Wie schön, es ist wieder #12von12 und nach der alten Blogger-Tradition gibt es 12 Bilder vom Tag … mittlerweile ist es einer meiner Lieblingstage geworden, weil ich an ihm meine Fotografier-Leidenschaft mit euch teilen kann.
Ich liebe diesen Zufall, auf welchen Tag dieser 12. des Monats fällt und was bei mir dann dort im Kalender steht. Dieses Mal fällt der 12. auf mein letztes Fortbildungswochenende in Jin Shin Jyutsu.
Über diese Methode werde ich hier auf diesem Blog in Zukunft noch einiges preisgeben … also schau gerne immer wieder mal bei mir vorbei …
doch jetzt nehme ich dich erst einmal mit durch meinen Tag …

Seit diesem Jahr fängt mein Tag jeden Morgen mit einer halben Stunde mit mir in stille Sitzen an … diese Morgenroutine möchte ich nie wieder in meinem Leben vermissen …

Der Blick aus dem Fenster kündigt einen sonnigen Tag an … nicht mehr lange und die Sonne schafft es hinter dem Haus hervor …

Auf dem Weg zur Fortbildung: Eine Nachbarin mag wie ich das Schreiben … seit Beginn der Pandemie schreibt sie immer wieder tolle Zitate an ihr Fenster …

Hier hat doch gleich mal wieder mein #farbkreisreise – Orange-Zielfernrohrauge ein neues Motiv gefunden …

Der Laden steht immer noch leer … immer wieder, wenn ich an ihm vorbeilaufe, überlege ich, ob er wohl auf mich wartet … immerhin stehen schon 3 der 5 Buchstaben meines Namens oben drüber … und ich habe auch ein kleines Revival-Gefühl bei dem Gedanken, denn genau in diesem Laden habe ich vor 20 Jahren meine erste Bilderausstellung veranstaltet – damals war hier der Friseursalon HairOxyd … Soll ich mir neue Räumlichkeiten für meine Heilpraxis und meinen kleinen Verlag suchen? … und Café würde es dort natürlich auch geben 😉

Bevor ich die nächsten 7 Stunden mit anderen im Seminarraum verbringe, will ich noch so viel wie möglich Sonnenlicht mit einem leckeren Kaffee genießen …

Ein echtes Naturspektakel: die alten Blätter zieren Eiskristalle und das Gras leuchtet frühlingsgrün in der Sonne …

Die Ausbildungsskripte liegen bereit … es kann losgehen … am Vormittag Jin Shin Jyutsu in Theorie …

… und am Nachmittag in der Praxis angewandt …

Welch Freude … nachmittags kam die whatsapp einer Freundin … ich hab ihr irgendwann mal diesen Zettel geschenkt … heute sagt sie mir danke … ein wundervoller Same … den ich immer wieder gerne an andere weiterreiche …

Und ein neues Lebensmittel ist heute bei mir eingezogen … die Kefirproduktion hat begonnen … ab jetzt trink ich mich schon mal präventiv gesund …

Zum Abendbrot gibt es Hühnchen … ich schlage zwei Fliegen mit einer Klappe und hab gleich noch mein Mittagessen für den morgigen Seminartag im Kasten … Selbstfürsorge de Luxe …
Doch jetzt habe ich mir mein Bett verdient …
Und auch am 12. März wird es wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Pass gut auf dich auf und bleib vor allen Dingen gesund.
Ich kann es kaum glauben, denn gerade war ich mit diesem Artikel fertig, da sagte mir mein Computer ohne Speichern „Tschüß“, daher starte ich hier nun den 2. Versuch …
Doch Yeah!!!! ich lass mich nicht unterkriegen … denn es ist der 12. des Monats und ich bin dabei!
Um es auch diesen Monat kurz zu machen: hier sind sie, die 12 Puzzlestücke meines Tages …

Der Winterblues bekommt bei mir keine Chance – mein erster Griff am Morgen in der Zeit der langen Nächte ist das Anknipsen meiner Tageslichtlampe … dafür muss ich aus dem Bett aufstehen … und schwups bin ich raus aus dem Bett …

Nach dem Ölziehen – ja, das ist immer noch mein tägliches Morgenritual – kommt mein Weihnachtsgeschenk zum Einsatz: super lecker, dieses mit Wasserstoff angereicherte Wasser … gleich noch Enzyme und die üblich verdächtigen anderen Mittelchen dazu, damit Viren und Bakterien keine Andockflächen bei mir finden … toi toi toi … hat bisher immer gut funktioniert …

Immer diese vielen Möglichkeiten … ein ewig inneres Hin und Her … soll ich? soll ich nicht? … am Vormittag bin ich noch ambivalent … am Abend bin ich dann klar … aus meinem Bauch kommt ein eindeutiges GO! … denn immerhin kommt Umani von HUMAN und mit SPIRIT kann ich viel anfangen und bin gerne damit unterwegs …

In den Rauhnächten hatte ich es mir vorgenommen, heute hab ich mir endlich dafür Zeit genommen: Ich wollte es dieses Jahr auch mal mit dem Marmeladenglas-Glücksmomente-sammeln ausprobieren … meine leeren Marmeladengläser erschienen mir jedoch dafür alle zu klein, so durfte dieses alte Weck-Glas aus der hintersten Ecke des Küchenschrankes wieder ans Tageslicht …

Jeden Tag gehe ich ein Mal eine Runde zum Licht tanken raus, meistens über den nahegelegenen Friedhof. Die Minusgrade haben dort auf den Blumen Eis-Diamanten hinterlassen … mein Fotografenauge schlug Purzelbäume vor Freude … das sind die Wunder der Natur, von denen ich nicht genug kriegen kann …

Als ich dann noch auf einen Schlenker bei meinen zwei Lieblingsbuchen vorbeischaute, war klar, dass der „verrückte“ Sprayer wieder unterwegs war … diesmal haben seine Farbkreationen meine Buche getroffen … ich drücke den Baum und hoffe, dass das Farbtattoo bald wieder verblasst ist …

Hier hat sich wohl jemand über das „Häufchen“ am Straßenrand geärgert und auch seine kreative Farb-Spur hinterlassen … die Berliner Welt wird immer verrückter …

Zurück zu Hause erwartet mich ein übervoller Briefkasten … manche Ereignisse werfen eben kleine Schatten voraus … mit soviel hatte ich gar nicht gerechnet …

Doch bevor ich mich den Päckchen zuwende, geht es erst einmal wieder an den Schreibtisch und später nochmals in die Kälte zum Copy-Shop … ich beschließe: Ich brauche dringend einen neuen funktionierenden Drucker …

Vorfreude ist für mich eine der schönsten Freuden. Daher richte ich mir schon mal für morgen meinen Ehrenplatz … dann mache ich morgen früh nur noch die Augen auf … singe mir ein Lied und … schwups 1 Jahr älter … und dann fliegt der erste Zettel ins Marmeladenglas. Ich bin schon ganz schön neugierig, was sich in jedem der Päckchen versteckt hat …

Schweinehund, du kannst mich mal … du hast heute keine Chance … 1 Stunde online-Pilates und ich freue mich darauf, auch wenn mein Rücken und meine rechte Schulter gerade noch malade sind … mich erschreckt schon, wie schnell meine Fitness seit dem Bandscheibenvorfall abgenommen und ich dafür zugenommen habe … ist alles okay für mich, doch ich freue mich riesig wieder über Bewegung …

ich zoome noch einmal durch meine E-Mails, entdecke vom DT ein Angebot … seit 1 1/2 Jahren war ich nicht mehr in meinem Lieblingstheater … ein Gastspiel mit der großartigen Corinna Harfouch … sonst sind diese Karten immer sofort ausverkauft … ich kann es kaum glauben und beschenke mich kurzerhand selbst … dann gibt es am Freitag auch schon wieder einen Zettel ins Marmeladenglas … bin ich froh, dass ich mich für so ein schönes großes Glas entschieden habe 🙂
Freue dich darauf, denn auch am 12. Februar wird es wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Pass gut auf dich auf und bleib vor allen Dingen gesund.
Yeah!!!! Nicht nur das heute wieder einmal der 12. des Monats ist.
Nein, es ist gleichzeitig der 3. Advent und es ist auch der 12. Tag
Und um in diesem Monat kurz zu machen: hier sind sie, die 12 Puzzlestücke meines Tages …

Auch heute bin ich mit dem lebendigen Adventskalender von #veronikamagica aus Wien auf. Sie ist so inspirierend, manchmal erwische ich sie live – das ist dann etwas ganz Besonderes – heute hab ich ausgeschlafen und ihre Aufzeichnung genossen …

Nach dem Frühstück am Computer, die #Jahresrückblog21-„Hausaufgabe“ will umgesetzt werden … mein Post mit den meisten Likes in diesem Jahr …

Gleich noch eine kleine Freudewelle über die erste online-Rezension meines Buches …

Berlin live … krass … immer wieder finden sie noch Bomben von früher … heute hat es meinen Zeitplan total über den Haufen geworfen … Zuspätkommen kann ich so gar nicht leiden und ich hatte einen festen Beratungstermin

Bin dann doch noch gut im Norden der Stadt angekommen … FengShui-Nachberatung nach dem Praxisumbau …

Nach der Beratung ab in den Garten … die Kinder vom Arzt haben vor 3 Tagen zwei Stunden lang einen Schneemann gebaut … mittlerweile hat er Schlagseite und schmilzt wie wild.

„Platz Neo!“ … obwohl er fast vor Freude platzt, doch er soll sich dem Gast gegenüber benehmen und darf mich nicht wild anspringen

Wundersames Weihnachtswunschkugelleuchten.

Human-Design-Tages-Chart … für mich immer wieder spannend, mehr darüber zu erkunden …

Und an allen Ecken und Enden weihnachtet es ein bisschen mehr …

… kling kling kling … es ist Halbzeit … in 12 Tagen ist es soweit …

… der Traumfänger hängt bereit … morgen schreib ich an meinem Wunschzettel weiter 🙂
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Freue dich, denn auch im nächsten Jahr wird es am 12. Januar wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Verpass auf keinen Fall meinen Jahresrückblick-Blogartikel, der am 21.12.2021 online gehen wird.
Pass gut auf dich auf und bleib vor allen Dingen gesund.
Ich wünsche dir jetzt schon eine ganz lichtvolle und ruhige Weihnachtszeit.
Bis zum nächsten Jahr!
Eines war mir im Frühsommer schon klar … dieses Jahr will ich ES noch vollenden: ich werde mein Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen veröffentlichen. Dann kam der Sommer mit meiner Reha. Ich hatte das Manuskript mit im Gepäck, doch Zeit fürs Schreiben oder Überarbeiten blieb mir dort nicht. Dann kam der September mit meinem Bandscheibenvorfall. Grrrr … mein Wunsch klopfte zwar immer wieder an meine Zeittür, doch immer kam etwas anderes dazwischen, was erst noch erledigt werden wollte. Ich schaffte es wenigstens in den Zeiten mit meinen Co-Bloggerinnen am Buch weiterzuarbeiten. Meine Prioritätenliste änderte sich, als ich dann Ende September als Wiederholerin bei Yvonne Kraus das Buchheldinnen-Programm startete. Das gab mir schon Schubkraft. Anfang November zog Yvonne dann mit ihrer Aussage: „Umani, wenn du bis Ende November mit deinem Buch fertig bist, nehme ich dich und dein Buch in meinen Dezember-Newsletter auf“ den Zünder der Rakete. Da war er, dieser kreative Druckpunktmoment, die Deadline, die ich immer wieder brauche. Dieses BÄM!-Gefühl, JETZT los … – Tschüß Imposter Syndrom, Tschüß Prokastination !!!! So habe ich fast meine gesamte Novemberzeit in das Schreiben der letzten Kapitel, das Überarbeiten und in die Gestaltung des Manuskriptes sowie in all die vielen anderen kleinen Dingen, rund ums Veröffentlichen eines Buches gesteckt. Und nun ist es … doch eins nach dem Anderen, denn neben diesem Schauplatz gab es noch andere schöne Dinge in diesem Monat …
Fortsetzung des Buch-Heldinnen-Programms
Ganz viele träumen davon: Vom eigenen Buch schreiben und natürlich auch davon, es danach zu veröffentlichen.
Ich träume schon lange davon, denn mein Wissen platzt manchmal wie aus allen Nähten aus mir heraus, dass viele Freunde immer wieder sagten: „Schreib es doch endlich mal alles auf.“ So stolperte ich im letzten Jahr über das Angebot von Yvonne Kraus: „Will du ein Ratgeber-Hero werden“. Ich stürzte mich in das 8-wöchige Schreib-Abenteuer und am Ende standen die Grundpfeiler meines ersten Buches. Dann kamen in diesem Jahr andere Themen dazwischen: Meine eigene Webseite gestalten, mit dem Bloggen anfangen, mein Angestelltendasein forderte mich heraus, die Reha … und ich war sehr froh, als Yvonne im August ihr neues Buch-Heldinnen-Programm bekannt gab. Ich buchte sofort, kannte ich doch schon ihre motivierende Art und ihre immense Fachkenntnis.
Ende September ging es los und ich saß mit anderen tollen Frauen wieder jeden Dienstag und Mittwoch per zoom zusammen und so nahm das Buch immer mehr Form an. Manchmal wurde es auch zu einer Zerreißprobe, wohin ich meine Zeit investieren sollte, denn neben diesem Buchprojekt wollte ich natürlich auch weiter bloggen oder wieder in meinen wöchentlichen Journal-Kurs einsteigen. Mein Körper zeigte mir immer wieder meine Grenzen. Immer öfter sagte ich mir: Alles zu seiner Zeit.

Co-Buddy-Treffen
Seit dem Ratgeber-Hero-Programm habe ich zwei Co-SchreibBuddies, mit denen ich regelmäßig schreibe. Das ist für mich die perfekte Form, des Dranbleibens und sich gegenseitig beim Schreiben unterstützen.
Nachdem ich im Februar Susanne in Isenburg und im Juni Doris in Kassel besucht hatte, ergab es sich nun, dass Susanne in diesem Monat eine Fortbildung in Berlin absolvierte und wir uns endlich mal wieder live sehen konnten. Welch eine (Vor-)Freude. Ich reservierte uns im leckersten Italiener in meiner Nähe einen Tisch und wir ließen es uns richtig gut gehen.



Jin Shin Jyutsu
Nicht dass ich nicht schon genug Aus- und Fortbildungen in meinem Leben absolviert hätte 🙂 … meine Freunde lachen schon immer und fragen: „Und was lernst du als Nächstes?“ Denn als Fan vom lebenslangen Lernen, finde ich immer wieder etwas, was mich interessiert und was ich ausprobieren will. Da halte ich mich gerne an einen der wichtigsten Sprüche meiner Lehrerin: „Glaub mir nichts, probiere aus, ob es in deinem Leben funktioniert“. Mittlerweile ist mein Zauberkasten schon mit ganz vielen tollen Tools und Methoden gefüllt. Aus diesem Ressourcen-Pool kann ich bei der Arbeit mit meinen Klienten schöpfen, wenn sie nach Anregungen für ihre eigene Weiterentwicklung suchen …
Seit Anfang November bin ich Teilnehmerin in einer Fortbildung, bei der ich die japanische Methode des Jin Shin Jyutsu lerne. Das ist eine Methode des Heilströmens zur Selbsthilfe oder Anwendung durch einen Therapeuten. Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom Japaner Jiro Murai entwickelt. Als er im Alter von 26 schwer erkrankte und die Ärzte ihn als unheilbar aufgaben, zog er sich zurück, lernte zu meditieren und erlebte durch die Heilkraft seiner Hände das Wunder seiner Heilung. Diese Methode ist leicht anwendbar und überaus hilfreich, seinen Körper selbst zu heilen oder ihn präventiv gesund zu erhalten. Im Dezember wird es dazu einen ausführlichen Artikel „Was ist … Jin Shin Jyutsu?“ in meinem Blog geben …

Ergebnisse (m)einer Feng Shui Beratung
Im September kam ein früherer Kunde, und mittlerweile guter Freund, auf mich zu und bat mich, den Umbau seiner Arztpraxis aus FengShui-Sicht zu begleiten. In den letzten Jahren habe ich meine Feng-Shui-Beratungen nur noch per Mundpropaganda angeboten – das wird sich im nächsten Jahr ändern, denn ich habe durch diese Beratung wieder festgestellt, wie viel Freude mir das Einrichten und Beraten bereitet und mir wurde klar, dass ich dieses Potenzial nicht länger brach liegen lassen will.
So kam ich nun 8 Wochen später in seine Praxis und freute mich riesig, denn er hatte ganz viele meiner Vorschläge und Hinweise bedacht und gemeinsam mit den Handwerkern umgesetzt. Als Nächstes ging es nun um das Feintuning, um die Räume nach den Umbauarbeiten noch harmonischer zu gestalten. Der neue Zustand war schon gut, doch manchmal sind es noch kleine Veränderungen, die große Wirkungen im Raum ergeben. Vor allem bin ich dabei ein Fan von Nachhaltigkeit. Ich liebe es, wenn ich meine Klienten nach der Umsetzung noch einmal besuchen darf und sie mir von ihren Erlebnissen während der Veränderung ihrer Räume erzählen und zu leuchten beginnen, wenn sie berichten, wie viel schöner und besser es ihnen jetzt in ihrem Haus, ihrer Wohnung oder ihrer Praxis geht.
Das Besondere an meinen Feng Shui Beratungen ist, dass ich mir nicht nur die Räume genau anschaue, sondern bei meiner Beratung immer auch die Beziehung der jeweiligen Bewohner und die jeweilige Nutzung berücksichtige. Mein Motto ist dabei immer: Deine Wohnung ist deine 3. Haut. Wenn du dich in ihr nicht wohlfühlst, hat das Auswirkungen auch auf alles andere. Wie innen, so außen und umgekehrt.

Die Geburt meines ersten Buches
Die Geburt meiner Tochter liegt nun schon über 35 Jahre her, doch das, was ich in den letzten Wochen mit der Veröffentlichung meines ersten Buches erlebt habe, kommt diesem Szenario schon sehr nahe.
Der letzte Monat ist wohl für jede Schwangere eine Herausforderung. Nichts geht mehr leicht von der Hand, schon das Bücken oder Schuhe zubinden wird zur Tortour. Die Babytritte werden weniger, dafür die Vorwehen mehr. Das Warten beginnt. Wenn es über den errechneten Termin hinausgeht, wird es irgendwann unerträglich. Du wünschst dir irgendwann nur noch, dass es endlich vorbei ist.
Beim ersten Kind ist es wohl am Schwersten, so wie vielleicht auch beim ersten Buch. Ich fühlte mich langsam aber sicher über trächtig. Der errechnete Geburtstermin meines Buches war schon lange vorbei, ich entwickelte mich gefühlt zu einer Elefantenschwangeren. Mit jedem Tag setzten immer mehr die Wehen ein, mal mehr mal weniger, an Schlaf war nur noch wenig zu denken, alles konzentrierte sich nur noch auf eins: Wann ist es endlich so weit ?
Ab dem 20. November setzten dann die akuten Wehen ein, von außen konnte mir jetzt niemand mehr helfen. Ich dachte nur: Jetzt bloß nicht schlapp machen, durchhalten (und pressen), weiteratmen, durchhalten (und noch einmal pressen), weiteratmen … irgendwann ist das „Ding“ durch den Geburtskanal durch … die Gefühlsbandbreite war von Vorfreude bis Wut, Resignation und immer wieder der Frage: Warum tu ich mir das eigentlich an ?
Am 24.11. war es dann so weit: Ich habe mutig auf den Veröffentlichungsbutton gedrückt … Tadaaaa !!!! … welch Freude Freude Freude … das Baby ups 🙂 das Buch START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen war auf der Welt. Zahlreiche Glückwünsche zur Geburt trudelten bei mir ein. Ich kann es wahrscheinlich erst glauben, wenn endlich meine Autorenexemplare mit der Post bei mir ankommen …

Und wie beim Kinderkriegen hoffe ich, dass ich die „Schmerzen dieser Geburt“ ganz schnell vergesse und dann heißt es: nach dem (ersten) Buch ist vor dem (nächsten) Buch. Jetzt weiß ich ja, worauf ich mich einlasse 🙂
Was sonst noch im November 2021 passierte
• Vorbereitung meines Haiku-Online-Adventskalenders
Wer mich kennt, weiß, dass ich jedes Jahr einen Adventskalender bastle. Früher gab es ihn, jedes Jahr in einer anderen Form – ein gekaufter Schoki-Kalender kam mir nicht in die Tüte, nur für meine Tochter. In den letzten Jahren wurden es immer mehr zu einem Kalender mit kreativen Collagen oder Geschichten aus dem jeweiligen Jahr. Da gab es Elfchen-Kalender, Tagescollagen-Kalender, Kurzgeschichten-Kalender. Immer gedruckt, mit Liebe verziert und per Post versandt.
Dieses Jahr war mir schon früh klar, dass ich keine Zeit für Druck und Versand haben werde. Daher machte ich die Not zur Tugend und beschloss, in diesem Jahr eine digitale Variante anzubieten. Statt der Daily Inspiration wird es daher an den ersten 24 Tagen im Dezember ein Adventskalenderblatt mit einem Bild aus meiner Handykamera mit einem selbst kreiertem Haiku auf meiner Webseite und auf Instagram geben.
• Mit meinem Fotografenauge unterwegs …
Natürlich war ich auch in diesem Monat mit meinem Fotografenauge unterwegs. Hier teile ich mit dir ein paar meiner neusten Foto-Fundstücke:

Mit diesem Bilderrätsel hab ich bei dem einen oder anderen ein Fragezeichen ausgelöst, als ich fragte: Was siehst du? Die Auflösung ist: ein vergoldeter Toreingang bei Abendhimmel (es ist die Toreinfahrt vom Haus Schiller in Berlin-Wedding)

Wenn ich es schaffe, gehe ich jeden Tag eine Runde über den Friedhof in meiner Nähe, um Ruhe und Licht zu tanken. Dort stehen zwei Buchen nah beieinander. Oft halte ich dort inne und fotografiere den Wandel der Jahreszeiten sein großen Kronen.

Die letzten Blüten strecken mutig ihre Köpfe in Richtung Licht und blühen, auch wenn der Wind drum herum schon eisig kühl weht.


Ich liebe es, bei Regen spazieren zu gehen. Dazu gab es im November mehr als einen Tag gratis.


Hierüber habe ich im November 2021 gebloggt
• in der Rubrik: Daily Inspiration
Jeden Morgen ein inspirierender Gedanke für den Tag
• In der Rubrik: Monatsrückblick
12von12
Yeah!!!! Heute ist wieder der 12. des Monats.
Es ist mir schon zur Gewohnheit geworden … und ich freue mich
schon ein paar Tage zuvor darauf.
Daher nehme ich euch auch heute wieder mit durch meinen Tag …
Hier sind sie, die 12 Puzzlestücke meines Tages …

Das erste Mal wach. Mein Nachbar feiert mal wieder Party. Sein
Gespür für Zimmerlautstärke hat noch Potenzial nach oben.
Das Bummern seines Basses lässt immer wieder mein Bett vibrieren …
Ommmmhhhh. Ich dreh mich einfach wieder um.

Jetzt aber Hopp Hopp raus aus den Federn …
zum Glück ist heute Freitag. Das ist immer mein Frei-Tag !!! …

Für mich ist es schon erstaunlich, wie schnell etwas zur Routine wird,
wenn es reif ist. Schon seit vielen Jahren wollte ich mich dem Öl ziehen
am Morgen widmen. Doch nie war ich geduldig oder diszipliniert genug.
Nun hat mir mein Zahnarzt diese Methode als Chance an die Hand gegeben,
um meine Zähne und mein Zahnfleisch zu retten … und siehe da: der Erfolg
ist einfach der Hammer. Mein Zahnfleisch und meine Zähne sind wieder fest
und auch sonst fühle ich mich viel gesünder. Und während ich das Öl durch
meine Mundhöhle ziehe, dehne und stretche ich meinen Rücken und meine Beine.
Ein echtes win-win-Projekt.

Immer wenn ich zu einem Termin bei meiner Ergo-Therapeutin
komme, begegne ich im Warteraum einem meiner Bilder.
Manchmal nehme ich mir die Zeit danach und setze mich ihm
ganz in Ruhe gegenüber. Früher war das Malen von Heilbildern
meine wichtigste Ausdrucksform. Doch mittlerweile hat sich das
Schreiben immer mehr in mein Leben gedrängelt.

Zum Abschluss der Ergo-Therapie-Sitzung durfte ich mal wieder
eine Eulen-Karte ziehen: Wie passend – genau so erlebe ich gerade
mein Leben: ich habe Zeit, die vielen kleinen Wunder zu bestaunen
und zu entdecken … was für ein Segen in diesen Zeiten.

die EIS-Zeit ist zwar vorbei, doch am Café Adele kam ich trotzdem
nicht vorbei. Zum Mittag habe ich mir eine Buchweizen-Galette mit
Schafskäse und Ei gegönnt. Mmhhhhh, das war lecker.

nach der Rückkehr nach Hause lag Post im Briefkasten: eine
Abschiedskarte von meinen Kollegen. Doch wer weiß, wann ich die
Kino-Gutscheine einlösen kann … Doch die laufen mir ja nicht weg 😉

3 Maschinen Wäsche gab es heute gratis … ich wusste gar nicht, wohin mit all den
vielen Laken und Bettbezügen …

… doch jetzt ist alles wieder frisch duftend und neu bezogen …
Sommerbetten raus … Schurwoll-Winterbetten rein. Jetzt kann der
Winter kommen und das Fenster bleibt trotzdem in der Nacht immer offen …

… und dann war es soweit: BÄM !!!
Sympatexter. Wer noch keinen hat … hopp hopp … jetzt aber schnell …
denn wenn die 1.000 Stück weg sind ist er alle. Und ohne den will man
definitiv nicht ins neue Jahr starten …

Freitags bin ich oft auch mit meinem Schreib-Buddy von The BlogBang zum Cobloggen
verabredet. Seit gestern ist das Manuskript meines Buches bzw. Leitfadens:
START INS LEBEN. Erfolgreich auf eigenen Füßen
fertig. Am Wochenende veranstalte ich einen letzten Korrektur-lese-Marathon
und dann ist es in ein paar Tagen so weit: Ich drücke auf den Veröffentlichen-Button.
Dann ist es in der Welt und käuflich zu erwerben. Ein schönes Geschenk für Youngster
und Endstadium-Pubertiere im Umkreis der Familie. Doch nicht nur für die.

Die Zutaten fürs Abendbrot liegen schon bereit. Heute gibt es eine Kürbis-Schafskäse-Erdnuss-
Pfanne mit viel Ingwer und Chili. Ich mag es sehr, wenn mein Essen scharf gewürzt ist 🙂
Und auch im nächsten Monat wird es am 12. Dezember wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich dir eine wundervolle Zeit. Pass gut auf dich auf und bleib vor allen Dingen
gesund.
Heute ist wieder der 12. des Monats.
Nach der alten Blogger-Tradition – am 12. eines Monats werden 12 Bilder aus seinem Alltag
mit anderen geteilt – nehme ich euch auch heute wieder mit durch meinen Tag …
hier sind sie, die 12 Puzzlestücke meines Tages …

nach dem ersten Café geht es sofort an den Computer …
die Daily Inspiration für die nächsten Tage wollen gestaltet werden

Mittags durfte ich ein wundervolles Blitz-Coaching mit Korina Dielschneider genießen.
Sie fühlte mir dabei auf den Zahn, wo es in meinem Leben gerade hakt.
Vorab hatte ich mir ihr sehr inspirierendes Freebie „Mit Selbstcoaching zu mehr Zufriedenheit –
Standortbestimmung mit dem Lebensrad“ von ihrer Website heruntergeladen.
Das Lebensrad ist eine schnelle Methode zum Selbststudium, um den eigenen Soll- und Ist-Zustand
in den 10 wichtigsten Lebensbereichen zu erkennen.
Ich bekam hilfreiche Ideen, wie ich meine derzeitige „Bloggade“ wieder überwinden könnte …
ihre wertschätzende und mitfühlende Art in ihrem Coaching war dabei noch das Sahnehäubchen –
ich kann sie und ihre Arbeit nur jedem von Herzen empfehlen …

schon lange ein Akt der Selbstfürsorge: selbst gekochtes Essen …
heute: Kartoffel-Avocado-Frischkäse-Teller

und wieder zurück am Schreibtisch …
Termin zum Co-Writing mit der zauberhaften Ruth Langer aus Wien …
danach waren einige Seiten meines neuen Buches weiter überarbeitet

und obwohl es schon ganz schön herbstlich kalt geworden ist:
ein Eis musste auch heute wieder sein!

die im 12von12-im-September noch gedachte „Hexe“ entpuppte sich ein paar Tage darauf als
Bandscheibenvorfall – seitdem sind Gehhilfen meine steten Begleiter …
immer wieder ein herzliches Dankeschön an die heilenden Hände der Mitarbeiterinnen dieser Physiotherapiepraxis.

auf dem Rückweg von der Physiotherapie noch ein Sonnenuntergangswolkenspektakel am Himmel …
unglaublich – es sieht wie gemalt aus …

uff … im Schneckentempo endlich wieder zurück zu Hause …

… noch eine Anstrengungsleistung … Stufe für Stufe bis fast unters Dach … geschafft !!! … YEAH !!!
ich hoffe, dass ich zum nächsten #12von12 im November die Gehhilfen wieder los bin
und mein Rücken wieder fit ist …

… nach einem kurzen Ausflugs-Ausruhen gibt es heißen Tee, Kerzenlicht, die neue ZEIT-Wissen …
und dann noch ganz entspannter email-Check im wohligen Buddha-Küchen-Eck

… und siehe da: einfach so … ohne Werbung: 200 Abonnenten seit meinem insta-Profilstart vor wenigen Monaten …
das gibt kleine Freude mit großer Wirkung …
ganz nach dem heutigen Daily-Inspiration-Motto: Trau dir das Unmögliche zu.
Dieses Mal war es ein Tag mit viel Sitzen am Computer.
Die Physiotherapeutin hat mir jedoch heute nach der Behandlung mehr Bewegung und Dehnung
verordnet. Daher gibt es ab morgen die Wiedereinführung meines regelmäßigen Frühsportprogramms
– das wird meinem Rücken bestimmt auch gut tun.
Und auch im nächsten Monat wird es am 12. November wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich euch allen eine wundervolle Zeit.
Heute ist wieder der 12. des Monats.
Auch in diesem Monat nehme ich euch wieder mit durch meinen Tag.
Hier gibt es wieder 12 Bilder aus meinem Alltag … diesmal war ich ganz lange in meinem Berliner Kiez Friedenau spazieren:

da mir vorgestern die Hexe in den Rücken geschossen ist, hab ich am Morgen erst einmal im Bett mit Heizdecke die ersten Worte geschrieben

nachdem ich diese Woche meine Reha-Koffer ausgepackt hatte, fanden heute endlich meine neuen Reha-Schätze ihren neuen Platz – das Tablette hab ich auf dem Trödelmarkt gefunden und die Elefantenschale und bemalten Steine waren Geschenke von meinen lieben Mitrehabilitanden.

Das ist schon fast eine kleine Tradition geworden: wenn wir Zeit haben, treffen wir uns zu Kaffee und Kuchen auf dem Friedhof um die Ecke … dort ist es ruhig und grün … und unsere Lieblingsbank steht ganz in der Nähe des Grabes von Marlene D. und Helmut N.

jedes Mal, wenn wir durch die Reihen schlendern, entdecken wir dort neue schöne Grabsteine …

das ist auch schon fast Tradition: kein #12von12 ohne eine Portion EIS 😉 … mal sehen wie ich mir das im Winter organisiere …

und immer wieder taucht zwischen den Häuserzeilen das alte Rathaus auf.

leider gibt es auch solch Ecken in Friedenau …

und ganz in der Nähe steht gleich die schönste Schule im Kiez … über dem Eingang steht: Wie die Saat, so die Ernte … und über einem Fenster steht: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen … oft stehen hier Filmwagen vor der Tür, da sie nicht nur ein Gymnasium, sondern auch ein sehr beliebter Drehort ist

und wenn die Jugend nicht in der Schule ist, sitzt sie schon auch mal rauchend auf der Bank zwischen den Straßen …

auf der neuen Baustelle gibt es auch tolle Street-Art zu entdecken …

doch Wohnraum ist knapp, da wird ganz eng nebeneinander gebaut … jeder kann jedem ins Zimmer schauen … oh je, das wär nichts für mich …

da lieb ich mir doch das entspannte nach Hause kommen in mein gutes alte Jugendstil-Haus
Dieses Mal war es ein sehr ruhiger Tag. Das Wetter blieb trocken und das Laufen tat meinem Rücken gut.
Und auch im nächsten Monat wird es am 12. Oktober wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich euch allen eine wundervolle Zeit.
Meine größte Herausforderung in der Vorbereitung dieses Monatsrückblickes war die Qual der Wahl aus den Hunderten von Bildern, die ich in diesem Monat fotografiert habe. Worüber will ich alles berichten, welche Bilder wähle ich aus den vielen schönen schlussendlich aus? Die Erlebnisse und Bilder dieses Monats würde ein ganzes Buch füllen. Daher ist das folgende wirklich nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt, die ich in diesem Monat erleben durfte.
Reha“Auszeit“ im Nordschwarzwald
In den letzten Wochen lebte ich wie unter einer Glasglocke. Raus aus meinem alltäglichen Hamsterrad, rein in einen täglich verordneten Reha-Plan: alles Anwendungen fürs körperliche wie auch seelische Wohl – so ist das, wenn man zu einer psychosomatischen Rehabilitation ist. Nun liegen knapp 7 Wochen Auszeit hinter mir und Anfang September – also am Ende dieser Woche – werde ich mit viel Dankbarkeit und neuer Klarheit meine Rückfahrt in die Großstadt Berlin, in meine mir vertraute gewohnte Welt, antreten.
Vor allem eines hat mich in den letzten Wochen im Austausch mit anderen überrascht: die eher verträumte Vorstellung davon, was zur-Reha-fahren bedeutet. Es ist definitiv kein KURLAUB. Und auch die Vorstellung, dass man nach der Reha mit vollen Akkus und gut ausgeruht wieder nach Hause fährt, hab ich hier noch bei keinem erlebt. Na klar, man hat hier Zeit zum Kraft tanken, auch die sportlichen Anwendungen tun sehr gut. Doch jede Woche ist straff durchgetaktet und man hätte ja auch keine Reha bewilligt bekommen, wenn es da nicht diese kleinen „Baustellen“ gäbe, aufgrund dessen man zur Reha geschickt wurde. Ob nun körperliche Schmerzen und Probleme, Burnout, Mobbing, depressive Verstimmungen, Trauer oder Verluste verschiedenster Art – hier trägt jeder sein ganz eigenes Päckchen mit sich und in der Zeit der Reha geht es vor allem darum, für diese Päckchen Lösungen und neue Handlungsstrategien für die Zeit im Alltag danach zu finden. Die meisten hier kommen daher um die Konfrontation mit ihrem Problem nicht drumherum. Bei manchem springt da auch schon mal die unterste Schatulle der Verdrängung auf. Das kostet Kraft, Mut und lässt manchmal so manche im Alltag gut geschützte Emotionen in Wallung kommen oder das eine oder andere Mal fließen Tränen. Doch hier ist Raum und Zeit dafür – das sehe ich als ein großes Geschenk. Deshalb bin ich für die 6 1/2 Wochen, die nun hinter mir liegen, sehr dankbar (auch wenn sie zwischenzeitlich auch sehr herausfordernd waren).
Doch das Eine nicht ohne das Andere – daher wie gut, dass es da neben diesen Herausforderungen in den letzten Wochen hier im Schwarzwald auch ganz viele schöne Dinge und Erlebnisse gab. An jedem Wochenende nahm ich mir zum Beispiel einen Tag frei, um auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich wollte die Gegend kennenlernen und auch alte Freunde aus früheren Zeiten wiedersehen, die ich zum Teil über viele Jahre nicht gesehen hatte. Rückblickend kann ich sagen: es war ein praller Sommermonat neuer Erfahrungen. Und ich als Großstadtkind hab es auch in vollen Zügen genossen, dass der Wald hier im Tal gleich vor der Tür begann. Oft bin ich einfach mal in der Pause zum Waldbaden losmarschiert oder hab meine Runden im großartigen Kurpark gedreht. Das werde ich, wenn ich wieder zu Hause bin, sehr vermissen.

hier ist es ein bisschen wie im Märchenwald, wo die Gnome und Elfen Purzelbäume schlagen…

egal in welche Richtung ich losging – überall luden mich große alte Bäume zum Verweilen ein …

an ganz sonnigen Tagen war ein kurzer Gang durch die überall fließende Alb die beste Abkühlung …
Die Blog-Dekade – meine Sommer Challenge Nummer 1
Seitdem ich Mitglied in der Content-Society bin, bin ich motivierter denn je, Texte zu schreiben, doch vor allem auch: das Geschriebene zu veröffentlichen. Daher kam mir die Sommer Challenge: Die Blog Dekade 2021 – 10 Blogartikel in 10 Tagen – initiiert von Franzi Blickle und im Rahmen von The Content Society von Judith Peters umgesetzt, genau richtig.
Ein paar Tage vor dem Start der Challenge kam mir die Idee, die Blog-Dekade für die Reaktivierung meiner 4 Wort-Stories zu nutzen. Ich startete auf meinem Instagram-Account einen Aufruf: wer mir 4 Wörter schickt, dem schreibe ich eine Geschichte. Mein Plan ging auf. Zahlreiche 4-Wörter-Schenkungen trafen bei mir ein und ich schrieb jeden Tag eine kurze Geschichte. Jetzt bin ich wieder voll an diesem vor vielen Jahren von mir initiierten Format dran und freue mich weiterhin auf die Zusendung weiterer 4 Wörter für neue Geschichten. Also her damit … wer will seine Wörter in einer kurzen Geschichte lesen? Wie dieses Format entstanden ist und unter welchen Bedingungen die kurzen Geschichten entstehen, kannst du auf meiner Website nachlesen.
Am Ende des Monatsrückblickes findest du noch einmal alle Links zu den 10 neuen 4 Wort Stories der Blog-Dekade.
10 Blogartikel in 10 Tagen – es war eine Wucht zusammen mit den anderen aus The Content Society gemeinsam zu schreiben. Beim nächsten Mal bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei.




WoEnde 1: Bad Wildbad – Der Baumwipfelpfad und meine Höhenangst
Am ersten Augustwochenende habe ich mich spontan einer kleinen Wandergruppe von 4 Mitrehabilitanten angeschlossen und wir sind mit dem Bus nach Bad Wildbad gefahren. Auf dem Programm stand: Seilbahn, Baumwipfelpfad und Hängebrücke.
Wir hatten Glück mit dem Wetter und auch an der Seilbahn gab es keine lange Schlange. So ging es ruck zuck die 60 Meter steil hinauf auf das Plateau des Sommerbergs.
Von dort ging es weiter durch den Wald zum Eingang des Baumwipfelpfades. Schon lange wollte ich den in der Nähe von Berlin liegenden Baumwipfelpfad im Fläming besuchen. Nie hatte ich es bisher geschafft, daher war das nun die beste Gelegenheit, zu prüfen, wie es um meine alte Höhenangst bestellt war. Vor 15 Jahren hatte ich meine Höhenangst beim Besteigen der Harbour Bridge in Sydney besiegt, doch seitdem war ich nie wieder irgendwo hoch hinauf gestiegen. Von außen sah der Turm für mich nicht beängstigend aus, außerdem motivierten wir uns alle gegenseitig. Der Aufstieg begann und ich war erstaunt, wie ich die eingebauten Kletterelemente mutig durchlief. Erst auf den letzten beiden oberen Außenringen fing mich meine Angst wieder ein. Doch wir hielten alle zusammen und waren am Ende stolz und glücklich über die Besteigung.
Zum Schluss haben 3 von uns 5 noch einen oben drauf gesetzt: Wir sind durch die Röhre in der Mitte des Turmes wieder nach unten gesaust. Das war wie Rodelbahnfahrt im Dunkeln, wie Spaßbad ohne Wasser. Das kostete mich mehr Überwindung als der Aufstieg. Doch am Ende hab ich mich fast tot gelacht.
Die Hängebrücke haben wir nach diesem Abenteuer auf ein anderes Mal verschoben. So schlenderten wir alle 5 glücklich zur Seilbahn zurück und vor der Busfahrt gab es noch für alle ein dickes Eis. Die letzten Reste meiner Höhenangst hab ich auf dem Berg in der Röhre verloren … Das Überqueren einer Hängebrücke steht ab jetzt auf meiner Bucket-List.




zu zweit ist es immer einfacher, die Angst zu überwinden … siegessicher haben wir es beide geschafft …

na ganz so geheuer ist es mir dann doch nicht so ganz allein dort oben am Rand zu stehen …

zur Krönung gab es oben gleich noch eine nächste Überwindung: durch die dunkle Röhre hinab nach unten …

am Anfang hab ich noch kurz geschrien, doch dann hab ich mich so was von kaputt gelacht in der Röhre. Auch diese Mutprobe erfolgreich bestanden 😉
WoEnde 2: Freiburg – die Stadt meiner geheimen Träume
Seit bald fast 20 Jahren träume ich davon, in diese Stadt zu ziehen. Schon einige Male war ich auf dem Sprung, hatte auch schon einmal meine Wohnung in Berlin gekündigt, doch dann kam es immer wieder anders. Meine Freunde lachten damals laut auf, als meine Tochter dann zum Studieren in diese Stadt zog. Nun fuhr ich nach 2 Jahren mal wieder dorthin, um mich mit meiner „Clan-Nichte“ Sophie zu treffen, die seit Jahren dort lebt.
Du fragst dich vielleicht: was ist denn eine „Clan-Nichte“?
Während meiner schamanischen Ausbildung gab es eine Zeremonie, bei der Teenager zur Unterstützung auf ihrem Weg ins Erwachsenen leben außerhalb ihrer Herkunftsfamilie einen Paten/eine Patin – dort Clan-Onkel oder Clan-Tante genannt – an die Seite bekommen, die sie dabei unterstützen, ihren ganz eigenen Weg zu finden. Denn jeder weiß, dass Teenager in diesem Alter nicht unbedingt auf Hinweise und Wünsche von Mama oder Papa erpicht sind. So kam Sophie damals nach einer solchen Zeremonie in mein Leben. Eigentlich ist die Clan-Tanten-„Verpflichtung“ mit Erreichen des 21. Lebensjahres des Teenagers abgeschlossen. Doch nicht für uns. Mittlerweile ist Sophie über 30 und wir freuen uns jedes Mal riesig, wenn wir uns wiedersehen. Für mich ist sie wie eine Zieh-Tochter.

den ganzen Tag strahlend blauer Himmel und über 30 Grad – echtes Kaiserwetter – genau so, wie es sich für ein schönes Wochenende im August gehört

Blick über die Dächer aus dem WG-Zimmer mitten in der Stadt … gleich links um die Ecke daneben steht der Freiburger Dom – ein traumhafter Ausblick …

auf dem Weg zum Shoppen in der Altstadt am Glückskrokodil vorbei … die Münzen blinzeln im Sonnenlicht

nach dem Shoppen – das neue Sommerseidenkleid hab ich im Laden gleich angelassen 😉 … mit großer Melone und Picknickdecke haben wir es uns danach an der Dreisam zum chillen und quatschen gemütlich gemacht …

das coole am Kleid ist seine Zweiseitigkeit – einmal in grün mit Blümchen und umgedreht angezogen in lila mit Borte (siehe Bild am Rückblickanfang oben) – Sophie sagte: das musst du unbedingt mitnehmen … da konnte ich einfach nicht widerstehen … obwohl ich schon genug Sachen im Kleiderschrank habe …

Nach diesem Tag bin ich ganz glücklich und zufrieden zurück ins kleine Tal meiner Reha-Klinik gefahren. Meine Sehnsucht ist mal wieder geweckt. Ich will schon lange aus Berlin weg, hab nur noch keinen Plan wohin … vielleicht wird es ja irgendwann doch noch einen (erfolgreichen!) Umzug nach Freiburg geben ????
WoEnde 3: Baden Baden – ein Annäherungsversuch
Als die Zusage für meine Reha kam und ich die Adresse der zugewiesenen Klinik las, dachte ich im ersten Moment: das wird eine Herausforderung. Denn so nah war ich dem Ort Baden Baden seit über 10 Jahren nicht mehr gekommen. Es ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte, der ich mich neu stellen wollte. Es war ein ganz spontaner Entschluss von einer Mitrehabilitandin und mir nach dem Mittagessen. Jetzt oder nie – auf nach Baden Baden. Am Bahnhof angekommen, begaben wir uns als erstes auf die Suche nach der Adresse von IHR, ich wollte einfach mal das Haus von weitem sehen, in dem SIE wohnt. Wir verliefen uns zuerst, fanden dann die richtige Straße, suchten nach der Hausnummer, schauten in fremde Gärten … und dann wollte der Zufall es, dass ich IHR vor die Füße falle. Ein erstes Wiedersehen, eine große Überraschung, doch auch mit Unsicherheit auf beiden Seiten in der Luft … so war das nicht geplant. Doch manchmal schreibt das Leben seine eigenen Pläne. Wir verabredeten uns … mehr will ich hier nicht verraten …
Danach kehrten wir zu zweit wieder in die Innenstadt zurück und flanierten durch die Straßen.

Bei der Ankunft in der Stadt am Bahnhof

auf dem Trödelmarkt wollte unbedingt noch ein Kleid mit … zur Erinnerung an meinen Besuch in dieser Stadt … es wollte einfach nicht mehr von meinem Körper weichen – bestimmt weil es rot war 😉

wir wanderten durch die Stadt, durch schmale Gässchen und entdeckten überall wundervolle kleine Dinge …

an Dostojewskis Haus vorbei …

im Kurpark quickten die Kinder vor Freude in den Wasserspielen …

beim Warten in der Eischlange stand dieser Franzose vor mir … wir kamen natürlich sofort ins Gespräch – seine Maske hat er dann doch selber behalten 😉

ein genussvolles Schlemmen in der Kurpromenade … schon das Beobachten der Flanierenden war ein wundervolles Erlebnis … Baden Baden eben … ein Ort, wo für manche Geld keine Rolle spielt …

… Kunst am Bau haben wir auch genossen …

auf dem Rückweg kamen wir auch am Narren-Brunnen vorbei …

und vor der Rückfahrt gab es noch leckeres vom Grill …
Auf der Rückfahrt mit dem Zug zurück nach Bad Herrenalb war ich ganz schön platt und überwältig von den vielen Eindrücken und Erlebnissen. Doch grundsätzlich hat mir Baden Baden gefallen. Vielleicht komme ich einmal wieder …
Haiku Woche – meine Sommer Challenge Nummer 2
Meine zweite Sommer Challenge kam ganz überraschend zu mir. Ich las einen Post bei Instagram und es erinnerte mich sofort an die Zeit, wo ich täglich ein Elfchen oder 7-Zeilen-Gedicht schrieb. Die 5 vorgegebenen Bilder gefielen mir und ließen meinen kreativen Wörtersack zappeln. Schwuppdiwupp nahm ich mir jeden Tag in einer Pause zwischen den Anwendungen ein Bild vor und die Wörter fanden ganz leicht und spielerisch in ihre Silben-Haiku-Form.

Was sonst noch im August 2021 passierte
• Bogenschießen – mein neues Hobby?
Erst hab ich nur von weitem, von meinem Balkon aus, zugeschaut. Doch irgendwann hat mich eine Mitrehabilitantin aus meiner Gruppe direkt gefragt: Willst du auch mal Bogenschießen? Bisher hatte ich nur einmal vor rund 15 Jahren Pfeil und Bogen in der Hand. Seitdem nie wieder. Ist ja in der Großstadt auch nicht unbedingt überall möglich.
An einem schönen lauen Abend baute sie wieder ihre Ausrüstung auf der Wiese vor unserer Klinik auf. „Ja, ich will es auch mal probieren.“ Sie erklärte mir geduldig Schritt für Schritt und dann ging es los. Wow! Es hat so viel Spaß gemacht. Wir haben es noch ein zweimal wiederholt, bis ihre Reha zu Ende war. Das ist definitiv etwas, was ich noch öfter erleben möchte.


Erstaunlich viel Zeit verbrachten wir auch mit dem Suchen der Pfeile, die wir unter die Grasnarbe geschossen hatten – es ist unglaublich, diese wiederzufinden. Sie sind wie vom Erdboden verschluckt.
• Kleine und große Freuden im Klinik-Alltag

ein Überraschungspäckchen aus der Heimat – Danke liebe Alex !!!

wenn Sonne und Regen im Tal aufeinandertreffen – Ausblick vom Balkon …

immer wieder neue Bücher in der Büchertankstelle im Kurpark …

nach und nach haben die lieben Grüße aus der Heimat meinen Spiegel im Zimmer überdeckt. Jedes Mal wenn ich reinschaute, habe ich mich über jede Karte gefreut … Merci euch lieben Schreiber:innen

und Mitte August war dann endlich auch die Sauna im Neubau fertig … 2 x kam ich in den Genuss dieser tollen Entspannung

und zum Spaß habe ich 2 x kurz „Kunst von der Rolle“ vorgelesen … eine kleine Lesebühne im Kurpark … als kleine Vorübung falls ich doch mal aus meinem eigenen Buch vorlesen werde …

im Wald an der Falkenstein-Ruine gibt es mehrere Nester, in den die Wasserreiher brühten – immer wieder stehen sie im Tal an den Ufern der Alb oder morgens im Teich vor der Klinik … selten lassen sie sich gerne fotografieren … daher ist dieses Foto ein glücklicher Zufall …

auch Verabschiedungen standen Rehabilitanten standen immer wieder an … ein alkoholfreies Radler in der „Linie 1“ oder im „Kurhaus“ machte es uns das eine oder andere leichter – ein herzliches Danke an dieser Stelle noch einmal an all euch lieben Wegbegleiterinnen meiner letzten 6 1/2 Wochen hier – ohne euch wäre es nur halb so schön gewesen!
Hierüber habe ich im August 2021 gebloggt
• in der Rubrik: Daily Inspiration
Jeden Morgen ein schöner Gedanke für den Tag
• In der Rubrik: Was ist ???
Was ist eine … Baumzeremonie?
• In der Rubrik: Schritt für Schritt
Anleitung für die Grundform einer Baumzeremonie: Die Baumumarmung
• In der Rubrik: Monatsrückblick
12von12
• In der Rubrik: Satzzeichenfreie Zone
die Haiku-Sommerwochen-Callenge
• In der Rubrik: 4-Wort-Story
Blog-Dekade Tag 1 mit den Wörtern: Suppenschüssel, Magenknurren, Plasteblume und Lötkolben
Blog-Dekade Tag 2 mit den Wörtern: Schublade, Ordnung, Kategorie und Verletzung
Blog-Dekade Tag 3 mit den Wörtern: Sahnebonbon, Sonne, Lebensfreude und Aluhut
Blog-Dekade Tag 4 mit den Wörtern: Bibliothek, Hundeschnauze, vegan und Sellerie
Blog-Dekade Tag 5 mit den Wörtern: Gartenzwerg, Mondschein, Liebestrank und Sommerfest
Blog-Dekade Tag 6 mit den Wörtern: Katze, Gewitter, Musik und Wichtel
Blog-Dekade Tag 7 mit den Wörtern: Kettensäge, Friedhof, Gänseblümchen und Hofhund
Blog-Dekade Tag 8 mit den Wörtern: Freiheit, kunterbunt, Baumhaus und Sehnsucht
Blog-Dekade Tag 9 mit den Wörtern: Zauberei, Haarwurzelentzündung, Dauerbrenner und Stoppersocken
Blog-Dekade Tag 10 mit den Wörtern: Lavendel, Rose, Frosch und Höhle
Heute ist wieder der 12. des Monats.
Auch in diesem Monat nehme ich euch wieder mit durch meinen Tag.
Hier gibt es wieder 12 Bilder aus meinem Alltag …

Jeden Morgen um 6, wenn ich in meinen Reha-Zimmer die Augen öffne, blicke ich auf diesen Himmel. Im Juli war die Sonne dann über den Berg gestiegen, mittlerweile kommt sie erst später. Doch der Anblick ist immer wieder toll.

Mein erste Tat am Morgen … auf in den MTT-Raum und eine Runde Rudern. Was mach ich nur, wenn ich wieder zu Hause bin? Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

Auf meinem Zimmer wartet immer geduldig mein Laptop auf mich. Sobald ich keine Anwendung habe oder mit anderen unterwegs bin, sitze ich hier und schreibe …

Der Kurpark lädt überall zum Verweilen ein. Und falls ich mal mein Buch vergessen habe, kann ich mir in diesem zauberhaften Schrank etwas ausleihen. Eine tolle Idee und eine wirklich schöne Umsetzung mit all den Holzbänken und Blumenbeeten drum herum.

Beim Spazieren kam ich mal wieder am Hutgeschäft mit Cafe vorbei. Ein junges Ehepaar führt den Laden und die junge Frau meinte zu uns: hier findet jeder einen Hut für sich. Auf über 250 m² hängen, liegen, stehen alle möglichen Modelle und siehe da, sogar für meinen großen „Dick“kopf haben wir einen gefunden ;-). So starb ganz langsam in mir der alte Glaubenssatz: Mein Kopf sei für Hüte nicht gemacht.

Dieser Ort ist unglaublich, denn egal wo man hinläuft, überall wachsen und gedeihen die wundervollsten Blumen. Ich als Stadtkind kann mich gar nicht genug sattgucken und sattriechen bei dieser Fülle. Einfach traumhaft schön. Und wie glücklich bin ich, hier an diesem Ort im Sommer zu sein.

Nicht nur ich freue mich über die Vielfalt der Blüten … ganz Scharen von Bienen und Käfern laben sich an ihrem Nektar. Es summt und brummt überall …

Mitten im Kurpark gibt es eine kleine Gebetsoase, an der am Sonntag unter freiem Himmel ein Gottesdienst stattfindet. Daneben steht eine Bank des Zuhörens. Heute hab ich das erste Mal die Glocke mit den Märchenmotiven dort entdeckt.

… wenn es nicht überall summt und brummt, dann plätschert irgendwo ein Zufluss zur Alb. Sie fließt mit ihrem eiskalten Wasser durch das ganze Dorf, glücklicherweise gibt es hier kein Hochwasser.

3 Eisdielen gibt es hier im Ort und ich habe schon jede ausprobiert. Ich versuche nicht jeden Tag zu schlemmen, doch heute war mal wieder ein Eis fällig – 1 Kugel Pistazie und 1 Kugel Mocca mit Schokosplitt. mhhhh lecker.

Nach dem Abendbrot wird es auf einmal ganz laut. Ein Notfall im Ort (nicht in der Klinik) und schon kommt die Hilfe aus der Luft. Die Kinder auf dem Spielplatz rennen sofort zur Wiese. Wann bekommt man einen Hubschrauber so schnell noch einmal so nah zu sehen? Nach einer 3/4 Stunde düst er wieder ab und es ist wieder Ruhe.

Heute ergab sich für mich am Abend das zweite Mal die Gelegenheit zum Bogenschießen. Was für ein tolles Erlebnis. Ich bin richtig angefixt. Vielleicht wird das mein neues Hobby? Es kostes zwar viel Kraft, doch macht auch riesig Spaß. Ein dickes Danke an meine Mit-Rehabilitantin Christine, die mir heute diese Möglichkeit ein zweites Mal bot.
Was für ein toller Tag. Es waren hier heute das erste Mal wieder um die 30 Grad und es fühlte sich mal wieder wie nach richtigem Sommer an.
Und auch im nächsten Monat wird es am 12. September wieder heißen: #12von12
Bis dahin wünsche ich euch allen eine wundervolle Zeit.
Vom „Rausch“ bis zur „Wunder“-Kiefer im Paradies
Manchmal kann ein Wechsel innerhalb eines Monats nicht krasser sein. Im ersten Teil des Monats ging es noch im zack zack zack Schritt durch den Tag und nun am Ende des Monats falle ich immer öfter in eine tiefe Entspannung, auch wenn diese bei mir nie mit kompletter Untätigkeit in Verbindung steht. Bei mir geht es oft viel mehr um meine innere Entspannung. Und bei dieser kam ich in diesem Monat immer mehr an. Ommmhhhh … einen Schritt nach dem anderen.

Die perfekte Blume
Das erste Mal wieder im Kino: „Der Rausch“
Mitte Juni erhielt ich per email einen Newsletter von meinem Lieblingsfreiluftkino mit der Überschrift: ab 1. Juli testfrei – wir freuen uns auf ihren Besuch! Sofort überflog ich das Programm und blieb bei der Ankündigung für den Film „Der Rausch“ hängen. Spontan kaufte ich online 2 Karten. Als Kino- und Filmbegeisterte lechzte ich schon lange nach der Möglichkeit meines ersten Kinobesuches in diesem Jahr.

Dann war es so weit. Samstagabend. Lauschiges Sommerwetter. Vor dem Kinoabend waren meine Freundin und ich zum herrlichen Genuss-Auftakt in einem meiner Lieblingsrestaurants tailändisch essen gewesen. Danach machten wir uns auf den Weg in den Volkspark Rehberg. Das Kino liegt dort ganz idyllisch von großen alten Bäumen umrandet, fast unsichtbar versteckt. Nach dem Ankommen reihten wir uns vor dem Eingang des Kinos in die Schlange der Wartenden. Das frühe Ankommen brachte uns Glück. Wir suchten nach dem Einlass ganz entspannt unsere markierten Plätze und versorgten uns ohne langes Schlange stehen mit Radler und süßem Popcorn. Die Plätze waren alle mit Isomatten-Sitzkissen markiert, jede zweite Reihe abmontiert. Was für ein Luxus: diese Beinfreiheit. Ein Vorteil der Corona-Hygiene-Schutzregeln.

Obwohl der Film „Der Rausch“ einen Oscar als bester ausländischer Spielfilm erhalten hat – und unbestritten: die Schauspieler spielen alle exzellent hervorragend ihre Rollen! – hat mich das Thema und die Umsetzung, vor allem am Ende, enttäuscht.
Der Film spielt in einer Kleinstadt. „Martin“ arbeitet als Lehrer an einer Oberschule. Doch er fühlt sich erschöpft und ausgebrannt, sein Unterricht ist langweilig, einige Schüler und Eltern wären froh, wenn er die Schule verlassen würde. Um aus seinem Tief herauszukommen, beschließt Martin, zusammen mit drei weiteren Kollegen, mit denen er auch befreundet ist, ein Experiment zu starten. Nach der Promille-Theorie wollen sie ihren Alkoholpegel konstant hochhalten. Am Anfang zeigt das Experiment überwiegend positive Auswirkungen. Doch das Steigen des Alkoholpegels und des nicht mehr aussteigen Könnens bringt immer fatalere Folgen mit sich. Ich würde sagen: ein Film wie aus dem richtigen Leben. Der Umgang mit Alkohol wird jedoch schlussendlich als normal legitimiert. Da ist es wieder. Das Weggucken. Die Macht der Gewohnheit und des bequemen Weges siegen wieder einmal. Alles nicht so schlimm, Alkohol macht das Leben erträglicher und leichter. Ich kenn das Thema und die Folgen von Alkohol in Familien selbst zu gut aus meinen Kindertagen. „Brille“ aus dem Film hat mich daher sehr berührt, ist eben auch kein Einzelfall. Ich hätte mir sehr ein anderes Ende für diesen Film gewünscht.

Wer schreibt der bleibt … Rapid Blog Flow
Seit Ende Juni bin ich nun Mitglied in The Content Society. Ein für mich wichtiger Schritt, um mein Bloggen auf meiner Website weiter voranzutreiben. Mit anderen gemeinsam zu schreiben ist eine große Inspiration und motiviert mich, dranzubleiben. Judith Sympatexter, die diese Society 2019 ins Leben gerufen hat, hat sich für diesen Sommer tolle Aktionen ausgedacht. Die erste startete am 12. Juli 2021: Der Rapid Blog Flow. Das Ziel war, innerhalb einer Woche 8 verschiedene Artikel anzulegen und mindestens ein Blogartikel am 18. Juli 2021 auf seiner Website zu veröffentlichen. Schon die zwei vorab-Facebook-Talks zündeten bei mir den Flow. Am 12. ging es dann richtig los. Während eines Bäm! Bäm! Bäm! hintereinanderweg-Brainstormings habe ich all meinen Ideen freien Lauf gelassen und mir damit ein bunte Wissensblume möglicher Blogartikel kreiert. Dadurch wurde für mich sichtbarer, in welche Richtung sich mein Blog weiter entwickeln wird. Die ersten Artikel sind angelegt, schmoren jetzt im Inkubator bis sie das Licht der Welt erblicken. Ich will mich nicht unter Druck setzen, will mit meiner Content-Ängst und meinem Imposter Syndrom achtsam umgehen. Ich hab keine Eile, denn schon der berühmte Zeitmanagement-Experte Seiwert sagte: „Hast du es eilig, geh langsam.“ Alles zu seiner Zeit. Doch seid gewiss, die Inkubationszeit ist bald vorbei … 😉 und dann werden meine Ideen und Artikel auf meine Seite purzeln …
Doch ganz untätig war ich auch in diesem Monat nicht, denn neben meinem wöchentlichen Journal schreiben, habe ich unter anderem am 18. Juli meinen Rant-Artikel zum Thema: „Covid 19 – Worum geht es eigentlich?!“ auf meiner Webseite veröffentlicht.

Zeit zum Kraft tanken und heilen – Reha die 2.
Auch wenn man es mir vielleicht im ersten Moment nicht ansieht, doch ich habe körperlich schon ein paar „Schüsse vor den Bug“ bekommen. Dank meiner bewussten Ernährungsumstellung und intensiver Sportprogramme halte ich mich ganz gut. Doch wie dankbar bin ich, dass ich dieses Jahr die Möglichkeit einer 2. Reha bekomme, um mich voll und ganz um Körper, Geist und Seele kümmern zu dürfen. Dieses Mal fiel die Wahl auf eine Klinik in Bad Herrenalb in Baden Württemberg, in einem Tal im Nordschwarzwald zwischen Karlsruhe und Baden Baden gelegen. Daher war ich in den ersten zwei Wochen im Juli auch sehr mit der Vorbereitung dieser Reise beschäftigt. Einerseits wollte ich noch viele vorausschauend vorbereitende Arbeiten im Büro erledigen, damit meine Kollegen so wenig wie möglich Zusatzaufwand während meiner Abwesenheit haben, andererseits wollten alle wichtigen Dinge bis 5 Tage vor der Abreise in den zwei Koffern verstaut worden sein. Wie froh war ich, als Hermes meine 2 Schwergewichte (oh je, jeder wog 28 kg) abgeholt hatte. Dieser Gepäcktransportservice der Rentenversicherung ist ein großer Segen.

Am 20. Juli war es dann so weit. Um 4 Uhr klingelte mein Wecker, um 5 Uhr zog ich mit meinem Handgepäck-Koffer zum Hauptbahnhof los. 700 km lagen vor mir. Um 12 kam ich in Karlsruhe an. Das war für mich ein bewegender Moment, war ich doch vor vielen Jahren fast 10 Jahre lang immer wieder zwischen Karlsruhe und Berlin hin- und hergependelt. Als erstes holte mich ein Erinnerungsflash beim Warten auf die S-Bahn am Bahnhof ein.
1 Stunde später stand ich dann endlich vor dem Klinikeingang. Ich war die letzte Patientenaufnahme des Tages, war schon von der Reise erschöpft, nun noch gleich zu Begin ein C-Test und die Aufnahmegespräche. Ich war froh, als ich endlich auf meinem Zimmer ankam. Meine zwei schwergewichtigen Koffer warteten auch schon auf mich. Da ich es nicht lange in einem schlicht neutralen Zimmer aushalte, packte ich sofort alle Koffer aus, verstaute sie im Oberdeck des Schrankes und hing meine mitgebrachten Tücher und Bilder auf. Ich brauche es immer ein bisschen bunt und heimelig, immerhin sollte ich hier 5-7 Wochen verbringen.

Die ersten 2 Wochen waren gefüllt von Vorträgen, ersten (Sport-)Gruppen und mich immer wieder neu Orientieren. Viele Male bin ich die langen Gänge hin und hergelaufen, weil ich mich in der Raumnummer geirrt oder den richtigen Gang für die richtige Raumnummer suchte. Nach ein paar Tagen wurde es besser, auch dank des super netten Personals und der hier schon länger verweilenden Rehabilitanden. Alle halfen mir immer wieder sehr herzlich auf die Sprünge. Meine eigene Zimmernummer kann ich mir gut merken. Als Eselsbrücke sage ich immer: ich wohne im „Siegertreppchen-Zimmer“.
Die Palette der möglichen Anwendungen ist hier groß. Manche finde ich super, bei manchen muss ich mich überwinden. Doch ich bin ja hier nicht auf dem Ponyhof im Urlaub, sondern zur Reha. Auf jeden Fall gehe ich jeden Morgen um 7 für 15 Minuten auf die Ruder-Maschine. Die viele Bewegung tut mir richtig gut und die Ärzte sind mit mir zufrieden. Und auch zur Kunst-Stunde laufe ich leichten Herzens.

Bad Herrenalb – eine grüne Oase im Nordschwarzwald
Der Ort ist wirklich ein Traum. Das Tal wird vom „schwarzen Wald“ umhüllt. Das kann schon auch ganz bedrückend wirken, vor allem für die, die auf der Rückseite der Klinik wohnen. Doch mein Zimmer liegt nach vorne heraus. Weiter Blick auf Spielplatz, Wasserfontäne und einer Wiese mit großen alten Bäumen. Und die Sommerzeit spielt mir voll gut in die Karten. Der weite Blick tut gut. Jeden Morgen hat mich bisher die Sonne und der Schrei eines Hahns geweckt.


Schon vor 25 Jahren hatte Bad Herrenalb einen sehr guten Ruf im Rehasektor. Hier fanden für damalige Verhältnisse zum Teil sehr außergewöhnliche Anwendungen statt. Die alte Klinik steht noch als Ruine im Ort. Danach zog die Klinik in ein altes Hotel direkt an der Durchgangsstraße. Seit Februar ist nun die neue Klinik eröffnet. Der Vergleich von alt und neu ist wie Tag und Nacht. Ich bin schon sehr froh, erst jetzt hier gelandet zu sein.

2017 fand in Bad Herrenalb die Internationale Gartenausstellung statt – die schönen Anlagen sind bis heute weiter gewachsen und laden einfach zum Verweilen ein. Überall stehen große alte Bäume, viele beeindruckende Mammutbäume, mannshohe Farne, schön angelegte Blumenwege, es summt und brummt überall, die Uferanlagen der Alb … wer hier im Zimmer hocken bleibt, hat selber Schuld, denn es plätschert und blüht hier an jeder Ecke im Ort.

Auch das alte Kloster der Zisterzienser ist ein Wohlfühlort. Neben Grabstätten gibt es dort vor allem einen unglaublichen Baum. Eine über 200 Jahre alte „Wunder“-Kiefer, die direkt auf dem Torbogen wächst. Sie hat ihre Wurzeln durch das Gemäuer tief in die Erde gegraben. Vor dem Portal der Klosterruine steht ein Schild: „Paradies“. Wenn ich hier durch den Kurpark laufe, fühle ich mich wirklich manchmal so. Was für ein Glück!

Ich hab im Park auch schon Freunde gefunden 😉 Ich kann an den kleinen lustigen Skulpturen meist nicht vorbeigehen, ohne ein bisschen mit ihnen Schabernack zu treiben.

Wie schön, dass ich hier noch ein paar Wochen bin. Neben all diesen schönen Erlebnissen, gibt es hier natürlich auch Herausforderungen, sonst wäre ich ja nicht in einer Reha. Doch ich bin zuversichtlich, dass mir die Zeit hier auch bei diesen „Baustellen“ gut tun wird.
Was sonst noch im Juli 2021 passierte
• mein zweiter Besuch im Pflegeheim bei meinem Papa
Nach meinem ersten Besuch im Juni ist bei mir nun das Eis gebrochen. So machte ich mich auch diesen Monat, dieses Mal alleine mit der Bahn, auf den Weg ins Pflegeheim nach Schwerin. Im ersten Moment erkannte mich mein Papa zwar nicht, doch es dauerte nur ein paar Minuten und dann stand ihm wieder die Freude über meinen Besuch im Gesicht. Dieses Mal blieb ich länger. Wir gingen wieder eine Runde spazieren, ich habe sein Handy wieder in Gang gebracht, seine Sachen sortiert. Leider hat am Wochenende das Café auf dem Gelände nicht auf, sonst hätten wir uns ein großes Vanille-Eis gegönnt. Es war wieder ein schöne Zeit.


• Homöopathie-Workshop: Königskobra
Seit 5 Jahren gibt es bei mir einen unverrückbaren festen Termin im Monat: 1 x im Monat an einem Tag an einem Wochenende ist Homöopathie-Workshop-Zeit bei Werner. Dieses Mal war die Königskobra das Thema. Obwohl wir dieses Mittel schon im letzten Sommer ausführlich betrachtet hatten, war es nun schon wieder das Thema der Jahresgruppe, denn es ist ein Mittel, welches in diesen Corona-Zeiten sehr unterstützend und hilfreich ist. Für mich ist diese ganzheitliche Betrachtungsweise von aktuellen Themen der Zeit in Verbindung mit homöopathischen Mitteln jeden Monat wieder aufs Neue ein großer Wissensgewinn.
Artikel Werner Baumeister Königskobra
• meine Über-mich-Seite überarbeitet
In den 8 Wochen von The Blog Bang stand auch das Schreiben einer über-mich-Seite auf dem Programm. Im Mai war ich dafür noch nicht bereit. Über mich selbst etwas zu schreiben, fällt mir nicht so leicht. Zu sehr stecke ich dann bei der Frage fest: wie ausführlich und/oder privat möchte ich mich zeigen? Doch dann entstanden all die schönen anderen über-mich-Seiten in der Schreib-Society und so wagte auch ich mich an dieses Thema. Und jetzt ist meine über-mich-Seite online. Sie wird sich weiter wandeln, da bin ich mir sicher, doch der erste Versuch gefällt mir schon. Das ist eine gute Übung für mich, den Perfektionisten in mir zu bändigen.
Hierüber habe ich im Juli 2021 gebloggt
• In der Rubrik: Monatsrückblick
12von12
• In der Rubrik: Was ist ???
Was ist … Räder-Wissen?
• In der Rubrik: Sicht weise(n)
Covid 19 – Worum geht es eigentlich?
• In der Rubrik: Umani exclusiv
30 Fun Facts – Was nicht jeder über mich weiß …
• und weiterhin jeden Tag aufs Neue meine Daily Inspirations
Die Aussichten für August

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