YEAH! Irgendwann ist es so weit: Du bist erwachsen, hast die Schule abgeschlossen und … ziehst aus – startest in dein eigenständiges Leben. Du willst es wagen!
Doch im Dschungel der Bürokratie oder Suche nach deinen ersten eigenen vier Wänden begegnen dir Themen oder Wörter, von denen du bisher nichts gehört hast? Damit bist du nicht allein.
In diesem Glossar findest du eine Auflistung der wichtigsten Grundbegriffe, die dir auf dem Weg in deine ersten vier eigenen Wände begegnen könnten.
Falls dir dieses Glossar nicht ausreicht und du weitere interessante Tipps und Tricks auf deinem Weg nutzen willst, hole dir gerne mein Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen. Dort findest du neben zahlreichen Tipps und Tricks auch eine praktische Toolbox mit vielen Vorlagen und Übersichten, wie zum Beispiel: das 1×1 des Wäschewaschens oder das 1×1 der Mülltrennung.
An- und Ummeldung
Nach einem Umzug in die ersten eigenen vier Wände gibt es einige Bereiche, wo du dich an- bzw. ummelden musst, wie z.B. die polizeiliche Anmeldung (siehe weiter unten unter Bürgeramt), den Telefon- bzw. Internetanschluss, den Stromanschluss, ggf. den Gasanschluss, die Postanschrift sowie bei der GEZ.
Betriebskosten
Zu den Betriebskosten zählen alle Kosten, die exakt mit Zählern oder aufgrund der Wohnungsgröße abrechenbar vom Mieter der Wohnung verbraucht wurden. Dazu zählen zum Beispiel: Warmwasserkosten, Heizungskosten. Für diese Kosten werden in den meisten Mietverträgen monatliche Vorauszahlungsbeträge vereinbart.
Betriebskostenabrechnung
In der Betriebskostenabrechnung werden alle laufenden Betriebskosten für einen bestimmten Zeitraum – überwiegend jährlich – für das Haus aufgelistet. Diese Kosten werden dann auf jeden Mieter des Hauses anteilig – z.B. je nach m²-Wohnraum oder Wasseruhrverbrauch oder Heizungszähler – umgelegt und gegen die vom Mieter für diesen Zeitraum gezahlten Vorauszahlungen gegengerechnet.
Bruttokaltmiete
Die Bruttokaltmiete – auch Kaltmiete genannt – ist der reine Mietgrundpreis inklusive Betriebskostenvorauszahlungen, jedoch ohne Mietnebenkosten.
Bürgeramt
Nach dem Umzug in die eigene Wohnung ist jede:r Mieter:in in Deutschland verpflichtet, sich innerhalb von 14 Tagen beim zuständigen Bürgeramt der Stadt oder Kommune mit seiner neuen Anschrift anzumelden. Wer diese Frist überschreitet, riskiert im Notfall die Zahlung eines Bußgeldes.
GEZ
Die GEZ – mittlerweile in Beitragsservice umbenannt – ist eine staatliche Einrichtung, in die jeder Bürger monatlich eine feste Gebühr zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten einzahlen müssen. Dieser Betrag wird in der Regel vierteljährlich in die staatliche Gemeinschaftskasse eingezogen. Je nach Verdienst-Status kann man sich auch von diesem Beitrag befreien lassen.
Grundmiete
Die Grundmiete – auch Nettokaltmiete genannt – ist der reine Mietgrundpreis, ohne Betriebskosten und ohne Mietnebenkosten.
Hauptmieter
Der Hauptmieter ist derjenige, der mit dem Vermieter der Wohnung einen schriftlichen Vertrag zur Nutzung der Wohnung abgeschlossen hat. Es gibt auch die Möglichkeit, mehrere Personen als Hauptmieter in den Mietvertrag aufzunehmen. Der Hauptmieter trägt alle Rechten und Pflichten, die im Zusammenhang mit der Wohnung entstehen.
Hausratversicherung
Die Hausratversicherung greift bei Schäden durch Einbruch oder Diebstahl, Feuer, Leitungswasser, Sachschäden in der Wohnung etc. Die Versicherungshöhe richtet sich bei dieser Versicherung immer nach der Größe und Ausstattung der Wohnung.
Kaltmiete
Die Kaltmiete – auch Bruttokaltmiete genannt – ist der reine Mietgrundpreis inklusive Betriebskostenvorauszahlungen, jedoch ohne Mietnebenkosten.
Makler-Provision
Die Makler-Provision ist ein Betrag bei der Inanspruchnahme von Vermittlungstätigkeiten beim Finden einer Wohnung oder eines Mieters. Dabei gilt das „Besteller-Prinzip“: derjenige, der den Makler beauftragt, muss ihn auch bezahlen.
Mietbürgschaft
Eine Mietbürgschaft ist eine Möglichkeit, dem Vermieter zu versichern, dass er regelmäßig seine Mietzahlung und sonstigen Kosten im Rahmen des Mietvertrages erhält, auch wenn der Mieter noch kein regelmäßiges Einkommen hat.
Mietkaution
Die Mietkaution ist ein Geldbetrag, die der/die Mieter:in an den/die Vermieter:in zahlt, um aus dem Mietverhältnis herrührende Forderungen abzusichern. Die Mietkautionshöhe darf maximal drei Nettokaltmieten betragen.
Mietkosten
Mietkosten sind der fest vereinbarte Gesamtbetrag, den der Mieter der Wohnung bis zu einem festen Termin an den Vermieter der Wohnung zu zahlen hat. In ihm sind alle Mietkostenarten, wie Grundmiete, Betriebskosten(-vorauszahlungen) sowie (Miet-)Nebenkosten enthalten.
Mietnebenkosten
Zu den Mietnebenkosten zählen alle Kosten, die für die Aufrechterhaltung des Zustandes der Wohnung oder des Hauses notwendig sind. Dazu können folgende Kosten zählen: Müllabfuhr, Versicherungen, Hausmeister, Gartenpflege, Treppenreinigung etc. Für diese Kosten werden in den meisten Mietverträgen monatliche Vorauszahlungsbeträge vereinbart, die jährlich mit der Betriebskostenabrechnung verrechnet werden.
Mietnebenkostenpauschale
Die Mietnebenkostenpauschale ist ein fester Betrag, der sich aus den Betriebskosten zusammensetzt. Der Vorteil einer Mietnebenkostenpauschale ist, dass, auch wenn dem Vermieter höhere Nebenkosten entstehen, diese nicht mehr auf die Mieter ungelegt werden können.
Mietschuldenfreiheitsbescheinigung
Die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist eine andere Form der Schufa-Auskunft, bei der bestätigt wird, dass der oder die Mieter:in frei von Mietschulden ist. Diese Bescheinigung wird vom bisherigen Vermieter ausgestellt und ist ein Bestandteil der Bewerbungsunterlagen für eine neue Wohnung. Wenn du das erste Mal in eine neue Wohnung ziehst, fällt diese Bescheinigung weg und du reichst in diesem Fall am besten eine Schufa-Auskunft bei deiner Wohnungsbewerbung ein.
Mietspiegel
Der Mietspiegel ist der von der Stadt oder Kommune als Richtlinie errechnete Mietpreis für eine Wohnung, der aufgrund der Basis des Wohnungszustandes, der Wohnungsausstattung und der Wohnlage errechnet wird.
Mietvertrag
Im Mietvertrag stehen alle wichtigen Rechte und Pflichte, die der Vermieter mit dem Mieter vereinbart. In Deutschland ist es üblich, dass dieser schriftlich abgeschlossen wird. Meistens hat der Mietvertrag viele Seiten und es ist zu empfehlen, ihn vor der Unterschrift sorgfältig zu lesen – vor allem auch das Kleingedruckte.
Mietwohnung
Zur Miete wohnen bedeutet, dass du von einem Immobilienunternehmen, einer Wohnungsbaugenossenschaft oder einem privaten Anbieter für einen bestimmten Zeitraum befristet oder unbefristet Wohnraum zu einem im Voraus fest bestimmten Mietpreis anmietest.
Möblierte (Arbeits-)Wohnung
Die möblierte (Arbeits-)wohnung ist eine Möglichkeit, ohne großen Umzugsaufwand sofort an einem neuen Ort eine Bleibe zu finden, bis man etwas Eigenes gefunden hat. Diese Wohnungen werden oftmals von Arbeitgebern zur Verfügung gestellt und haben dann eine gesonderte Vergütung bzw. einen ermäßigten Mietpreis.
Nettomiete
Die Nettomiete ist der reine Mietgrundpreis inklusive Betriebskosten, jedoch ohne Mietnebenkosten.
Nettokaltmiete
Die Nettokaltmiete – auch Grundmiete genannt – ist der reine Mietgrundpreis, ohne Betriebskosten und ohne Mietnebenkosten.
Post-Nachsendeauftrag
Mit einem Post-Nachsendeauftrag kann man sich seine Post zeitlich befristet von seiner alten Wohnanschrift an seine neue Anschrift nachsenden lassen. Dieser Service der Deutschen Post ist kostenpflichtig und lässt sich leicht online einrichten.
Privat-Haftpflichtversicherung
Die Privat-Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen. Sie greift auch bei Schäden in Haus und Wohnung, die aufgrund deines Verhaltens bei anderen Mietern entstehen.
Rechtsschutzversicherung
Die Rechtsschutzversicherung gehört zu den Risikoversicherungen, das heißt, die Versicherung zahlt nur im Schadensfall. Eine solche Versicherung gibt es mit unterschiedlichen Bereichen, wie z.B. Mietrecht, Arbeitsrecht und Privatrecht. Diese greift bei der Durchsetzung seiner Rechte z.B. bei Mieterhöhungen oder bei der jährlichen Betriebskostenabrechnung.
Schufa-Auskunft
Die Schufa-Auskunft ist eine Möglichkeit, dem Vermieter seine Schuldenfreiheit nachzuweisen. Sie ist kostenpflichtig und wird meistens bei der Bewerbung einer Wohnung als Nachweis schriftlich vorgelegt.
Stromanschluss
Jede Wohnung hat einen eigenen Stromanschluss. Nach dem Einzug in eine Wohnung sollte als Erstes der aktuelle Stromzähler abgelesen werden, um ihn bei der Anmeldung beim Stromanbieter parat zu haben. Die Lage der Stromzähler sind ganz unterschiedlich: In manchen Wohnungen hängt der Stromzähler direkt in der Wohnung, bei anderen gibt es im Keller einen zentralen Stromzählerort.
Studentenwohnheim
Viele Universitäten unterhalten in der Nähe des Campus ein Studentenwohnheim. Um dort ein Zimmer zu bekommen, gibt es oftmals direkt in der Universität eine Beratungsstelle, bei der du dich um einen Platz im Studentenwohnheim bewerben kannst.
Untermieter
Zur Untermiete zu wohnen, bedeutet, dass du in einer Wohnung nur einen bestimmten Bereich der Wohnung bewohnst und mit dem Hauptmieter einer Wohnung einen Untermietvertrag abgeschlossen hast. Dieser sollte, wenn möglich, schriftlich abgeschlossen werden und mindestens die Höhe der monatlichen Mietzahlung sowie die Dauer der Mietnutzung enthalten.
Wohnungsgenossenschaft
Die Wohnungsgenossenschaft ist ein Wohnungsunternehmen, bei dem die/der Mieter:in der Wohnung einen genossenschaftlichen Anteil an der eigenen Wohnung besitzt. Dieser wird meist als fester Geldbetrag bei Eintritt in die Wohnungsgenossenschaft gezahlt. In der Wohnungsgenossenschaft gelten besondere Rechte und Pflichten, wie z.B. das Mitspracherecht bei Veränderungen sowie das Ableisten von regelmäßigen Arbeitsstunden.
Wohnarten
Wohnarten sind die unterschiedliche Eigenschaft des Mietverhältnisses, wie z.B. zur Miete, als Untermieter, im Studentenwohnheim, in der Wohnungsbaugenossenschaft, die möblierte (Arbeits-)Wohnung.
Wohngemeinschaft
Bei einer Wohngemeinschaft – auch WG genannt – wohnen mehrere Personen in ein und derselben Wohnung und die Kosten für die Wohnung werden auf alle Personen aufgeteilt. Dabei ist es möglich, mehrere Personen als Hauptmieter:in im Mietvertrag anzugeben oder nur einen Hauptmieter:in, der oder die dann mit den anderen Personen Untermietverträge abschließt.
Wohnungsübergabeprotokoll
Ein Übergabeprotokoll wird meistens nach der Wohnungsbesichtigung und offiziellen Schlüsselübergabe durch den/die Vermieter:in aufgenommen. Dort werden der Zustand der Räume, alle bestehenden Mängel sowie Absprachen zu deren Beseitigung protokolliert. Oftmals werden dabei auch Fotos vom Zustand der Räume erstellt, die bei späterem Auszug als Grundlage für evtl. Beanstandungen oder Rückbauwünsche gelten.

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Das sagen bisherige Käufer zum Buch:
»Einfach genial zusammengefasst
Ich bin absolut begeistert von diesem Buch… Übrigens nicht nur für Jugendliche informativ… das Buch ist sehr gut strukturiert, visuell anregend und eine tolle schnelle Umsetzung durch die übersichtlichen Checklisten ist sofort möglich… ein tolles Geschenk für Jedermann… ich habe es meinem Sohn zum 18. Geburtstag geschenkt und es kam sehr gut an… auch die Gäste waren sehr angetan und wollen es weiterempfehlen… danke für dieses Buch :-)«
Tania G.
»Wertvoll! Auf den Punkt gebrachter Ratgeber
Umani Wendler hat das Kunststück vollbracht, alle wesentlichen Bereiche für den Start in das eigene Leben in kompakter, übersichtlicher Form und klarer Sprache auf den Punkt zu bringen.«
Henning H.
»Perfektes Geschenk zum Schulabschluss!
Dieses Buch hätte ich mir früher als junger Mensch selbst gewünscht – als gute Grundlage für meine ersten Schritte ins Leben.«
Micha C.
Wenn dich der Artikel inspiriert hat, freue ich mich über deinen Kommentar …
Es war morgens um 9. Die Sonne war über den Rand des Fichtenwaldes geklettert, die ersten Strahlen warfen schon ihr Licht auf die Häuser der gegenüberliegenden Straßenseite.
Auf der Dorfstraße war es still. Seit die neue Umgehungsstraße für den Autoverkehr freigegeben wurde, saß Liesel zwar wie eh und je jeden Tag ab 8 am Fenster ihrer Wohnung im Erdgeschoss und schaute auf die Straße, doch es war nichts mehr los. Es war stiller als still.
Als ihr Erwin noch lebte, hatte sie noch viel zu tun. Er hielt sie gerne auf Trab, saß in seinem Sessel und liebte es, wenn Liesel ihn von vorne bis hinten bediente. Und Liesel liebte es, ihn zu betüdeln und zu verwöhnen. Die beiden hatten sich nach Schule kennengelernt. Es war keine Frage, da hatten sich die zwei richtigen gesucht und gefunden. Liesel war sofort klar: Das ist der, dem sie sich ganz vertrauensselig hingeben wollte. Er wusste, was ihr gefiel und las ihr die Wünsche von den Augen ab.
Ihretwegen waren sie in diese Wohnung gezogen, denn er wusste, wie gerne sie aus dem Fenster schaute und aus dem Buchstaben der Autokennzeichnen lustige kleine Sätze bildete. Doch jetzt war es hier im Haus nur noch still. Totenstill. Ihr Erwin war eines Nachmittags einfach nicht mehr von seinem Nickerchen aufgewacht.
Es war ein heißer Sommertag. Er hatte es sich bequem gemacht und saß nur in Schlüpfer und T-Shirt im Sessel. Liesel hatte zwar immer wieder zu ihm gesagt: Was sollen denn die Leute sagen, wenn du so dasitzt, wenn sie uns besuchen kommen, doch Erwin brummte nur: ist mir doch egal. Wer mich besuchen kommt, muss mich so nehmen, wie ich bin. Außerdem würde er sich ja noch eine Hose überziehen, wenn wirklich mal jemand überraschend käme. Doch das kam schon lange nicht mehr vor.
Als er dann so dalag, war es Liesel überaus peinlich, als sie den Arzt anrief und die Fahrer vom Bestattungswagen ihren Erwin nur so in Schlüpfer auf die Trage legen mussten. Doch ihr Erwin bekam von alledem nichts mehr mit. Er war sowieso einer, der immer hoffnungsstur ins Leben schaute, der mit einem unversiegbaren Optimismus gesegnet war, der auch dem schlimmsten Umstand noch einen Funken Licht abringen konnte.
Dafür hatte sie ihn einerseits geliebt. Doch manchmal trieb seine positive Haltung auch ungeheuerlich Blüten. Zum Beispiel nach der Wende, als er dachte, jetzt wird alles gut, er wird allen die besten Versicherungen verkaufen und jeder wird bei ihm eine Police unterschreiben, es sind doch alles seine Freunde. Nichts war es, seine Freunde haben ihn nur ausgelacht.
Doch er ließ sich nicht beirren und sagte zu seiner Liesel: Wir brauchen nichts Neues. Das, was wir brauchen, haben wir, das reicht uns, denn wenn unsere Zeit hier vorbei ist, können wir sowieso nix mitnehmen. Da war ihr Erwin ein ganz pragmatischer.
Der ihr so peinliche Schlüpfertag ist nun schon fast ein Jahr her. Seitdem saß sie in ihrer stillen Wohnung am Fenster. Und inzwischen fuhren auch die Autos nicht mehr an ihrem Haus vorbei. Ab und zu brummte der alte Lada von Gärtner Krause noch vorbei oder die verrückte Familie mit den vielen Kindern hupte, wenn sie mit ihrem Wohnmobil an ihrem Fenster vorbeifuhren, die Kinder winkten ihr dann meist wild zu. Doch ansonsten kam hier kein fremdes Auto mehr die Straße entlang.
Liesel langweilte sich bei so viel Stille um sie herum. Bei all dem vor sich hin dösen, kamen ihr die verrücktesten Träume in den Sinn. Was wäre, wenn sie ihre paar Habseligkeiten einpacken würde und noch einmal ganz neu anfangen würde? Doch wie sollte das gehen? Sie war noch nie allein ohne ihren Erwin unterwegs gewesen. Doch hier versauern wollte sie auch nicht. Sie fühlte sich noch zu jung zum Sterben. Doch war sie schon zu alt für einen Neubeginn?
Sie schloss das Fenster und ging in die Küche. Auf dem Tisch lag die Zeitung vom Wochenende. Sie blätterte die Seiten, bis sie zum Teil mit den Anzeigen kam. Sie überflog die Inserate. Suche … Biete … Sie goss sich wie gewohnt einen Kaffee auf und las genauer. Suche Mitbewohnerin in großer Wohnung … wie in Trance wählte sie die Nummer.
Die Stimme am anderen Ende klang sympathisch. Sie hörte sich geduldig alle Lobpreisungen für die Ausstattung der Wohnung an und fragte: Was ist der Nachteil dieser Wohnung? Am anderen Ende der Leitung wurde es leise: na ja, es ist so, die Wohnung liegt im Erdgeschoss an einer großen Kreuzung. In Liesel begann es zu kribbeln, ihr Augen leuchteten. Sie sagte nur noch: wann kann ich vorbeikommen, um sie kennenzulernen und mir die Wohnung anzugucken?
Ein herzliches Danke an Renate Fiebiger für die Zusendung ihrer 4 Wörter für diese Kurzgeschichte.
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Wie schon in meinem Artikel Jin Shin Jyutsu – Strömen im Alltag beschrieben, gibt es mehrere Varianten, Jin Shin Jyutsu – auch japanisches Heilströmen genannt – in seinen Alltag zu integriere.
Eine der leichtesten Übungen ist dabei das Strömen der Finger.
Im Folgenden erkläre ich dir kurz, wie diese Übung geht.
Einleitung zum Strömen der Finger
In meinem Artikel Was ist Jin Shin Jyutsu? habe ich dir schon die über unseren Körper verlaufenden Energieleitbahnen vorgestellt. Auf diesen Leitbahnen liegen die 26 Sicherheitsenergieschlösser.

Diese 26 Sicherheitsenergieschlösser (SES) liegen jedoch nicht nur überall auf dem Körper verteilt, sondern sie haben auch einen festen Bezugspunkt in den Fingern unserer Hände.

Alle im Jin Shin Jyutsu den Fingern zugeordnete Sicherheitsenergieschlösser
Somit können wir entweder das Sicherheitsenergieschloss direkt an unserem Körper berühren oder wir halten ganz einfach, je nachdem in welchem Bereich wir Hilfe brauchen oder ein Projekt bzw. Problem haben, den Finger, der diesem Sicherheitsenergieschloss zugeordnete ist. Das geht überall und ganz leicht.
Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, dass den Fingern nicht nur die Organe, sondern jedem Finger auch die häufigsten Emotionen zugeordnet sind. So können wir mit dem Halten der Finger auch hier mehr Balance in unseren Gefühlsbereich bringen.

Alle im Jin Shin Jyutsu den jeweiligen Fingern zugeordneten Emotionen und Organe
Anleitung zum Strömen der Finger
Diese Übung kannst du jederzeit und an jedem Ort durchführen.
- Halte jeden Finger ca. 1-2 Minuten mit den Fingern der andern Hand umschlossen.
- Beginne am besten mit dem Daumen der einen Hand.
- Gehe weiter zum Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinder, kleinen Finger.
- Danach wechselst du die Handseite und beginnst wieder mit dem Daumen.
- Gehe weiter zum Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleinen Finger.
- Zum Schluss legst du beide Handinnenflächen zueinander gewandt flach wie ein Teller vor den Bauch – die eine Handaußenfläche schaut nach unten, die andere nach oben – während die Mittelfinger jeweils die Mitte der anderen Handinnenfläche berührt. Diese Handhaltung fühlt sich zu Beginn vielleicht ein bisschen ungewohnt an, doch mit jedem Mal wird sie dir vertrauter und du wirst die harmonisierende Wirkung mehr und mehr spüren.
Je nachdem, ob du beide Hände oder nur eine Hand strömst, benötigst du für diese Übung ungefähr 15-30 min. Doch auch wenn du vielleicht nicht immer so viel Zeit zur Verfügung hast, ströme einfach so viele oder die Finger, die dir gerade wichtig sind und mehr Entspannung in dein Leben bringen.
Eine weit verbreitete und in vielen anderen Kulturen vorkommende Geste ist die Handhaltung des Gebetes oder Grußes, bei dem die Handflächen vor der Brust zusammen genommen werden. Auch hier werden alle Punkte des Jin Shin Jyutsus miteinander verbunden.

Zum Abschluss für heute noch ein kleines Beispiel:
Stell dir einmal vor: Wie wäre es, wenn du wütend bist und du einfach nur für ein paar Minuten deinen Mittelfinger halten müsstest, um deine Wut in dir wieder zu bändigen? Wäre das nicht ein kleines Wunder? Vielleicht ist sie dann nicht gleich 100%-ig weg, doch dir steht nach dem Halten vielleicht eine andere Reaktionsmöglichkeit zur Verfügung, als zuvor. Wäre das nicht wunderbar?
In den nächsten 10 Tagen werde ich dir jeden Finger einzeln ausführlich vorstellen, denn im Rahmen der BlogDekaden-Challenge von The Content Society gibt es an jedem Tag einen Heilström-Tipp für dich.
Ich hoffe, du bist mit dabei …
Ich freue mich auf deinen Kommentar … oder auf deine Buchung einer Heilström-Sitzung bei mir.
Wie schon in meinem Artikel Was ist Jin Shin Jyutsu? beschrieben, haben die meisten Menschen diese Methode bestimmt schon einmal angewandt, wenn auch unbewusst. Da Heilströmen vorwiegend mit den Händen praktiziert wird, werden auch deine Finger irgendwann einmal einen der Strömpunkte an deinem Körper berührt und gehalten haben. Ein Vorteil vom Strömen ist nämlich, dass du es ganz leicht in deinen Alltag integrieren kannst.
Jin Shin Jyutsu wird auch die Kunst: MICH SELBST KENNEN (mir helfen) LERNEN genannt. Sie hat nicht zum Ziel, regelmäßige Behandlungen der Schulmedizin zu ersetzen. Ihr Ziel ist, die eigene Heilkraft in sich zu erkennen und für sein Wohlbefinden im Leben zu nutzen. So wird im besten Fall aus der (regelmäßigen) Anwendung dieser Methode eine lebenslange Lebenskunst für Einklang, Glück und Gesundheit.
Wofür ist Jin Shin Jyutsu – das Strömen – gut ?
Jiro Murai nannte Jin Shin Jyutsu eine Lebenskunst, durch die sich jeder Mensch selber kennenlernen kann. Durch das sich selbst bewusst zuwenden, öffnet sich die Wahrnehmung und so wird jeder Mensch zum Schöpfer seiner eigenen Lebensfreude. Das Strömen hilft dem Menschen dabei auf allen 3 Ebenen:
- Das Strömen fördert die körperliche Gesundheit.
Durch die Aktivierung bestimmter Punkte im Körper kann die Energie wieder ungehindert durch den Körper, zu Organen oder durch den Kreislauf fließen. Er wird dadurch entgiftet, der Stoffwechsel wird angeregt, das Immunsystem wird gestärkt und es stellt sich in den Organen wieder eine natürliche Balance her.
- Das Strömen fördert die seelische Gesundheit
Durch das Strömen kann sich auch die Stimmung aufhellen, die Zuversicht und das Selbstvertrauen wachsen. Alte Verhaltensmuster lösen sich auf und werden in neue Gewohnheiten verändert. Emotionen, wie Sorgen, Angst, Wut, Trauer oder ständiges sich bemühen müssen, können angesehen und besser ausbalanciert werden. Die Ausstrahlung verbessert sich.
- Das Strömen fördert die geistige Flexibilität und die spirituelle Ausrichtung
Durch das Strömen können neue Gedankenmuster entstehen, spirituelle Aha-Erlebnisse sind keine Seltenheit. Oftmals klären sich die Gedanken und es fällt leichter, sich auf neues einzulassen.
Wie funktioniert Jin Shin Jyutsu – das Strömen?
Strömen kann jeder in fast allen Situationen für sich selbst. Das einzige, was du dazu brauchst, sind deine Hände. Durch sie fließt permanent Energie, die du dir mit der bewussten Ausrichtung auf einen oder mehrere Strömpunkte zunutze machen kannst. Die meisten Grundübungen kannst du im Sitzen, Liegen oder auch im Gehen anwenden.
Die einfachste Grundübung im Jin Shin Jyutsu ist das Strömen der Finger. Bei den Ström-Tipps – im Rahmen der Blog-Dekade in der The Content Society – erkläre ich dir in den folgenden Tagen jeden Finger ausführlich.
Diese Übung ist so einfach, dass sie jeder für sich selbst erlernen und anwenden kann – denn Jiro Murai sagte schon: Jin Shin Jyutsu ist eine Kunst der Selbsthilfe. Diese Erfahrung der selbstwirksamen Heilung hatte er am eigenen Leibe machen dürfen, nachdem er im Alter von 26 Jahren von den Ärzten für unheilbar krank erklärt wurde. Nach seiner kompletten Heilung, nur durch die Anwendung von Jin Shin Jyutsu, hat er sein Leben der Erforschung und Weiterverbreitung dieser heilsamen Lebenskunst gewidmet.
Das Besondere am Strömen ist vor allem, dass du bei der Anwendung des Strömens nichts falsch machen. Gerade in unserem Kulturkreis, wo wir kollektiv darauf geschult sind, nichts falsch machen zu wollen, ist das sehr entlastend.
Um komplexere Projekte bzw. Problemzonen zu bearbeiten, lohnt es sich sehr, sich in die Hände eines erfahrenen Jin Shin Jyutsu-Praktikers zu begeben.
Ein großer Vorteil liegt dabei vor allem in der tieferen Entspannung, die während so einer Heil-Sitzung stattfindet. Dein Körpersystem lässt schneller los und der dich Behandelnde kann komplexere Heil-Ströme anwenden oder Strömpunkte halten, an die du nicht ohne weiteres herankommst, da sie auf der Rückseite deines Körpers liegen.
Eine Heilström-Behandlung findet meistens im Liegen statt. Du liegst auf einer Liege, möglichst warm und in einer angenehmen ruhigen Atmosphäre. Wenn dies aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, kann sie auch im Sitzen stattfinden.
Der Unterschied zu anderen Methoden besteht beim Jin Shin Jyutsu vor allem darin, dass die Finger nur ganz leicht den Punkt am Körper berühren – ohne Druck, wie zum Beispiel bei der Akupressur oder dem die Hände über eine bestimmte Stelle halten beim Reiki.
Bei einer Behandlung durch dich selbst oder durch einen Jin Shin Jyutsu-Praktiker kann mit
- der Vorder- oder Rückseite eines oder mehrerer Finger
- der Spitze eines oder mehrerer Finger
- mit der Handfläche oder
- mit dem Handrücken
der jeweilige Punkt berührt werden. Entscheidend ist dabei immer die Position des Fingers, die zum jeweiligen Zeitpunkt am angemessensten, praktischsten und vor allem angenehmsten erscheint.
Es gibt eine bestimmte Abfolge von Ström-Punkten, die förderlich sind, um den Energiefluss im Körper entweder zu beleben oder die Energie reduzierend und somit den Körper in Balance zu bringen.
Dabei verweilt derjenige an jedem Ström-Punkt für eine längere Zeit, bis er oder sie mit seinen Händen an einen neuen Punkt wandert. So wird ein Ström-Punkt nach dem anderen aktiviert und die Energie kommt immer mehr in einen rhythmischen Einklang.
Je nachdem, welches Projekt bearbeitet wird, kann eine Ström-Sitzung zwischen 20-50 min dauern. Bei intensiven Projekten kann auch zweimal am Tag geströmt werden, jedoch sollten dabei immer 8 Stunden zwischen der 1. und 2. Ström-Sitzung liegen. Die Sitzungen finden immer bei voller Bekleidung statt.
Wie oft eine Heil-Ström-Sitzung notwendig ist, hängt ganz individuell vom Menschen und seinem Projekt ab. Manche Projekte bzw. Probleme verschwinden schon nach einer Heil-Ström-Sitzung. Bei manchen Projekten dauert es ein paar Sitzungen länger.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird oft gesagt: Geh zum Arzt, solange du gesund bist. Da Jin Shin Jyutsu dieser Tradition sehr nahe steht, verwundert es wohl kaum, dass sich eine Heil-Ström-Sitzung auch ganz wunderbar zur Selbstfürsorge oder präventiv als Gesundheitsvorsorge eignet.
In den nächsten 10 Tagen werde ich dir jeden Finger einzeln ausführlich vorstellen, denn im Rahmen der BlogDekaden-Challenge von The Content Society gibt es an jedem Tag einen Heilström-Tipp für dich.
Ich hoffe, du bist mit dabei …
Ich freue mich auf deinen Kommentar … oder auf deine Buchung einer Heilström-Sitzung bei mir.
Der Applaus lässt langsam nach, die ersten in den Reihen stehen auf und verlassen über die Treppe bereits das Auditorium. Lilli klappt sanft ihren Laptop zu, die Leinwand hinter ihr wird schwarz, der Beamer rauscht noch an der Decke, doch auch er wird immer leiser. Als alle Teilnehmer den Raum verlassen haben, setzt sich Lilli in die erste Reihe.
Bert kommt in den Saal. Er hatte ihr vor dem Termin geholfen, die Technik einzustellen, denn ihre größte Angst war gewesen, dass der Pointer oder die Präsentation nicht reibungsfrei liefen. Sie kannten sich von der Uni. Es war einer dieser typischen Zufälle gewesen, die keine Zufälle sind, als sie ihn vor 3 Tagen bei der Vorbesichtigung des Raumes hier im Institut für Meereskunde wiedertraf. Sie wusste, er mochte sie schon damals. Auch jetzt blitzten wieder seine Augen, wenn er sie ansah. Machte er sich denn immer noch Hoffnungen? Damals hatten sie bei einer langen Rotweinnacht beschlossen, dass sie es bei einer Freundschaft belassen würden.
Bert war einfach nicht Lillis Typ. Netter Kerl, hilfsbereit ohne Frage, doch sein Gesicht erinnerte sie immer wieder an einen Koala, kleine Knopfaugen, große Nase, wallende braungraue Haarlocken, in denen sich seine großen Ohren versteckten. Bei ihr regte sich so gar nichts bei der Vorstellung ihn küssen zu wollen.
„Wie ist es gelaufen? Bist du mit dir und dem Ablauf zufrieden? Hat mit der Technik alles funktioniert?“
Lilli schaute zu ihm hoch und nickt. „Ja, alles super. Erst war ich noch aufgeregt, doch dann lief alles wie am Schnürchen. Ich glaube, den Leuten hat es gefallen.“
„Soll ich gleich mit dem Abbau beginnen? Wollen wir danach noch etwas zusammen essen gehen?“
„Am liebsten wäre ich jetzt zu Hause am Wattenmeer. Da könnte ich jetzt kilometerlang laufen und wieder meinen Kopf freikriegen.“
„Mensch Lilli, träumst du immer noch von deinem Wattenmeer? Hier haben wir nur die Donau. Wollen wir dort später eine Runde drehen? Wie lange wohnst du jetzt schon hier? Deine Sehnsucht nach deiner Heimat hat sich wohl immer noch nicht gelegt.
Bert läuft zum Stehpult und löst die Kabel an der Anlage. Lilli bleibt sitzen. Sie fühlt sich erschöpft. Der sie durchflutende Adrenalinschub am Morgen hatte jetzt Ebbe. Sie hatte Wochen auf diesen Termin hingearbeitet. Viel Material und tausende von Bildern gesichtet, ihren Text x-mal umgeschrieben. Sie war die Expertin für die Tafel-Eisberge im Polarmeer. Die Einladung für diesen Vortrag vom Institut war für sie eine Ehre gewesen. Sie wollte es perfekt. Das waren die anderen von ihren Auftritten gewohnt. Sie wollte niemanden enttäuschen. Vor allem nicht sich selbst.
Mit einem energischen So-jetzt-aber! klatscht sie in die Hände und steht auf. Bert schaut zu ihr und denkt: so ist sie, nur kurz Schwäche zeigen und dann gleich wieder voll Power weiter.
Lilli packt ihre Sachen zusammen und legt alles neben die Technik auf den Rollwagen. „Können wir den hier stehen lassen, bis wir von unserer Runde an der Donau zurück sind?“ Ich glaub schon. Die Putzkräfte kommen erst heute Abend und ich habe einen Schlüssel.“
„Hast du Lust auf ein Eis? Bei Birner’s gibt es dein Lieblingseis.“ Bert macht einen Schritt auf sie zu.
„Wirklich? Die haben Kokosnuss?
„Ja, jedenfalls hatten sie es, als ich das letzte Mal dort war.“
„Du erstaunst mich wirklich immer wieder aufs Neue. Das du dich daran noch erinnern kannst.“ Das Blitzen in seinen Augen wird in diesem Moment noch heller. Lilli tritt einen Schritt zur Seite, sucht nach Abstand: Oh Mann, ich hoffe, ich wecke hier gerade keine unerfüllbaren Wünsche.
Ein herzliches Danke an Lorena Hoormann für die Zusendung ihre 4 Wörter für diese Kurzgeschichte.
Diese kleine Kurzgeschichte hat dich inspiriert oder berührt?
Manchmal klingen sie auch noch in dir nach oder regen dich selbst zum kreativen Schreiben oder Gestalten an?
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»Eines solltest du wissen: Du brauchst immer ein Ziel. Und einen Plan, wie du es erreichst! Das hilft dir, dich zu orientieren und gibt dir Halt, dann fühlst du dich sicher. Du musst dich entscheiden.«
»Halt! Stopp!« Ich sitze im Halbdunkel, blinzle, um mich herum ist jetzt alles wieder still. Wer hat das gerade gesagt?
Ich habe gerade oft keinen Plan, habe kein Ziel, habe ganz oft schlichtweg keine Ahnung. Mit diesem Gefühl bin ich derzeit nicht alleine unterwegs. Es ist weit verbreitet.
Dafür oder dagegen?
Ich kann mich nicht entscheiden!
Oft will ich mich auch gar nicht entscheiden müssen. Denn ich kann doch nicht einfach einen Teil von mir abschneiden, so tun, als ob er nicht da wäre, so tun, als ob er mir nicht lieb wäre. All meine Freude, meine Angst, meine Wut, meine Ohnmacht, meine Verwirrung … das gehört doch alles zu mir. Und doch stehe ich mir dann irgendwann selbst im Weg.
Mittlerweile entscheide ich viel aus meinem Bauch heraus, mit dem Wissen, dass ich jederzeit Fehler machen darf und vor allem, weil ich mich auch neu (um-)entscheiden darf.
Oft beantworte ich meine Qual-der-Wahl-Fragen mit: Ich will alles! Und am liebsten sofort. Denn Beschränkungen sind mir ein Dorn im Auge – in diesen Zeiten ist das wohl für viele ein großes Übungsfeld.
Ich liebe die Weite, den breiten Tellerrand, auf dem alles geschehen darf, auf dem groß gedacht, groß gelacht, groß geweint, groß diskutiert, groß geplant, groß gesponnen, groß visioniert und so weiter werden darf. Auf dem gestolpert, experimentiert, hingefallen und wieder aufgestanden wird. Mit und im großen Gedanken an ein allumfassendes Miteinander. Mit allen Seelen, allen Kräften, allen Welten des Universums zusammen. Nicht GEGEN etwas, sondern FÜR etwas.
Am Wochenende bekam ich per E-Mail einen Aufruf: » Lichterkette für Solidarität in der Pandemie – gegen Leugnen – gegen Hetze – gegen Rechts «
Morgen 18 Uhr am Breslauer Platz. Anlässlich der Querdenker:innendemos und Montags”spaziergänge” gibt es jetzt eine Berliner Erklärung “Solidarisch denken”, initiiert von Aufstehen gegen Rassismus, an der viele Berliner Initiativen, Vereine und Parteien (SPD, Linke und Grüne) mitgewirkt haben.
Ich bin ein ganzheitlich denkender Mensch. Mir fehlt in vielem das FÜR. Warum gibt es keinen Aufruf im Sinne von: Lichterkette für ein wohlwollendes Miteinander, egal ob mit oder ohne Piecks, egal ob schwarz oder weiß, egal ob arm oder reich? Wo ist die Lichterkette für Gerechtigkeit, für Wahrheit, für Schul- und Alternativmedizin?
Im Entweder-oder entsteht Ausgrenzung, Bewertung, Schublade auf und zu. Stillstand. Das Sowohl-als-auch macht Wege frei. Umdenken ist angesagt.
Das noch Unbekannte ist das Feld aller Möglichkeiten.
Wer hat den Mut? Wer ist bereit? Bin ich nur zu blauäugig, naiv? In einer kindlichen Illusion gefangen? Darf ich an das Gute im Menschen glauben? Wenigstens hoffen?
Für mich fühlt es sich gerade so an wie vor 33 Jahren. Alles im Umbruch. Damals, Ende der 80-er Jahre war klar, dass es so in der DDR nicht weitergehen konnte. Keiner hatte eine Ahnung, was als Nächstes passieren würde. Die einen wollten nur noch so schnell wie möglich weg, hinein in all die schönen Versprechen des schillernden Westens. Die anderen harrten der Dinge, hofften, bangten, manche wollten bis zuletzt die rote Fahne aufrecht halten.
Das sich eingestehen, gescheitert zu sein, fällt nicht leicht, tut schmerzlich weh. Über 40 Jahre hatten unsere Eltern an etwas geglaubt, sie haben es mit eigenen Händen aufgebaut, mit nicht weniger Mut und Willen, wie auf der anderen Seite der Mauer. Ich bin damit groß geworden, das war meine Muttermilch. Und dann zu erleben, wie es stirbt, wie alles zerfällt, nichts mehr von Wert ist. Ein herber Schlag. Eine kollektive Abwertung auf ganzer Linie. Der Westen hat das
Regime übernommen, alles zum Wohle des nun endlich gesamtdeutschen Volkes. Diese Wunde bleibt, blutet bis heute. Ein großes Schamgefühl folgte, immer wieder mit der nagenden Frage: Habe ich auf der falschen Seite gestanden, eine falsche Entscheidung getroffen?
So wie damals diese Frage immer wieder still den Raum füllte, fühlt sich für mich gerade die ganze „Tante C“-Diskussion an.
War es richtig, dass ich mich hab impfen lassen? War es richtig, dass ich mich nicht impfen lasse? Wieder gibt es eine Spaltung.
Was, wenn wir uns eingestehen müssten, dass weder die eine noch die andere Seite der Position recht hat? Was, wenn alle Beweggründe, die dafür und die dagegen, ihre Berechtigung hätten? Lähmt uns die große Angst vor dem Gesichtsverlust? Vor dem Eingeständnis?
Das Leben besteht aus Versuchen. Jeden Tag machen wir neue Erfahrungen. Das System von richtig oder falsch, gut oder böse ist von Menschenhand gemacht. Das gibt es in der Natur nicht.
Bin ich bereit, mich jeden Tag neu vom Leben berühren zu lassen? Bin ich wirklich bereit, aus meiner kleinen Denkbox auszusteigen und mich aufs Leben in all seiner Schönheit und Vielfalt einzulassen?
Worauf lege ich meinen Fokus? Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich kann mich jederzeit neu entscheiden. Ich habe die freie Wahl.
Impfpflicht: Nein, danke!
Mir fehlt die Selbstbestimmung, die Selbstverantwortung, vor allem fehlt mir die allumfassende neutrale Informationsvermittlung.
Mir ist es egal, ob jemand geimpft oder ungeimpft ist. Ich möchte meinem Gegenüber menschlich begegnen, respektiere seine Wahl, seine Beweggründe.
Denn keiner werfe den ersten Stein. Wir sind alle betroffen. Wir überleben auf dieser Welt alle nur im Miteinander. Wann begreifen wir das endlich. Wir sterben entweder alle oder retten die Welt.
Wir sind die größten Schmarotzer auf dieser Erde. Mich wundert es, dass Großmutter Erde noch so wohlwollend mit uns ist. Wir beschließen die Abschaffung von Plastik-Trinkröhrchen und sind stolz darauf, dass es diese nun nur noch in Papierform gibt. Und im Gegenzug bauen wir einen Plastik-Teststäbchen-Verpackungsmüllberg schier unglaublicher Größe. Aus Angst. Kapitalistischer Luxus pur. Kann mir das bitte einmal jemand erklären? Ein sinnloses Unterfangen. Für mich ein paradoxer, aus dem Runder laufender Wahnsinn.
Die in der viralen Medienflut versprochene vermeintliche Sicherheit vs. Angst wird als Machtinstrument missbraucht. Normaler Menschenverstand ist nicht gefragt, denn der bringt kein Geld. Erleben wir gerade den Gipfel des manipulierenden Kapitalismus?
Ich habe schon einmal den Zusammenbruch eines Systems erlebt. Ich bin vorbereitet, chaos-erprobt, habe den Übergang von 0 auf 100 in ein anderes System erfolgreich gemeistert. Ist das eine besondere Resilienz-Erfahrung des Ostens?
Was kann denn schlimmstenfalls passieren?
Strom weg, Geld weg, materielles Chaos, das selbstverständlich gewohnte Überangebot an Waren aufs vielleicht notwendigste reduziert.
Schlimmstenfalls schüttelt sich Großmutter Erde und schmeißt uns raus, weil ihr von all unserer selbst überschätzenden Borniertheit der Kragen geplatzt ist. Man könnte diesen Rausschmiss auch einfach Klimawandel nennen – Großmutter Erde wird gewinnen. Das sollte uns klar sein. Sie hat auch schon die großen Dinosaurier überlebt.
Hilfreich beim Wandel und Neubeginn wäre angemessene Demut vor den Naturkräften und Kräften des Universums. Und Herzensbildung. Sich von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz zu begegnen. Ohne Vorurteile und Beschimpfungen. Auf Augenhöhe.
Das schöne ist, dass damit jeder bei sich selbst anfangen kann.
Die Lehren der indigenen Völker
Jahrelang habe ich die Lehren der Naturvölker dieser Welt studiert. Ein Reichtum an Wissen, wie wir in Einklang mit der Natur, mit den Pflanzen und Tieren leben können.

Wie schade, dass das alte Räder-Wissen dieser weisen Völker in unserem hoch entwickelten Schulsystem nicht gelehrt wird. Den Kindern werden hochkomplexe Wissenschaften gelehrt, doch meist ohne Bezug zum großen Ganzen. Werden sie damit wirklich für die Schule des Lebens vorbereitet? Mit auch ein Grund, warum ich mein Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen geschrieben habe.
Unser Schulsystem ist oftmals als Fehlersuchsystem aufgebaut. Das Streben nach Bestleistung steht im Vordergrund. Doch das hat seinen Preis. Glaubenssätze wie: da warst du noch nicht gut genug. Da hast du den Ansprüchen nicht gereicht … werden oft wie Konfetti in den Schulzimmern verteilt. Warum wird das Augenmerk nicht vor allem auf all die schönen Talente und Fähigkeiten, die entwickelt und gezeigt werden wollen, gerichtet? Der Same Ich bin gut, genau so wie ich bin wird dort gerne aus der Sammelpackung der vielen Möglichkeiten aussortiert.
Doch egal ob in der Familie, im Arbeitsumfeld, in der Schule oder wo auch immer … es geht nicht ums irgendwo mit Bestleistung ankommen.
Es geht ums DA-SEIN. Und es geht vor allem um ein respektvolles und wertschätzendes MITEINANDER.
Ab jetzt erscheinen hier immer wieder meine persönlichen Sicht-weise(n) zu Impulsen oder Themen der Zeit. Als Inspiration und Denkanstoß, denn ich finde, dass die Zeit reif ist, um gemeinsam neue Wege zu finden und zu gehen.
»76«, antwortete sie.
»Was? … Jahre? Kilo? Euro? Deine Zimmernummer?«. Die Stimme der Frau auf der anderen Seite des Tisches kreischte in ihrem Ohr. Gundula dreht sich um, schaut zu den anderen im Raum. Warum war sie heute nur hier an diesem Tisch gelandet? Was wollte diese Frau von ihr? Sie wollte einfach nur ihre Ruhe. Ihr Trainingsplan war voll: Vorträge, Gespräche, Laufen zum Konditionsaufbau und leichtes Krafttraining. Sie stellte schnell fest: Die Bandbreite der Patienten war hier riesig. Doch sie war einiges aus ihrem Leben gewohnt. So schnell schockte sie nichts. Sie wusste, dass sie in den nächsten Wochen hierbleiben musste, um wieder auf die Beine zu kommen.
»Pulsschläge«, murmelte sie über den Tisch, doch die Frau ihr gegenüber hatte ihr wildes Fragespiel schon an den nächsten Tisch verlagert. Sollte sie aufstehen und sich umsetzen? Doch wohin? Seit ihrer OP ging nichts mehr mal-so-schnell-eben. Sie kam sich wie ein Walross vor, obwohl sie mittlerweile so wenig wog, wie noch nie in ihrem Leben. Die Ernährungsdocs würden ihr für diesen BMI applaudieren. Als sie deren App vor Jahren noch abonniert hatte und fleißig nach Rezepten kochte, stand die BMI-Anzeige meist knapp bei Rot. Sie liebte einfach leckeres Essen. Das war nun nicht mehr ihr Problem. Heute hatte sie andere Baustellen.
Sie wusste, dass sie oft über die Grenzen ihrer Belastbarkeit ging. Vor allem im Job. Sie war gut. Sie war gefragt. Sie hatte es jetzt sogar bis zu einer Professur gebracht. Das war nie ihr Ziel gewesen, dafür hatte sie eigentlich auch gar nicht die Voraussetzungen – doch sie hatten es ihr ermöglicht. Aus Mangel an Alternativen? Oder einfach, weil sie die beste Bewerberin war?
Doch seit sie in der Uni die Stelle angetreten hatte, lief es bei ihr im Herzen nicht mehr rund. Anfangs überging sie die Zeichen. Sie wollte es sich beweisen. Sie kann das. Doch wirklich nur sich? Oder auch all den anderen, die ihr diesen Job nicht zugetraut hätten? Ihr Zweifelkobold saß ihr immer wieder auf der Schulter, flüsterte ihr Sätze ins Ohr, die ihr Angst machen sollten. Doch sie ließ sich nicht mehr von ihm beeindrucken. Wie im Rausch eignete sie sich von 0 auf 100 die neue digitale Welt der online-Wissensvermittlung für ihre Studenten an. Sie hatte Ideen, Visionen, wie sie ihr Wissen weiterreichen wollte. Sie war eine Kämpfernatur: Immer der Lösung oder dem Erreichen von Wundern zugewandt.
Doch dann schmiss es sie aus der Bahn. Die Diagnose war eindeutig. Sie kam um eine OP nicht mehr herum. Nun saß sie hier im Rehazentrum und sollte wieder zu Kräften kommen. Es waren ihre ersten Tage hier vor Ort. Am Morgen hatte sie die Müllabfuhr geweckt. Ihr Zimmer lag direkt im ersten Stock, mit Blick in den Wirtschaftshof der Klinik. Sie war aufgestanden und zum Fenster gegangen, um es zu schließen. Die Männer in ihrer orangen Aufmachung erinnerte sie an das kreative Kunstprojekt einer Studentin: Bring Farbe ins Grau. Unter dem #farbkreisreise konnte jeder der wollte, ihr im Laufe der vier Wochen Bilder zur Farbe des Monats schicken. In diesem Monat war Orange dran. Sie nahm ihr Handy vom Tisch und drückte ab. Sie hatte ihr erstes Bild: Müllmänner in Orange.
Sie ging ins Bad und schaute in den Spiegel. Die lange Linie zwischen ihrer Brust war noch eindeutig rot. Kein Bildmotiv für diesen Monat. Sie schloss den Bademantel wieder und ging zurück zu ihrem Bett. Die Schwester hatte ihr in der Zwischenzeit das Tablett mit dem Frühstück hingestellt. Sie hob die Haube und fing an zu grinsen. Dort lagen zwei Scheiben Weißbrot mit Marmelade. Sie zückt ihr Handy. Bild 2 war im Kasten. Bei der Farbe tippte sie auf Aprikose. Vielleicht ist das eine gute Idee, mit ihren Studenten Kontakt zu halten, denn irgendwann wollte sie ja hier wieder draußen sein und endlich wieder vor ihnen stehen. Die digitale Technik machts möglich. Sie schickt die Bilder per E-Mail in die Uni. Mit lieben Grüßen an alle.
Diese kleine Kurzgeschichte hat dich inspiriert oder berührt?
Manchmal klingen sie auch noch in dir nach oder regen dich selbst zum kreativen Schreiben oder Gestalten an?
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Wie kommt man dazu, einen Ratgeber bzw. einen Sachbuch-Leitfaden für junge Menschen zu schreiben?
Diese Frage wird mir, seit im November mein Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen erschienen ist, immer wieder gestellt.

Eine Antwort von mir darauf ist: Weil das Bildungspolitiksystem in meinen Augen in Deutschland beim Thema Vorbereitung fürs Leben fast komplett versagt.
Beim Haupt- oder Realschulabschluss, und auch nur bedingt beim Abitur pauken unsere Kinder und Jugendlichen zwar alle möglichen hochkomplexen Fächer wie Mathematik, Physik, Informatik oder Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Erdkunde, Biologie … und vieles andere mehr, doch für die praktischen Dinge des Lebens, zum Beispiel, was sollte ich beachten, wenn ich einen Miet- oder Arbeitsvertrag abschließe oder wie haushalte ich mit meinem Geld, ohne in eine Schuldenfalle zu tappen? – damit werden sie weitestgehend allein gelassen. Für dieses Wissen haben die meisten Lehrkräfte keinen Bildungsauftrag. Dafür ist das Elternhaus zuständig.
Einzige Ausnahme sind Sekundarschulen oder Oberstufenzentren, an denen im Bereich Berufsbildung das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde angeboten wird. Dort sind die Schüler eindeutig im Vorteil, vom einen oder anderen Aspekt ihres zukünftigen Alltags schon etwas gehört zu haben. In den meisten Gymnasien werden nur Projektwochen für die Berufsorientierung oder ein Bewerbungstraining angeboten. Das war lange Zeit mein Arbeitsumfeld. Die Nachhaltigkeit dieser Vorbereitung aufs Leben musste ich damals schon öfter infrage stellen.
Immer wieder wurden mir in diesen Trainings von den Jugendlichen Löcher in den Bauch gefragt. Ich stellte dabei meistens fest: die Themen erste Wohnung, erstes Geldverdienen oder erster Arbeitsvertrag, mit all den unterschiedlichen Aspekten, die dabei beachtet werden sollten, kamen im Lehrplan als Bildungsaufgabe nicht vor. Viel mehr waren die Jugendlichen mit dem geforderten Prüfungsstoff und dem Druck von „höher, schneller, weiter … wer ist der Beste, um …“ beschäftigt und den wenigsten war überhaupt schon klar, wo die Reise ihres Lebens nach der Schule hingeht.
Gehen die Bildungspolitikexperten davon aus, dass Kindern und Jugendlichen praktische Lebenskunde hautnah zu Hause beigebracht wird?
Doch was ist, wenn die Eltern damit, neben Vollzeitarbeit und Familienzeit – und seit zwei Jahren auch noch mit dem schwierigen Balanceakt von Homeoffice und Homeschooling zugleich – überfordert sind oder schlicht und einfach selbst über keine gute Grundlage für praktische Lebenskunde verfügen? Was passiert, wenn die Eltern selbst das System gar nicht richtig kennen, weil sie aus ihrer Heimat flüchten mussten und sich selbst erst einmal mit dem komplexen deutschen Ämter- und Antragssystem vertraut machen müssen?
Die Zeiten haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die viel zitierte Schere geht in vielen Bereich immer weiter auseinander. Von wohl- oder gar überbehütet bis alleingelassen – unsere Jugend, die Basis unserer Zukunft, bleibt auf der Strecke. Ich beobachte seit Jahren in meinem Umfeld die gefühlte Orientierungslosigkeit von jungen, intelligenten, kreativen und interessierten Menschen, die unter der Fülle der Herausforderungen an ihren Alltag – mittlerweile oft auch noch ohne Peergroup und Austausch mit Gleichaltrigen – leiden und nach Halt und neuen Wegen suchen. Manche von ihnen ziehen sich zurück, bleiben lieber im Nest zu Hause und warten dort auf bessere Zeiten. Andere ziehen los und suchen sich Nischen oder tauchen in Süchte oder die virtuelle Welt ab. Der Druck steigt … Die Corona-Lage hat die Entwicklung in den letzten zwei Jahren noch verschärft. Die Jugend sucht nach einem Ausgleich.
Ein weiterer Aspekt zeigt sich mir in der Folge der „Helikopter-Überbehütung“ vieler Kinder. „Ich will doch nur das Beste für mein Kind. Es soll es mal besser haben als ich.“ Diese Eltern wollen ihren Kindern alles abnehmen, wollen es ihnen so leicht wie möglich machen. Doch Resilienz und Durchhaltevermögen, ein Gemeinschaftsauge und eine gesunde Anstrengungsbereitschaft werden dadurch eher verhindert. Im schlimmsten Fall wird dadurch ein natürlich wachsender Selbstwert subtil untergraben. Das Kind entwickelt eine unangemessene Erwartungshaltung, weil es irrtümlicherweise denkt, auch ohne angemessene Anstrengung stünde ihm alles zu.
Sind das die Folgen unseres gesättigten Wohlstands in Deutschland? Läuft da etwas aus dem Ruder? Haben wir den Kontakt zum Ursprünglichen verloren?
Wenn ich miterlebe, wie Kinder mit Spielzeug, technischem Equipment, Reisen, Events überflutet werden, frage ich mich manchmal, was es braucht, damit die Kreativität und das sich selbst Spüren in uns und unseren Kindern wieder angeregt wird. Früher sind wir als Kinder einfach nur in die Natur gegangen, haben beobachtet, waren noch mit der Tier- und Pflanzenwelt verbunden. Mittlerweile fangen die Kinder schon im Buggy an, auf Tablets oder Handys mit einem Wish ihre Welt zu manövrieren.
In Deutschland klaffen viele Bereiche immer weiter auseinander. Auf der einen Seite gibt es die Wohlstands-Behüteten und auf der anderen Seite gibt es unzählige Kinder, ob Migrant:in, People of Color oder einfach nur aus ärmeren Verhältnissen. Ich wünsche mir sehr, dass die entstandenen Lücken geschlossen werden, dass sich das Verhältnis der Menschen wieder mehr zu einem sich gegenseitig unterstützendem Miteinander entwickelt.
Wir leben in unruhigen Zeiten. Derzeit ist so vieles in einem rasanten Prozess der Veränderungen. Klimawandel, Pandemie, Globalisierung. Bisher ganz selbstverständlich Gewohntes wird wahrscheinlich nie wieder so sein wie früher. Es braucht viel Geduld und Flexibilität. Doch vor allem braucht es eine Jugend, die sich frei entwickeln und mit Kraft und Lebensfreude diese neue Welt mit erschaffen will. Doch wenn ich keine Orientierung und keine Basis für mein Alltagsleben habe, nicht weiß, wie es läuft, tritt möglicherweise tiefe Verunsicherung und Resignation an die Stelle, wo jugendliche Erfinderkraft und innovatives Denken neue Brücken zwischen Alt und Neu bauen könnten.
Eines meiner Ziehkinder stand mit Anfang 20 einmal vor mir und sagte ganz ernüchtert: „Auf all das haben mich meine Eltern nicht vorbereitet. Ich weiß überhaupt nicht, wie das mit dem selbständig Leben geht.“ Das war der Moment, in dem die Idee zu diesem Buch geboren wurde. Ich wollte ein leicht verständliches und doch komplex informatives Nachschlagewerk für die wichtigsten Grundtools für den eigenständigen Start ins eigene Leben herausbringen. Die drei Themen Wohnen, Geld und Arbeit – alle übersichtlich und kompakt in einem Buch zusammengefasst. Zur Orientierung und als Sicherheitsanker für die Schule des Lebens. Ein Buch mit fundiertem Basiswissen und vielen hilfreichen Tipps aus gewachsener Lebenserfahrung.
Für die Jugendlichen mag es im ersten Moment ein uncooles Buch sein. Doch spätestens, wenn das erste Mal kein Geld mehr im Portemonnaie ist, eine Absage nach der anderen kommt und der Vermieter an der Tür klingelt und seine Miete will, steckt in diesem Buch der Wissens-Notfall-Anker, um nicht gleich wieder bei den Eltern vor der Tür stehen zu müssen. Denn das wäre noch uncooler.
Und auch Eltern tut dieses Buch gut. Die meisten, denen ich es bisher zum Lesen gegeben habe, haben ausgerufen: „Genau so ein Buch hätte ich mir damals beim Auszug nach der Schule gewünscht.“ Genau, deshalb ist es ein tolles Geschenk zum Schulabschluss, Berufsbeginn oder 18. Geburtstag. Das Loslassen der eigenen Kinder fällt nicht leicht. Doch genau deshalb tut das Buch auch den Eltern gut. Sie können beruhigter loslassen, weil sie diesen Leitfaden als Starthilfe im Gepäck ihrer gerade flügge gewordenen Kinder wissen. Manche haben es sich auch gleich noch ein zweites Mal für sich selbst gekauft.
Ich habe viele Jahre die Stammeskultur indigener Völker studiert. Dort wird oft gesagt: um ein Kind groß zu ziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Ich möchte mit diesem Buch meinen Teil dazu beitragen, dass die Kinder der nächsten 7 Generationen auf dieser Erde ein gutes sicheres Zuhause finden.
Eine meiner Visionen ist, dass in jeder Schule mindestens ein Klassensatz dieses Leitfadens zur Verfügung steht – als Grundlage für die Vermittlung von praktischer Lebenskunde oder anderenfalls bei jeder Schulabschlusszeugnisfeier an jeden Absolventen feierlich als Geschenk überreicht wird.
Leseprobe des Buches
Aktuelle Rezension des Buches im TipBerlin Magazin
Das Buch ist in meinem kleinen Selbstverlag manitu-books Verlag erschienen. Das Buch ist direkt über mich sowie über den Buchhandel oder auf Amazon erhältlich. Wer es lieber elektronisch mag: Die drei Themen Erste Wohnung, Finanzen und Arbeit inkl. Bewerbung gibt es auch als separates E-Books.

Sicht-weise(n) – Ab jetzt werden hier immer wieder meine persönlichen Sicht-weise(n) zu Impulsen oder Themen der Zeit erscheinen. Als Inspiration und Denkanstoß, denn ich finde, die Zeit reif ist, um neue Wege zu finden und zu gehen.
»Wenn du ein Problem hast, dann versuche, es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.«
Der Satz aus einer der Morgenmeditationen der letzten Woche ließ Sibel nicht mehr los. Er floppte immer wieder auf. Buddha hat gut reden, denkt sie. Damals als er lebte, war das Leben ein ganz anderes. Damals gab es noch keine Informationsfluten, durch die man täglich erst einmal schwimmen musste, um up to date zu sein. Damals gab es noch kein Überangebot von allem, wo man sich ständig entscheiden musste. Willst du das? Oder lieber das? Bringt dir der Post mit dem Regenbogen darauf mehr Kunden? Oder der ohne? Sibel packte ihr Handy zur Seite. Virale Medien-Detox-Diät – die hätte sie gerne, jetzt und sofort. Davon hatte Buddha bestimmt noch nie etwas gehört. Oder von der Like-Sucht, oder dem Imposter-Syndrom – wie sie alle heißen, diese neuzeitlichen Herausforderungen. Seit sie in der Agentur arbeitete, nahm auch bei ihr der Druck zu. Dauernd im Wettlauf mit der Zeit. Sie lief wie gewohnt auf Hochtouren im Hamsterrad, versuchte mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigten, doch manchmal klatschte ihr die Schnelllebigkeit wie ein nasser Lappen direkt ins Gesicht, ihr Nervenkostüm legte sie abends zerknittert und ungebügelt auf die Reservebank, ihr bisher perfektes Schutz-Mantra: „Ommmmhhh, ich schaff das“ klang oft nur noch von weitem bis zu ihr vor.
»Ist der Post schon raus?« Jedes Mal, wenn ihr Chef an ihrem Schreibtisch vorbeikommt, dieselbe Frage. Sie hat es in der Hitliste der Killer-Fragen schon fast bis nach ganz oben geschafft. Vor ihr thront nur noch die Wie geht’s-Frage. Zu Beginn fand sie Frank richtig cool. Er hatte ein klares Ziel: ein Netzwerk von Experten-Bloggern zu schaffen, die etwas in der Welt bewegen wollen. Doch mittlerweile fühlt sie sich nicht mehr so wohl. Frank pusht seit einigen Wochen ohne Ende, sieht nur seine Vision, tanzt mit seinem Dauer-YEAH!-Grinsen durchs Büro. Sein Weg ist einzig richtige. Wer in sein Konzept passt und top Leistung abliefert, darf in sein »Winner-Team«, doch wer nicht dauerhaft liefert und spurt, ist auch schnell wieder raus. Master-Mindclass, Affilate, Business, Kundenumfrage … immer nur mehr mehr mehr auf der ganzen Linie.
Sibel ist von all dem übersättigt. Am liebsten würde sie jeden Morgen vor dem Eintritt ins Büro in einen Overall kriechen, der sie vor all dem schützt. Sie liebte ihre Arbeit. Sie hat schon viele Kampagnen für andere Firmen erfolgreich umgesetzt, jedoch immer im Angestelltenmodus. Sie weiß, was sie kann und dass sie in dem, was sie tut, gut ist. Frank war damals in ihrem Erstinterview auch sofort von ihrem Portfolio begeistert, wollte sie später unbedingt in seinem Team haben. Wie jeder andere hatte auch sie zu Beginn ihren Eintrittsbonus ins Netzwerk eingezahlt. Das war keine kleine Summe, doch sie hatte die große Hoffnung, sich mit Unterstützung dieses Netzwerkes ein eigenständiges Businessmodell zu erschaffen. Die Verkaufsstrategie von Frank hörte sich so cool an: »Gemeinsam knacken wir das Limit und bringen Licht in die Welt«. Als Frank sie dann fragte, ob sie in sein Team einsteigen wolle, fühlte sie sich natürlich geschmeichelt und sagte schnell zu. Mittlerweile war sich Sibel nicht mehr sicher, ob das eine gute Entscheidung war. Ihre eigene Kundenakquise lief nur sehr schleppend an – von wegen irgendwann regnet es Kunden wie Konfetti. Im Gegenteil. Sie sah jeden Morgen im »YEAH!«-Meeting, wie sich Franks Accounts und Konten füllten, doch sie selbst blieb immer mehr auf der Strecke.
Der Satz von Buddha kam ihr wieder in den Sinn. Wie sollte sie ihr Problem lösen? Gab es eine Lösung? Oder gab es überhaupt ein Problem? Oder war das alles mal wieder nur hausgemachter Mindfuck, der aus ihrem Unterbewusstsein heraus versuchte, ihr das Wasser abzugraben?
Sie stand auf und ging ins Franks Büro: »Frank, ich danke dir für die gemeinsame Zeit hier. Doch ich glaub, es ist Zeit für mich zu gehen. Ich mach jetzt mein Ding. Viel Erfolg. Ich habe viel von dir gelernt. Ich wünsche dir alles Gute.« Die Worte gingen ihr so leicht über die Lippen, dass sie sich fragte, warum sie sie nicht schon viel früher gesagt hatte. Doch alles zu seiner Zeit. Sie ging zurück an ihren Platz und packte ihre Sachen zusammen. Sie verneigt sich mit einem Namasté und sagte leise »Danke Buddha«.
Diese kleine Kurzgeschichte hat dich inspiriert oder berührt?
Manchmal klingen sie auch noch in dir nach oder regen dich selbst zum kreativen Schreiben oder Gestalten an?
Du möchtest mir deine Form der Wertschätzung in Form einer Tasse Tee oder Kaffee zukommen lassen?
Gerne kannst du mir diese symbolische Tasse Kaffee oder Tee über Paypal zukommen lassen.
Anfang Januar nahm ich bei Heike Sansoni am Visionstag zum Start ins neue Jahr teil – ein Tag, um sich entspannt mit Karten, einer geführten Innenweltreise und einer kleinen Aufstellung auf die eigene innere Spurensuche zu begeben. Gleich zu Beginn lauerte die erste Herausforderung: Wir sollten aus ca. 30 Postkarten, die in der Mitte auf dem Boden verstreut lagen, intuitiv 1-2 Karten aussuchen, die uns ansprachen, aus welchem Grund auch immer. Das war so eine klassische Kopf-aus-Bauch-an-Übung. Ziemlich schnell landeten wir alle in demselben Dilemma: für welche sollte ich mich entscheiden? Auf welche will ich meinen Fokus richten? Wenn ich mich für die eine entscheide, dann entscheide ich mich gegen all die anderen (Möglichkeiten). Die Qual der Wahl. Das ist wohl in meiner kleinen Welt genauso, wie in all den vielen großen Arenen aller Menschen der Welt.
Im nächsten Schritt der Übung sollten wir kurz berichten, warum wir uns schlussendlich für diese Karte entschieden hätten. Wir kamen alle ins Gespräch, von Mensch zu Mensch und schlussendlich bündelte sich alles am Ende in ein Wort: Mitgefühl = mit Gefühl. Wenn ich mit Gefühl mitfühlend Mitgefühl mit mir und meiner Umgebung habe, ist alles möglich, auch Frieden.
Einen Tag danach bekam ich den Schreibimpuls für die Woche und dort tauchten mit einem Mal die vier neuronalen Schaltkreise unseres Gehirns nach Richard Davidson auf. Hast du schon einmal etwas davon gehört?
Das sind vier neuronale Schaltkreise, die weitgehend unabhängig voneinander in unserem Gehirn unser Wohlbefinden steuern. Schon das Lesen der vier Fähigkeiten löst in mir Funken blitzende Gedanken aus. Mein Kreisdenken setzt sofort ein, ich setze alles auf ein Rad: in der Mitte erscheint die zutiefst menschliche Sehnsucht nach Wohlbefinden und innerem Frieden und drum herum nehmen die 4 erwähnten Fähigkeiten Platz. Das Schöne am im Kreisdenken ist für mich, dass alles, ohne Bewertung, gleichberechtigt da sein darf. Das eine nicht ohne das andere, denn sonst läuft ein Rad nicht rund. Wir leben in dualen Systemen.

Sofort taucht bei mir auch das 4 Ohren-Münder-Modell von Schultz von Thun auf. Ich liebe dieses Modell, denn es weitet den Raum an mitfühlendem Miteinander und Toleranz. Obwohl wir alle als Baby mit zwei Augen, zwei Ohren und einem Mund nackt und weitestgehend noch ungeprägt auf die Welt kommen, ist da viel mehr in uns angelegt. Doch je nachdem in welches Milieu wir hineingeboren werden, welchen Herausforderungen wir uns im Leben stellen müssen, verkümmert oder wächst das eine oder andere in uns. Unsere innere Festplatte wird programmiert, von der Ursprungsfamilie bis hin zum kollektiven sozialen Umfeld – wir richten uns im Leben ein und kommen bestenfalls weitestgehend gut durch.
Doch warum gibt es überall so viel Unfrieden, so viel Jammern und Gemecker, so viel Unzufriedenheit? Wo ist das Leck oder der Knackpunkt im Getriebe des großen Ganzen, dass Frieden zwar eins der höchsten Werte für uns ist, doch wir meist schon im kleinsten Kreis damit scheitern? Liegt es am unbewussten antrainierten selbstverständlichen Tun? Liegt es an unseren neuronalen Schaltkreisen im Gehirn? Können wir diese bewusst ansteuern?
In der positiven Psychologie ist erforscht und nachgewiesen, dass wir negative Erlebnisse schneller abrufen und abspeichern als positive. Das liegt an unserem evolutionären Jahrtausend Jahre alten Angstreflex. Ich brauche 4x so oft eine positive Erfahrung, damit sie auf meiner Festplatte gespeichert wird, eine negative Erfahrung wird sofort tief eingraviert. Das ist doch irre und paradox.
Was lässt unsere neuronalen Schaltkreise des Wohlbefindens aufleuchten und wachsen? Und welcher Fluch liegt auf dem verkümmerten Zustand bei so vielen? Worauf lenke ich meinen Fokus? Die Übung am Visionstag war ein perfektes Beispiel dafür, wie schnell die Fähigkeit des neuronalen Schaltkreises, sich auf etwas zu konzentrieren und wirre Gedanken zu vermeiden, untergraben wird.
In meinen Augen liegt es immer wieder am Schüren von Angst, einer unserer ureigensten Überlebensstrategien. Vor Millionen von Jahren war sie der wichtigste Wegweiser um zu Überleben. Dieses instinktive Wissen ist in uns angelegt. Es ist unsere ursächliche Blaupause, auf die wir uns aus dem Bauch heraus verlassen können. Doch heute wird Angst im Kopf erzeugt. Nicht als Wegweiser zu sich selbst, sondern als ganz legitimes Machtmittel zum Manipulieren und Führen? Unser Bauchgefühl ist wenig(er) wert, verkümmert immer mehr. Die in uns angelegte wundervolle Fähigkeit des instinktiven Handels aus dem Bauch heraus wird immer mehr ausgelöscht.
Die Medienflut überschwemmt tsunamiartig alles. Umso mehr Daten, umso mehr Verwirrung. Ich entziehe mich diesem ganz bewusst. Das ist meine persönliche Wahl. Ich lasse los, bleibe wach und vertraue (auf meinen Bauch) … und mir geht es damit immer besser …, auch wenn es für
mich eine tägliche Übung bleibt und nicht der leichteste Weg ist …doch damit halte ich den Trainingsmuskel meines neuronalen Schaltkreissystems in Bewegung … denn über allem schwebt ein Fokus, für den ich mich ganz klar entschieden habe: Ich gehe meinen Weg mit Gefühl, vertrauend, ohne Angst, ins Licht … Schritt für Schritt.
Seit dem Anfang der Pandemie halte ich jede Woche meine Erlebnisse in Form eines persönlichen Journalbeitrages fest. Damals hat der SchreibCoach Stefan Strehler einen Online-Kurs dazu angeboten. Seitdem schreibe ich nach seinen wöchentlichen Schreibimpulsen. Meist gibt es ein Zitat mit einem dazu passenden Motto. Manches Mal lasse ich mich davon inspirieren, doch auch hier gilt immer die „Muss-Diät“: Nichts muss, alles kann! Ab jetzt werden hier immer wieder meine persönlichen Sicht-weise(n) zu Impulsen oder Themen erscheinen. Als Inspiration und Denkanstoß, denn ich finde, dass die Zeit reif ist, um neue Wege zu finden und zu gehen.
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