor allem fehlt mir die allumfassende neutrale Informationsvermittlung.
Mir ist es egal, ob jemand geimpft oder ungeimpft ist. Ich möchte meinem Gegenüber menschlich begegnen, respektiere seine Wahl, seine Beweggründe.
Denn keiner werfe den ersten Stein. Wir sind alle betroffen. Wir überleben auf dieser Welt alle nur im Miteinander. Wann begreifen wir das endlich. Wir sterben entweder alle oder retten die Welt.
Wir sind die größten Schmarotzer auf dieser Erde. Mich wundert es, dass Großmutter Erde noch so wohlwollend mit uns ist. Wir beschließen die Abschaffung von Plastik-Trinkröhrchen und sind stolz darauf, dass es diese nun nur noch in Papierform gibt. Und im Gegenzug bauen wir einen Plastik-Teststäbchen-Verpackungsmüllberg schier unglaublicher Größe. Aus Angst. Kapitalistischer Luxus pur. Kann mir das bitte einmal jemand erklären? Ein sinnloses Unterfangen. Für mich ein paradoxer, aus dem Runder laufender Wahnsinn.
Die in der viralen Medienflut versprochene vermeintliche Sicherheit vs. Angst wird als Machtinstrument missbraucht. Normaler Menschenverstand ist nicht gefragt, denn der bringt kein Geld. Erleben wir gerade den Gipfel des manipulierenden Kapitalismus?
Ich habe schon einmal den Zusammenbruch eines Systems erlebt. Ich bin vorbereitet, chaos-erprobt, habe den Übergang von 0 auf 100 in ein anderes System erfolgreich gemeistert. Ist das eine besondere Resilienz-Erfahrung des Ostens?
Was kann denn schlimmstenfalls passieren?
Strom weg, Geld weg, materielles Chaos, das selbstverständlich gewohnte Überangebot an Waren aufs vielleicht notwendigste reduziert.
Schlimmstenfalls schüttelt sich Großmutter Erde und schmeißt uns raus, weil ihr von all unserer selbst überschätzenden Borniertheit der Kragen geplatzt ist. Man könnte diesen Rausschmiss auch einfach Klimawandel nennen – Großmutter Erde wird gewinnen. Das sollte uns klar sein. Sie hat auch schon die großen Dinosaurier überlebt.
Hilfreich beim Wandel und Neubeginn wäre angemessene Demut vor den Naturkräften und Kräften des Universums. Und Herzensbildung. Sich von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz zu begegnen. Ohne Vorurteile und Beschimpfungen. Auf Augenhöhe.
Das schöne ist, dass damit jeder bei sich selbst anfangen kann.
Die Lehren der indigenen Völker
Jahrelang habe ich die Lehren der Naturvölker dieser Welt studiert. Ein Reichtum an Wissen, wie wir in Einklang mit der Natur, mit den Pflanzen und Tieren leben können.

Wie schade, dass das alte Räder-Wissen dieser weisen Völker in unserem hoch entwickelten Schulsystem nicht gelehrt wird. Den Kindern werden hochkomplexe Wissenschaften gelehrt, doch meist ohne Bezug zum großen Ganzen. Werden sie damit wirklich für die Schule des Lebens vorbereitet? Mit auch ein Grund, warum ich mein Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen geschrieben habe.
Unser Schulsystem ist oftmals als Fehlersuchsystem aufgebaut. Das Streben nach Bestleistung steht im Vordergrund. Doch das hat seinen Preis. Glaubenssätze wie: da warst du noch nicht gut genug. Da hast du den Ansprüchen nicht gereicht … werden oft wie Konfetti in den Schulzimmern verteilt. Warum wird das Augenmerk nicht vor allem auf all die schönen Talente und Fähigkeiten, die entwickelt und gezeigt werden wollen, gerichtet? Der Same Ich bin gut, genau so wie ich bin wird dort gerne aus der Sammelpackung der vielen Möglichkeiten aussortiert.
Doch egal ob in der Familie, im Arbeitsumfeld, in der Schule oder wo auch immer … es geht nicht ums irgendwo mit Bestleistung ankommen.
Es geht ums DA-SEIN. Und es geht vor allem um ein respektvolles und wertschätzendes MITEINANDER.
Ab jetzt erscheinen hier immer wieder meine persönlichen Sicht-weise(n) zu Impulsen oder Themen der Zeit. Als Inspiration und Denkanstoß, denn ich finde, dass die Zeit reif ist, um gemeinsam neue Wege zu finden und zu gehen.
Seit ich vor ein paar Wochen meine Morgenroutine verändert habe, hat sich mein ganzes Leben verändert. Wow! Ich kann es noch gar nicht fassen und es tut mir so gut. Früher bin ich sofort aufgesprungen und in den Tag gestartet, bin von Termin zu Termin , die Zeit rannte mir durch die Finger und ich hatte oft das Gefühl, immer auf dem Sprung zu sein. Jetzt klingelt morgens der Wecker und ich sitze erst einmal eine halbe Stunde nur mit mir. In Stille. Damit mich mein Schweinehund nicht davon abhält, meditiere ich zusammen mit anderen vom Benediktushof in Holzkirchen. Sie sind meine stillen Zeugen, denn ich trickse mich in meiner Selbstfürsorge auch gerne mal selber aus. Das funktioniert super. Als schönes Geschenk gibt es dort nach der Meditation einen Gedanken zum Tag und am Ende wünschen wir uns gegenseitig einen schönen Tag. Meine Tage sind seitdem viel gelassener. Ich hab das Gefühl, ich schaffe viel mehr, weil ich morgens schon ganz mit mir verbunden bin. Mich bringt nichts mehr so schnell aus der Ruhe.
Wie ist das bei dir? Wie beginnst du deinen Tag? Welche Rituale hast du am Morgen? Wann und wie oft nimmst du dir Zeit, ganz mit dir zu sein? Schreib es mir gerne in den Kommentar …
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